Totale Enttäuschung beim "Türchen" öffnen

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von northfly22 02.12.09 - 13:07 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

muss mal meinen Kummer loswerden.

Jonas ist im Oktober 3 geworden, dies ist nun schon sein 3 mal wo er einen eigenen Adventskalender hat, dieser Besteht aus 24 Säckchen die an einer Schnur hängen.. Gefüllt ist er dieses Jahr immer abwechseln mit Süßigkeiten ( zb zwei Schoko Bons) und kleinem Spielzeug für die Werkbank die er Weihnachten bekommen soll!

Nun hat er gestern dass erste Säckchen aufgemacht und hat bitterlich angefangen zu weinen, als er sich irgendwann beruhigt hatte habe ich ihn gefragt warum er so traurig ist, da meinte er dass "nur dass da drin ist" und zeigte seine zwei Bonbons.

Er war wohl richtig enttäuscht, muss dazu sagen dass er recht verwöhnt wird und leider auch sehr oft dann doch seinen Willen bekommt wenn er etwas haben will weil wir Ihm gerne oft eine freude machen!

Den Sinn des Adventskalenders hat er glaub ich schon verstanden, deswegen war auch ich sehr traurig dass er sich nicht wirklich freuen konnte!

Ging es vielleicht irgendwem ähnlich?? Ich mein, er ist erst 3 Jahre alt! Heute war er "zufrieden" mit der Kalenderausbeute ;-)

Liebe Grüße

northfly + Jonas 22.10.06

Beitrag von bienchen48 02.12.09 - 13:18 Uhr

oh je das tut mir leid für dich und deinen kleinen. Ich kann gut verstehen wie du dich gefühlt hast. Vieleicht bietest du ihm das nächste mal zu der Schokolade eine runde Kuscheln im Bett an oder ihr bastelt etwas besonders. einfach ablenken und zeigen das man zusätzlich zu der Schoki auch andere schöne Sachen machen kann im anschluß an die Bonbons

Gruss Bienchen mit Yannik 3 Jahre und Maya 15 Mon

Beitrag von agostea 02.12.09 - 13:21 Uhr

Wie?! Wieso soll seine Bockigkeit noch mit Kuscheleien belohnt werden?!

Er bekommt ein "Geschenk" das ihm nicht in den Kram passt und wird auch noch für seinen Undank belohnt?

Verstehe einer die Welt. Kein Wunder, das die Supernanny soviel zu tun hat. #rofl

Gruss
agostea

Beitrag von ohnenick2009 02.12.09 - 13:22 Uhr

Hi,

naja, aber das Kind kann ja eigentlich nichts dafür, wenn es sonst immer mit allem überhäuft wird. Ich kann seine Enttäuschung da schon nachvollziehen.

LG
nick

Beitrag von moyra_jocelyn 02.12.09 - 13:23 Uhr

Ja aber dann soll sie es ändern und ihn nicht mehr so verwöhnen. Und ihn nicht damit belohnen. Stimme da agostea zu.

Beitrag von agostea 02.12.09 - 13:23 Uhr

Ne, das ist ganz klar Schuld der Eltern. Wie soll er je lernen, das man im Leben nicht einfach so alles haben kann, wenn die Eltern da nicht erzieherisch tätig werden.
Er wird es später mal schwer haben draussen.

Gruss
agostea

Beitrag von fraukef 02.12.09 - 13:32 Uhr

Die Frage ist doch aber, wie werde ich erzieherisch tätig.

Wenn mein Kind so enttäuscht gewesen wäre (war es trotz einfach popeligem gekauften Schokokalender nciht - aber das ist ein anderes Thema), dann hätte ich es auch getröstet. In den Arm genommen und getröstet. Das heißt ja nicht, dass ich noch die restliche Tüte Schokobons oder ein anderes größeres Geschenk hinterher schiebe... Aber muss ich ein so kleines Kind mit der Enttäuschung alleine lassen?

Dass da nicht alles optimal gelaufen ist, ist ganz sicher auch klar. Aber muss man das auf biegen und brechen an einem Morgen korrigieren? Bekommt man das überhaupt korrigiert, wenn man das Kind in der Enttäuschung alleine lässt? Oder ist das nicht ne längerfristige Geschichte, dass das allgemeine Verwöhnen zurück gefahren wird - so dass das Kind dann auch wieder lernen kann, sich über Kleinigkeiten zu freuen...

LG
Frauke

Beitrag von agostea 02.12.09 - 13:38 Uhr

Ein Kind muss nicht Enttäuscht über ein GESCHENK sein. Und vorallem muss ich ein Kind nicht TRÖSTEN, nur weil es seinen Willen nicht befriedigt bekommt.

Und würde mein Sohn so einen Affentanz veranstalten, nur weil ihm das GESCHENK nicht in den Kram passt, wäre der Kalender Geschichte gewsesen - denn offenabr hat er ja keinen Spass daran. Da wäre für mich die Sache aber ganz klar gewesen!

Von wegen noch "in den Arm nehmen" und trösten und vielleciht noch Besserung beim nächsten Befüllen geloben? Im ganzen Leben nicht.

So ein Verhalten würde ich nicht tolerieren, bzw kann das Kind gerne bocken - aber ich unterstütze das nicht.

Gruss
a.

Beitrag von agostea 02.12.09 - 13:40 Uhr

Nachtrag...hab noch vergessen:

Das ein Kind so reagiert wie von der TE, hat andere Gründe. Da ist in der Erziehung schon grundlegend was falsch gelaufen. Zeit, es nun zu ändern. Und zwar auch durch solche Maßnahmen, wie ich es gerade beschrieb. Mit Konsequenz eben. Aber nicht mit Hätschelei.

Beitrag von fraukef 02.12.09 - 13:52 Uhr

Es gibt eine Mischung

Und ich rede nicht von Hätschelei. Wahrhaft nicht.

Aber vorab eins: Wir sind uns absolut einig, dass in der Erziehung einiges falsch gelaufen ist. Sowas hätte es hier auch nicht gegeben - garantiert nicht. Meine Tochter hatte zB schon mal die Phase, dass sie nach nem Stück Schokolade Theater machte, weil sie mehr haben wollte. Ergebnis: Es gab halt erst mal keine Schokolade mehr.... Mittlerweile haben wir das Thema durch.

Aber was ich auch sehe, ist dass das Kind aufgrund seiner bisherigen Erfahrung zurecht und zutiefst enttäuscht war. Das war mehr als nur bocken. Es ging nicht darum, den Willen durchzusetzen - und wie gesagt - ich hätte auch gewiss keine Schokobons oder was anderes "nachgeschoben" - und noch viel weniger hätte ich Besserung beim nächsten Befüllen gelobt.

Aber sollte man das Kind nicht in der Enttäuschung auch ernst nehmen? Wiederum - muss man es damit alleine lassen? Muss es wirklich dieser hundertprozentige Umbruch von ABSOLUTER VERHÄTSCHELUNG zu ABSOLUTER HÄRTE sein? Wie soll das Kind das verstehen?

Und ja - ich finde einen Umbruch in der Erziehung da schon wichtig - aber ich finde es mindestens ebenso wichtig, dass das Kind auch eine Chance bekommt, zu verstehen. Und dazu muss man vielleicht auch mal trösten.

LG

Beitrag von agostea 02.12.09 - 14:17 Uhr

Ja, da hast du sicher nicht unrecht.
Ich meine, ich stehe da dann auch nicht wie ein Gardegeneral und reisse erbarmungslos den Kalender vom Haken und brülle meinen Sohn nieder#freu

Aber ich glaube, ich würde mich schon schwer tun damit, gross Mitleid zu zeigen - in DIESER Situation. Denn Mitleid wofür?
Sicher würde ich erstmal fragen, warum er jetzt so enttäuscht ist. Ich würde mich damit auseinandersetzen. Und dann entscheiden, welche Konsequenz angemessen ist. Und das wäre aller Wahrscheinlichkeit nach die Entsorgung des Kalenders. .

Beitrag von fraukef 02.12.09 - 14:25 Uhr

Mitleid - nein - Mitleid wäre da wirklich unangemessen... Mitleid habe ich, wenn meine Kinder zB blöd hinfallen und sich dabei weh tun...

Sogar bei der Konsequenz könnten wir auf ein und dieselbe Konsequenz hinauslaufen - denn ein Kalender, über den sich die Kinder nicht freuen, bringt nichts - und jeden Tag ein neues langes Gesicht bringt nur noch mehr Frust...

Ich glaub wir liegen mit der Einschätzung gar nicht so weit ab von einander - nur dass der eine ein wenig härter und der andere ein wenig weicher reagiert hätte - mit ein und demselben Ziel...

Beitrag von agostea 02.12.09 - 14:30 Uhr

Also - dann sind wir soweit ja konform. Fein. :-)

Ich gebe zu, ich bin schon eher die strenge Fraktion. Das liegt aber weniger daran, das mein Herz so verhärtet ist oder ich eine frustrierte Olle bin, eher daran, das ich Zwillinge habe (also gleich zwei Terroristen im gleichen Alter) und mit den beiden schon sehr früh alleine war.
Da muss man auch einfach anders agieren, um nicht die Kontrolle zu verlieren.

Aber ich muss sagen, es bekommt den beiden sehr gut, sie sind wohlerzogen und so langsam ernte ich auch das, was ich von Anfang an säte. Puh.

Wenn ich dagegen den "schaff" sehe, den andere oft haben, deren Sprösslinge eben verwöhnt werden oder die kaum Konsequenzen akzeptieren müssen...nein Danke.

Beitrag von fraukef 02.12.09 - 17:24 Uhr

oha - Zwillinge und dann noch alleine - RESPEKT!

Wir haben auch einen recht geringen Altersabstand - knapp 18 Monate. Manchmal ist der Unterschied zu Zwillingen da (glaub ich ;-)) auch nicht so wirklich gross - aber ich bin nicht alleine und hab noch den Papa, der im Notfall mal übernehmen kann und auch übernimmt...

Denn 2 bockende Kleinkinder sind nicht wirklich witzig - da hast du absolut recht. Bei Judith ernte ich auch langsam die Früchte der Erziehung - Felix testet noch des öfteren aus... aber gut - mit 13 Monaten kann er noch nicht alle Konsequenzen kennen - da kann man ja das ein oder andere noch mal probieren....

Beitrag von sandra_und_luca 02.12.09 - 13:23 Uhr

jepp seh ich genauso

Beitrag von bienchen48 02.12.09 - 13:33 Uhr

Der Sinn ist das er erkennt das auch Kleine dinge ganz groß sein können. Er versteht das doch noch gar nicht wenn er sonst immer alles bekommt.

Es geht nicht darum die bockigkeit zu belohnen sondern ihn begreiflich zu machen das man auch Freude mit Kleinigkeiten haben kann und dies kann man unterstützen indem man es ihm erklärt, den kleinen Mann in den Arm nimmt und du ihm zeigst das du ihn verstehst wieso er sich so verhält.

Und ich bitte dich wieso muß man immer gleich eine "Supernanny" los schicken sobald ein mensch eine andere Meinung hat und sein Kind anders erzieht als vieleicht du es tust.

Beitrag von agostea 02.12.09 - 13:42 Uhr

Weil das Verhalten von dem Jungen nicht normal ist.

Gruss
agostea

Beitrag von northfly22 02.12.09 - 13:48 Uhr

Genau, ich lad die Supernanny zu uns ein weil ich meinem Sohn über alles liebe, wir ein super verhältnis haben, uns sonst fast immer super verstehen, viel gemeinsame schöne Zeit haben und er jetzt einmal, im übrigen dass erste mal, nicht dankbar sondern enttäuscht gewesen ist weil er anscheinend eine andere vorstellung hatte..

so kommentare sind ja echt unter allem niveau wie ich finde, schließlich haben wir eine schöne und harmonische familie!

Beitrag von agostea 02.12.09 - 13:50 Uhr

Mein Gott, das mit der Supernanny war Ironie. Soviel zur Harmonie bei euch, wenn du wegen sowas schon an die Decke gehst. Nimm paar Bachblüten und beruhige dich. :-)

Und bei Leuten, die ihre "schöne und harmonische" Familie so besonders erwähnen, liegt meistens was im Argen. :-)

Beitrag von northfly22 02.12.09 - 13:55 Uhr

Ich habe das schon sehr als Angriff empfunden..

Ja , und was im argen ist doch in derjeder Familie, bei uns ist es so dass mein Mann und der Papa von Jonas nun seid Montag für eine lange Zeit weg ist im Einsatz und wir die Weihnachtszeit usw alleine verbringen müssen!

Wenn jemand meine Familie oder meine Erziehung in Frage stellt dann nehme ich dass direkt persönlich! Gerade auch weil ich derzeit alleine mit Jonas bin!

Beitrag von agostea 02.12.09 - 14:01 Uhr

Natürlich nimmst du das persönlich - es spricht DICH ja auch an, ist doch klar...#kratz

Dann darfst du nicht in einem öffentlichen Forum posten, wenn du andere Meinungen nicht hören willst. Und ja - ich stelle deine Erziehung in sofern in Frage, als das ich es nicht gut heisse, Kinder über die Maßen zu verwöhnen. Und so kam dein Post eben rüber. Ich kann ja schlecht hinter die Fassade sehen - ich sitz ja nicht bei dir am Küchentisch grade.

Tut mir leid mit dem Einsatz, ich kenne das. Dass ist hart.

Beitrag von northfly22 02.12.09 - 14:04 Uhr

Ich höre mir gerne auch andere Meinungen an, aber sobald es persönlich wird finde ich es nicht mehr wirklich hilfreich!

klar hab auch ich mal einen fehler bei der erziehung gemacht, aber wenn ich hier so lese ( was für nen laptop für meinen 4 jährigen?) dann denke ich dass unser sohn ne recht gute erziehung genießt, ohne sämtlichen schnickschnack wie tv schauen usw.. es gibt bücher und musik und halt seine spielzeugautos u spielzeugwerkzeug, mehr ist hier bei uns so gut wie gar nicht zu finden ;-)

Beitrag von bienchen48 02.12.09 - 20:24 Uhr

tja ich sag nur " wie die eltern so das Kind"

wie kannst du nur sagen das Verhalten des Jungen ist nicht normal??? Natürlich ist sein Verhalten normal wie soll er sich denn sonst ausdrücken wenn ihm etwas nicht gefällt? Und wieso sollte er seine trauer und wut runter schlucken? Klar er muß das denn wenn er es nicht tut wird er bezichtigt nicht normal zu sein. Und ist das schön? Es ist schade das in manchen Familien die Kinder nicht ihre Gefühle zeigen dürfen, und wenn sie es dann tun dann stoßen sie auf unverständnis von Seiten der Mutter oder des Vaters.





Beitrag von agostea 02.12.09 - 13:19 Uhr

>>Er war wohl richtig enttäuscht, muss dazu sagen dass er recht verwöhnt wird und leider auch sehr oft dann doch seinen Willen bekommt wenn er etwas haben will weil wir Ihm gerne oft eine freude machen!
<<

Merkt man deutlich an seinem unmöglichen Verhalten. Ihr versaut euch damit die ganze Erziehung und tut dem Kleinen keinen Gefallen mit eurer Nachgiebigkeit.

>>Ging es vielleicht irgendwem ähnlich?? Ich mein, er ist erst 3 Jahre alt! Heute war er "zufrieden" mit der Kalenderausbeute <<

Nein, meine Kinder freuen sich auch über ein Tütchen Gummibärchen oder ein Duplo im Päckchen. Aber das ist Erziehungssache.;-)

Gruss
agostea

Beitrag von northfly22 02.12.09 - 13:23 Uhr

Es ist ja nicht so dass er sich sonst nicht über etwas freut, montag hat er ein kleines tütchen gummibärchen von der oma bekommen u sich riesig darüber gefreut.. wie gesagt er freut sich immer wenn er etwas bekommt..

dass war das erste mal gestern dass ich ihn so erlebt habe, eben in verbindung mit dem adventskalender. habe das gefühl dass er im kindergarten evtl etwas "aufgeschnappt" hat wo er dass mit dem sinn des adventskalenders etwas anders aufgenommen hat! er wusste nämlich noch genau worum es ging als er den kalender entdeckt hat!