Waldorfkita und Schule

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von august.2009 02.12.09 - 21:37 Uhr

Guten Abend,

hat hier jemand seine Kinder in der Waldorfschule bzw. in der Kita?

Ich bin leider inzwischen alleine mit meinen Kindern, der Vater zahlt keinen Unterhalt, liegt auch schon beim Anwalt.

Ich bin noch in Elternzeit und auf der Suche nach einer Kita für den kleinen ab nächsten Jahr. Ich bin mit den Zwergen gerade umgezogen und habe den Waldorfkindergarten 5 min. entfernt.

Jetzt habe ich mich eben mal auf der HP informiert, dort steht:
1) Bitte beachten Sie, dass bei der Anmeldung eine Anmeldegebühr von 50,00 € fällig wird.
Ihr Aufnahme-Antrag kann erst nach Eingang der 50,00 € bearbeitet werden.

Frage: Das heißt, ich muss die 50 € aufjeden Fall zahlen, auch wenn es nicht sicher ist, dass mein kleiner einen Platz bekommt??

2) der Kitaplatz kostet im Jahr knapp 3200 € + 42 € im Monat für Unternehmungen.
Dort steht dann; Sonderungsverbot
Eltern dürfen nicht aufgrund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse vom Zugang zur Freien Schule ausgeschlossen werden.
Daraus leitet sich ein Rechtsanspruch auf staatliche Finanzhilfe ab.

Das heisst mein Kind hätte auch die Chance aufgenommen zu werden und ich kann einen Zuschuss beantragen????

Vielleicht weiss da jemand von euch ja mehr. Hat jemand Zufällig seine Kinder in einer Waldorfeinrichtung? Würde mich über Kontakte freuen.

LG

Beitrag von sassi31 03.12.09 - 01:39 Uhr

Hallo,

ich kann dir bezüglich der Kostenübernahme nichts sagen.

Aber ich stelle dir mal eine grundsätzliche Frage. Hast du dich mit der Waldorf-Pädagogik auseinander gesetzt und kannst dich mit dem Konzept identifizieren?

LG
Sassi

Beitrag von zanadu 03.12.09 - 08:08 Uhr

Hallo, ich glaube du solltest dich ersteinmal mit dem Thema Waldorf beschäftigen. Siehe dir den KIGA an und dann die Schule. Wenn es dir gefällt kannst du dich um die Aufnahme bewerben. Dazu gehört zum beispiel ein Hausbesuch der Erzieher.

Geringe Mittel sind kein Grund nicht auf die Waldorfschule zu gehen. Dort gibt es auch genug Eltern die nur weniger bezahlen.
Ganz in gegensatz zu anderen privat Schulen.

Beitrag von sparrow1967 03.12.09 - 10:12 Uhr

Sicher das du Waldorf möchtest?
Oder willst du ihn nur, weil er nur 5 Minuten von euch entfernt ist?

Man muß sich - gerade mit Waldorf- identifizieren können.



vG
sparrow

Beitrag von blahblah 03.12.09 - 10:20 Uhr

Am besten sprichst du mal mit der Leitung des Kindergartens und siehst dir die Räume und das Konzept genau an. Ich weiß das die Erzieherinnen oder die Leitung rauskommen sich eure Wohnung ansehen und euren Lebensstil. wenn ihr nicht auch annähernd mit dem Waldorf Konzept vertraut seit werden sie euch wohl ablehnen. Wir wurden damals abgelehnt weil wir einen Fernseher haben der auch genutzt wird und wir auch sonst nicht viel Waldorf leben. Sprich die Kids spielen mit normalen Spielsachen die nicht in der Waldorfpädagogik auftauchen und mit Stöcken und Steinen können sie eher wenig anfangen :-D

Beitrag von sunnylu 20.05.10 - 12:20 Uhr

Einspruch!
Unser Sohn kam mit 2 Jahren in den WaldorfKIGA: kein Mensch von dort war bei uns zu Hause, das ist doch Quatsch. Vielleicht ist es von Einrichtung zu Einrichtung unterschiedlich, aber so zu pauschalieren, ist irreführend.
Wir sind seeehr zufrieden, obwohl ich mich mit der Waldorf-Lehre nicht wirklich beschäftigt habe. Ich kam über die Spielgruppe für die ganz Kleinen dazu und mir hat der Umgang mit den Kindern und Untereinander sowie der ganze Ablauf und die Umgebung (im KIGA und Freigelände) sehr gefallen - und tut es noch heute.
Die Kosten halten sich im Rahmen (198,- für ganztags (7:30-16 Uhr, freitags bis 14 Uhr). Essen inkl., Mittagsschlaf / -ruhe findet ganz selbstverständlich statt.
Manche Eltern sind mir etwas zu "alternativ", aber es gibt auch "ganz normale" Mütter / Väter, zu denen wir nun auch privat Kontakt haben.

Also bitte nicht WaldorfKIGAs alle über einen Kamm scheren - sie sind so unterschiedlich wie die "normalen" KIGAs auch.

Schöne Grüsse,
Susanne

Beitrag von mvtue 03.12.09 - 10:40 Uhr

hallo!

ich bin persönlich ein erklärter waldorfgegner.

aber mal ganz neutral gesehen solltest du dir ganz genau überlegen, ob du dein kind in dieser pädagogik erziehen lassen willst.

waldorf ist nicht wie z.b. montessori, das im kindergarten umgesetzt wird und gut ist. eltern werden bei der waldorfpädagogik genauestens mit einbezogen, müssen völlig hinter dem konzept stehen und auch danach leben.

google mal danach und dann überlegst du nochmal, ob du das wirklich willst. du musst nämlich danach leben, nicht nur dein kind da hin schicken.

lg

Beitrag von nicole9981 03.12.09 - 11:04 Uhr

Hallo!

Wir sind aus der Montessori Ecke. Zu Waldorf kann ich dir nur sagen dass du da (wie bei Montessori auch) voll dahinter stehen musst. Bei uns in den Waldorfeinrichtungen ist es z.Bsp. so dass die Kinder und Eltern doof angeschaut werden wenn sie Sonntags nicht in die Kirche kommen.

Ansonsten am besten mit der Leiterin sprechen wenn du nicht weißt was das alles bedeudet.

Unser Kiga ist zwar privat aber trotzdem wird er vom Staat her gefördert wie eine staatliche Einrichtung. Wir bezahlen also auch nicht mehr als in jeder anderen Einrichtung und es wäre auch möglich Zuschüsse zu beantragen. Privat heißt nicht immer teurer. Die Leiterin erklärte mir das damals sehr gut wie das zusammenhängt. Soweit ich weiß ist das bei unseren zwei Waldorfkindergärten hier in der Stadt genau so.

LG Nicole

Beitrag von celia791 03.12.09 - 15:23 Uhr

Hallo,

zu den Aufnahmebedingungen kann ich Dir leider nichts sagen. Allerdings kenne ich sehr viele Familien, deren Kinder in Waldorfkindergärten und -schulen waren. Die meisten der Kinder sind völlig weltfremd aufgewachsen und haben jetzt im Erwachsenen und Pubertätsalter sehr grosse Probleme mit Beruf und der sonstigen Umwelt. Sie haben lange Zeit in dieser Welt gelebt, aber danach kommt eine andere Welt, mit 16-19 Jahren ist ja die Schule zu Ende und man geht entweder studieren oder erlernt einen Beruf. Der eine schafft es, sich an neue Bedingungen zu gewöhnen, der andere nicht.
Als Elternteil muss man Waldorf auch akzeptieren und zu Hause leben, so verlangen es die meisten Einrichtungen.

Lieben Gruss, Celia.

Beitrag von nicicolli 03.12.09 - 16:40 Uhr

Wir haben einen Waldorfkindergarten in der Nähe und ich habe auch erst überlegt. Habe dort von früh bis Nachmittag hospitiert und zugeschaut:

Danach hab ich für mich entschieden das es nicht der Kindergarten für mein Kind ist.

Eine gute Freundin von mir arbeitet in der Rudolf Steiner Schule als Lehrerin!

Was mir bissl komisch vorkommt, bei mir war NIEMAND zur Kontrolle zu Hause. Und ich hatte dort nen ganz normalen Antrag gestellt und auch die Aufnahme bestätigung bekommen ohne Hausbesuch. Ich musste auch keine Gebühr von 50 Euro zahlen! Auch waren die Kinder dort normal und die Eltern auch! Man muss die Rudolf Steiner Praktiken nicht zu Hause durchführen, zumindest nicht in dem Sinne, wie viele es hier beschreiben. Zumindest nicht bei uns!

Ich habe mich letztlich wegen dem Frühstück dagegen entschieden. Da unser jetztiger Kindergarten, hier sehr auf gesunde Ernährung achtet und den Kindern beibringt auf Gesunde Ernährung zu achten. Im Rudolf Steiner Kindergarten, (Rudolf Steiner hat die Waldorf Pädagogik erfunden, deshalb heißen die Schulen und Kigas nicht Waldorf sondern Rudolf Steiner) gabs Ehrmann Almigurt aus Gläsern in ne Schüssel umgefüllt, dann wieder in Kinderschüsseln umgefüllt, dazu minizwieback! Das war mir nix.

Im Grunde genommen finde ich das Konzept mit den Naturmaterialien, Natürlichen warmen Farben, weichen Formen, Ruhe, usw nicht so verkehrt!

Mein Rat von mir, hospitiere einen Tag (sollte dort kein Problem sein) und überlege dir ob dir das gefällt!

Generell, haben die Waldorf und auch die Montessori Schulen ihren eigenen Ruf, der beiden nicht gerecht wird. Ich denke das beides gute Schulformen sind, die aber nicht für jeden geeignet und umsetzbar sind! Und das fängt schon im Kindergarten an.

Alle anderen Infos, usw würde ich beim Kiga selbst mal erfragen!

Beitrag von tessy25 03.12.09 - 17:33 Uhr

Hallo,

es geht leider immer noch sehr viel Halbwissen um zum Thema Waldorfpädagogik! Schade eigentlich!!!

Zur Anmeldegebühr: Das gibt es bei uns nicht, würde ich abklären!

Zum Beitrag: Ja, der im Kindergarten ist hoch, weil es ja eine freie Einrichtung ist, also nicht von Komune, Stadt, etc gesponsort wird und irgendwer muss ja nun mal die Erzieher, die Miete, etc bezahlen. Wenn du weniger zahlen willst, muss ein anderer entsprechend mehr zahlen, so funktioniert das Solidaritätsprinzip von uns "Waldorfs"
Im Kindergarten kann man nicht drauf bauen, dass man genommen wird, wenn man nicht den Beitrag zahlen kann, weil man a) keinen Rechtsanspruch drauf hat b)die Stadt, Komune einen geeigneten Kigaplatz zur Verfügung stellen muss und den gegebenenfalls auch bezuschusst und c) genug Leute da sind, die den Beitrag zahlen wollen und können

Bei der Schule verhält es sich ein wenig anders.

Wir haben viele Ferien, z.B. 4 Wochen im Sommer. So was sollte man in einer freien Einrichtung abklären.

Bei uns war noch nie eine Erzieherin daheim, es interessiert keinen, ob wir die Kirche besuchen und Fernseher haben die Erzieher auch.

Informiere dich einfach mal

Liebe GRüße
Tess