Autounfall gehabt - wer zahlt was?!???

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Beitrag von cat3112 02.12.09 - 13:06 Uhr

Hallo,
kurz die Unfallschilderung:

Auto x fährt Innerorts auf Hauptstraße, dahinter Auto y und Auto z (z bin ich). Auto x biegt dann (ohne zu blinken) auf die Rechtsabiegespur (vor einer Ampelanlage). Somit kann man ja in Annahme gehen, dass Auto x einen anderen Weg einschlägt. Auto y gibt aus diesem Grund etwas mehr Gas (von ca 30 auf 40 km/h), um über die grüne Ampel der Kreuzung zu fahren und ich gab natürlich auch etwas mehr Gas. Plötzlich schert Auto x wieder, ohne in den Rückspiegel zu schauen, auf die Hauptstraße (und ohne zu blinken) und Auto y musste eine Vollbremsung einlegen. Auto z (also ich) musste auch voll bremsen, fuhr Auto y aber leider auf. Auto x fuhr einfach weiter und gab später an, nichts von alldem bemerkt zu haben.
So, wer zahlt jetzt was? Ich hoffe ihr könnt das ein bisschen aufschlüsseln.
Sollte man auch mit einbeziehen, dass Auto x von einer verwirrten 73 jährigen Oma gefahren wurde?

Ich hoffe, dass ganze geht für mich so aus:
ich zahle den Schaden von Auto y und die Oma zahlt den Schaden, der bei meinem Auto entstanden ist?

Danke für eure Hilfe!

Grüße
Nina

Beitrag von sanne2209 02.12.09 - 13:15 Uhr

Hm, schwer, aber ich persönlich glaube, dass du leider schuld bist und zahlen musst, da man immer so fahren muss, dass man noch bremsen kann.

Evtl. kann der Fahrerin von Auto x eine geringe Teilschuld nachgewiesen werden.

Was sagt Zeuge und Geschädigter aus Fahrzeug y?

LG
Sanne

Beitrag von cat3112 02.12.09 - 13:21 Uhr

Der Geschädigte aus Auto y meinte, dass wohl jeder in der Situiation aufgefahren wäre und steht voll hinter mir.

Beitrag von windsbraut69 02.12.09 - 14:52 Uhr

Fahrer Y hat auch nicht ganz korrekt gehandelt, indem er vor der Ampel beschleunigt hat...

Beitrag von booo 02.12.09 - 18:10 Uhr

Warum?

Beitrag von stephaniejasmin 02.12.09 - 18:21 Uhr

Es ist kein unkorrektes Handeln, innerorts von 30 auf 40 km/h zu beschleunigen, wenn die Fahrbahn frei ist und die Ampel auf grün steht! Wie kommst du denn darauf?

Beitrag von thea21 02.12.09 - 13:15 Uhr

Spontan würde ich erstmal sagen: Wer auffährt hat Schuld.

Lässt du es drauf ankommen, könntest du dich mit deinem Unfallgegner zusammentun und aussagen was Auto x so fabriziert hat. Alleine solch eine Aussage zu treffen halte ich für zwecklos.

Beitrag von ina_bunny 02.12.09 - 13:17 Uhr

Hallöchen,

Auto z (also du) ist schuld weil du keinen genügenden Sicherheitsabstand eingehalten hast.

LG Ina

Beitrag von kleinundrund 02.12.09 - 13:20 Uhr

Hallöchen,

also zunächst mal: eine juristisch korrekte Antwort wird dir wohl nur ein Fachmann geben können....

Was mich interessieren würde: Wurde die Polizei mit einbezogen? Wenn ja, dann würd ich die mal fragen.

Ansonsten müsstest du beweisen könnten, dass die Fahrerin von Auto x sich tatsächlich so verhalten hat, wie du es beschrieben hast - durch weitere unabhängige Zeugen. Dann müss sie nämlich sämltiche Schäden zahlen. In diesem Fall greift die Faustregel: "wer drauffährt hat schuld" nicht!

Zumindest war dies bei einem ähnlichen Unfall bei meinem Vater. Fahrer vor ihm beschleunigt an grüner Ampel, mein Vater ebenfalls und plötzlich - aus welchen Gründen auch immer - bremst der Fahrer und schert ohne zu blinken aus....mein Vater konnte nicht ausweichen und touchierte ihn. Da es Zeugen gab, musste der Fahrer zahlen und nicht mein Vater.

Viel Erfolg!

Grüßle

Beitrag von cat3112 02.12.09 - 13:28 Uhr

Die Polizei meinte, dass ich nicht genug Abstand gehalten hätte. Das ist wohl "Standart" bei einem Auffahrunfall. Deshalb wäre es ja auch plausibel wenn ich den Schaden an Auto y zahlen müsste. Aber bleib ich dann auf meinem Schaden auch sitzen? Das ist die Frage. Schließlich hat die Oma ja das ganze "ausgelöst".

Beitrag von tagpfauenauge 02.12.09 - 13:36 Uhr

Selbst wenn alle andren auf der Straße Idioten sind, rechtfertigt das nicht, dass du dein Fahrzeug nicht beherrschen konntest.

Beitrag von kleinundrund 02.12.09 - 13:37 Uhr

Die Polizei kann ggf. über die Bremsspuren tatsächlich feststellen, ob der Abstand genügend war, aber wenn jemand nicht blinkt, bremst oder ein- bzw. auschert, dann muss der Abstand bei 30 km/h gewaltig sein, damit nichts passiert.

Wie gesagt, ich bin selber keine Juristin, ich weiss eben nur durch den Unfall meines Vaters, dass diese Faustregel nicht IMMER greift!

Je nachdem wie groß der Schaden ist (bzw. du eine Rechtschutzversicherung hast) würd ich einen Anwalt hinzuziehen! Hat mein Vater auch gemacht und Erfolg gehabt.

Beitrag von windsbraut69 02.12.09 - 14:55 Uhr

Die Konstellation finde ich völlig unlogisch.
Wenn Du den Schaden am vorherigen Fzg. zahlen mußt, weil Du zu wenig Abstand hattest, warum sollte die Dritte Fahrerin Dir dann Deinen Schaden erstatten?

Beitrag von booo 02.12.09 - 18:13 Uhr

Man sagt nicht umsonst - mit der Dummheit anderer rechnen. Im Normalfall musst du den Schaden zahlen und bleibst auf deinem Sitzen.

Wäre jetzt Fahrzeug Y der Oma reingefahren hätte sie evtl Schuld bekommen, da sie ohne Blinken rüber ist und das evtl zu dicht. Aber da du ja auf fahrzeug y aufgefahren bist, nachdem dieser gebremst hat (warum auch immer), hast du zu wenig abstand gehalten udn bist "schuld"

Beitrag von schnuffinchen 02.12.09 - 13:20 Uhr

Du zahlst den Schaden an Auto y und an Auto z. Die Oma zahlt gar nichts.

Du musst so fahren, dass Du JEDERZEIT anhalten kannst.

Beitrag von parzifal 03.12.09 - 17:39 Uhr

Wie kann man so fahrlässig Rechtsrat erteilen?

Glaubst Du etwa auch den Spruch, der der auffährt ist immer (Allein)Schuld?

Glaubst Du die Oma kann kreuz und quer durch die Landschaft düsen und wenn andere deswegen einen Unfall haben ist das für die Oma egal?

"Du musst so fahren, dass Du JEDERZEIT anhalten kannst."

Jeder kann also Deiner Meinung nach vollkommen ungestraft eine Vollbremsung ohne jeden Anlass machen? Wer dann auffährt ist allein Schuld?


Beitrag von cat3112 02.12.09 - 13:25 Uhr

Aha also kommen doch ganz unterschiedliche Antworten.
Die Insassen in Auto y sagen genau das gleiche aus wie ich, nämlich, dass man in solch einer Situation kaum hätte bremsen können und sie genauso aufgefahren wären an meiner Stelle.
Andere Zeugen gibt es, glaube ich, nicht - oder es haben sich noch keine Außenstehenden gemeldet.
Warum passiert der Oma gar nichts?? Sie darf doch nicht einfach so auf der Straße rumgurken wie sie will, ohne nach links und rechts zu schauen...?#gruebel

Beitrag von mamavonyannick 02.12.09 - 13:40 Uhr

Hallo Ca,

ich arbeite bei einer versicherung. Es wird sicherlich folgender maßen laufen: Y meldet seinen schaden bei deiner versicherung mit dem Hinweis, dass x es ausgelöst hat. Deine versicherung wird zahlen und ggf regreß bei x nehmen.

Du selbst solltest deinen Schaden bei der Versicherung von x melden und y bitten, für dich als Zeuge auszusagen. Durch diesen von dir unabhängigen Zeugen würde ich davon ausgehen, dass die Versicherung von y dir anteilig deinen Schaden zahlt 8wenn du Glück hast sogar alles) und du dir den Rest durch eine evtl vorhandene Vollkasko bezahlen lassen musst.

Es gilt zwar grundsätzlich, wer auffährt hat Schuld, deswegen gilt diese Grundsatz aber nicht immer, schon gar nicht wenn jemand ohne zu blinken unvermittelt die Fahrspur wechselt.

Grundsätzlich würde ich dir empfehelen zu einem Anwalt zu gehen. Ich hoffe, du hast für diesen Zweck eine verkehrs-RS

vg und viel Erfolg, m.

Beitrag von 20girli 02.12.09 - 14:04 Uhr

*schon gar nicht wenn jemand ohne zu blinken unvermittelt die Fahrspur wechselt*

das Interessante daran ist doch aber...das Y der Oma ja gar nicht reingefahren ist. Sondern x ist in Y reingefahren.
x hat ja mit der Oma gar nichts zu tun.

Wenn x jetzt durch die Vollbremsung dafür gesorgt hätte das ihr auch jemand hinten reinfährt...könnte der ja auch nicht sagen das war die Oma oder nicht?

Hätte nicht X eigentlich der Oma reinfahren müssen, nach dem Fall von deinem Vater.?

lg kerstin

Beitrag von mamavonyannick 02.12.09 - 14:48 Uhr

Ich sage ja auch nicht, dass Oma vollständig allein schuld ist. Aber die Rreaktionszeit verlängert sich nun mal. Der erste sieht etwas, fängt an zu bremsen. Der da hinter fahrende reagiert aber nicht auf das eigentliche Ereignis, sondern erst auf das bremsen des anderen. Musste sie damit rechnen, dass der andere eine Vollbremsung hinlegen muss? Nein,musste sie nicht, also ist doch die frage, was hat ihn gezwungen. Und das war nun mal Oma.

Anderes Bsp: Wenn mir jemand die Vorfahrt nimmt, ich ausweiche um den Zusammenstoß zu vermeiden und dann mit deinem Fahrzeug zusammen krachen, dann wirst weder du noch ich daran schuld sein. Nicht genau das selbe Beispiel, daher ja auch meine Aussagen mit der teilschuld.

Oma muss auf den Verkehr achten. Und der ist nun malnicht nur das Auto hinter ihr, sondern der gesamte Verkehr. Da sie nicht geblinkt hat und einfach die Spur gewechselt hat, kam es zu dem Unfall hinter ihr. Aus diesem grund trägt sie eine Mitschuld.

Wenn y eine vollbremsung hingelgt hätte ohne besonderen Grund, dann wäre die Schuld auch bei ihm. Denn niemand darf im Kreuzungsbereich ohne Grund eine Vollbremsung hinlegen.

vg, m.

Beitrag von windsbraut69 02.12.09 - 14:57 Uhr

Warum ist eigentlich Y nicht aufgefahren?
Er hatte doch eine noch ungüstigere Situation als Du?

Beitrag von mamavonyannick 02.12.09 - 15:02 Uhr

Weil er viel eher gesehen hat, dass Oma rüber fahren wird. Der der dahinter fährt wird schließlich ne Weile länger brauchen, um zu begreifen, was grad passiert, als der, der das Ereignis direkt vor der Nase hat.
Wenn sie die z.B. Oma gar nicht mehr gesehen hat bzw. diese für voll genommen hat, da Oma ja offensichtlich woanders lang fahren wollte, dass muss sie ja nicht von ausgehen, dass er plötzlich eine Vollbremsung hinlegt.

vg, m.

Beitrag von schnuffinchen 02.12.09 - 15:12 Uhr

Warst Du dabei?

Nein.

Natürlich hat er die Oma eher gesehen - aber seine Reaktionszeit auf die Oma ist die gleiche wie die Reaktionszeit der Fahrerin hinter ihm auf seine Vollbremsung, nur dass beide Ereignisse minimal zeitversetzt sind.

Fakt ist - ich muss jeder Zeit so fahren, dass ich mein Fahrzeig anhalten kann, eben WEIL das Verhalten anderer nicht vorhersehbar ist. Das hat die Auffahrende nicht getan, da willst Du doch nicht etwa dran rumdeuteln? Y konnte schliesslich zum stehen kommen.

Beitrag von mamavonyannick 02.12.09 - 15:39 Uhr

Fakt ist aber auch, dass Oma bei einem Spurwechsel keinen gefährden darf. Das hat sie getan und dadurch kam es zu einem Unfall, der in Zusammenhang mit dem spurwechsel steht. Teilschuld!

Beitrag von booo 02.12.09 - 18:15 Uhr

Dann hat Fahrzeug Y ja aber genügend Abstand gehalten - im gegensatz zu dir.