Sticheleien, Ärgern usw....noch normal für 2. Klasse?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von lauras_stern 02.12.09 - 09:16 Uhr

Guten Morgen,

meine Tochter geht nun in die 2. Klasse und bislang hatten wir nie Probleme. Aber in letzter Zeit fällt immer öfter ein Name im Zusammenhang mit Ärgern, Streiche usw...Ja, ich würde sagen er hat es auf die abgesehn. Wir kennen den Jungen schon aus der Krabbelgruppe und er war noch nie einfach, hat immer nur mist im Kopf und bekam nie Konsequenzen dafür von seiner Mutter.
Mit seiner Mutter hab ich mitlerweile keinen Kontakt mehr. Nur noch böse blicke. Ich hoffe nicht das sie ihren Sohn gegen meine Tochter aufhetzt!!! Das wäre ja absolut der Hammer, aber leider nicht auszuschließen.

Er schubst sie wohl bei jeder gelegenheit, zieht ihr im Schwimmunterricht die Nudel weg (was ja schon seeehr gefährlich ist, da sie sehr unsicher ist im Wasser und ängstlich), zieht im Schwimmunterricht die Badehose von meiner Tochter runter, ständige Neckereine wie Mütze klauen, ins Klo ziehen usw...

Der junge hat nach dem Vorfall im Schwimmbad ne mitteilung nach hause bekommen, aber dort wird er wahrscheinlich noch gelobt :-(

Wir haben so lange gebraucht bis meine tochter gerne zum Schwimmen ginge und nun wo sie soweit ist, kommt nun der und macht alles kaputt. nun will sie nicht mehr mir, weil sie angst hat er zieht ihr wieder die nudel weg und sie geht unter!!! was ja verständlich ist. Ich hab ja selbst panik das da was passiert.

Da sie sehr schüchtern ist, wenig selbstbewustsein usw...ist sie natürlich leider perfekt für solche Idioten.

Wie verhällt man sich in der Situation? Sie mutter hab ich schon angerufen, sie verharmlost alles...

Soll ICH mir den Jungen mal vornehmen? Oder schad ich damit meiner Tochter und es wird noch schlimmer?

Würd mich freuen ein paar Tips zu kriegen....Danke...

Beitrag von muggles 02.12.09 - 09:44 Uhr

Hallo,

den Bengel wirst Du nicht aendern koennen. Allerdings solltet Ihr (Du und Deine Tochter) an ihrem Verhalten arbeiten. Ich meine damit, dass sie 'raus der der Opferrolle muss. Gibt es eine Methode, ihre Koerpersprache zu veraendern? Eventuell durch sportliche Aktivitaeten (z. B. Judo, Karate, Fussball).

Sie sollte lernen, sich zu wehren und zwar auf lautstarke, verbale Art. Ein Badeanzug wurde die Problematik des Herunterziehens uebrigens drastisch verringern.

Allerdings frage ich mich, wie es sein kann, dass ein 7jaehriges Maedchen noch nicht schwimmen kann?

Viel Glueck!

Claudia

Beitrag von gismomo 02.12.09 - 12:17 Uhr

Hallo Claudia,

mein Sohn ist sieben und kann auch noch nicht schwimmen. Er hat drei Schwimmkurse gemacht und endlich ist er so weit, dass er keine Angst mehr vor dem Wasser hat, aber Schwimmen kann er noch nicht. Er macht gerade den vierten Kurs und ich bin heilfroh, dass er den mit Begeisterung macht und auch schon fast soweit ist, dass er schwimmen kann.

Also bitte keine Pauschalurteile - mein Sohn liest dafür Bücher für Viertklässler aufwärts und spielt Klavier (und das ziemlich gut). Jedes Kind ist eben anders, und es ist weder ein Versäumnis der Eltern noch sonst irgendwie ein dramatischer Mangel wenn ein siebenjähriges Kind noch nicht so gut schwimmen kann dass es sich allein über Wasser halten kann. Vielleicht beantwortet das deine Frage, warum ein siebenjähriges Kind noch nicht schwimmen kann...


I

Beitrag von muggles 02.12.09 - 12:49 Uhr

Du hast Recht.

Meine Ruebe ist motorisch mehr als fit und sehr geschickt. Insofern kann ich mich schlecht diesbezueglich in andere hineinversetzen.

Allerdings lieben alle Kinder, die ich kenne, Wasser. Und ich finde, Schwimmen ist eine exentielle Faehigkeit, die jedes Kind beherrschen muss. Bei uns gehoerte ein Schwimmbadbesuch zu einem regelmaessigen Wochenendevergnuegen, der von einem Schwimmkurs ergaenzt wurde.

Alles Gute fuer Euch!

Claudia

Beitrag von gismomo 02.12.09 - 13:29 Uhr

Hallo Claudia,

ich stimme dir zu, was das Schwimmen-Können angeht. Ich finde auch, dass es seine Fähigkeit ist, die jedes Kind lernen muss. Deshalb hat mein Sohn seinen ersten Kurs mit vier gemacht. Die ganze Vorgeschichte zu erzählen würde zu weit führen - jedenfalls hat es zwei Jahre gedauert, bis er danach überhaupt wieder ins Wasser gegangen ist. Innerhalb des letzten Jahres hat er drei Kurse gemacht, jetzt fängt der vierte an, und ich vermute, anschließend kann er dann auch schwimmen.

Im Übrigen bin ich selber kein sportlicher Mensch und hasse es, ins Schwimmbad oder Hallenbad zu gehen. Dazu stehe ich auch. Mein Mann dagegen ist sehr sportlich und geht mit den Kindern gerne schwimmen. Da ich selber Angst vor dem Wasser habe fand ich es nicht sinnvoll, meinem Sohn das Schwimmen beizubringen - er spürt sowieso jede meiner Stimmungen, das wäre sicherlich nur kontraproduktiv gewesen.

Wie du das mit dem Schwimmen/Grobmotorik bezüglich anderer Kinder empfindest, so geht es mir mit dem Lesen. Ich muss mich manchmal wirklich selber am Riemen reißen wenn ich Eltern höre, die sich darüber beklagen, dass ihre Kinder nicht gerne lesen.
Das sind dann oft Kinder, die schon von klein auf wie selbstverständlich jeden Tag fernsehen durften, denen aber maximal abends mal eine Geschichte vorgelesen wurde.
Lesen hat für mich einen extrem hohen Stellenwert, und ich bin auch der Meinung, dass man seinem Kind nichts Besseres tun kann als ihm den Spaß und die Freude daran zu vermitteln. Auch in Hinblick auf die Schule, wo das sinnentnehmende Lesen eine wichtige Schlüsselrolle einnimmt.

Da ich selber sehr gerne lese und Sprache (geschriebene und gesprochene) in unserer Familie einen hohen Stellenwert einnimmt, tue ich mich schwer damit, zu akzeptieren, dass dies nicht in allen Familien der Fall ist. Mein ältester Sohn kommt nach mir, was das angeht - aber selbst mein kleiner Sohn, der nicht unbedingt das sprachbegabteste Kind ist, lässt sich gerne Bücher vorlesen und hat Spaß an Reimen und am Sprechen.

Wahrscheinlich hat man als Eltern einfach immer etwas, das man unbedingt seinen Kindern weitergeben will. Bei euch ist es wohl das Schwimmen bzw. die Freude am Sport (kann ich verstehen, die beste Freundin meines Sohnes - gleichaltrig, gerade sieben geworden, -ist diesen Sommer mehrmals vom Dreimeterbrett gesprungen), bei mir ist es die Freude am Lesen und an der Sprache. Da würde ich bezüglich meiner Kinder auch keine Kompromisse eingehen, während ich das beim Sport gelassen sehe. Hauptsache, mein Sohn übt eine Sportart regelmäßig aus und hat Freude daran. Was wir im Sommer regelmäßig machen ist Fahrradfahren, das macht die ganze Familie gern. Mehr Sport brauchen wir nicht, um uns wohlzufühlen.

lg
K.

Beitrag von muggles 02.12.09 - 14:07 Uhr

Tja, das liebe Lesen.

Mein Mann (Dozent) und ich (Mitarbeiterin am Goethe-Institut) sind echte Buecherratten und lesen viel und gern.

Und unsere Tochter? Lernt jetzt in der Schule Lesen und Schreiben, zeigt aber nicht uebermaessiges Interesse daran. Finde ich persoenlich schade, aber draengen koennen wir sie nicht. Sie malt und bastelt halt viel lieber (oder betaetigt sich sportlich).

Sie laesst sich gern vorlesen, aber auch nur abends im Bett.

Ich hoffe, dass sich das mit der Zeit noch aendert und sie die Liebe zur Sprache (allerdings hat sie 3 Muttersprachen) auch noch findet.

Die Glotze ist bei uns nicht haeufig an. Allerdings darf sie Abends ihre Standard-Zeichentrick-Sendungen sehen.

So sind eben alle Kinder verschieden.

Alles Gute fuer Euch!

Claudia

Beitrag von lauras_stern 02.12.09 - 09:57 Uhr

Bitte keine Grundsatz Diskussion warum eine 7 Jährige nicht schwimmen kann!

Ich finde es auch wichtig das sie es kann, aber sie hatte immer extrem Angst ohne Schwimmhilfe und hat geklammert und partout nicht eingewilligt. Noch dazu war sie ein Frühchen und immer motorisch sehr unsicher.


Deswegen bin ich ja so froh das sie endlich Spaß am Schwimmunterricht hat und auch viel aufgeholt hat und nun kommt dieser Junge....

Beitrag von muggles 02.12.09 - 11:15 Uhr

Ok, dass sie ein Fruehchen war kann ich ja schlecht wissen.

Wichtig ist, dass sie begreift, dass sie sich auf ihre Art und Weise wehren muss. Sie muss aus der Opferrolle heraus. Die Schuld liegt nicht bei ihr, aber sie muss ihr Verhalten aendern, sonst macht der Junge immer weiter. Ueberleg mal mit ihr zusammen, was ihr machen koennt.

Was sagen die Lehrer dazu?

Allerdings verstehe ich auch nicht, warum die Lehrkraft im Schwimmunterricht nicht ein besonders wachsames Auge auf diesen Jungen haben kann?

Viel Glueck,

Claudia

Beitrag von anja676 02.12.09 - 11:26 Uhr

Hallo,

wenn Du meine ehrliche Meinung hören willst: Ja, ich würde mir den Jungen packen. Mach ihm klar, dass Du für Konsequenzen sorgen kannst (z. B. über die Schule), wenn er nicht aufhört, andere Kinder zu terrorisieren. Bei der Mutter wirst Du nichts erreichen.

Ich denke aber auch, dass Ihr an dem Verhalten Deiner Tochter arbeiten müsst. Sie muss lernen, sich zu wehren. Ich weiß, dass das alles viel leichter klingt als es ist, es ist aber durchaus zu schaffen.

Alles Gute für Euch.

Anja

Beitrag von gismomo 02.12.09 - 12:28 Uhr

Ich glaube, du hattest mal geschrieben, dass die Sportlehrerin nicht so toll ist. Mein Rat wäre gewesen, die Situation, wie sie deine Tochter erlebt, der Lehrerin zu schildern und auch, dass deine Tochter nun wieder Angst vor dem Wasser hat, was ihr mühevoll abtrainiert hattet....
Wenn der Weg über die Lehrerin aber verbaut ist dann würde ich als Mutter ehrlich gesagt auch direkt auf den Jungen zugehen und Klartext reden (ganz konkret sagen, welche Konsequenzen das für ihn hat, dass ihr zum Rektor geht etc.). Kann natürlich auch nach hinten losgehen, wenn er deine Tochter dann vor allen Mitschülern lächerlich macht. Das kommt darauf an, welche Position er bei den Mitschülern hat.

Eigentlich müsste der Junge wissen, dass sein Verhalten noch weitere (stärkere) Konsequenzen hat wenn er nicht damit aufhört. Ein anderes Kind bloßstellen (Hose herunterziehen) und gefährden (Schwimmhilfen wegziehen) ist kein harmloser Streich mehr. Wenn er nicht aufhört und man mit der Lehrerin nicht reden kann, würde ich mich an die Schulleitung wenden und betonen, dass die Sicherheit deines Kindes gefährdet ist und dass es für deine Tochter eine demütigende Situation ist (Hose herunterziehen). Und ich würde betonen, dass ihr davon ausgeht, dass keine Wiederholung stattfindet und wenn doch, dass ihr dann wissen wollt, welche Konsequenzen das Kind zu erwarten hat. Bei wiederholtem massiven Fehlverhalten kann ein Kind sogar vom Unterricht ausgeschlossen werden.

Wenn ihr der Schulleitung sagt dass ihr die Sicherheit eures Kindes gefährdet seht dann ist das schon ein ernster Vorwurf, den die Schulleitung nicht mehr so einfach abtun kann. D.h. sie wird mit der entsprechenden Lehrerin reden und diese muss darauf achten, dass so etwas nicht mehr vorkommt. Denn wenn etwas passiert ist sie mitschuldig, wenn sie nicht reagiert hat.

lg
K.

Beitrag von tigerente2004 02.12.09 - 21:15 Uhr

Hallo,
wir hatten unten eine ähnliche Situation...
aber ganz ehrlich, ich würde an Deiner Tochter arbeiten ( tun wir auch, unsere ist auch sensibel, und wie Du Deine beschrieben hast ) aber leider gibt es immer solche "Idioten" - es gibt immer welche die sich an Schaden anderer erfreuen usw. Wahrscheinlich hat der Bub seine Mama richtig in Griff, natürlich sieht die Mutter ´keinen Handlungsbedarf, denn ihr Kind ist ja nicht betroffen. Meine Erfahrung ist, diese Sprüche hört man immer von denjenigen solange, bis ihre Kinder in dieser Rolle stecken, dann ist es nämlich plötzlich ganz anders. Aber wie gesagt, stärke sie, sie soll sich wehren nämlich mit einem klaren, lauten NEIN!!! Und diesen Jungen meiden so gut es geht.
WEnn dies nicht funktioniert, dann an die Klassenlehrerin herantreten und sie ebenso damit beauftragen, dies etwas zu beobachten. Wenn Du den Jungen schnappst, dann ist vielleicht zwei Wochen Ruhe und dann findet er was anderes. Die Kinder werden schlauer, er wird einen Weg finden, Deiner Tochter anderweitig weh zu tun, und dies wird er irgendwann so tun, dass kein anderer ausser er und deine Tochter was mitbekommen, Kinder sind ja nicht blöd. Aus dieser Situation sollte Deine Tochter alleine kommen.... und in Deinem Beispiel ist Lehrerhandeln gefragt, denn das ist ja während des Unterrichts!!!

Viele Grüße
Tigerente2004

Beitrag von nani-78 03.12.09 - 00:11 Uhr

Hallo,
Also ich bin der Meinung:Ja schnapp dir den Jungen selber!
Ich bin auch eher eine Mutter,die noch abwartet,dem eigenen Kind in solch einer Situation gut zuredet,wie aus dem Weg gehen,klar sagen,dass das andere Kind aufhören soll,usw.

Aber dass,was der JUnge mit deiner Tochter macht,ist kein reines ärgern mehr,denn er handelt gefährlich und demütigend!
Und wenn die Mutter so gleichgültig ist,so hilft da ewt nur noch der Weg direkt zu ihm.
Ich hab mal mit einem größeren Jungen reden müssen,der ständig meine Tochter bedrängte,beschuldigte und auch haute.
Immer wieder ermutigte ich meine Tochter,aber nichts half.
Am Ende sagte ich ihm,dass ich es nicht zulasse,laos nicht einfach zuschaue,dass er sowas tut,und dass ich absolout nicht will,dass er sich als wesendlich größerer Junge an kleinere vergreift.Er versuchte sich noch zu rechtfertigen,aber nachdem ich ihm vernünftig erklärte,dass das nicht geht,hatte meine Tochter echt Ruhe!Es kann schon helfen,direkt mit dem "Täterkind" zu sprechen!
Alles Gute!!