Ab wann spricht man eigentlich vom Langzeitstillen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von aletheia 02.12.09 - 20:01 Uhr

Frage steht ja oben.

Mir fällt auf, dass ich inzwischen sehr erstaunt angeschaut werde, wenn jemand nebenbei im Gespräch mitbekommt, dass ich noch stille - dabei ist mein Süßer erst 7,5 Monate alt (aber ziemlich groß und schwer ;-))

Da wird dann ganz erstaunt gesagt: "Ach echt, du stillst noch?"
Kurzer, unauffälliger Blick auf meine Brüste #rofl
"Ist ja toll, dass das noch klappt. Als xy so alt war, hatte ich schon lang keine Milch mehr"

Oder mein Favorit von der Freundin meines Vaters: "Das soll man doch nur 6 Monate...?"

Wirklich erstaunlich, dass es ja doch fast alle gut finden, länger zu stillen, aber es irgendwie keiner gemacht hat...

Im Endeffekt ist es ja völlig egal, wer wie lange und womit sein Kind ernährt, aber ich habe so das Gefühl, dass hier bei Urbia fast alle 7 Monate alten Kinder noch gestillt werden (einige sogar voll) und ich in meinem realen Umfeld schon fast ein Exot bin.

Euch allen einen schönen Abend!

#blume


Beitrag von alessa-tiara 02.12.09 - 20:12 Uhr

hallo


also ich kann dir deine frage leider nicht beantworten , aber ich fühle mit dir... mein sohn ist zwar erst fast 5 monate alt aber ich hör auch ständig : haste noch genug milch?? , wie du stillst noch?? usw.. und wie du find ich auch das hier irgendwie fast alle stillen und in meinem umkreis bin ich die einzige....



lg alessa-tiara mit luca , der auch voll gestillt wird und schon schläft

Beitrag von kleener_drache 02.12.09 - 20:36 Uhr

Hallöchen!

Ich glaube, dass man vom Langzeitstillen spricht, wenn man 12 Monate gestillt hat. Bin mir aber auch nicht ganz sicher.

Ich bin auch in meinem Umfeld ein Exot.
Alle fragen immer, wie lange ich denn noch stillen will. Oder ob es nicht langsam mal genug ist. *tsiss*
Am besten war noch meine FÄ *lol* die meinte, als ich 6 Monate nach der Geburt bei ihr war, dass es ja bald Zeit für nen Fläschchen ist. #rofl

Ich stille so lange wie meine Kleine (die bald 1 Jahr wird) es möchte.
Im ersten Lebensjahr ist ja auch Milch das Hauptlebensmittel, was ein Kind bekommen sollte.

Bei manchen Leute kann man einfach nur den Kopf schütteln.
Lass dir das Stillen nicht schlecht reden.

LG kleener_drache

Beitrag von kuschel_wuschel17 02.12.09 - 20:59 Uhr

Hey,

ich kann dich gut vestehen! Mein Jannik ist 4 Monate alt, und ich werde auch immer erstaunt angesehen wenn ich noch stille'! Dabei ist er erst 4 MONATE!!! Sogar die Schwiegermutter will das ich schon mit Beikost anfange, aber das bekommt er erst mit 6 Monaten, ob sie will oder nicht.

Beitrag von aletheia 02.12.09 - 21:11 Uhr

Hallo,

für die Schwiegermütter / eigenen Mütter ist es ja immer ein totaler Kontrast zu dem, was Ihnen früher geraten wurde.
Meiner hat der Kinderarzt zum Beispiel gesagt, dass sie ihren Sohn (meinen Freund) nicht nachts stillen soll, weil er zur Geburt schon 4000 Gramm wog. Deshalb bekam er von Geburt an Tee und hat natürlich nachts viel geweint, weil der Tee nunmal nicht satt macht. Irgendwann haben sie ihn weinen lassen und nach ein paar Nächten hat er quasi durchgeschlafen.
Er ist also auch mehr oder weniger "geferbert" worden.

Schon unglaublich, was damals so alles geraten wurde #schwitz

Beitrag von wunschmama83 02.12.09 - 21:22 Uhr

Freut Euch auf die Frage: bekommt er denn schon Karotte in die Flasche?

Moment mal? In welche Flasche überhaupt #klatsch

Hat meine Schwiegermutter gefragt als Louis keine 3 Monate alt war - sprich: ich habe noch gestillt... Kein Fläschchen weit und breit...


Beitrag von muddi08 02.12.09 - 21:23 Uhr

...und jetzt hat er wahrscheinlich ne Essstörung, oder?

Bin ich froh, dass ich in der heutigen Zeit lebe.

Beitrag von aletheia 02.12.09 - 21:33 Uhr

Ne richtige Essstörung nicht, aber andere Sachen, die man auf bestimmte Erziehungsmethoden zurückführen könnte...
Die meinten es nicht böse, haben aber nie auf ihr Gefühl gehört :-(

Beitrag von kuschel_wuschel17 04.12.09 - 12:40 Uhr

Hey,

am Anfang als Jannik geboren wahr, schlief er natürlich noch nicht durch! Jetzt auch noch nicht.
Sie meinte dann immer ach Gott der MUSS durch schlafen!!!!
die Spinnt doch, genau so wollte sie das ich ihn nach bestimmten Zeiten stille #schock!
Nach dem es dann einen rießen Streit gab, und mein Freund mit beim KA wahr, und er mitbekommen hat das es normal ist wenn er nicht durch schläft und es füttern nach bedarf gilt.
Denn sie meint mein Freund hätte als Baby von Anfang an durch geschlafen (Alex ist ihr einziges Kind).

Ich habe noch drei Brüder und keine von uns vier schlief die ersten Monaten nicht durch, ich selber erst mit 2 Jahren! Ich wahr 2 Jahre ein Schreikind #schein

Beitrag von wunschmama83 02.12.09 - 21:20 Uhr

Ach, im Fläschchenzeitalter ist man doch überhaupt schon ein Exot wenn man es überhaupt wagt zu stillen #klatsch

Ich hätte gerne länger als 9 Wochen gestillt... ging aber nichtmehr wegen meinem Rheuma.
Was sagt mein Umfeld: ist ja auch besser für Dich und Louis. Dann schläft er früher durch und Du hast auch wieder ruhige Nächte... #augen

Ich habe neben meiner Rheumamedikation noch ein paar Wochen abgepumpt und die Milch weggekippt. Damit ich weiter stillen kann wenn der Schub weg gewesen wäre. Aber das hat so lange angehalten...

Und diesmal heissts: Du willst doch nicht schon wieder versuchen zu stillen?

Ach, Langzeitstillen definiert glaub ich jeder anders. Also ein Jahr denk ich ist so der Anfang.


lg

Beitrag von atebe3004 02.12.09 - 22:14 Uhr

Hallo

findest Du das Flaschenzeitalter ist angebrochen??? Ich finde es umgekehrt.

Ich hätte meine Kinder gerne gestillt, aber ich kann es einfach nicht. Ich habe dafür auch keine sinnige Erklärung. Ich hatte genügend Milch, speziell der Kleine hat super getrunken, aber ich habe mich während des Stillens sooo besch.... gefühlt, dass ich nach 6 Wochen erleichtert aufgehört habe.

Da habe ich es allerdings eher anders herum empfunden. Viele sagten zu mir: Wie kannst Du einfach abstillen???? Das gab auch oft böse Blicke.

Empfindet wohl jeder anders.

Gruss Beate mit Mathis (3 Jahre) und Miko (9 Monate)

Beitrag von emmy06 02.12.09 - 22:31 Uhr

"Empfindet wohl jeder anders. "


yep.... nennt sich selektive Wahrnehmung :-)

Beitrag von widowwadman 02.12.09 - 23:05 Uhr

"Also ein Jahr denk ich ist so der Anfang"

Ich find das macht das ganze doch irgendwie zu nem Wettbewerb a la wer stillt am laengsten, und das ist doch auch nicht der Sinn der Sache. Bei ner Bekannten von mir hat der Sohn einen Tag vorm ersten Geburtstag beschlossen dass er die Brust nicht mehr braucht, haett sie versuchen sollen ihn dazu zu zwingen?

Bei ner guten Freunding vom mir hat die Tochter mit 5 Monaten Brust genauso wie Flasche verweigert, da gab's dann nur Milchbrei.

Meine Tochter ist 11einhalb Monate alt und ich stille noch abends und nachts, wobei sie auch immer weniger verlangt. Am Wochenende hat sie z.B. uber 20 Stunden nicht nach der Brust verlangt. Ich weiss nicht wie lange ich noch stillen werde, aber ich denke mal das Thema hat sich bald erledigt, weil sie's halt nicht mehr so braucht.

Stillen ist super, keine Frage. Und solange stillen wie das Kind moechte, ist auch super. Aber wenn das Kind halt nicht so lange moechte, dass es zum LZS reicht, ist das auch kein Problem.

Beitrag von 20girli 03.12.09 - 06:08 Uhr

Glaube mir, das Fläschchenzeitalter ist langsam dem Ende zugeneigt.

Das Fläschchenzeitalter sah ungefähr so aus...

Schon im Krankenhaus gab es Flasche. Stillen wurde nicht unterstüzt..kam am 2 Tag keine Milch hieß es sie können nicht stillen haben keine Milch.

Die Geschenke die man mitbekommen hat...waren ...Schnuller und 3 verschieden Fläschchen...mit unendlich viel Saugern. Ganz viele Milchproben waren da drinnen. Alles drehte sich nur um die Flasche....vom Stillen fand ich da so gut wie gar nichts.

Felicitas...brachte dann noch einmal so viele Flaschen und proben...man hatte soviel man brauchte keine eigenen Flaschen kaufen.

Alles wurde in die Flasche gepackt...Milch, Mörchen ab der 6. woche...Brei...schmelzflocken...

Heute bekommt man wenigsten Stilleinlagen und keine Flaschen mehr als geschenk ;-)

Obwohl ich die Werbung ja auch super klasse finde im TV...

"..und nach dem Stillen. ....Aptamil Pre oder andere.." #roflobwohl das ja traurig ist...könnte ich mich kaputt lachen...

lg Kerstin, das Fläschchenzeitalter war grausamer...die übergangszeit von heute ist deutlich milder :-)

Beitrag von whitewitch 03.12.09 - 00:41 Uhr

Mein Sohn ist ein Jahr und ich stille immer noch. Meine Mutter fragte auch letztens wie lange ich das noch tun will, schliesslich gehe ich ja jetzt arbeiten und häufig nachts, da wäre es doch mal an der Zeit abzustillen. Und er habe doch schon Zähne...#kratz Was das eine mit dem anderen zu tun hat weiß ich auch nicht. Ich stille gern und werde oft blöd angeschaut.

Beitrag von qrupa 03.12.09 - 07:30 Uhr

Hallo

meien Tochter ist 16 Monate und wird noch gestillt. Und die Kommentare werden nicht weniger ;-)
hab aber am vergangenen Wochenende ganz unerwartet "Schützenhilfe" von meienr Schwägerin bekommen als bei einem Geburtstagskaffee die Uroma meienr Motte ganz entsetzt feststellte "aber sie ist doch schon über ein Jahr". Meine Nichten sind nämlich auch 2 bzw 2 1/2 Jahre gestillt worden.

Hab aber auch schon jemanden getroffen, der ganz stolz verkündete sie hätte auch sehr lange gestillt. Aber nach 8 Monaten hatte sie endgültig abgestillt. in meine RBK haben die meisten mit 4 Monaten mit Brei angefangen und auf's Fläschchen umgestellt.

Laß es dir nicht madig machen. Irgendwann steht man drüber.

LG
qrupa

Beitrag von dornpunzel 03.12.09 - 13:35 Uhr

Hallo,

ich würde auch so ab einem Jahr von Langzeitstillen sprechen. Obwohl das manche - wie ja schon erwähnt wurde - bereits ab sechs Monaten oder noch früher tun.

Ich habe alle meine Kinder sehr lange gestillt, die beiden Großen parallel und die Kleine jetzt natürlich auch noch. Jedes Mal wollte mir meine Mutter nach vier Monaten erzählen, dass das Kind doch nicht mehr satt wird, später, dass der eine dem anderen doch alles wegtrinkt und lauter so nen Schmarrn.

Die einzige, die es gut findet und mich unterstützt ist meine Oma. Von ihr kam dann auch mal der Spruch an meine Mutter: "Red net so ein Mist, du bist auch lang genug satt geworden davon!"

Ich finde es gut, die Kinder so lange zu stillen, wie Mutter und Kind es möchten. Schließlich wäre Frau dazu kaum in der Lage, wenn es irgendwann nicht mehr normal wäre, nicht wahr?

Liebe Grüße,
Dornpunzel

Beitrag von _vm_ 03.12.09 - 18:36 Uhr

Hallo,

also ich hab vor ein paar Tagen abgestillt und Yair ist jetzt 13,5 Monate alt.

Ich hab auch seeeehr gern gestillt und es fehlt mir jetzt schon, aber wir wollen bald am Geschwisterchen arbeiten. Ich hab ja seit der Geburt immer noch nicht meine Mens gehabt und ich denke, dass es am Stillen liegt. An und fuer sich ist das ja eh super, aber wenn man wieder ss werden will, halt ein Problem.

Ich wurde auch von vielen schon angesprochen, ob ich denn noch genug Milch usz haette als er erst 4 Monate alt war. Bei mir hat jedoch auch meine Cousine ihre Tochter 1 Jahr gestillt und auch eine Freundin ihre Kinder so ca 1 Jahr. Bin also keine Exotin.

glg,
Verena

Beitrag von lujoill 06.12.09 - 22:05 Uhr

Hat sich schon mal einer gefragt, wie lange andere Kinder an der Flasche nuckeln (2 Jahre, 3 oder länger?). Warum muss man sich rechtfertigen, wenn man stillt. Warum soll ich Milch im Laden kaufen, wenn mein Kind Mumi viel lieber mag?
Also mein Kleiner ist gestern ein Jahr geworden, wenn er trinken möchte, dann darf er auch weiter trinken.

LG