Einladung zum Beschneidungsfest, was schnekt man da?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von ladyswoon 02.12.09 - 10:35 Uhr

Hallo Mädels!

Heute morgen hat mein Mann unseren Sohn in den KiGa gebracht und unser Sohn wurde von seinem bestem Freund zu seinem Bescheidungsfest eingeladen.

Jetzt hat mein Mann ganz vergessen zu fragen was man da schenkt.

Wisst ihr mehr?

War selber auch noch nie auf ein Beschneidungsfest und weiß gar nichts davon. Gibt es was zu beachten, also ein absolutes No-Go oder ein unbedinges muss?

Freu mich über jeden Tipp!

LG
Karina

Beitrag von engel0402 02.12.09 - 10:51 Uhr

Hi,

ich bin Türkin. Eigentlich bleibt jedem Gast selbst überlassen was er schenkt.

Familie und gute Freunde schenken Goldmünzen oder Geld.

Es würde reichen, wenn Ihr dem Kleinen eine Freude macht in dem Ihr ihm ein Geschenk eurer Wahl macht, wie Puzzle, ein Spiel etc.

Das Geld und das Gold wird für seine Ausbildung etc. angelegt.

Es ist gleichzusetzen mit der Kommunion/Konfirmation.

Hoffe konnte Dir ein wenig weiterhelfen.

LG
Engel

Beitrag von ladyswoon 02.12.09 - 10:56 Uhr

Danke, damit hast du mir schon sehr geholfen!

Beitrag von arienne41 02.12.09 - 11:07 Uhr

Hallo

Ich wußte nicht das es solche Feste gibt.

Soweit ich weiß steht nichts davon im Koran das man Kinder Beschneiden sollte.

Erst ein Kind verstümmeln und sowas dann feiern.

Ist sowas bei uns in Deutschland noch erlaubt?

Traurig wenn ja.

Ich bin total gegen sowas es sei denn es ist medizinisch notwendig.

LG Arienne

Beitrag von visilo 02.12.09 - 11:13 Uhr

Auch Juden beschneiden ihre Kinder und in Amerika wird fast jeder Junge nach der Geburt beschnitten, warum machst du das nun gerade bei den Moslems schlecht.

Und ja natürlich ist es in Deutschland erlaubt JUNGS zu beschneiden, bei vielen hat es ja auch wirklich medizienische Gründe.

Verständnislose Grüße
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von arienne41 03.12.09 - 11:04 Uhr

ich wollte niemanden schlecht machen es war nur ein Beispiel.

In meinen Augen ist es Körperverletzung.

Ich würde aber auch einem Kleinkind nie Ohrlöcher stechen lassen.

..........bei vielen hat es ja auch wirklich medizienische Gründe.
Bei medizinischen Gründen ist ja auch nicht gegen einzuwenden.

Beitrag von lisasimpson 02.12.09 - 11:24 Uhr

Es steht in der Bibel!


lisasimpson

Beitrag von arienne41 03.12.09 - 11:04 Uhr

wo da, würde es gerne nachlesen

Beitrag von lisasimpson 03.12.09 - 13:39 Uhr

Genesis/1. Mose, Kapitel 17

"Und Gott sprach zu Abraham: So haltet nun meinen Bund, du und deine Nachkommen von Geschlecht zu Geschlecht. 10 Das aber ist mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und deinem Geschlecht nach dir: Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden;"

lisasimpson, die erschüttert ist ob dieser fehlenden Kenntnisse unserer Kultur!

Beitrag von arienne41 03.12.09 - 17:28 Uhr

ich bin in keiner Kirche und sie intressiert mich nicht weiter.
Wenn die Bibel zu deiner Kultur zählt ok zu meiner nicht

Beitrag von lisasimpson 03.12.09 - 20:08 Uhr

Hä?!

da drängen sich mir doch einige fragen auf
1. warum wolltest du es dann wissen/ nachlesen?

2. Die christlich- abendländische Kultur ist die meine- ich weiß ja nicht wo du herkommst, aber ich bin hier in Mitteleuropa aufgewachsen. Ich bin Atheistin, aber eben trotzdem in einer Kultur beheimatet, die geprägt von jüdisch-christlicher Philosophie ist.
Bis vor kurzem noch hatte die Kirche mehr als nur die Hoheit über einen bestimmten Teil religösen lebens, sondern vielmehr über das gesamte gesellschaftliche Leben. Das prägt Philosophie, Pädagogik, Denke, Werte, Normen, Feste und feiern einer Kutur, tabus und wissenschaft.
Egal ob wir Weihnachten feiern, über Schwangerschaftsabbrüche sprechen oder über stammenzellenforschung, ob wir die Menschenrechte formulieren oder Sonntags frei haben, welche Tabus wir haben und welche Fest wir feiern, all das hat seinen Ursprung in unserer Kultur- eben in einer christlichen Kultur.

So ignorant kann doch nun wirklich kein Mensch sein um zu denken, die Zugehörigkeit zu einer Kirche würde über kulturelle Herkunft und Einbettung irgendetwas aussagen!

lisasimpson

Beitrag von salecha 02.12.09 - 12:22 Uhr

kann es sein, dass du es mit der Beschneidung von Mädchen verwechselst, denn das ist definitiv verboten.

Beitrag von arienne41 03.12.09 - 11:00 Uhr

nein

Beitrag von sandra.weidmann 02.12.09 - 12:46 Uhr

Hallo Arienne,

ich bin ganz Deiner Meinung! Beschneidung einfach nur, weil es die Sitte ist, ist nur Quälerei und absolut sinnlos. Ganz egal, ob Junge oder Mädchen oder in welchem Land! Ich finde es ganz einfach unmöglich und grausam.

LG Sandra

Beitrag von salecha 02.12.09 - 12:56 Uhr

ob es grausam ist - bei Mädchen sicherlich - bei Jungs ist das sicherlich Ansichtsache.

Ich habe keinen Sohn und kanne es somit nicht direkt beurteilen, wohl kenne ich einige Jungs, die soetwas ganz gut weggesteckt haben.

Bei Ohrlöcher fragt auch niemand nach dem für und wieder und das ist sicherlich genau so sinnlos und Quälerei.

Und nein, ich möchte nun keine Diskussion eröffnen über das Für und Wieder von Beschneidungen oder Ohrlochstechen. Denn in meinen Augen hat das jeder für sich zu entscheiden.

Und zum eigentlichen Thema, ich kenne es auch so, dass die Jungs dann eine Kleinigkeit zum Spielen bekommen.

Beitrag von popmaus 02.12.09 - 13:33 Uhr

Wie wäre es mit einer Antwort auf die gestellte Frage???

Beitrag von wunschmama83 02.12.09 - 13:01 Uhr

Hallo Karina!

ich würd garnicht erst hingehen und erst recht nichts schenken.

Wenn es nicht Dein Glaube ist, würd ich auch nicht hingehen.


Wenn Du selbst diese Tradition kennst und pflegst ist das was anderes. Aber für mich hört sich das nach "wir bereichern uns mal" an... #gruebel


lg

Beitrag von engel0402 02.12.09 - 13:20 Uhr

Hi wunschmama83,

ich finde deine Aussage etwas engstirnig.

Sorry, Ihr Sohn hat nur eine Einladung bekommen zu einem Fest das in einem anderen Kulturkreis gefeiert wird. Warum daraus wieder ein Politikum machen.
Meine Kleine geht auch in einen evangelischen Kindergarten, ich bin ebenso in einen evangelischen Kindergarten gegangen, trotzdem bin ich Muslimin und trage es nach außen nicht so auf, wie manch anderer. Mein Glaube gehört mir. Ich muss sie nicht meinen Nachbarn, Kollegen oder wem auch immer aufdrücken.

P.S.: Anscheinend gibt es hier viele die keine Ahnung haben woher die Beschneidung kommt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Zirkumzision.


LG
Engel

Beitrag von mutterschaf 02.12.09 - 13:31 Uhr

Ich würde schenken:
Beileidskarte,
Pflaster,
Wundsalbe
und
`ne weite Jogginghose.
LG,
Sandra
(die so ein "Fest" nicht besuchen würde)

Beitrag von popmaus 02.12.09 - 13:34 Uhr

Google doch mal nach - im Internet findet man bestimmt auch viele Info´s.

LG
Carmen

Beitrag von solo 02.12.09 - 13:45 Uhr

hallo,

wenn ich das lese werde ich total sauer so eine tratition müste man nicht nur in deutschland sondern auf der ganzen welt verbieten.wie müssen nur die armen kinder darunter leiden für mich ist das schon körperverletzung und misshantlung an einen kind man müsste eigentlich auch das jugendamt einschalten!!wenn ich so eine einladung bekommen hätte hätte ich auch gleich das jugendamt eingeschaltet.

anke

Beitrag von kenni74 02.12.09 - 14:12 Uhr

sorry, muß mich anschließen...
...bei aller toleranz...
solch ein besuch würde für mich auf keinen fall in frage kommen!
lg kerstin

Beitrag von saval090606 02.12.09 - 16:17 Uhr

ich finds auch nicht richtig Kinder zu beschneiden, wenn keine medizinische Indikation da ist!!!

Aber wenn er dazu eingeladen ist, warum sollte man nicht gehen! Wenn der Junge deinen Sohn nicht dabei haben wollte, hätte er ihn auch nicht eingeladen!

Wenn dein Sohn geburtstag hätte, und er würde diesen Jungen einladen, weil er es sich so sehr wünscht, würdest du ihm diesen Wunsch abschlagen?
Seine Eltern zeigen hier großes Verständnis und genau dieses solltest du auch tun!

Religion hin oder her!

Ich finde aber schon, dass sich die, ich bezeichne sie jetzt mal als Ausländer, jenem Land anpassen sollten, in den sie ausgewandert sind.
Bsp: es wird eine Moschee gebaut in Deutschland. Keiner der Deutschen darf rein. im Gegenzug dazu darf aber ein Moslem, wenn er möchte in eine "normale" Kirche!
Und wenn wir in der türkei sind, dürfen wir zwar rein, müssen uns aber anpassen!

Ich weiß zwar nicht wer da jetzt engstirnig ist. aber ich denk, man sollte doch überlegen, ob man mit den Regeln/Bestimmungen/Stitten/Bräuchen ......usw in dem ausgewanderten Land auch zurecht kommt und man sich auch ein wenig anpassen möchte.

Soviel dazu!

lg

Beitrag von salecha 02.12.09 - 19:10 Uhr

ist jetzt zwar off-topic, aber ich habe auch einige muslimische Freunde und war mit denen auch schon in der Moschee - ohne irgendwelche Probleme. Weiß jetzt nicht wo du so eine Erfahrung gemacht hast.

Ausserdem sollte man auch bedenken, dass es auch sehr viele europäische Muslime gibt, auch solche die rein deutscher Abstammung sind und nicht eingedeutscht wurden. Es sind nicht immer Ausländer.

Und nein ich bin keine Muslimin, sonder Christin, bezahle auch noch Kirchensteuer.

Beitrag von lisasimpson 03.12.09 - 13:44 Uhr

religion hat nichts mit der nationalität zu tun!

Die Christen öffenen ihre kirchen jedem, weil eines der größten Gebote die Missionierung ist.


Aber ganz abgesehen davon- wir christen berufen usn auf die Bibel- und meinen damit das alte und neue Testament. Dort wird die Beschneidung als Grundlage des Bundes mit Gott genannt.
Wir feiern heute noch die geburt jesu (eines Juden) und den tag seiner Beschneidung (am 8. tag werden die Juden beschnitten)!

Dann mal: frohes neues Jahr

lisasimpson

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