Lohnfortzahlung- und Selbsständige???

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Beitrag von enyerlina 02.12.09 - 20:19 Uhr

HEy


weiß jemand wie das bei Selbstständigen mit Lohnfortzahlung ist? Ich meine eine Angestellte bekommt doch in der Mutterschaftszeit Geld weiter bezahlt, ich kann mir nicht vorstellen das Selbstständige mit leeren Händen da stehen muss nur weil Sie nicht bis zum 9.Monat arbeiten kann..

Beitrag von vwpassat 02.12.09 - 20:21 Uhr

Ein(e) Selbständige(r) ist (wie der Name schon sagt), SELBST für diese Risiken zuständig.

Beitrag von enyerlina 02.12.09 - 20:48 Uhr


was macht denn dann eine alleinerziehende Frau in der Zeit wenn Sie Probleme mit der SS hat und ab dem 7 . Monat nicht mehr arbeiten kann? Verhungern? auf die Strasse ziehen?

Beitrag von hope_elmo 02.12.09 - 20:58 Uhr

Jemanden einstellen! Für eine solche Situation muss man als Selbstständige eben vorsorgen.

Viele Grüsse,
Sabine

Beitrag von enyerlina 02.12.09 - 21:03 Uhr



kann ich mir echt nicht vorstellen, wenn eine keine Kinder haben möchte und ungeplant schwanger wird wird Sie kaum für solche Fälle vorsorgen bzw. geht doch vom Staat gar nicht! und ist mega unfair..

Beitrag von hope_elmo 02.12.09 - 21:12 Uhr

Man sorgt nicht unbedingt für eine Schwangerschaft vor, aber für die Zeit von eventuellen Verdienstausfällen!!!!!

Vor sich hin zu träumen und zu hoffen, dass das Geschäft immer gut läuft, ist schlichtweg dumm und betriebswirtschaftlich unverantwortlich. Man kann auch aufgrund "normaler" Krankheit, Unfall oder ähnlichen Situationen einige Zeit ausfallen. Und genau für solche Fälle (in diesem Fall eben Ausfall aufgrund Schwangerschaft und Geburt) muss entsprechend vorgesorgt sein. Wenn nicht, hat man sich einfach zu wenig Gedanken zur Selbstständigkeit gemacht und hat dadurch Pech.

Das hat nichts mit unfair zu tun.

Beitrag von enyerlina 02.12.09 - 21:15 Uhr


nein das stimmt so nicht ganz. Für solche Fälle die du nanntest bist es Berufsunfähigkeitsrenten, Unfallversicherungen privat und und und... aber nicht für eine Schwangerschaft! Woher bist du dir so sicher? Wo arbeitest du?

Das kann nicht stimmen, wenn ein Hartz4 Empfänger schwanger wird bekommt er alles zugesteckt und ein Selbstständiger muss auf die Strasse ziehen ? Überleg bitte mal.

Beitrag von hope_elmo 02.12.09 - 21:23 Uhr

Du verwechselt hier ein paar Dinge.

1.) Eine Berufsunfähigkeitsrente, die es für Selbstständige noch gar nicht so lange gibt, zahlt frühestens nach dem 7. Monat der Berufsunfähigkeit. Also auch bei absoluter Berufsunfähigkeit z. B. durch einen Unfall muss ich diese 7 Monate entsprechend abgesichert haben.

2.) Eine private Unfallversicherung hat nichts, aber auch gar nichts mit Verdienstausfällen aus Selbstständigkeit zu tun.

3.) Ich bin selbstständig und führe einen mittelständischen Betrieb.

Beitrag von enyerlina 03.12.09 - 11:40 Uhr

1) das Beispiel mit der Unfallversicherung kam von dir, nicht von mir


2) es geht mir ja um Selbstständige, die aufgrund der heutigen Situation ohnehin schon im Minus sind, das interessiert mich und nicht um erfolgreiche Selbstständige.
Ich meine alleinstehende Frauen, erhebliche SS Beschwerden haben, im Minus sind und nicht arbeiten dürfen.



lg

Beitrag von hanna0815 02.12.09 - 21:26 Uhr

Wieso kommt auf jedes ehrliche Statement eigentlich eine patzige Antwort von dir?#kratz

Also- die Vorrednerinnen haben Recht-
Ein Selbständiger arbeitet für sich SELBST und STÄNDIG!

Man muss einen Plan B in petto habe- so is duie Realität.
Daher arbeiten Selbständige auch bis zur Geburt- das Leben ist hart.

Sie haben jemanden einzustellen, wenn sie sich nix auf die Seite gelegt haben.

Und zu Vater Staat:

Dieser zahlt für dich, wenn du nix mehr hast- sprich- gib nach der Geburt deine Selbstständigkeit auf und verbrauche deine Ersparnisse- vorher bist du für dich selbst verantwortlich!

P.S: Erkundige dich mal bei deiner PKV ob du 210 ,- Einmalzahlung zur Geburt bekommst.

Beitrag von enyerlina 03.12.09 - 11:35 Uhr



wieso emfindest du als einzige eine Antwort als patzig??#kratz

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 11:51 Uhr

Sie empfindet das nicht allein so!

Beitrag von landmaus 03.12.09 - 03:35 Uhr

Hallo,

wenn man als selbständige Frau klug war, hat man sich freiwillig gesetzlich mit Krankengeldanspruch versichert. Dann bekommt man jedenfalls Mutterschutzgeld bzw. vorher Krankengeld. Entsprechend ähnliche Verträge bietet auch die PKV.

Kommt es jedoch ansonsten oder trotz dessen zu hohen Ausfällen, hat man natürlich auch als selbständig tätiger Mensch einen Anspruch auf staatliche Hilfe - sprich man kann ALG II, Wohngeld oder Kinderzuschlag beantragen, um über die Runden zu kommen.

Das Geschäft stützt jedoch keiner. Da hilft nur jemanden für die Zeit einstellen, damit die Geschäfte weiterlaufen und evt. selbst von ALG II leben.

LG

Beitrag von goldtaube 03.12.09 - 06:52 Uhr

<<wenn man als selbständige Frau klug war, hat man sich freiwillig gesetzlich mit Krankengeldanspruch versichert. Dann bekommt man jedenfalls Mutterschutzgeld bzw. vorher Krankengeld.<<

Dazu mal das:
Zitat:
Krankenversicherung Selbständige 2009: Kein Krankengeld

Die Gesundheitsreform hat eine Änderung im Schlepptau, die bisher wenig Beachtung gefunden hat. Für Selbständige fällt der Anspruch auf Krankengeld der gesetzlichen Krankenkassen zum 31. Dezember 2008 unter den Tisch.
Am 01. Januar 2009 wird eine Neuregelung des GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz gültig. Nach dieser Regelung können freiwillig gesetzlich krankenversicherte Selbständige ein Krankengeld nur über einen Wahltarif erhalten. Die Betroffenen müssen aktiv werden, ansonsten wird ein bestehender Anspruch auf Krankengeld am Beginn des nächsten Jahres ersatzlos gestrichen.
...
Krankengeld ist gleichzeitig Bindung

So sieht die Neuregelung aus: Ab 2009 müssen die gesetzlichen Krankenkassen einen speziellen Wahltarif anbieten. Gegen eine zusätzliche Prämie erhält ein Selbständiger dann Krankengeld bei Arbeitsunfähigkeit. Zudem muss er eine unauflösliche Bindung an seine Krankenkasse für volle drei Jahre akzeptieren.

Für diese Zeit verzichtet er auf sein ordentliches Kündigungsrecht. Vor allem wiegt der Verzicht auf das außerordentliche Kündigungsrecht, zum Beispiel bei der Erhebung von Zusatzbeiträgen, sehr schwer. Entscheidet sich ein Selbständiger gegen den neuen Wahltarif, hat er ab 2009 keinen Anspruch mehr auf Krankengeld. Im Gegenzug zahlt er aber einen ermäßigten Beitrag, dessen Höhe ebenfalls von der Bundesregierung festgesetzt wird.
Zitatende
Quelle: http://www.1a-krankenversicherung.org/nachrichten/20080812/466/krankenversicherung-selbstaendige-2009-kein-krankengeld/

Wer bereits einen Krankengeldanspruch erworben hatte und sich nicht rechtzeitig gekümmert hat, hat seinen Anspruch auf Krankengeld seit 1.1.2009 verloren.

Beitrag von landmaus 03.12.09 - 12:12 Uhr

Ich habe insgesamt drei Schreiben von der GKV erhalten und wurde diesbezüglich umfänglich informiert. Das war es ziemlich leicht sich rechtzeitig zu kümmern ;-)

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 09:26 Uhr

Was soll denn der unsinige Vergleich?
Wenn Du Dich als Selbständige so in dem finanziellen Mist manövrierst, dass Du unter den Bemessungsgrenzen liegst, bekommst Du auch ALGII!

Beitrag von enyerlina 03.12.09 - 11:42 Uhr



Genau das wollte ich wissen , mehr nicht!!!


Wenn Du Dich als Selbständige so in dem finanziellen Mist manövrierst..


weißt du immer noch nicht wievielen Betrieben es so schlecht geht nachdem Sie 20 Jahre erfolgreich waren? Wir stecken in einer Rezession ..

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 11:50 Uhr

Sorry, aber wenn jemand solche Fragen stellt wie die hier im Beitrag, dann fällt es mir schwer, diesen als unschuldiges Opfer der Rezession zu betrachten.

Beitrag von enyerlina 03.12.09 - 12:02 Uhr

hey


ich frage hier allgemein weil es eine Diskussion war , nicht wg .mir ; ich bin nicht in so einer Situation und würde mich ungerne freiwillig in so eine begeben...

hab gestern bei raus in den Schulden z.B. einen Familienbetrieb gesehen der nach über 20 Jahren pleite ging und finde aber allgemein das Selbstständige in Deutschland benachteiligter sind als z.B. in Österreich.. dort gibt es beispielsweise Rechtsschutzversicherungen ohne Selbstbeteiligung.

Beitrag von enyerlina 03.12.09 - 12:31 Uhr


aber sehr interessant ist es, das hier gleich jeder weiß um wenn es sich handelt, wenn man eine Meinung äußert oder eine Frage stellt.

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 09:25 Uhr

Es wird niemand in die Selbständigkeit gezwungen.
Wer den nötigen Weitblick nicht hat, sollte es eben sein lassen, es ist doch nicht zuviel verlangt, für Verdienstausfälle vorzusorgen bzw. sich entsprechend zusätzlich zu versichern!

Beitrag von abeille 03.12.09 - 08:58 Uhr

Ich denke ehrlich, da muss man aber auch nach Branchen differenzieren.
Ich als Einzelkämpfer KANN niemanden einstellen, ich kann maximal zusehen, dass ich die Aufträge, die ich nicht machen kann, an Unterauftragnehmer weitergebe und dabei noch ein paar Cent für mich übrigbleiben.
Unser Dorfblumenladen musste wegen Kindsgeburt ein Jahr lang geschlossen bleiben, weil die Inhaberin eben niemanden einstellen konnte.

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 09:24 Uhr

Diese Frau sollte die Selbständigkeit gar nicht wagen, wenn sie dem Ganzennicht gewachsen ist...

Beitrag von lebelauter 02.12.09 - 21:24 Uhr

für Fälle wie

Auftragseinbruch
Schwangerschaft
Krankheit
Alter
Berufsunfähigkeit
muss man als Selbstständige vorsorgen - sprich rechtezitig Rücklagen schaffen, also SPAREN.

Elterngeld können auch Selbstständige erhalten.

Beitrag von drachenengel 02.12.09 - 22:27 Uhr

Hallo,

wenn die Selbständige sich falsch abgesichert hat, keine Sparreserven für Verdienstausfälle JEGLICHER ART schuf, dann schaut sie in die Röhre.

Selbständige, egal ob Einzelunternehmer oder Firmeninhaber, tragen SELBER und STÄNDIG ihr unternehmerisches Risiko ALLEIN.

Hängt also vom Vertrag der PKV ab, vom Weitblick der Selbständigen etc...

Sorry, aber was, wenn die Person:

- Einkommensverluste durch Insolvenzen ihrer Auftraggeber hat

- eine Erkrankung bekommt, nur noch eingeschränkt oder kaum arbeiten kann

- Auftraggeber ihre Aufträge zurückziehen oder dergleichen?

Dafür schafft man Rücklagen, sprich mehrere Monate sollten OHNE Einnahmen überbrückt werden können.

Und DU, es gibt sogar angestellte werdende Mütter, die bis zum ET arbeiten, denn vor Geburt ist der Mutterschutz von sechs Wochen KEINE gesetzliche Pflicht seitens der Inanspruchnahme.

Tja, und nach ET als Selbständige muss man ggf auf das Wochenbett verzichten, wenn keine Rücklagen da sind.

Oder man macht sich komplett nackig vor den Behörden und schaut, ob man ALG2 bekommen kann, nur ob der Fall dann so tief sein soll/ muss?

Missmanagement schützt nicht vor ungeplanten Schwangerschaften, darüber sollte sich eine jegliche Frau doch klar sein, dass Verhütungspannen geschehen, ebenso die Wunder der Medizin, dass entgegen der Ärzte doch ein Baby ausgetragen werden kann.

Gruß

Mone

Achja, wenn wegen Erkrankung Verdienstausfall, so sichert da doch die PKV auch frühestens nach drei oder sechs Wochen ab, oder nicht?

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