Mein Mann (Thema Erziehung)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von .magic. 02.12.09 - 21:59 Uhr

Salut und guten Abend!

Ich schreibe jetzt einfach in dieses Forum, "Partnerschaft" passt nicht so wirklich, weil es in erster Linie um die Erziehung unserer Tochter geht, die eben im KiGa-Alter ist.

Folgendes: Mara (im September 4 geworden) ist sehr aktiv, oft trotzig, oft "zickig" - ist aber natürlich trotzdem -zumindest für mich- das tollste Kind der Welt, kuschelt ganz viel, ist einigermaßen weit für ihr Alter (soweit man das überhaupt sagen kann). Kurz und knapp - ein total normales Mädel! Heute habe ich festgestellt, dass sie nicht wirklich "nein" sagen kann (bei uns natürlich schon, wenn sie etwas nicht machen möchte etc.). Ein Nachbarjunge kam mit seinen Freunden in den Hof gerannt als wir aus dem Auto ausgestiegen sind und hat Mara am Arm "gepackt" (festgehalten, gezogen), was sie überhaupt nicht wollte und auch nicht mag. Aber anstatt zu sagen, dass sie es eben nicht will hat sie rumgedruckst, unglücklich geguckt und sich halb hinter mir versteckt. Mein Gedankengang ist jetzt, dass sie das in anderen Situationen auch nicht kann bzw. macht, und das möchte ICH absolut nicht! Ich finde es ungemein wichtig, dass Kinder "nein" sagen können und es in ihnen unangenehmen Situationen auch tun (egal ob es ein Kuß von der Oma ist, die sie 4x im Jahr sieht, auf dem Spielplatz wenn ihr jemand die Schaufel wegnimmt oder -im schlimmsten Fall- ein Fremder irgendwas vorhat)! Hatte jetzt gerade eine Diskussion mit meinem Mann (er ist seit einem Jahr nur am Wochenende da, und selbst da kümmert er sich nicht um unsere Tochter (er war in 4 Jahren 3x mit ihr spazieren, einmal mit im Tiergarten und einmal 10 Minuten auf dem Spielplatz). Er meinte, dass das absoluter Quatsch ist, bei uns kann sie es ja auch und ich soll mich nicht so anstellen. Wollte dann 2 Bücher zu diesem Thema (für Kinder) bestellen, was ihm überhaupt nicht recht ist (wie gesagt, alles Quatsch!). Originalton: "Mara zickt doch sowieso die ganze Zeit, Du verweichlichst sie total, ich kann ihr ganzes Getue und Gehabe nicht ab, ihre ganze Art.." usw. Ich habe gerade einen richtigen Hass auf ihn! Und das natürlich nicht nur, weil er meine (ja, MEINE, er ist ja nie da und kümmert sich wirklich nicht - laut ihm würde ich mir nichts von ihm sagen lassen; klar, wenn ich 5 Tage mit Mara alleine bin und er dann heimkommt und plötzlich alles umkrempeln möchte...) Erziehung in Frage stellt. Er redet so über UNSERE TOCHTER! Ich weiß grade wirklich nicht, was ich machen soll... Er ist emotional absolut kalt, begrüßt uns eigentlich nie wenn er dann kommt, auch kein Kuß etc.; wenn Mara mit ihm kuscheln will muss sie betteln, in 3 von 5 Fällen macht er es dann nicht. Muss ich mir sowas anhören..? Entweder bin ich grade absolut bescheuert oder mein Mann spinnt...! Könntet ihr mir bitte mal eure Meinung mitteilen? Ist das normal?!

Sorry, dass es so lang geworden ist...
Wünsche euch noch einen schönen Abend!

.magic.

Beitrag von gioia0107 02.12.09 - 22:08 Uhr

Sorry, aber was genau willst Du von diesem Mann??? er ist doch eh nie da, dann brauchst Du ihn am Wochenende auch nicht!!!

LG Verena

Beitrag von kaltesherz0907 02.12.09 - 22:45 Uhr

schomal dran gedacht dass manche Männer auch in der Woche arbeiten müssen

was für ne Schwachsinns Aussage #augen

Beitrag von gioia0107 02.12.09 - 22:53 Uhr

Erst denken, dann meckern wär toll!

Er ist in der Woche nicht da, auch über Nacht! Am Wochenende meckert er nur rum und redet ziemlich abfällig übers Kind. Das geht gar nicht.
Mein Mann arbeitet in der Woche auch, kommt aber abends mach Hause und unterstützt mich auch. Wenn ich mich von ihm trennen würde, würde es mir und meinen Kindern ziemlich auffallen, dass was fehlt. Aber bei ihr ist der Kerl ja eh nie da, dann brauch ihn auch am WE keiner.

Aber trotzdem danke für Deine freundlichen Worte!

Verena

Beitrag von bine3002 02.12.09 - 22:09 Uhr

Meine Meinung: Dein Mann ist ein Arschloch! So redet man nicht über sein Kind... Ja Ok, wenn man sich mal ärgert sagt man dumme Sachen. Wenn das der Grund war, dann drück ein Auge zu. Wenn er das aber so gemeint hat, finde ich das äußerst bedenklich: "ich kann ihr ganzes Getue und Gehabe nicht ab, ihre ganze Art..." DAS ist eine absolut ekelhafte Aussage. So kann man über eine Kollegin oder die Frau im Supermarkt sprechen, aber doch nicht über sein BABY. Das würde ich also auf jeden Fall klären wollen.

Der andere Punkt, das NEIN-Sagen-Können:
Ich finde es genau wie Du sehr wichtig, NEIN sagen zu können. Stell dir vor, sie spielen mal Arzt und ein Kind fasst ihr an die Genitalien. Ich will hier gar nicht von sexuellem Missbrauch anfangen, aber es IST wirklich wichtig, dass das Kind lernt, deutlich zu sagen, was es NICHT möchte. Meine Tochter ist 3,5 und spielt schon Doktorspiele, auch nackt, nur mal so nebenbei.

Ich habe allerdinges keine Bücher gekauft, sondern mich an Übungen aus der Selbstverteidigung bedient: Das Kind steht in der Mitte und aus möglichst vielen Richtungen kommen andere Personen auf es zu. Wenn es zu eng wird, soll das Kind laut STOPP schreien, den Arm nach vorne strecken und durch Körpersprache ausdrücken, dass es total "gefährlich" ist. Wir üben so etwas ähnliches: Ich tue so als sei ich ein bestimmtes Kind, das sie im Kindergarten immer ärgert, bedränge meine Tochter immer wieder und sie soll mich anschreien: "Lass mich in Ruhe!" "Geh weg!" "STOPP!!!!" Das macht asie schon ganz gut, fällt aber immer wieder nach hinten auf den Popo.

Beitrag von ina_bunny 02.12.09 - 22:10 Uhr

Mir scheint ihr habt da ein größeres Problem als nur die Erziehung eurer Tochter. Kann das sein?

LG Ina

Beitrag von juni78 02.12.09 - 22:14 Uhr

Hallo Magic,

schade wenn dein Mann so lieblos mit euch umgeht.
Dazu kann ich leider nicht viel sagen da meine Männer viel zusammen machen und auch sehr liebevoll sein können neben dem Toben. Mein Mann ist allerdings auch jeden Tag zuhause.

Zu der "Schüchternheit" deiner Tochter:

Niklas ist jetzt 3,5 Jahre alt und vor dem Kiga Start im August habe ich mir auch so meine Gedanken gemacht, da er sich ähnlich verhält.
Er hatte zwar vorher auch Kontakt zu Kindern, hat sich aber auch fast alles gefallen lassen.
Ich habe oft mit ihm geredet, dass er sich doch wehren darf, wenn er etwas nicht möchte. Natürlich nicht mit Schlägen.

Zu unserer Überraschung war im Kiga von Anfang an alles super. Er lässt sich nicht unterbuttern und hat auch neulich wohl mal einen von den großen Jungs angebrüllt er solle ihn doch endlich in Ruhe lassen. ;-)

Kaufe doch ruhig eins von den Büchern, auch wenn dein Mann nicht überzeugt ist.

LG und alles Gute
Tanja mit Niklas

Beitrag von fine2000 02.12.09 - 22:14 Uhr

Ich glaube, hier geht es doch überhaupt nicht um das Thema Erziehung (bin in dem Punkt übrigens genau Deiner Meinung), sondern mehr um Euer Partnerschaftsproblem. Überlege Dir doch mal, wofür Du diesen Mann wirklich brauchst. Klingt jedenfalls nicht gerade so, als ob er für Dich und Deine Tochter wichtig wäre.

Lg,
fine

Beitrag von elvira79 02.12.09 - 22:20 Uhr

Hallo Magic,

ich denke, ihr habt ein Problem miteinander, eure Tochter muss leider darunter leiden.

Ihr solltet euch über eure Beziehung klar werden. Erziehung klappt auch bei Wochenend-Beziehungen partnerschaftlich, wenn beide die gleichen Erziehungswerte teilen.
Männer fällt es zudem häufig schwerer, eine Bindung zu ihrem Kind aufzubauen, wenn sie wenig Zeit - vor allem auch mal allein - mit dem Kind verbringen können/dürfen. Dürfen vorallem, denn es stimmt, dass viele Frauen anfänglich den Männern wenig zutrauen, diese dann wiederum keine Expertise aufbauen können. Ein böser Kreislauf.

Das Gespräch zwischen dir und deinem Mann geht m.E. nicht wirklich um das Thema des Nein-Sagen-Könnens. Aber so wie du die Beziehung deiner Tochter zu ihrem Vater beschreibst, erscheint es für Außenstehende ganz furchtbar. Tu was dran, hilf ihm, einen Kontakt zu ihr aufzubauen. Dafür ist es wichtig, dass du auch mal auf ihn hörst und ihn läßt. Macht das mit professioneller Unterstützung. Zeigt er dann immernoch kein Interesse, würde ich mein Kind von so einem Mann fern halten.


LG, Elvi

Beitrag von lentas 02.12.09 - 22:47 Uhr

guten abend,

mich hat es wie alle vorschreiber ebenfalls schockiert, wie dein mann über eure tochter redet. kann es mir v.a. aus meiner situation heraus nicht vorstellen, da unsre jungs für meinen mann das wichtigste und größte der ganzen welt sind und er wahnsinnig stolz auf die beiden rabauken ist.

andererseits ist es natürlich sehr subjektiv wiedergegeben und wir können somit nicht wirklich objektiv was dazu sagen. aber auch ich denke euer hauptproblem liegt liegt in eurer beziehung und evt projeziert er einiges in die beziehung zu seiner tochter - eben auch, weil er sie so selten sieht. sehr traurig. und das wird eure tochter sehr treffen. die haben da riesige feinfühlige sensoren für...

ansonsten finde ich NEINsagen auch sehr wichtig. und da scheinbar die hauptsächliche erziehungsarbeit bei dir liegt, dann entscheid auch, wie du eure tochter stärken willst. kauf die bücher und red mit ihr. unterstütz sie, stärke sie, bau ihr selbstbewusstsein auf. vertrau auf dein gefühl! das hat dann nun auch wirklich nichts mit verweichlichen zu tun!! find ich eh ne saublöde einstellung!

alles gute - auch für eure beziehung.
und nen schönen abend noch

lentas

Beitrag von misscatwalk 02.12.09 - 23:24 Uhr

ich denke auch um die Erziehung geht es eigentlich gar nicht wirklich in erster Linie so wie es sich anhört habt ihr scheinbar ganz andere wesentlichere Probleme . Wobei es eigentlich dennoch genau um das Kernthema- das NEIN sagen lernen / können geht .

Brauchst du deinen Mann eigentlich wirklich noch wenn er ,wenn er mal da ist, noch nicht mals dann für euch insbesondere auch für EURE Tochter da ist ? Er scheint ja sowieso leider nur sehr wenig Interesse an seiner Tochter zu zeigen wie will er denn da überhaupt (be)urteilen welche Erziehung nun am "richtigsten" für sie ist . Ich würde mich an deiner Stelle gar nicht so behandeln lassen dem würde ich was erzählen warum machst du das mit ? Ich finde es in erster Linie schade für eure Tochter da sieht sie den Papa schon nur so selten und dann beachtet er sie auch noch kaum .
An diese " Erziehungslapalie " ( ich stimme dir überigens voll und ganz zu , ich finde es auch sehr wichtig das Kinder NEIN sagen können ) würde ich mich gar nicht weiter groß dran aufhängen du bist sonst in Sachen Erziehung auf dich alleine gestellt also kannst du auch am besten entscheiden wie du deine Tochter erziehst . Und das dem ach so armen Papa am WE das ganze Gehabe und Getue die ganze verweichlichte Art seiner eigenen Tochter nunmal so überhaupt nicht passt ist mehr als ein Armutszeugnis für ihn . Darüber und über eure Beziehung würde ich mit ihm mal ein mehr als ernsthaftes Gespräch führen und wenn er keinerlei Einsicht zeigt und sich nicht ändert dann würde ich an deiner Stelle ganz klar NEIN sagen .

Beitrag von lyss 03.12.09 - 08:30 Uhr

Euer einziges Problem liegt nicht in der Uneinigkeit bezüglich der Erziehung eurer Tochter. Ihr habt ein generelles Beziehungsproblem.

So wie er von eurer Tochter spricht, sagt schon sehr viel aus... Und auch, wei du darauf pochst, dass es DEINE Erziehung ist und er nicht am Wochenende kommen und alles umkrempeln kann.

Viele Paare führen eine Wochenendbeziehung - aber das bedeutet nicht, dass der Mann in Erziehungsfragen automatisch aussen vor ist und nicht mitreden kann/darf/will.

Ihr müsst an eurer Beziehung arbeiten - oder euch trennen. Entweder - oder...

Zu deiner Erziehungsfrage: ja, natürlich ist es wichtig, wenn Kinder "Nein" sagen lernen. Eine Userin schrieb hier ja ein schönes Beispiel aus der Selbstverteidigung wie Kinder ausdrücken können, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Finde ich sehr wichtig...

LG,
Lyss

Beitrag von engelchen28 03.12.09 - 08:47 Uhr

hi magic!

wir haben mit sophie (4,5 j.) immer wieder geübt, "NEIN" zu sagen. ein junge im kiga hat sie öfter geärgert. ich habe dann die rolle des jungen übernommen und sophie geärgert. sie hat geübt, sehr laut "STOP, LASS DAS, ICH MAG DAS NICHT!" zu rufen. es hat funktioniert. sie hat es angewendet und der junge lässt sie in ruhe.

ich denke, du und dein mann, ihr solltet eure beziehung überprüfen. wer ist wofür zuständig, was ist in der woche anders als am wo-en? welche bedürfnisse hat mara? welche habt ihr? es geht nicht um recht-haben, sondern darum, eine gute beziehung zu führen und ein schönes, für alle zufriedenstellendes familienleben zu haben.

lg

julia

Beitrag von popmaus 03.12.09 - 09:00 Uhr

Moin,

wie die anderen auch schon geschrieben haben glaube ich nicht das es um die Erziehung geht sondern das dein Mann und du einige partnerschaftliche Probleme haben.

Die würde ich schleunigst versuchen zu lösen da sonst eure Tochter noch mehr darunter leidet.
Kann mir gut vorstellen das sie deswegen so zickig ist - Kinder merken doch sofort wenn was nicht stimmt.

LG
Carmen

Beitrag von .magic. 03.12.09 - 09:29 Uhr

... euch allen! Mit soviel Resonanz hätte ich nicht gerechnet. Wenn es so einfach wäre, hätte ich mich wahrscheinlich schon mehr als 1x von ihm getrennt ;-) Das "Problem" ist, dass Mara ihren Papa liebt, ihn braucht (und ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben habe, dass er diesbezüglich Fortschritte macht) und ich ihn ebenfalls liebe (wirklich!) - das klingt jetzt wahrscheinlich für einige von euch sehr komisch... Er ist von Grund auf ein ehrlicher Mensch, würde uns niemals etwas antun (außer diese emotionale Kälte, und ich frage mich natürlich manchmal, ob das soviel besser ist...). Das kleinste Problem ist da wahrscheinlich noch das Thema finanzielle Versorgung (ich mit meinem 400,- Job könnte den Lebensunterhalt für Mara und mich nicht bestreiten, und auf Kosten des Staats -also von den Bürgern- möchte ich nicht leben! Ich habe gerade mit ihrer Erzieherin im KiGa geredet und ihr das Gespräch und die Beziehung zu Mara geschildert; sie meinte, ich solle auf jeden Fall das Gespräch suchen und ihn "zur Rede stellen"... Mara verhält sich im Kindergarten ganz normal, ist weder "zu" trotzig noch zu nachgiebig, etwas liebesbedürftig (woher das wohl kommt...), aber alles vollkommen im so genannten Rahmen. Mein Mann und ich haben eigentlich kein Beziehungsproblem, außer eben diese emotionale Kälte, und das zieht sich eben durch alle Bereiche (wobei ich damit klarkomme, allerdings möchte ich nicht, dass unser Kind darunter leidet!). Und Dinge, die im Alltag auftauchen, aber die gibt es wahrscheinlich in jeder Beziehung... Werde auf jeden Fall am Wochenende mit ihm reden, auch wenn er dann wieder damit anfängt, dass ich alles "falsch" machen würde (richtig und falsch beim Thema Erziehung, hmm... #kratz ), sollte das nicht funktionieren schleppe ich ihn zur Familientherapie (zur Not setze ich ihm die Pistole auf die Brust, entweder er geht mit oder ich -bzw. wir- gehen). Ich möchte nichts anderes als einen liebevollen Umgang zu Hause, ein schönes Familienleben und ein glückliches Kind... Vielen, vielen Dank für euer Interesse und eure Ratschläge! Ihr seid toll...

Lieben Gruß,
.magic.

Beitrag von raena 03.12.09 - 10:12 Uhr

Liebe .magic.

weißt du es gibt Menschen die tragen ihr Herz nach außen, die lernst du kennen und du fühlst dich sofort von Wärme, Geborgenheit und "Liebe" umfangen. Es gibt aber auch Menschen, deren Herz ist tief in ihnen verborgen. Oft auch so tief, das sie es nur selbst schwer hören können. Diese Menschen reagieren zutiefst rational, sie sind kopfgesteuert und wirken nach außen kalt und gefühllos.

Dein Mann ist scheinbar einer der zweiten Sorte und war es vermutlich auch schon immer. Diesen Menschen fällt es schwer eine Beziehung zu knüpfen die nicht rationalen Wegen folgt. Und Beziehungen zu Kindern (insbesondere Kleinkinder) sind nicht "rational". Wenn dann auch noch dazu kommt, dass man das Kind nur soo selten sieht, dann kommt es dazu, dass er keine richtige Beziehung aufbauen kann, weil alle Strategien die er dazu parat hat, einfach nicht funktionieren. Das frustriert in natürlich ungemein und hilft ihn auch nicht "offenherziger" zu werden.

Wenn du deinen Mann liebst, dann wirst du nicht umhin kommen zu akzeptieren das er nunmal so ist.

.... Aber, ihr beide könnt lernen wie er besser damit umgehen kann! Dazu benötigt er vermutlich eine rationale/intellektuelle Anleitung, denn das mit aus dem Bauch heraus kann er einfach nicht. Eine Familientherapie kann euch da vermutlich sehr helfen.

Ich könnte mir vorstellen, dass wenn er mit eurer Tochter spielt, er mit "logischen" Spielen besser zurecht kommt, also Puzzle, Bausteine bauen etc. Die Rollenspiel fallen ihm vermutlich viel schwerer.

Ich wünsch euch alles Gute!!!!
Tanja

P.s. Hat dein Mann einen technischen Beruf???? Sowas ist sooo typisch für "Techniker"