Brauche Aufmunterung

Archiv des urbia-Forums Kindergartenalter.

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von scrapie 02.12.09 - 15:00 Uhr

Hi,

ich wurde gerade von der Leiterin unseres Kigas angesprochen (die auch Erzieherin von meinem Sohn ist), dass sie mich am Elternsprechtag unbedingt sprechen muss. Ich hakte dann nach (Termin wollte ich eh machen)...

-mein Sohn hat evtl ADS
-mein Sohn ist stark Sprachverzögert

Mein Sohn wird Anfang Januar 3 Jahre alt.

:-(

Ich habe vorher natürlich schon an sowas gedacht. Mein Sohn ist ein echter Zappelphilip und manchmal baucht man echt Nerven um den Tag zu überstehen ohne einen Wutausbruch oder Nervenzusammenbruch... aber es gibt ja auch schöne Momente. Er kann auch mal eine halbe Stunde mit seinen Legosteinen spielen und wenn ihn etwas interessiert, dann kann er stundenlang dadran hängen... ich hab mir ADS anders vorgestellt.... sie sagte, dass sie nichts zu 100% sagt...aber das man es in Betracht ziehen müsste. Ich war wie vor den Kopf geschlagen. Da ich mir ja sowas schon gedacht habe, habe ich immer bei seiner (anderen) Erzieherin nachgefragt wie er sich macht und sie hat nie etwas negatives gesagt (ausser einer Sache, wo er immer abhauen wollte, aber das haben wir schnell in den Griff bekommen). Er soll der ruhigere Typ sein, spielt aber auch mit anderen Kindern... natürlich gibts immer wieder mal Geschrei, aber das sei bei einem Kind in seinem Alter normal. Und nun hör ich sowas:-( Es sich selbst zu denken und es aus einem anderen Mund zu hören sind 2 verschiedene Sachen:-(

Und mit der Sprachverzögerung. Also das habe ich schon gewusst, habs aber immer darauf abgeschoben, weil er 2 sprachig erzogen wird. Er spricht viel, aber er verschluckt Wörter, spricht die Sätze nicht immer richtig aus usw. Die andere Erzieherin sagte, dass es noch ok wäre... er hätte ja noch Zeit.

Nun sagte die Leiterin, dass es stark Sprachverzögert wäre und es sicher besser wäre evtl über einen Logopäden nachzudenken, da Termine schwer zu kriegen sind und dass es dann in 1-2 Jahren vllt schon zu spät ist...dass er ja zum Schulanfang fit sein muss.

Ja das verstehe ich und ich habe mir auch schon lange Gedanken drüber gemacht... ich wollte jetzt erstmal die U7a abwarten.

Aber trotzdem war es wie ein Schlag für mich. Es fühlt sich an, als sei ich alleine dran schuld:-( Dass ich ihn vllt zu wenig beachte, weil ich noch eine kleine Tochter hier habe von 15 Monaten, oder zu wenig mit ihm rede... ach ich weiß auch nicht. Ich fühl mich als Versagerin und habe Angst davor, was nun auf uns zukommt.... :-( Das vllt noch etwas schlimmeres, eine Behinderung oder so diagnostiziert wird:-(

Es ist so gemein#heul

Danke fürs Lesen....

Lg scrapie

Beitrag von criseldis2006 02.12.09 - 15:05 Uhr

Hallo,

ich würde mir erstmal nicht so viele Gedanken machen.

Wenn es wirklich so ist, sprich mit deinem KiA darüber.

Bei Laura sagten sie auch zu mir, dass sie sprachverzögert sei, weil sie manche Buchstaben nicht richtig aussprechen kann.

Ich habe mit meinem KiA darüber gesprochen und er meinte, dass die Sprachentwicklung bis zum 5. Lebensjahr abgeschlossen sein sollte und sich die Kinder bis dahin in jede Richtung entwickeln würden.

LG Heike

Beitrag von scrapie 02.12.09 - 15:09 Uhr

Ja das Problem ist, dass der KiA ihn fast gar nicht kennt. Wir sind umgezogen und Joshua war nur einmal da, weil wir eine Bescheinigung vom Kia brauchten für den Kindergarten.

ausserdem kann der Kia ihn schlecht in wenigen Minuten in eine Kategorie stecken. Josh ist sehr schüchtern und wird dort den Mund nicht aufbekommen um etwas zu sagen... es wird schwer.

Ich überlege zu einem Kinderarzt zu gehen, der gleichzeitig Kinderpsychologe ist... mit einem Bericht der Erzieherin.

Beitrag von nicicolli 02.12.09 - 15:10 Uhr

Hi,

darf ich mal fragen welche Sprachen dein Sohn spricht, und inwiefern er sprachverzögert ist? Sprich, ist die aussage gravierend schlecht, das man ihn wirklich nicht versteht (außer dir?)...

Mein Sohn spricht auch noch nicht alles richtig aus, insbesondere schwere Wörter fallen ihn schon schwer. Aber er ist 5,5 Jahre alt. Sein bester Freund, ist auch zwei Sprachig, der ist jetzt beim Logpäden das er in der Schule besser klar kommt ab kommen Jahr, weil er noch kein R sprechen konnte! Also an statt Riesenrutsche sagt er Liesenlutsche! (was übrigens sehr witzig ist)

Aber was mich wundert ist das zwischen beiden Erzieherinnen so differenzierte Meinungen herrschen. Wann ist die U7a? Ist bei der U7 nichts aufgefallen? Ich würde mir an deiner Stelle nicht übermäßig Sorgen machen! Ich muss sagen das meiner Meinung den Kindern heute viel zu früh ADS diagnostiziert wird. Nicht jedes unruhige Kind hat auch ADS!

Wenn dein Sohn wirklich ADS hat, dann kannst du übrigens nichts dafür, ist ja ne Krankheit.

Beitrag von scrapie 02.12.09 - 15:24 Uhr

Bei der U7 konnte er kaum reden und der Kia meinte, dass wir mehr mit ihm reden müssen. Wobei ich den ganzen Tag mit den Kindern rede...

er spricht viel, aber er .. hmm... also wie soll ichs sagen. Also z.b. kann er "so" sagen... also er kann das weiche s... aber er sagt nicht Sofa sondern ofa. Viele Wörter werden auch einfach umstrukturiert. Nicht Vogel sondern Fut.Aber manche schwere Wörter plapert er fast mühelos aus "Kaugummi" ist "Kau-ummi". Manche Worte spricht er super "Zug", "Baby", "Hund" usw... er sagt nicht "mama ich will nicht schlafen" er sagt "mama nicht schlafen" oft vergisst er verben... es ist viel.. aber die im Kiga verstehen ihn kaum... besonders wenn er aufgeregt ist stolpert er über wörter oder stottert.

er wird übrigens auf russisch und deutsch erzogen.

Beitrag von nicicolli 02.12.09 - 15:58 Uhr

Alsooo zum ersten sind das zwei völlig verschiedene Sprachen! Ich vermute mal das er russig und deutsch "gleichermaßen schlecht" spricht. Allerdings hab ich mal irgendwann irgendwo gelesen, das zweisprachige Kinder am Anfang beide sprachen nicht so schnell sprechen wie andere kinder ihre eine Muttersprache. Deshalb hab ich mal nachgefragt. Wenn ihr viel mit ihm redet, finde ich das ok. Dafür holen die das wieder auf! Also ich persönlich würde einfach mal den Kinderarzt fragen, bei der U7a! Gegen Logopädie ist im Prinzip nichts einzuwenden, das kann euch helfen so was gut in den Griff zu bekommen und ihr erfahrt vielleicht auch wie ihr die zweisprachige Erziehung gut organisieren könnt! Aber bei ADS wär ich vorsichtig, ich habe echt das Gefühl das viele Kinder sehr schnell zu ADS und Medis verdonnert werden, weil sie nicht in das "LiebKindSchema" passen!

Ist natürlich mit einer kleinen Schwester nicht einfach, aber wenn du vielleicht etwas "AlleinZeit" mit deinem Sohn verabredest ist er vielleicht viel ruhiger.

Mal nebebei hat mein Sohn mit 3 Jahren NIE allein im Zimmer gespielt etc. Aber er hat kein ADS. Der Kinderarzt sagt, er ist halt ne unruhige Person, aber mit ADS hat das noch nichts zu tun! Er muss einfach nur gefordert werden, und braucht viel Bewegung. Und damit denke ich kann man gut leben!

Beitrag von scrapie 02.12.09 - 16:45 Uhr

nein um gottes willen. genau deswegen, WEIL es so schnell in den raum geworfen wird, dass ein kind ad(h)s hat, habe ich zwar mit dem gedanken gespielt, aber auch nie richtig ernsthaft dran gedacht (sonst hätte ich es schon beim kia angesprochen). auch bis jetzt bin ich mir ziemlich unsicher und möchte ja auch deswegen den kinderpsychologen besuchen. weil einige sachen auch dagegen sprechen. z.b. kann er sich lange mit etwas beschäftigen... man kann mit ihm ein buch anschauen usw. er zappelt zwar viel, aber allein das macht mir keine sorgen. letztens war der fotograf da und ich war mit im raum und joshua hat wirklich lange still gesessen, bevor er angefangen hat zu zappeln (er war einer der letzten kinder die drankamen)... bestimmt 15-20minuten hat er still gesessen und nichts getan und das finde ich eigentlich super für sein alter. aber das werd ich dann beim elternsprechtag auch alles ansprechen. am besten ich mach mir eine liste, sonst vergess ich alles #hicks

ja das mit der entwicklung bei 2sprachigen kindern stimmt schon, aber die ausprache ist schon auffällig. wenns nur die allgemeine sprachverzögerung wäre, dann würde ich mir keine sorgen machen, aber es liegt viel mehr an der aussprache, als an der verzögerung selbst. reden tut er viel und den ganzen tag... wie es im kindergarten ist und wie er dort und mit wem wie redet, das kann ich nicht sagen.

vllt liegts auch dadran, dass er dort auch russische worte benutzt und sie ihn einfach nicht verstehen. mit mir redet er nie russisch, aber auch weil er weiß, dass ich nicht auf russisch mit ihm rede... vllt verhält es sich bei fremden anders?

das muss ich jetzt wohl herausfinden.

Beitrag von nicicolli 02.12.09 - 17:11 Uhr

Na ja das er noch häufig russisch und deutsch zusammenmixt hat mein Sohn sein Freund auch (halt mit Portugiesisch). Ein Besuch beim Logopäden oder so wird sicher nicht schaden, aber wenn er 20 Minuten still sitzt seh ich kein Problem drin! Er ist gerade mal drei! Also das Sprachproblem angehen aber mit ADS würd ich warten. Die Kinder werden so früh auf Medis gesetzt das muss nicht sein!

Beitrag von scrapie 02.12.09 - 17:45 Uhr

ich glaube ich würde ihn auch nicht vor schuleintritt auf medis setzen, selbst wenn er ads hätte. das müsste ich mit meinem mann und dem behandelnden arzt abwägen, das entscheide ich nicht alleine.

naja irgendeinen grund muss es ja haben, die leiterin würde mich ja nicht drauf ansprechen, wenn sie keine bedenken hätte. ich sehs ja selbst, dass ihn kaum jmd versteht, auch wenn er sich mitteilt. ich muss immer den "dolmetscher" spielen.

Beitrag von mari75 02.12.09 - 22:48 Uhr

Hallo,
fühl dich mal gedrückt #liebdrueck

Ich finde dieses ADS oder ADHS wird heute doch jedem 2. augedrehtem Kind angehängt. Find das echt zum Kotzen.
Ich denke wenn ein Kind mit 5 noch immer so zappelig ist, dann kann man mal dran denken aber doch nicht vorher schon ? Dein Sohn ist ja noch nicht mal 3 Jahre.

Meine Tochter ist gerade 3 J. geworden und ist auch "rotzig-trotzig" wie ich das so nenne. Sie ist schwierig ohne Ende, total aufgedreht und hat Hummeln im Hintern. Sie sagt auch zu anderen Kidnern klipp und klar: Mir dir mag ich nicht spielen. Mir ihren "richtigen" Freunden wie sie sagt, spielt sie aber wunderbar und teilt mit denen auch und nimmt sich da auch zurück und spielt ganz toll. Sie mag halt nicht mit allen spielen (was doch ok ist finde ich), weiss aber noch nicht wie sie es "rüberbringen" soll. Und was sagt die Erzieherin zu mir: Ihr fehle die emotionale Intelligenz weil sie manchmal eben so direkt ist!!! Find ich echt unverschämt sowas bei einem gerade 3jährigen Kind zu behaupten.

Und auch wegen der Sprache: Bei uns im Kindi hats massig (!) 3 jährige mit Sprachproblemen aber da heisst es nur: In dem Alter ist das noch ok, Logopädie wäre viel zu früh.

Würd mir da echt keinen Kopf machen.

LG
Mari

Beitrag von scrapie 03.12.09 - 08:13 Uhr

#danke#liebdrueck

Beitrag von mari75 03.12.09 - 09:49 Uhr

Gern geschehen.

Ich finde die Kigas erwarten von so kleinen 3jährigen Zwergen eh viel zu viel v.a. was soziales Verhalten etc. angeht.
Die müssen doch den Umgang im Kiga miteinander erst lernen.
Und ich denke auch, so aufgedrehter Kinder sind eben schwieriger für die Erzieherin als so ruhige brave Kinder. Aber wenn alle gleich wären wär es doch auch langweilig.

Alles Gute Euch,
Mari :-)