Können Zähne wirklich krank machen ?

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Forum: Gesundheit & Medizin

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Beitrag von melina2003 02.12.09 - 21:46 Uhr

Ich hab ein großes Problem....

Und zwar fing alles letztes Jahr am 8. Dezember an.
Ich habe ganz extreme Kreislaufprobleme bekommen , mir war extrem schlecht , hatte wirklich das Gefühl das ich sterbe , hab nen Ruhepuls von teilweise 170 !!!!!!!
Lag total neben mir.
Kam von jetzt auf gleich , ohne irgendwelche Vorboten !!!

Einen Tag vorher ist mir oben rechts ein stück am Weissheitszahn weg gebrochen.
Aufgrund das ich schwanger war , wollte meine Zahnärztin den Zahn nicht ziehen.
Sie meinte , das man die restlichen 3 Weissheitszähne nach der Schwangerschaft ziehen würde , da ich weder ne Vollnarkose noch ne Betäubung in der schwangerschaft bekommen dürfte.

Ok , war dann nach der SS wieder beim Zahnarzt , aber gemacht wurde nichts.

So , eben beim Abendbrot essen ( lecker brötchen ) bricht mir wieder ein stück vom Weissheitszahn ab.
Ich merke jetzt schon , das es anfängt zu tuckern , und das mir wieder komisch wird.
Also Kreislaufmäßig , übel und extrem hoher Puls !!!

Morgen früh rufe ich also beim Zahnarzt an und lasse ihn mir morgen noch ziehen.

Ich hab aufgrund von den ganzen sachen schon einige Ärzte durch und keiner kann mir helfen.
Bis auf das ich ne antwort bekam , das es angst bzw panik attacken wären !!!

Ich glaub da aber nicht dran , da ich eigentlich vor wirklich nichts angst habe oder haben müsste.
( eigentlich ein 24 std. fröhlicher lustiger mensch )

Kennt von euch jemand sowas ?
Oder hatte wer so was ähnliches ?

ach ja , wenn es noch hilft , ich hatte vor 2 Jahren mal eine Wurzelbehandlung , letztes Jahr im Sommer wurd mir nen Weissheitszahn gezogen und ich hab in einem Backenzahn ne Amalgan Füllung ( seit ca 12 jahren die gleiche )!!!

Hab zwar schon viel im Netz gelesen , und vieles passt , aber wenn was passt dann immer nur teilweise !!!


Vielleicht kann mir von euch wer helfen !!!
Hab ja hoffnnung das es morgen nach dem ziehen vorbei ist.


LG Carina

Beitrag von fascia 03.12.09 - 08:56 Uhr

Hallo Carina,

um welchen Zahn geht es denn?
Unten oder oben? (re/li?)

Gruß, fascia.

Beitrag von melina2003 03.12.09 - 09:12 Uhr

Es ist oben rechts der Weissheitszahn.
Der linke ist seit letzten Jahr schon raus.

Zum glück bin ich die nacht ohne Zahnschmerzen rum gekommen.
Hab aber leider auch erst für Morgen nachmittag nen Termin zum ziehen bekommen.

LG

Beitrag von fascia 03.12.09 - 13:08 Uhr

Dann wünsch ich dir, dass mit dem Ziehen der Spuk vorbei ist.

Zähne können wirklich eine Menge Ärger anrichten.
Du bist ja bei verschiedenen Ärzen gewesen. Wobei nichts Gescheites für dich rausgekommen ist. Außer dass es keinen Hinweis auf eine Erkrankung gibt. Das ist per se sehr positiv.
(Das ärztliche Manöver in die Psychosomatik oder in die Angsstörung hast du ja zum Glück bereits abgewählt.
Es ist der Ausdruck der Hilflosigkeit des Arztes angesichts einer Problematik, die er nicht einordnen kann. Sehr menschlich.)

Wie die Mitleserin unten beschrieben hat, laufen in diesem Bereich eine ganze Reihe von Nerven, die untereinander komplexe Verknüpfungen haben. Im Wesentlichen sind es die sogenannten Hirnnerven, welche praktisch alles in und um den Kopf versorgen. Auch ganz nah liegen verschiedene Teile, die sich an der
Regulation von Kreislauffunktionen beteiligen.
Jede Mißempfindung, selbst wenn sie nicht von Schmerz begleitet ist, kann diverse direkte und indirekte Reaktionen verursachen, die uns an sich nicht "zahntypisch" vorkommen, dennoch ziemlich massiv sind.
Das Abbrechen ist für deinen Körper als gewaltsame Verletzung gewertet worden.
Seine "Pauschal-Antwort" ist eine, die manchmal auftritt, wenn man sich einen Knochen gebrochen hat. Eine starke sog. vegetative Reaktion, die sich aus den Komponenten zusammensetzt, die du beschrieben hast.
Das vegetative Nervensystem beteiligt sich als Modulator u. a. am Herzkreislauf, Magen-Darm-Trakt, Augenfunktionen, Gefäßfunktionen uvm..
Auslöser für solche Reaktionen können psychischer Natur sein, ohne Frage. Darüber wundert sich dann kein Mensch.
Ein Ereignis, dass der Körper als kopfnahe Verletzung einstuft, kann das auch.
Die Reaktionen als solche ähneln sich jedoch sehr.
Auf der Uni wird darüber nicht viel gelehrt.

Wenn du nach der Zahnbehandlung nicht so richtig "die Kurve kriegst", empfiehlt sich der Gang zum Osteopathen.
Aber vielleicht, vielleicht ist ja das Thema dann für dich abgehakt!

LG, fascia.

Beitrag von raena 03.12.09 - 12:29 Uhr

Liebe Carina,

Ja!!! Zähne können krank machen!!!

Entzündungen im Mundraum schwächen das gesamte Immunsystem und sind ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Entzündungen im Mundraum können auch zu Schmerzen an ganz anderen Stellen des Körpers führen, da im Kopfbereich viele Nerven zusammenlaufen.

Ein falscher Biss (also wenn Oberkiefer nciht mehr gut auf Unterkiefer passt, weil Zahn fehlt oder Prothese, Brücke Implantat nicht gut gemacht wurde), kann zu Verspannungen / Blockaden im gesamten Nacken und Rückenbereich führen.

Selbst "banales" Zähneknirschen in der Nacht kann zu schwerwiegende gesundheitliche Schädigungen führen. http://de.wikipedia.org/wiki/Z%C3%A4hneknirschen

... das gute an der Sache ist, Zähne können krank machen, MÜSSEN es aber nicht!!!! Aber grade wenn schon ein sehr enger zeitlicher Zusammenhang besteht wie bei dir, kann du davon ausgehen, das die Zähne Ursache für die Beschwerden waren.

LG
Tanja