Hausfrau sein...Fragen

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von 1und2macht4 02.12.09 - 17:33 Uhr

Hallo zusammen,

ich hoffe ihr könnt mir weiter helfen, weiß nicht welches Forum das Richtige wäre für meine Frage:

Ich möchte Hausfrau sein, eben für die Kinder und den Haushalt da sein und nicht vom Staat abhängig.

Wie sieht das dann aus mit Versicherungen?

Krankenversichert bin ich über die Familienversicherung bei meinem Mann, aber was ist mit den ganzen anderen Versicherungen?
Bzw gibt es irgendwas, was ich beachten muss?
Und wie "werde" ich eigentlich Hausfrau? Melde ich mich einfach beim Arbeitsamt als nicht mehr arbeitslos?

Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen. Gibt es irgendwelche Anlaufstellen, bei denen ich mir Rat holen kann?

LG Jule

Beitrag von dominiksmami 02.12.09 - 17:43 Uhr

Hallo,

ganz genau, du meldest dich nicht als arbeitssuchend und schon bist du freiwillig zu Hause und somit Hausfrau.

Krankenversichert bin ich über meinen Mann, Rechtschutz- und Haftpflichtversicherungen sind ohnehin meist Familienversicherungen.
Ich habe eine eigene private Rentenvorsorge, die natürlich wenn man nicht arbeiten geht um einiges höher sein muß als sonst.

Ich bin seit 7 Jahren Hausfrau und wir sind wirklich, wirklich glücklich damit.

lg

Andrea

Beitrag von engelchen28 02.12.09 - 19:34 Uhr

huhu!

ich bin seit 4,5 jahren "nur-hausfrau" und auch sehr happy damit. ich muss rein finanziell gesehen nicht arbeiten gehen und werde dies auch erst wieder tun, wenn ich DEN job gefunden habe, der gut in unser gesamtprojekt familie passt.

wirst du von freundinnen oder bekannten schief angeguckt, weil du (noch) nicht wieder arbeitest? hier ist es oft so, dass die mütter aller-allerspätestens, wenn das kleinste kind im kiga ist, wieder arbeiten gehen.

bei mir würde sich das gar nicht lohnen. der kiga geht von 8.30 - 12.30 uhr. ich müsste 30 min fahren (wenn kein stau), könnte also von 9.15 - 11.45 uhr arbeiten. und das, was ich dabei verdienen würde (abzüglich benzin), würde den stress, den ich dadurch hätte, gar nicht wettmachen - noch dazu, wo es nicht in erster linie ums finanzielle geht.

erzähl doch mal ein bisschen, wie ihr es so macht!

lg
julia mit 2 mädels (4 & 2 jahre) #freu

Beitrag von dominiksmami 03.12.09 - 09:50 Uhr

Hey,

nö hier guckt kaum einer schief und die zwei die das versucht haben, habe ich im Nullkommanix auflaufen lassen und praktisch bewiesen das sie schlicht neidisch sind auf das was ich hier tue.

Diese beiden MÜSSEN nämlich arbeiten gehen auf Teufel komm raus, die eine weill ihr Mann arbeitslos ist und den Hintern nicht hoch bekommt ( nicht das er einfach nichts bekommt, er bewirbt sich nichtmal, nur wenn man ihm die Pistole auf die Brust setzt) und die Andere weil ihr Mann zu wenig verdient und sie 4 Kinder haben.

Nach längeren Gesprächen mußten sie beide zugeben das sie eben auch gerne, zumindest eine Zeit lang zu Hause bleiben würden und deswegen neidisch sind.

Die anderen, die wirklich gerne und freiwillig arbeiten finden es schlicht gut das wir so leben wie wir es möchten, denn das tun sie ja auch und ganz ehrlich, wenn ich selber völlig zufrieden bin, dann habe ich es nicht nötig andere schräg anzusehen bzw. blöde Kommentare abzugeben.

Im Prinzip hat mein Sohn gute Schulzeiten 4. mal die Woche 8:30 bis 14:30 und 1 mal 8:30 bis 12:30, da liesse sich wahrscheinlich sogar was finden, aber..wir möchten das ja gar nicht.

Mein Mann verdient gut und ich habe den Haushalt gut im Griff, mache das meiste alleine so das mein Mann sich wirklich vollkommen auf die Arbeit konzentrieren kann.

So braucht er nicht schon Nachmittags darüber nachdenken was er noch im haushalt erledigen muß, nein...er kann in Job sein bestes geben und das wird gerade damit belohnt das er auf der Karriereleiter ein ganzes Stück nach oben klettert.

Ich liebe es den Haushalt zu machen und bin eine "allesselbstmach" Mami *lach*, ich verabscheue fertige Lebensmittel und bin froh das ich die Zeit und die Ruhe habe alles selber zu machen.

Jetzt sind wir erstmal wieder schwanger *g* und so werde ich auf jeden Fall noch mindestens 4 Jahre ( dann werden Kinder hier eingeschult, wohnen in den Niederlanden) zu Hause bleiben.
Sollte sich danach ein wirklich schöner Job zu exakt passenden Zeiten finden lassen...dann könnte es sein das ich nochmal arbeiten gehe, aber nur dann.

So lange ich zu Hause bin und Zeit habe, arbeite ich auch gerne ehrenamtlich, helfe in der Schule etc.

Ich liebe es zu Hause zu sein.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von widowwadman 02.12.09 - 20:02 Uhr

Du musst das nirgends melden und bist dann halt 100% von deinem Mann abhaengig.

Beitrag von glu 02.12.09 - 22:40 Uhr

Wenn sie arbeitssuchend gemeldet ist, dann muß sie das melden, sonst bekommst sie Streß mit dem Amt, außerdem will sie ja kein Geld mehr vom Amt!

lg glu

Beitrag von petra1982 04.12.09 - 07:14 Uhr

und im falle einer scheidung, steht sie vor dem nichts, nicht eingezahlt für arbeitslosengeld, rentenkasse usw. ichw ürds so nicht machen....auch wenn ich meinen mann liebe, was ist wenn es irgendwann nicht mehr der fall ist von beiden seiten? dann steht sie bei alleinerziehenden drinn wie konnt ich nur.....

Beitrag von dominiksmami 04.12.09 - 09:20 Uhr

Huhu,

das ist nicht korrekt.

Im Falle einer Scheidung, kann man, wenn man sich vorher korrekter Weise NICHT arbeitssuchend gemeldet hat, das Arbeitslosengeld beantragen das man vorher erwirtschaftet hat.
Wenn ich mich also wieder arbeitslos melden WÜRDE, dann würde ich da weitermachen wo ich vorher aufgehört habe.

Und bitte...was bekommen wir "Jungen" wohl noch an staatlicher Rente? Also MUß da ohnehin eine private Rente her, die natürlich bei einer Hausfrau um einiges höher ausfallen muß, das ist logisch und wird auch jeder so machen.

Noch dazu bekommt man im Falle einer Scheidung auch einen Rentenausgleich, sprich einige Prozente des Mannes für sich gutgeschrieben.


Es ist ja nett das man sich Gedanken macht, aber bevor man verurteilt und denkt wir Hausfrauen wissen nicht was wir tun, sollte man sich erstmal wirklich mit dem Thema auseinandersetzen.

liebe Grüße

Andrea

Beitrag von bessi 02.12.09 - 20:16 Uhr

Hi,

ehrlich gesagt, habe ich auch noch nicht davon gehört, dass man zur Hausfrau wird. Entweder Du bist es oder Du bist es nicht. Wieso abhängig vom Staat? Du bekommst während der Elternzeit eine Bezuschussung vom Staat, die aber ich glaube nach zwei Jahren eh abläuft und wenn Du dann nach drei Jahren nicht wieder arbeiten gehen willst, musst Du das dem Arbeitsamt mitteilen. Die werden Dich dann eh schon kontaktieren, wenn Du vorher arbeitslos gemeldet warst.

Und ansonsten muss Dein Mann in allem für Dich und die Kinder aufkommen. Wo ist das Problem??????

LG Bessi

Beitrag von kati543 03.12.09 - 01:58 Uhr

Wieso sollten die dich kontaktieren? Die Meldung beim Amt läuft aus mit Beginn des Mutterschutzes.

Beitrag von bessi 03.12.09 - 08:57 Uhr

Du hast recht. Sorry. Ich hatte das von einer Freundin im Kopf, aber die ist Hartz IV Empfängerin und da wird man dann kontaktiert.

Beitrag von kathrincat 02.12.09 - 20:58 Uhr

ja, genau, bei arbeitsamt abmelden, fam. versichert bist du ja eh schon kv, für die rente könntest du noch was machen, riestern lohnt sich aber nicht, dein mann sollte sich gut absichern, lebensversicherung und co., damit du und die kinder abgesichert seit, falls ihm was passiert.

Beitrag von 1und2macht4 02.12.09 - 23:08 Uhr

Ich danke euch für eure Antworten, ihr habt mir sehr geholfen :-)

LG Jule

Beitrag von frau.mecker 03.12.09 - 09:55 Uhr

ich hoffe du denkst an deine Rente, denn die wird leider nicht mehr, wenn du gerne Hausfrau bist.

mfg

Beitrag von enyerlina 03.12.09 - 19:39 Uhr



WEr lesen kann ist klar im Vorteil #aha

Beitrag von imagina 03.12.09 - 10:11 Uhr

Hallo!

Die meisten Antworten hast Du hier ja schon bekommen.

Ich würde Dir aber trotzdem raten noch eine private Altersvorsorge auf DEINEN Namen abzuschließen.

Ich selbst bin eine "Quasi Hausfrau". Das heißt, ich bin unter der Woche Hausfrau und gehe nur jeden Samstag für einige Stunden auf 400€ Basis arbeiten.
Ich habe einen Riestervertrag mit einem ganz kleinen Beitrag, da der vom Staat hoch bezuschusst wird.
Außerdem habe ich eine sehr hohe Kapitalversicherung.
Wenn ich mir die im Alter auf einen Schlag ausbezahlen lasse, bekomme ich einen 6-stelligen Betrag.
Sollten mein Mann und ich auch in 40 Jahren noch zusammen sein - wovon wir natürlich ausgehen - können wir es uns halt gut gehen lassen.
Wenn nicht, bin ich aber auch im Alter abgesichert.
Diese beiden Verträge laufen auf meinen Namen und ich bin auch allein bezugsberechtigt. Ich habe die Kapitalversicherung aber schon mit 17 Jahren abgeschlossen - quasi mit Ausbildungsbeginn.
Da ist auch noch ne Berufsunfähigkeitsversicherung drin.

Ich habe zwar nicht vor für immer Hausfrau zu bleiben, aber die ersten drei Jahre bin ich auf jeden Fall zu Hause - und wenn jetzt evt. auch noch ein zweites Kind kommt werden es schnell mal 5-6 Jahre sein. Und auch danach werde ich sicher nicht wieder Vollzeit arbeiten gehen.
Auch das ist zwar irgendwann wieder geplant aber es passt erstmal nicht in unsere Vorstellungen.
Und wer weiß, ob ich dann so schnell was finde.

Ich würde Dir auf jeden Fall eine private Altersvorsorge empfehlen!! Das gilt aber m.E. auch für voll Berufstätige.
Wer weiß schon, was aus unserer gesetzlichen Rente wird.

Liebe Grüße

P.S. Ich habe auch noch eine private Unfallversicherung und eine Versicherung für Zahnersatz. Allerdings bin ich Versicherungsfachfrau und daher "von Haus aus" lieber überversichert als unterversichert. #schein