Sie dreht ab, wenn Besuch da ist

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 09:28 Uhr

Java hat irgendwie eine kleine "Macke". Eigentlich ist sie echt umgänglich und "lieb", aber manchmal....

vor allem, wenn wir kinderlosen Besuch haben, dreht sie regelmäßig ab. Mir ist schon klar, dass es sie stört, dass sich dann nicht alles um sie dreht, aber mir ist nicht ganz klar, was sie eigentlich will bzw. wie ich ihr Verhalten "in den Griff" kriegen soll. Zwei Beispiele:

1. Neulig kommen ihr Onkel und ihre Tante unerwartet vorbei. Wir setzen uns ins Esszimmer und unterhalten uns. Java ist etwas schüchtern, weil sie die beiden nicht so häufig sieht und beide auch nicht soooo gut mit Kindern können. D.h. sie versuchen schon Kontakt aufzunehmen, aber eher unbeholfen und auch mit wenig Ausdauer. Java legt also den Kopf schief, was bedeutet, dass sie gerade eingeschüchtert ist. Da ich das kenne, gehe ich nicht weiter darauf ein und versuche sie ab und zu mal ins Gespräch einzubinden. Ich erzähle vom Kindergarten und frage sie beispielsweise dann "Wie heißt nochmal dieser Junge, der dich immer kitzelt?" oder sowas. Sie mag nicht erzählen, ich dränge sie nicht. Irgendwann will sie dann ihren Papa mit in ihr Zimmer schleifen. Der verneint, weil "wir uns ja hier gerade unterhalten möchten." Ich schlage vor, dass sie ja ein Spiel von oben holen könnte, was wir dann gemeinsam spielen könnten. Sie will nicht und versucht wieder und wieder den Papa mit rauszuschleifen. Da der nicht so will wie sie, wird sie quengelig, krabbelt unter den Tisch, nölt und nörgelt. Ich bitte sie, damit aufzuhören und biete ihr nochmals an, ein Spiel zu spielen. Sie macht weiter. Ich frage sie, ob sie stattdessen etwas basteln möchte. Auch das will sie nicht. Mit dem Nörgeln aufhören will sie aber auch nicht. Da die ständige Geräuschkulisse unterm Tisch irgendwann nervt, werde ich etwas wütend und drohe ihr an, sie ins Zimmer zu stecken. Das mache ich wirklich selten, aber manchmal... na ja. Irgendwann hat sie es dann geschafft und ich setze meine Drohung um. Im Zimmer tobt und brüllt sie und ich lasse sie mit den Worten "Kannst ja runterkommen, wenn Du dich eingekriegt hast. Und bring ein Spiel mit." alleine. Tut mir echt leid, aber eine andere Idee habe ich nicht mehr.

2. Gestern sind zwei Freundinnen von mir zu Besuch. Wir sitzen wieder im Esszimmer und Java holt die Malsachen aus der Schublade. Wir nehmen den Vorschlag auf und fangen alle an zu malen, unterhalten uns aber nebenbei. Irgendwann möchte Java den beiden ihr Zimmer zeigen und wir sagen ihr: "Wenn wir ausgetrunken haben." Sie wartet tatsächlich einigermaßen geduldig. Als die Becher alle sind, sagt eine meiner Freundinnen: "So wollen wir jetzt mal dein Zimmer anschauen?". Wir gehen hoch. Java beginnt, ihre Verkleidungskiste auszuräumen und setzt sich eine komische Mütze auf (so eine Art Sturmhaube). Die klemmt aber und Java wird ungehalten. Ich rede ruhig mit ihr: "Lass dir helfen. Komm her." Ungeduldig zetert sie rum und steigert sich rein. Als ich die Mütze ab habe, setze ich sie ihr nochmal richtig auf. Auf einmal stört sie der Verschluss und ich soll ihn abmachen. Das geht aber nicht, was ich ihr versuche zu erklären. Sie ist wütend und fängt an, nach mir zu treten. Ich bitte sie energisch, damit aufzuhören und drohe ihr an, dass wir das Zimmer wieder verlassen werden. Sie hört nicht auf, wir gehen, gleiches Spiel wie oben. Nach zwei/drei Minuten gehe ich zu ihr und frage sie, ob sie jetzt mit uns runterkommen möchte. Sie ist ein wenig aufgelöst und möchte Trost. Ich nehme sie auf den Arm und gehe mit ihr runter. Kaum sind wir unten, geht es so los wie bei Onkel und Tante: Sie krabbelt unter den Tisch und zetert und nörgelt ununterbrochen. Das Ende vom Lied: Wieder landet sie in ihrem Zimmer.

Was soll der Sch***? Was will sie von mir? Das ist nur so, wenn wir Leute zu Besuch haben, die eher selten da sind. Wenn Oma und Opa zu Besuch sind, dann verhält sie sich anders bzw. vielleicht fällt es nicht so auf, weil Opa sich dann sehr viel mit ihr beschäftigt.

Ich weiß, dass Erwachsenengespräche langweilig sind. Aber wir versuchen sie ja schon mit einzubinden. Wo ist denn das Problem? Kann ich von einer 3 1/2jährigen noch nicht erwarten, dass sie meinen Besuch respektiert so wie ich ihren ja auch respektiere? Ich habe gesternabend dann noch versucht, ihr zu erklären, dass ich das nicht so toll finde, was sie da macht und dass das Verhalten dem Besuch gegenüber sehr unhöflich ist. Sie hat sich auch entschuldigt und gesagt, dass sie das nicht mehr machen wird, aber na ja... so richtig glaube ich nicht dran.

Hat irgendeiner eine schlaue Idee?

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 09:32 Uhr

P.S. Wenn ich sie in ihr Zimmer geschaufelt habe, lasse ich sie natürlich nicht ewig allein. Ich warte ein paar Minuten und gehe dann wieder hoch, beruhige sie und nehme sie mit runter. Trotzdem bin ich mit dieser Strafaktion nicht wirklich glücklich und hätte gerne eine andere Lösung für das Problem.

Beitrag von wolke429 02.12.09 - 10:00 Uhr

also das mit dem zimmer schicken mach ich bei meinem Fast 5 jährigen knirps auch.

ich lass ihn schrein toben oder schrein.
ich ignoriere das ganze weil ich denke er muss auch lernen das wenn was war nicht richtig war vom ihm.
nach 10 min kommt er und sagt können wir reden?!

wir sitzen gemeinsam in seinem zimmer und reden dann darüber und den rest des tages ist er wie ausgewechselt.

zu deiner kleinen maus würde ich sagen sie will aufmerksamkeit du/ihr bindet sie ja schon mit ein aber sie muss auch lernen wenn besuch da ist das es nicht ständig geht das sich alles um sie dreht.

hat meiner auch gemacht aber das hat jetzt aufgehört.

hast du möglickeiten ne spielkiste mit ins esszimmer zu stellen wo sie sich dann hinsetzen kann und spielen kann?

so hab ich es eine weile mal gemacht und es hat bei uns geholfen.

und wenn er was nicht hören durfte hab ich ihn kurz rausgeschickt aber er ist dann freiwillig im zimmer geblieben....

brauchst viel geduld

es wird schon

du musst ihr halt wenn grad besuch da ist auch erklären so wir haben besuch und müssen uns erstmal um den besuch kümmern.

lg sandra kopf hoch wird schon

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 10:07 Uhr

Sie hat genug Spielzeug hier unten. Im Esszimmer steht eine Spielküche. Sie könnte dem Besuch auch was "kochen". Sie will aber, dass sich alles um sie dreht und das tut es dann eben einfach mal nicht.

Beitrag von petra1982 02.12.09 - 10:31 Uhr

ist ja klar, da muesst ihr aber hart bleiben sonst wird sie dieses spiel weiter treiben. ich tobe mama und papa reagieren -. ich tobe sie reagieren nicht mehr drauf also such ich nach was anderem versucht es mal auch wenns anstrengend ist....

Beitrag von petra1982 02.12.09 - 09:50 Uhr

also wenn unsere das macht, biete ich ihr ein bis zweimal vorschläge an die sie machen kann, und wenn sie da so wie deine rumeckelt, dann kann sie in ihr zimmer gehen und wieder kommen wenn sie sich beruhigt hat .....wie alt ist deine kleine denn? und wenn sie nichts von den tausend dingen die du vorshclägst machen will, mein gott, schick sie ins zimmer.....klar wollen kinder in diesem alter aufmerksamkeit aber die kleine meines mannes war genauso, und wenn es ihr nicht passt wenn wir mal besuch da haben kann sie in ihrem zimmer spielen gehen und die hat das ganz schnell abgestellt....

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 09:56 Uhr

Meine Tochter ist 3 1/2.

Tausend Vorschläge mache ich ihr nicht... immer nur zwei.

Ich glaube, das Problem ist auch, dass wir nicht so oft kinderlosen Besuch haben. Wäre das häufiger der Fall, würde sie sicher schneller "lernen". So aber fangen wir jedes Mal von vorne an.

Außerdem spielt sie dann oben nicht. Sie tobt und schreit so heftig, dass es unten poltert und man schon mal nach ihr schauen muss, weil sie sich sonst weh tun könnte. Sie kriegt sich dann auch nur ein, wenn man sie nach einigen Minuten tröstet. Und ich finde diese Strafaktion auch irgendwie sehr unschön. Gibt es denn keine bessere Lösung?

Beitrag von wolke429 02.12.09 - 10:04 Uhr

nein ich finde das zwar auch nicht schön aber nur so lernen sie es und es ist nicht so schlimm als wenn sie auf den popo haut.

aber durschs kinderzimmer schicken lernen sie es ganz schnell glaub es mir meiner hat es zimlich schnell gelernt.

Beitrag von petra1982 02.12.09 - 10:04 Uhr

gut die von meinem mann tobt nicht sie geht meist ins bett und weint kurz, beruhigt sich dann aber meist gleich....hat sich so angehört das du ihr 5 bis 6 vorschläge machst.....nicht beachten wenn sie rumnörgelt, und wenn es zu laut wird, vieleicht hingehen und sie zur seite nehmen und ihr erklären das du das doch auch nicht machst wenn sie freunde da hat....ja sie findet es sicher auch nicht toll im zimmer, aber du auch nicht wenn sie nur rummault wenn besuch da ist.....durchhalten :-)

Beitrag von lisasimpson 02.12.09 - 11:05 Uhr

hmm, ich stells mir gerade umgekehrt vor...
ich bin also die ig Erwachsene in einer Gruppe von 3 jährigen. die entscheiden was gemacht wird und ich hab wenig Mitspracherecht. oh man, wäre das ätzend für mich nach ner weile. ich würde mich schon sehr über nen anderen erwachsenen freuen:)

Also ich kann dir sagen, wie wirs hier machen:
Unser leben findet eigentlich zu 90% am boden statt- also auch wenn besuch kommt (der kann sich zwar auf das sofa setzten, die meisten sitzen aber mit auf dem boden). leider haben wir auch viele kinderlose in unserem bekanntenkreis und daher ist das natürlich auch öfter der fall, daß unsere die einzigen kinder sind.
Nun ja., da wir aber auf einer "höhe" sind und neben dem quatschen immer (mindestens) einer als ansprechpartner da ist, klappt das ganz gut. da ist dann ein guter wechsel zwischen spielen und quatschen.
allerdigns ists bei uns natürlich auch so, daß 2 kinder da sind, die sich dnan auch miteinander beschäftigen können ,spielsachen sind hier eigentlich fast alle unten im wohnzimmer.

Ich würde mit deiner tochter vorbesprechen, was sie tun kann wen nder besuch da ist. ich würde am anfang alle 2-3 minuten etwas mit ihr machen (sie sol mit dir was aus der küche holen, sie darf die gläser befüllen, sie kann gebäck holen, sie darf die kerze auslasen.....) so daß es rituale gibt ,auf die sie zählen kann, wenn es anders ist als "normal".
un dann denke ich, daß es für ein Kind in dem alter, wenn es keien andenr kinder hat sehr schwer auszuhalten ist.
ich denke eine stunde ist da fast die schmerzgrenze, ohne daß sich jemand wirklich intensiv mit ihr beschäftigt.

Alternativen wie zusammen malen, kneten, basteln... find ich ganz gut. mein großer puzzelt z.-B. auch super gerne und das kan ner sehr ausdauernd auch alleine machen, aber ich denke trotzdem,. daß ne stunde da völlig ausreicht..

Alles Liebe,

lisasimpson (die sich so "ins zimer schick" nummern wirklich schenken würde- nicht nur aus meienr pädagogischen überzeugung heraus, sondern auch weil ich mich da nicht zum affen machen wollte)

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 11:22 Uhr

Hm.... na ja, also eigentlich machen wir das schon so wie Du es beschrieben hast. Ich muss dazu sagen, dass wir gestern vorher auf dem Weihnachtsmarkt waren, uns allen dann kalt wurde und wir uns zu uns verpieselt haben. Wir hatten uns also mehr als 2 Stunden lang mit ihr beschäftigt und wollten nun nur noch unseren Glühwein leeren. Dazu gabs Kekse, die sie geholt hat. Die Kerze hat sie angezündet, den Tisch gedeckt usw. Sie war eingebunden, das war also auch nicht das Problem. Sie sitzt dann auch in ihrem Stuhl und ist auf Augenhöhe. In dieser Zeit lief sie dann eher "nebenher", hat das aber keine 20 Minuten ausgehalten. Sie mag es einfach nicht, wenn sich zwei Personen unterhalten und sie in dieser Zeit nicht an erster Stelle steht. Aber muss sie das nicht auch mal ertragen können ohne gleich auszuticken. Es ist ja nun wirklich nicht lange... eine ganze Stunde erwarte ich absolut nicht.

Als wir im Kinderzimmer waren, saßen wir auf dem Boden und es drehte sich nur um sie. Aber das passte ihr ja auch nicht. Das wundert mich halt. Ich weiß nicht, was sie will.



Beitrag von petra1982 02.12.09 - 11:25 Uhr

ja gut aber das ist doch auch schon lange, nach 10 minuten sind unsere auch hibbelig ;-) dann dürfen sie eben malen basteln was auch immer da findet sich was...oder auch fern ausnahmsweise mal eine halbe stunde......aufmerksamkeit die sie ja bekommt, wenn sie bischen aufstand macht......malt sie denn gerne? du kennst doch dein kind am besten, also unsere werden sogar in gespräche miteingebunden......klar haben sie auch mal sendepause wo erwachsene reden.....

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 12:10 Uhr

Nein, nein. Die 10 Minuten hat sie ja schon gemaclt und gebastelt. 10 Minuten auf ihrem Popo sitzen und einer Konversation folgen bzw. daran teilnehmen ist ja schon unmöglich.

Sie darf so gut wie alles machen, niemand erwartet, dass sie still daneben sitzt. Und natürlich unterhalten wir uns auch mit ihr. Bei Onkel und Tante wollte sie aber nichts sagen. Und bei meinen Freundinnen auch nicht so richtig. Ich biete ihr an zu malen, zu basteln, gemeinsam ein Spiel zu spielen und von mir aus kann sie auch mal fernsehen. Das Problem ist, dass sie z. B. 10 Minuten malt (wir malen gemeinsam), dann fällt ein Stift runter, sie will, dass ich ihn aufhebe, ich weigere mich und sie tickt aus. Und fernsehen ist eh nicht so ihr Ding, das hält sie keine 5 Minuten aus.

Es funktioniert dann einfach gar nichts mehr und sie will auch nichts mehr machen. Sie bockt total rum und führt sich echt auf wie "Kevin ausm Hochhaus". Ein echter Fall für die Supernanny. Und dazu das Endlosgequengel. Aber nur hier und wenn Leute da sind. Wenn wir woanders zu Besuch sind, sitzt sie "brav" auf ihrem Popo und bewegt sich nicht, fast schon unheimlich. Und wenn wir alleine sind, dann bockt sie so gut wie nie und ist ein erschreckend wohl erzogenes Kind. Warum? Ich kapiers nicht. Der Opa sagt immer "Das ist ein ganz schönber Schauspieler." Ich mag es nicht, wenn er das sagt, weil ich möchte, dass man sie ernst nimmt. Aber ich fürchte er hat Recht.

Beitrag von agostea 02.12.09 - 12:18 Uhr

Vielleicht, weil sie eure gewohnte Aufmerksamkeit teilen muss. Wenn sie gewöhnt ist, das sich immer alles um "das kleine Prinzesschen" dreht, ist sie natürlich nicht begeistert, wenn andere Personen ihr diesen Platz streitig machen.

So wirkt dein Fall zumindest auf mich.

Gruss
agostea

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 21:32 Uhr

Aber es ist doch komisch, wenn sie sich in einer anderen Umgebung völlig anders benimmt. Also gleiche Situation bei meiner Freundin: Wir sitzen alle um einen Tisch und quatschen und Java sitzt völlig ohne Beschäftigung daneben und hört aufmerksam zu bzw. beteiligt sich auf ihre Weise am Gespräch. Warum klappt das dort und warum klappt es nicht zu Hause? Ich bin doch dort kein anderer Mensch. Also wenn sie sich doch für das Prinzesschen hält, dann tut sie das doch überall. Aber wirklich: Wir haben unterwegs niemals Probleme, noch nie gehabt. Immer nur zu Hause... versteh ich nicht.

Beitrag von lisasimpson 02.12.09 - 11:31 Uhr

"Als wir im Kinderzimmer waren, saßen wir auf dem Boden und es drehte sich nur um sie. Aber das passte ihr ja auch nicht. "


das habe ich nicht gemeint.
Wen nwir auf dem boden sitzen geht es trotzdem nicht "nur" um die kinder. nur ist es in der sitaution leichter an uns "heran" zu kommen als auf stühlen sitzend.

Ich denke auch, daß ein kind mit 3,5 jahren eine zeitlang (wenn es so mit eingebunden ist, wie du beschreisbt) es aushalten kann. deine tochter kan nes aber gerade nciht, von daher hilft dir ein "müßte doch können" ja nicht viel.

Da ich eure Situation nicht kenne, kann ich dir natürlich nicht sagen, was bei euch gut funktioniert und was nicht- ich kann dir nur sagen, was sich bei uns anbietet.

Wenn etwas aber GAR NICHT klappt (bzw. nur sehr kurz), dann kann ich immer nur empfehlen die zeit langsam auszuweiten. also beim näcshten mal machste das, was gut läuft und was es deienr tochter erlaubt, eine weile durchzuhalten für 10- 15 minuten. danach ist sie dran. die zeit dehst du immer weiter aus- sie muß aber wissen (erfahren haben) daß sie danach voll und ganz dran ist, OHNE vorher nölen zu müssen.

wie bereits beschreiben, ihr vorher sagen, wie es ablaufen wird, welche möglichkeiten sie hat (puzzeln, malen, basteln, dir helfen, alleiene spielen) und daß ihr danach dies oder das gemeinsam machen werdet.
nur im erfahrungsprozess, daß du dich daran hälst und daß sie es aushalten kann und danach einen vortel davon hat kannste es auf eine "sozial vertrögliche zeit" ausdehnen, ohne theater zu haben!
Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 11:57 Uhr

"Wen nwir auf dem boden sitzen geht es trotzdem nicht "nur" um die kinder. nur ist es in der sitaution leichter an uns "heran" zu kommen als auf stühlen sitzend."

Aber gegessen und getrunken wird bei uns am Tisch. Allein schon wegen der Katzen und weil ich Heißgetränke und Kerzen auf dem Fußboden stehend nicht so günstig finde, wenn Katze und Kind rumtoben. Also es geht jetzt hier um das Kaffee trinken.

"Da ich eure Situation nicht kenne, kann ich dir natürlich nicht sagen, was bei euch gut funktioniert und was nicht- ich kann dir nur sagen, was sich bei uns anbietet."

Ja schon klar, aber ich weiß ja eben nicht was funktioniert, weil ich nicht weiß, wo eigentlich das Problem liegt. Komisch ist halt auch, dass sie den Versuch sich nur mit ihr zu beschäftigen, abblockt. Ein Spiel holen wollte sie nicht, dass ich eins hole, wollte sie auch nicht. Ich weiß nicht, an welcher Stelle sie diesen Punkt überschritten hatte, weil das so plötzlich anfing. Also eben noch gemalt, dann schon genörgelt und danach war sie dann nicht mehr ansprechbar und hatte miese Laune. Daher weiß ich auch nicht, was ich da ausdehnen soll.

" deine tochter kan nes aber gerade nciht, von daher hilft dir ein "müßte doch können" ja nicht viel."

Doch, denn es könnte ja sein, dass ich zu viel erwarte.



"wie bereits beschreiben, ihr vorher sagen, wie es ablaufen wird, welche möglichkeiten sie hat Vorher darüber sprechen"

Das ging in diesen beiden Fällen nicht, weil die Besuche ja spontan waren.

Beitrag von schwarzbaer 02.12.09 - 12:21 Uhr

Kinder müssen lernen, daß sie nicht immer die Hauptrolle spielen. Auch Erwachsene haben hin und wieder (ich weiß, als Mutter eher selten) Bedürfnisse, und sei es, mit Freunden mal einen ungestörten Plausch zu halten.

Wenn unsere bei Besuch so abdrehen (passiert auch hin und wieder) werden sie ebenfalls in ihr Zimmer geschickt, das was Du da machst finde ich völlig legitim, bei uns sogar noch konsequenter durchziehen (wir spielen nicht mit den Kids, sie dürfen dabeisein, werden aber nicht bespielt).

Ansonsten dürfen unsere wenn Erwachsene sich unterhalten im Wohnzimmer Bücher lesen (soweit eine knapp 3-jährige lesen kann :-)), puzzeln, memory spielen, oder in Ausnahmefällen auch mal eine DVD gucken - alles was keinen Lärm macht eben.

Inzwischen gehen unsere beiden häufig freiwillig hoch ins Kizi wenn wir Erwachsenen Besuch kriegen, aber bei nur einem Kind wird das natürlich nicht klappen, da fehlt der Spielkamerad.

gruß, schwarzbaer

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 21:35 Uhr

Also bei uns ist es so, dass der kinderlose Besuch in der Regel sehr interessiert an unserer Tochter ist und sehr gerne mit ihr spielt. Das läuft dann so, dass ich ihr Beschäftigungsmaterial zur Verfügung stelle (basteln, malen, puzzlen etc.) und der Besuch dann von sich aus zugreift. Und am Ende basteln, malen oder puzzlen wir alle und unterhalten uns einfach nebenbei. Ich kann da nichts für ;-)

Beitrag von frauke131 02.12.09 - 12:47 Uhr

Ganz ehrlich, mich wundert es kein bisschen, dass deine Tochter sich so aufführt.
Du versuchst sie in die Erwachsenengespräche, wozu? Es interessiert weder Deinen Besuch wer sie im Kindergarten kitzelt, noch hat sie ein gesteigertes Interesse daran, es zu erzählen!

Ich finde es ätzend, iregendwo zu Besuch zu sein, wo jedes Gespräch unterbrochen wird, weil ein Kind einfach dazwischen platzt! Wie soll sie da lernen, dass sie nicht die ganze Aufmerksamkeit haben kann?

Es komt Besuch und alle malen gemeinsam mit deinem Kind? Ich glaube, ich würde zu Dir nur noch kommen, wenn das Kind schläft!

Wenn Ihr Besuch habt, sollte sie lernen, sich zurückzunehmen und es sollte kein Problem für ein 3 1/2 Jähriges Kind, allein zu spielen. Wenn sie natürlich immer bespielt wird, lernt sie es nicht.

Sag ihr beim nächsten Besuch, dass ihr euch unterhalten wolltund sie gern bei Euch sein kann, aber sich allein beschäftigen muss! Genauso solltet ihr anfangen, sie generell nicht immer zu bespielen, damit sie lernt, auch mit sich allein zufrieden zu sein!

Beitrag von agostea 02.12.09 - 12:48 Uhr

Danke! Meine Gedanken!

Gruss
agostea

Beitrag von berliner-kindl. 02.12.09 - 14:09 Uhr

#pro

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 21:23 Uhr

Entschuldige bitte mal, aber meine Tochter ist Teil dieser Familie. So lange sie wach ist, darf sie auch an unserem Besuch teilhaben und sich selbstverständlich auch an den Gesprächen beteiligen. Und unseren Besuch stört es nicht. Es ist auch eher so, dass ich ihr die Malsachen gebe und sie sich damit beschäftigen kann. Und in der Regel greift so gut wie jeder meiner Bekannten und Freunde innerhalb kürzester Zeit selbst zum Stift. Die meisten sind glücklich, sich mal kreativ zu betätigen und wir haben viel Spaß. Wir hatten auch schon mal Playmais auf dem Tisch stehen als Besuch kam. Und plötzlich waren alle damit beschäftigt irgendwelche Tiere zu bauen. Ich zwinge das ja niemandem auf, die machen das von sich aus und sie sehen nicht unglücklich dabei aus.

Und wenn es jemanden nun wirklich stört, dann kann er ja abends kommen. Da haben wir aber seltsamerweise recht selten Besuch...

Und in einem Fall ging es ja um Onkel und Tante von Java und wenn die nicht interessiert, was sie im Kindergarten so macht... warum fragen sie dann?

Also deine Meinung in allen Ehren, aber für uns passt sie einfach überhaupt nicht.

Beitrag von frauke131 03.12.09 - 10:44 Uhr

Du hast gefragt, warum sie so abdreht, ich habe Dir meine Meinung gesagt! Wenn alles so toll wäre, wie Du jetzt auf einmal schreibst, hättest Du hier nicht nach Lösungen gesucht!

Ich liebe meine Kinder auch, di meiste Zeit verbringe ich mit ihnen. Aber wenn ich Erwachsene zu Besuch habe,möchte ich die Zeit mit ihnen auch nutzen, sonst brauche ich sie nicht einladen!

Und ich habe nunmal wenig Interesse, wenn ich woanders zu Besuch bin, stundenlang mit Kindern zu spielen, mir Kitageschichten anzuhören und zu basteln, das mache ich sonst ja auch mit meinen Kindern.

Eine Familie zu sein bedeutet nicht, aneinandergekettet alles zusammen zu machen- und Kinder haben bei Erwachsenengesprächen schlicht nichts zu suchen!

Beitrag von bine3002 03.12.09 - 15:14 Uhr

Ich behaupte ja nicht, dass alles so optimal ist. Aber meine Tochter ist 3 Jahre alt und muss noch nicht "funktionieren". Ich habe nach Ideen gefragt und ich bin dir dankbar für deine Meinung. Nur ist sie eben für uns nicht die Lösung.

"Eine Familie zu sein bedeutet nicht, aneinandergekettet alles zusammen zu machen- und Kinder haben bei Erwachsenengesprächen schlicht nichts zu suchen!"

Das sehe ich eben etwas anders, denn ein 3jähriges Kind muss, um lernen zu können, den Erwachsenen zusehen dürfen. Wir sind soziale Wesen und keine Einzelgänger und wir lernen soziales Miteinander nur im Umgang mit anderen Menschen.

"Aber wenn ich Erwachsene zu Besuch habe,möchte ich die Zeit mit ihnen auch nutzen, sonst brauche ich sie nicht einladen!"

Auch das ist ein Punkt, denn den besagten Besuch hatte ich nicht eingeladen. Und wer einfach so vorbei kommt, der hat sich den Gegebenheiten anzupassen. Außerdem ging es hier unter anderem auch um Verwandtschaft und wenn die kein Interesse daran hat, mit dem Kind zusammenzusein, dann kann sie ehrlich gesagt auch gerne wegbleiben. Bei einer Freundin ist das anders. Wenn die mich aber exklusiv braucht, weil sie z. B. Beziehungsgeschichten bequatschen muss, dann muss sie das sagen und wir machen einen "Termin" aus, an dem meine Tochter dann irgendwoanders untergebracht ist.

"Ich liebe meine Kinder auch, di meiste Zeit verbringe ich mit ihnen."

Das glaube ich dir, habe ich auch nie angezweifelt. Deine Kinder haben aber scheinbar einen anderen Stellenwert in deinem Leben als es bei uns der Fall ist.

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