Meine Kinder - totale Spätzünder

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von sunshine7505 03.12.09 - 10:08 Uhr

Hallo zusammen,
ich weiß - jedes Kind entwickelt anders. Aber es ist doch auffällig dass meine beiden immer sehr spät dran sind.
Die aktuellen Beispiele: Meine Tochter ist jetzt 4,5 Jahre. Bei uns gibt es für dieses Alter eine Entwicklungsprüfung in der Grundschule. Gestern waren wir da. Ergebnis war niederschmetternd. Meine Tochter konnte zwar Farben benennen und bis 15 zählen, erkannte aber kein Dreieck oder Viereck. Sie konnte kein Puzzle vom Bild abgucken und dann zusammensetzen und hat es nicht fertig gebracht, auf einem Papier Punkte zu verbinden damit ein Bild entsteht. Die Pädagogin empfahl uns, falls meine Tochter nicht einen Riesen-Sprung macht, sie ein Jahr später einzuschulen.
Mein Sohn ist nächste Woche 18 Monate alt, er krabbelt immer noch. Seit er 10 Monate alt ist zieht er sich hoch und geht an beiden Händen, aber es tut sich seitdem motorisch nichts mehr. Laut Kinderarzt aber alles OK, jeder sagt "das kommt schon noch". #schmoll Meine Kinder sind beide auch recht zart und wirken insgesamt immer jünger. Mir kommt es auch bei beiden so vor als hätten sie gar keinen Ehrgeiz. Wenn ich andere Kinder sehe wieviel Spaß die dabei haben was zu lernen...#gruebel Meine Tochter z.B. hat einfach nie Lust sich was erklären zu lassen. Ich denke manchmal schon es liegt an mir. Ich beschäftige mich aber viel mit edn Kindern. Sie spielen beide super viel alleine und die beiden zusammen, oft komme ich dazu, habe aber dann das Gefühl ich gehe meinen Kindern eher auf den Wecker - es sei denn ich fange an Blödsinn zu machen, sie zu erschrecken oder zu kitzeln oder so. Der Kleine will kein Buch mitt mir angucken (Tiere benennen oder so), die Große will nichts mit mir malen oder sich ein Würfelspiel erklären lassen. Es sind sehr lebendige Kinder, wirken geistig fit, aber irgendwie mache ich mir große Sorgen, vor allem nach dem Termin gestern. :-( Wie gesagt, das sind nur Beispiele. Ob es Essen, Schnuller und Flasche abgewöhnen, alleine anziehen oder was weiß ich ist, meine Kinder sind immer die letzten die was können. Man muss allerdings dazu sagen, dass meine Kinder, vor allem die große, schon viel durchgemacht und mitbekommen haben. Trennung vom Vater, Krankheit (meine Tochter lag fast 6 Wochen im künstlichen Koma vergangenen Sommer) und mir geht es psychisch nicht immer so gut.
Vielleicht mag mir jemand was schreiben, mich aufbauen. Kann es heute gut gebrauchen. #augen
LG und #danke Katja mit Julia (4,5) und Sebastian (1,5) #sonne

Beitrag von lisasimpson 03.12.09 - 10:14 Uhr

Hallo!

Ich weiß nicht ,ob ich dich aufbauen kann, aber zwei sachen möchte ich dir gerne mitgeben:
1."Man muss allerdings dazu sagen, dass meine Kinder, vor allem die große, schon viel durchgemacht und mitbekommen haben. Trennung vom Vater, Krankheit (meine Tochter lag fast 6 Wochen im künstlichen Koma vergangenen Sommer) und mir geht es psychisch nicht immer so gut. "
das alleine reicht doch schon als Erklärung für all das, oder?!
Lernen udn Entwicklung passiert von ganz alleine, WENN alle weieren grundbedürfnisse erfüllt sind, was ja nicht immer gegeben war. deine Kinder mußten sich mit so vielen mehr befassen als andere Kinder, so daß die Zeit einfach nicht da war die andenr entwicklungsschritte zu gehen

2. Lernen passiert nicht durch "erklärung". Kinder lerenen durch erfahren und begreifen udn sie können das ganz alleine. Sie kommen und fragen, sie nutzen, wenn du ein angebot zur verfügung stellst, aber du brauchst nichts aufzudrängen.
Du bruachst keine spiele erklären oder kindern bücher aufzudrängen.
wenn Bücher ganz normal zu eurem alltag gehören, werden die kidner sie annehmen, wenn spiele da stehen, wird deine tochter sie erkunden und zuerst ihre eigenen regeln ausdenken,. erst viel später ist sie in der lage ander regeln zu akzpetieren- sie wird danach fragen!

Also: bring ruhe rein in deine familie, laß die kinder durchatmen und laß deiner tochter noch zeit mit der schule! sie wird das alles aufholen können, wenn sie die nötige zeit und ruhe dazu hat und aus ihr selsbt heraus der wunsch entsteht.

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von sunshine7505 03.12.09 - 10:35 Uhr

Hallo,
#danke für deine Antwort!
Das schlimme war, dass die Frau mir gestern den Vorwurf gemacht hat, ich würde mich zu wenig mit meiner Tochter beschäftigen. Ich biete den Kindern kontinuierlich alles mögliche an. Aber wie du auch schreibst, wenn sie das von selber nicht lernen, was soll ich machen. #gruebel Bei uns läuft z.B. tagsüber auch nie der Fernseher, ich lese selber gern und viel. Ich weiß auch nicht :-(, deine Erklärung leuchtet mir ein und ich habe das bisher auch so gesehen. Aber die Grundschultante hat mich echt fertig gemacht. :-( Im Kindergarten habe ich noch nie eine derartige Rückmeldung bekommen und wie gesagt, ich habe ansonsten wirklich pflegeleichte und fröhliche Kinder.
Ich selbst war in der Entwicklung auch immer etwas hinten dran und musste auch schon als ganz kleines Kind viel verarbeiten. Meine Eltern haben sich damals nicht an die Empfehlung, mich ein Jahr später einzuschulen, gehalten. Ich habe mein ganzes Schulleben darunter gelitten und mir immer geschworen dass ich meine Kinder zu nichts zwinge und sie Kinder sein lasse - weil ich das nicht durfte. Daher kommen ja auch meine erheblichen psychischen Probleme. Und jetzt dieser Vorwurf ich hätte das vernachlässigt. :-( Die Frau meinte gestern dass der Spaß am lernen komme wenn man die Kinder entsprechend motiviert und es ihnen nicht immer durchgehen lässt dass sie keine Lust haben. #gruebel Ich konnte bisher recht gut damit umgehen dass meine eben länger brauchen, nach dem Termin gstern bin ich total durch den Wind.
LG Katja #sonne

Beitrag von lisasimpson 03.12.09 - 10:56 Uhr

ach, laß dir mal nichts einreden.
Natürlich ist es so, daß Kinder gerne gelobt werden, es mögen, wenn ihre fortschitte anerkennt werden, aber auch ohne das lernen kindern ganz von alleine.
Unser Schulsystem ist da ein bißchen verquer, weil es davon ausgeht, daß alle Kinder immer zur gleichen zeit genau das gleiche auf die gleiche art und weise lernen könnten/ wollten/ sollten- das ist quatsch!

Laß deine Kinder so wie sie sind. Wie du schon sagst- du bist dafür verantwortlich, daß ihre Umgebung bereitet ist (bücher müssen da sein- nur so kommen kidner zum "lesen", Anregung muß vorhanden sein...) aber du brauchst in keinster weise deinen kidner etwas aufdängen.
achte drauf, zu loben und zu bestätigen, wenn sie Fortschritte in IHREM tempo machen- mach blos keinen druck, wenn diese Fortschritte nicht die gleichen sind, die ander in dem alter machen- das kann kein Maßstab sein!


ich habe viele Jahre mit entwicklungsverzögerten Kindern gearbeitet (unter anderem), ich hatte kinder, die mit 9 jahren noch wie Kleinkinder sprachen, aßen, spielten,...
Sie alle mußte erst ander sachen verarbeiten, bevor sie ihren fähigkeiten und neigungen entsprechend sich entwickeln konnten. und alle haben es geschafft- der eien brauchte länger, beim andern gings schneller, aber jeder hatte sein tempo und jeder hatte die möglichkeit seine speziellen talente zu entwicklen.

Wenn körperlich alles in Orndung ist und du dafür sorgst, daß sie die möglichkeit bekommen nun auch familiär zu ruhe zu kommen, werde sie ihren weg machen- keien sorge.
wenn du aber bedenken hast, dann wende dich an eine frühförderstelle, die können dich beraten und dir vielleicht ein paar Hilfestellungen geben, wenn du unsicher bist!

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von cinderella2008 03.12.09 - 10:51 Uhr

Hallo,

eine Frage: Besuchen Deine Kinder eine Kita?

Wenn nicht, würde ich wenigstens Deine große Tochter schleunigst dort anmelden.

LG, Cinderella

Beitrag von sunshine7505 03.12.09 - 11:14 Uhr

Hallo,
klar, meine Tochter geht in den Kindergarten seit sie 3 ist. Der Kleine geht stundenweise zur Tagesmutter.
Im Kiga bekomme ich seit eh und je die Rückmeldung, dass meine Tochter sehr beliebt bei den anderen, unkompliziert, begeisterungsfähig, freundlich, hilfsbereit und fröhlich ist und viel lacht. Ich bin einfach immer davon ausgegangen, dass ich trotz der schwierigen Umstände ein glückliches Kind habe. Ich versuche eben einfach für die Kinder da zu sein und liebevoll zu erziehen, bisher habe ich viel aus dem Bauch heraus gehandelt - vielleicht zu viel. #gruebel
LG Katja #sonne

Beitrag von cinderella2008 03.12.09 - 14:41 Uhr

Weißt Du was, ich habe Ähnliches bei meiner Freundin erlebt. Sie hat Zwillinge. Beides aufgeweckte und intelligente Mädchen. Bei der Schuluntersuchung haben beide komplett versagt. Haben den Mund nicht aufbekommen, waren extrem schüchtern und haben falsch gemacht, was nur ging. Meiner Freundin wurde nahe gelegt, ihre Kinder in einer Förderschule einschulen zu lassen. Dagegen hat sie sich gesträubt. Beide Mädchen entwickeln sich ganz normal und haben gute schulische Leistungen.

Kann es sein, dass Deine Tochter einfach Angst vor der ungewohnten Umgebung usw. hatte?

Beitrag von mareliru 03.12.09 - 11:01 Uhr

Hallo Katja,
meine Schwägerin war auch ziemlich deprimiert nach dieser Untersuchung. Ärzte kennen sich mit kranken Kindern aus und mit der Norm.
Wenn gesunde Kinder nicht ihrer Tabelle entsprechen gehen da gleich die Alarmglocken. Ich würde das nicht so sehr auf Dich und Deine Erziehung beziehen.
Trennung und künstliches Koma sind ja auch nicht eben mal ein Beinbruch!
Deine Kinder weichen von der Norm ab und das ist OK so.
Gib ihnen die ruhige und gelassene Kindheit, die Du Dir für sie wünscht und zweifle nicht an Deinen Mutterfähigkeiten.
Meine Kinder sind 4,7 und 1,5 und der erste ist auch eher langsam, obwohl er sehr intelligent ist. Dazu noch ist er sehr sensibel.
Was musste ich mir alles anhören, weil ich ihn so lange gestillt habe, weil er erst mit 16 Monaten gelaufen ist, noch kein Zahn mit 10 Monaten ... Ich selbst bin erst mit 18 Monaten gelaufen und weisste was, mein Leben ist bisher sehr erfolgreich verlaufen.
Jetzt wird er von anderen Kindern (die sehr viel kleiner und schwächer sind als er) gehänselt und er wehrt sich nicht und nimmt es sich zu Herzen. Mich nimmt das sehr mit, ich möchte gerne, dass er mehr Selbstvertrauen hat und denen einfach den Rücken zukehrt und mit anderen spielt. Ich fühle mich hilflos, ich bin in den Situationen nicht dabei.
Im Grunde aber weiss ich, dass er lernen wird sich durchzusetzen (und nicht sich durchzuschlagen) und dass ich die beste Mutter bin, die ich mit meinen Möglichkeiten sein kann.
Ich denke, das weisst Du auch von Dir und Deinen Kindern.
Einen schönen Tag wünsche ich Dir noch!
Mare

Beitrag von sunshine7505 03.12.09 - 11:19 Uhr

Hallo,
#danke für die Antwort!
Ich selbst bin auch erst mit 18 Monaten gelaufen. ;-)
Vielleicht mache ich mich jetzt auch wegen des Termins gestern verrückt. #gruebel Meine Tochter wird nicht geärgert oder so. Sie ist sehr beliebt und freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit, und eigentlich gar nicht schüchtern - nur gestern war sie da überhaupt nicht offen. #gruebel
LG Katja #sonne

Beitrag von lisasimpson 03.12.09 - 13:05 Uhr

"und dass ich die beste Mutter bin, die ich mit meinen Möglichkeiten sein kann"

der satz gefällt mir gut!

Alles Liebe
lisasimpson

Beitrag von clarks31 03.12.09 - 11:18 Uhr

Hallo Katja,

ich kann dich und deine Sorgen gut verstehen. Mir geht es manchmal ähnlich, nur das es mir gesundheitlich zum Glück sehr gut geht.
Meine Tochter war ein Frühchen und hatte viele Defizite. Sie hat inzwischen schon sehr schön aufgeholt, aber im Vergleich zu Gleichaltrigen ist sie vor allem motorisch (besonders Malentwicklung, aber auch Koordination und Gleichgewicht) noch hinterher. Sie wird im Dez. 5 Jahre alt.
Wenn deine Tochter in der Entwicklung verzögert ist, was sagt den dann der KA. Er könnte doch Ergotherapie verordnen. Das macht fast allen Kindern Spaß und man selbst bekommt wirklich gute Tipps für den Alltag.
Ansonsten kann ich dir aus eigener Erfahrung nur sagen, schau nicht nur auf die negativen Seiten, das merken die Kids. Meine Ungeduld und Erwartungshaltung z.B in Bezug auf die Malentwicklung hat sich wirklich negativ auf meine Tochter ausgewirkt. Ich habe es nur gut gemeint und wollte mit ihr extra viel malen und basteln. Aber dadurch hat sie sich erst recht verweigert, es war ihr zu viel und sie hat leider selbst einen hohen Anspruch an sich selbst. Wenn das Ergebnis für sie nicht zufrieden stellend ist, ist das Thema für die nächste Zeit erledigt.
Du kannst und sollst Sachen anbieten die sie fördern, aber zwinge sie nicht zu ungeliebten Tätigkeiten.
Erzähle ihr auch immer wieder was sie besonders gut kann und lobe sie, z.B. alleine oder mit Bruder spielen, viel Fantasie usw., damit sie viel positives Feedback bekommt. Das stärkt ihr Selbstvertrauen und macht sie mutiger auch mal ungeliebte Dinge zu probieren.
Ich weiss nicht ob ich dir eine Hilfe war, aber ich weiß das alle Kinder ihren Weg gehen werden und wir sollen sie auf ihrem Weg begleiten und unterstützen und so wenig wie möglich in ein Schema pressen lassen.

LG
Clarks, die inzwischen sehr stolz auf die kleinen Erfolge ist.

Beitrag von sunshine7505 03.12.09 - 11:22 Uhr

Hallo,
#danke für deine Antwort!
der Kinderarzt hält meine Kinder ja für normal entwickelt. Er hält nicht mal Krankengymnastik für den Kleinen für notwendig, weil er wohl kurz davor ist zu laufen. Auch bei den Us meiner Tochter war immer alles in Ordung. #gruebel Bisher war auch für mich alles OK. Nur der Termin gestern, das hat mich echt schockiert. #schock
LG Katja #sonne

Beitrag von clarks31 03.12.09 - 11:31 Uhr

Hallo,

dann habe ich dich etwas falsch verstanden, sorry
Lass dich von der Meinung der Schule nicht so irritieren, sie scheint ja die einzige zu sein die ein Entwicklungsdefizit sieht. Sie hat ja nur eine kurzen Ausschnitt gesehen. Vielleicht war deine Tochter nicht so gut drauf an dem Tag und schon sind die Ergebnisse entsprechend.
Zur Sicherheit würde ich bei der U9 noch einmal die Geschichte erzählen, so dass der Doc noch etwas differenzierter hinschaut.

LG
Clarks

Beitrag von golm1512 03.12.09 - 13:57 Uhr

Hallo!

Ich glaube, dass meine Kinder normal intelligent und relativ normal entwickelt sind, ABER so einen offiziellen Test würden sie völlig in den Sand setzen. Ich denke, sie würden einen ähnlichen Stempel bekommen wie deine Tochter.

Mir ist es mittlerweile ziemlich egal, was Amts- und Schulärzte meinen, die meine Kinder nur minutenweise zu sehen bekommen und dann nie mehr. Wichtiger ist mir das, was die Erzieherinnen der beiden und die Therapeuten des Großen sagen. Und die kommen zum oben genannten Schluß!

Kopf hoch!
Susanne

Beitrag von stolzemama25 03.12.09 - 11:59 Uhr

Hallo so wie du habe ich auch mal gedacht!
Meine Tochter war als Kind sehr weit entwickelt.Sie konnte schon mit 10 Monaten laufen#huepf
Hat früh mit sprechen und allem angefangen und war auch sehr wissbegierig!
Dann habe ich mich von dem KV getrennt und es sind einige unschöne Sachen passiert!
meine Tochter ist psychichisch auf den Stand einer 2jährigen gerutscht und man konnte glauben das wir ihr nie was bei gebracht hätten:-(
Im Kiga hat sie nie mit gesungen oder was aufgeführt obwohl sie alles konnte!
Bei der Schuluntersuchung hiess es meine Tochter wäre nicht Schulreif.
Und wenn ich ehrlich bin selbts ich habe manchmal gedacht das wir sie aufgrund der Vorkommnisse auf eine Sonderschule geben müssen!
Jetzt ist sie 7j.alt und geht auf eine normale Grundschule und ist in der Klasse die 3.beste.:-)
Sie macht mit und traut sich jetzt auch was aufzuführen!

Wir haben es Dank einer Kinderpsychologin geschafft und wir haben nie was auf andere Meinungen gegeben den nur wir wussten was unsere kleine mitgemacht hat!

Lg von einer Mama die mittlerweile weiss das Motivation alles ist#freu

Beitrag von maschm2579 03.12.09 - 14:23 Uhr

Hallo,

ich kann Dir zwar keinen Tipp geben, aber ich finde Deine zwei suuuuper süß #verliebt

lg Maren

Beitrag von sunshine7505 03.12.09 - 15:57 Uhr

#danke
LG Katja #sonne

Beitrag von spatzl75 03.12.09 - 14:59 Uhr

Hi Katja,

ich habe den Eindruck, daß Du innerlich einen Druck aufgebaut hast. Meine Mäuse MÜSSEN das jetzt können, meine Mäuse müssen sich anders verhalten, etc. Das spüren Kinder. Und gerade Deine Große, die viel durchgemacht hat brauch das Gefühl so angenommen zu werden wie sie ist. Durch ständige Lerner-u. erklärereien werden sie unsicher und motivationslos-weil, sie MÜSSEN!

Ich gebe Dir einen Tip! Handel nach Deinem Bauchgefühl, versuche Deine Kinder zu spüren und zu begreifen, dring in sie emotional ein! Ich weiß, das hört sich wahnsinnig an, aber ich habe in den letzten 4 Jahren, seit der Geburt unseres Sohnes ausschließlich nach meinem Bauchgefühl gehandelt und ich kann im Rückblick sagen-ich habe alles richtig gemacht!

Ich wünsche Dir wirklich alles Gute und das Du einen Weg findest mit den blöden Kommentaren,die absolut runterzieh', klar kommst!

Liebe Grüße
Bianca

Beitrag von augustania 03.12.09 - 19:19 Uhr

hallo

ich sehe das ganze ein bischen anders.

ich halte da ein gewisses mass an richtlinien schon fuer wichtig. klar kann man jetzt fragen, wo faengt norm an und wo hoert norm auf. aber das ist ein anderes thema.

wenn ein kind im alter xx noch nicht in der lage ist, xxx zu tun, dann ist es doch gut, wenn es sich an solchen test herausstellt.
dann kann dem kind frueh genug geholfen werden!

ich unterrichte musikalische frueherziehung fuer kinder im alter zwischen 2-4 jahren.
bei vielen der kinder bin ich fuer sie so froh, dass sie es tun, dass sie motorisch gefoerdert werden!!!

wenn foerderung gewaehrleistet wird, dann tut es dem kind gut, seinem selbstbewusstsein und seinem selbstvertrauen. denn kinder merken manchmal selbst, dass andere mehr koennen, denn auch untereinander z.b. im kiga tauschen sie sich aus. "guck mal, ich kann schon dies und das" hoeren wir doch staendig. kinder sind stolz, wenn sie wieder etwas neues koennen.

meiner ansicht nach kann es da schon leicht passieren, dass ein kind, das etwas "hinterherhinkt", dazu neigen kann, demotiviert zu werden...

ich kann nicht beurteilen, ob deine kinder zeitgemaess entwickelt sind, aber ich sehe an deiner sorge, dass du deine kinder sehr liebst und eine reflektierende frau und mutter bist und natuerlich das beste fuer deine kinder moechtest.
wie schon gesagt wurde, es koennen viele ausloeser fuer das verhalten deiner tochter sein.
aber wenn du ganz tief in dich hineinhorchst, und eigendlich den gedanken an foerderung garnicht so schlecht findest, dann solltest du das in angriff nehmen.
wenn du aber diesen gedanken ueberhaupt nicht mit deiner tochter und dir in verbindung bringen kannst, dann solltest du dir nicht mehr so viele gedanken machen!

mein sohn konnte, motorisch betrachtet, immer alle dinge zeitgemaess ausfuehren.
aber: er war ein typischer kleiner egoistischer einzeljunge, der nie verlieren konnte. damals habe ich mir gedanken darueber gemacht, wie ich ihm da helfen kann.
also, du siehst, es wird hoechst selten wohl ein kind geben, das in jeder hinsicht so ausgeglichen oder zeitgemaess veranlagt ist, dass es keinen anlass gibt zu irgendeiner sorge in irgendeiner art!!!

kopf hoch. deine kinder sind toll. und ob man ein spaetzuender ist, sagt ueberhaupt nichts ueber einen menschen. die menschen machen aber etwas daraus, weil sie das bewerten. das ist doch das groesste problem an der sache!!!!!

Beitrag von maybelle 04.12.09 - 00:06 Uhr

Hallo!

In manchen Dingen ist Alice auch ein absoluter Spätzünder, aber ich habe festgestellt, dass es nur Dinge sind, die sie einfach (noch) nicht so interessieren.
Im Vergleich zu manchen urbia Kindern habe ich manchmal sogar das Gefühl, Alice ist zurückgeblieben. Sie wird diesen Monat 5 Jahre alt. Sie kann noch nicht hundertprozentig bis 15 zählen, verwechselt ab 12 immer wieder Zahlen.
Wenn sie was zählen soll, also ich mache das viel mit ihr, geht ja auch gut im Alltag, beim Kartenspielen, Tischdecken, Wäsche aufhängen..., ist sie oftmals einfach unkonzentriert, vergißt was, zählt was doppelt... weil sie einfach mit ihren Gedanken woanders ist.
Malen kann sie überhaupt nicht gut. Ich erkenne auf ihren Bildern gerade die Hälfte. Aber das sieht sie selber so, weil sich im Kindergarten wohl schon andere Kinder lustig gemacht haben. Die Punkt hätte sie bestimmt auch nicht zu einer Figur verbunden, sondern was abstraktes draus gemacht. Dafür schreibt sie für ihr leben gern Buchstaben. Und das ganz klein und sauber. Manchmal noch spiegelverkehrt, aber das interessiert sie. Sie will gerne Lesen und Schreiben lernen, also tut sie es.
Puzzle macht sie nicht gern. Sie schafft gerade eines mit 30 Teilen. Ist genauso nicht ihr Ding.
Dafür lernt sie mit Begeisterung Geige spielen. Sie interessiert sich für Noten, Melodien, Takt, Mozart usw. Hat ja auch was mit Zählen zu tun, da geht es nämlich.
Motorisch ist sie sehr gut, sie macht total gerne Sport und ist darin auch richtig gut, teilweise besser als 6/7 Jährige. Sie geht zum Turnen und das ebenso mit Begeisterung.
Sie denkt sie sehr viele Geschichten und Lieder aus, ist sprachlich sehr gewandt.
Und das ist der Punkt, warum ich mir nicht so den Kopf drüber mache, warum sie soviel "normgerechtes" noch nicht kann, sie kann dafür viele andere Sachen, die andere eben nicht so gut können.
Und warum soll ich ihr Formen eintrichtern, wenn sie gerade Buchstaben lernen will? Wenn sie gerade unheimlich mit Sprache beschäftigt ist. Geht doch der ganze Spaß am Lernen bei Flöten. Jetzt kann sie es noch so machen, in der Schule wird es nicht mehr gehen, außer wir bekommen einen Montessoriplatz.
Ich bin der festen Überzeugung, dass für jeden Bereich mal mehr oder weniger Interesse vom Kind da ist. Dieses gilt es zu erkennen und dort anzusetzen. Dann wird sich alles ganz natürlich bis zu Schulreife entwickeln. Und Alice hat bis dahin immerhin noch 1,5 Jahre.
So wird es sicher bei Deinen Kindern auch Bereiche geben, wo sie richtig gut sind und eben die wo sie schlechter sind. Und ich würde an Deiner Stelle in den nächsten Tagen einfach mal gucken, was Deine Tochter gerade interessiert. Kauf doch so ein Vorschulbuch, da kann man gut sehen, wo die Kinder gerade stehen. Alice macht die total gern.

LG Yvonne

Beitrag von use69 04.12.09 - 08:42 Uhr

Hallo,
mach Dich bitte nicht verrückt.
Ich hatte viermal das Vergnügen zu so einer Schuluntersuchung zu müssen und war viermal so sauer hinterher.
Da sitzen Leute, die sich anmaßen, innerhalb von ein paar Minuten, genau zu wissen in welche Schublade die dein Kind stecken können.
Wenn Dein Kind im Kiga und bei den normalen Vorsorgeuntersuchungen gut zurechtkommt, würde ich mir erstmal keine Gedanken machen.
Außerdem kann sich in 1-2 Jahren so viel in der Entwicklung Deines Kindes tun...
Liebe Grüße
Ursula

Beitrag von gismomo 04.12.09 - 10:18 Uhr

Ja, ich beobachte diese aktuelle Entwicklung auch mit (gelinge gesagt) "Unmut".

Die aktuelle gesellschaftliche (und politisch gewollte) Tendenz ist die, dass Kinder ins Schema passen müssen. Das Kind in seiner Gesamtpersönlichkeit zu sehen hat nicht mehr Priorität, sondern es werden Fakten abgehakt - was kann das Kind, was kann es nicht, usw.

Meiner Meinung nach schießt man damit mal wieder völlig über das Ziel hinaus. Ziel ist eigentlich, Entwicklungsverzögerungen zu erkennen und rechtzeitig und angemessen zu behandeln. Laut meinem Kinderarzt (der zum Glück eine sehr gelassene Einstellung dazu hat) wird heute jedes kleine Bisschen, das nicht ins Schema passt, sofort therapiert. Auch wenn es sich gar nicht um eine im eigentlichen Sinn behandlungsbedürftige Entwicklungsbehinderung handelt sondern einfach dazu dient, das Kind "fitter" zu machen.

Ich bin sehr darauf aus, dass meine Kinder angemessen gefördert werden. Mein jüngster Sohn bekommt Logopädie, auch wenn der Kinderarzt sich damit noch Zeit gelassen hätte - aber ich habe darauf gedrängt und bin auch froh darüber, es hat sich jetzt auch von Seiten der Logopädin und der Erzieherinnen im Kiga bestätigt dass mein Gefühl richtig war. Ich bin also durchaus dafür, Kinder dort zu fördern, wo es wichtig ist.

Was ich aber furchtbar finde ist die aktuelle Tendenz, dass Kinder in Schemata gepresst werden - sie haben keine Zeit mehr, sich in ihrem eigenen Tempo zu entwickeln. Jedes Kind hat Stärken und Schwächen, das darf aber momentan gar nicht mehr so sein, und das ärgert mich!

Ein Beispiel: Mein ältester Sohn (7) hat sich lange Zeit schwer getan, sich von mir zu trennen. Er ist, was das angeht, definitiv anderen Kindern "hinterher". Auch sonst ist er für sein Alter noch sehr kindlich. In vielem ist er eher unselbständig, obwohl es in meiner Erziehung immer ein wichtiges Ziel war, seine Selbständigkeit zu fördern. Mein jüngster Sohn dagegen kam schon als überaus selbständiges Kind auf die Welt - er hat mit 1 1/2 Jahren bereits die Milchtüte vom Tisch geschnappt und sich eingeschenkt (natürlich ging alles daneben, aber er wäre nie auf die Idee gekommen zu fragen, ob ich ihm helfen kann, das ist nicht seine Art, während mein ältester Sohn heute noch brüllt: "Mama, kannst du mir das machen?" Meine Standardantwort: "Nein, mein Schatz, das kannst du selber.")

Mich ärgert, dass immer so viel auf die Erziehung der Eltern geschoben wird. Hat man ein sehr weit entwickeltes Kind, bekommt man eine entsprechende Anerkennung der Umwelt ("Man sieht, dass Sie das Kind fördern!") Hat man ein Kind, das "hinterher" ist, liegt es natürlich sofort daran, dass man als Eltern das Kind nicht genug fördert. So ein Quatsch!

Ich habe eine Bekannte mit zwei Jungs. Der ältere ist ein recht problematisches Kind, der jüngere seinem Alter weit voraus und sollte eigentlich eine Klasse überspringen. Die Mutter sagt selber, dass sie beide Kinder gleich erzogen hat. Wer nur ihr jüngeres Kind kennt, redet voller Hochachtung davon, wie toll sie ihr Kind gefördert hat. Dabei sagt sie selber, dass sie beide Kinder gleich behandelt hat und es NICHT an ihrer Erziehung liegt dass ihr jüngster Sohn so weit vornedraus ist.

Ich habe das auch oft bei meinem Sohn erlebt. Er ist im Lesen und sprachlich sehr weit, und ich habe viele lobende und anerkennende Worte gehört (auch, was meine "Fähigkeiten" als Mutter angeht...). Dafür musste ich mir von seiner Ergotherapeutin anhören, was ich alles in seiner Entwicklung versäumt hätte ("Waren Sie denn nie im Kinderturnen mit ihm?" "Doch, war ich, jeden Montag, obwohl er trotz Aufforderung und Motivation und sanftem Druck die ganze Zeit nichts anderes gemacht hat als die anderen Kinder zu beobachten und zu warten, bis wir wieder heim gehen.") Sie hat tatsächlich von einer Entwicklungsverzögerung in der Grobmotorik gesprochen und von neuronalen Problemen und was weiß ich alles - vor lauter Schreckt habe ich gleich einen Termin mit unserem Kinderarzt vereinbart der meinen Sohn noch mal untersucht hat und bestätigt hat, dass alles absolut OK mit ihm ist. Ein Leistungssportler wird er nie werden, das muss er ja aber auch nicht!!!

Ich finde das alles völligen Quatsch, es ist eine reine Panikmache, die die Eltern verunsichert und genau damit negative Auswirkung auf das Kind bzw. die Eltern-Kind-Beziehung hat!

Ich wünsche dir, dass du es in diese Ecke schieben kannst und zu deinem Gefühl und deinen Kindern stehen kannst - natürlich bekommen Kinder vieles von ihren Eltern mit, was die genetische Ausstattung angeht!!! Mein ältester Sohn ist so, wie ich als Kind war - ein Überflieger im Lesen aber eine absolute Niete im Sport. Bloß hat sich bei mir damals keiner darum gekümmert, und niemand wäre auf die Idee gekommen, dass ich zur Ergotherapie gehen müsste, bloß weil ich kein Rad schlagen kann!

Mein jüngster Sohn kommt sprachlich und sportlich (und auch sonst in vielem) nach seinem Papa. Der war und ist grottenschlecht in Sprachen und dafür super im sportlichen und technischen Bereich.

Auch wenn es dem aktuellen Trend der Zeit widerspricht: Abgesehen von der Grundförderung, die den meisten Kindern unserer Gesellschaft automatisch zukommt (außer man setzt sie den ganzen Tag vor den Fernseher und redet kein Wort mit ihnen), hat die Förderung durch Eltern wesentlich weniger Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes als man manchmal gerne glauben möchte... Das Gras wächst nicht schneller, nur weil man daran zieht...!!!

lg und dir alles Gute - lass dich nicht verunsichern!!!

K.

Beitrag von olegre 04.12.09 - 17:11 Uhr

Hallo,
in diesem Zusammenhang möchte ich mal eine Bemerkung einer sehr erfahrenen, anerkannten -und meines Erachtens guten- Lehrerin weitergeben:
Es ist ziemlich unerheblich, wie weit ein Kind zählen kann, wenn es in die Schule kommt. Das sind auch häufig auswendig gelernte Zahlenreihen. So kann z.B. ein Kind, welches bis hundert oder weiter zählen kann durchaus sehr unintelligent sein, es hat halt gut auswendig gelernt.... Ein Kind, welches bis 10 zählt und diese Zahlen mit Menge füllen kann, also versteht, daß 7 mehr ist als 3, das kann da deutlich mehr.
LG
olegre