Rechte unverheirateter Väter

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Ob ihr gerade Vätermonate nehmen, werdender Vater seid oder einfach eine engagierte Vaterrolle einnehmt: Hier ist der Platz für männerspezifische Fragen und Probleme. Mütter sind in dieser Rubrik als antwortende Gäste willkommen. Neu: Unser Newsletter für werdende Väter.

Beitrag von .doctor-avalanche. 03.12.09 - 11:46 Uhr

Heute Topmeldung in Spon.

Interessiert vielleicht den ein oder anderen:

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,664931,00.html

Beitrag von hauke-haien 03.12.09 - 13:20 Uhr

Endlich! #pro

Beitrag von nrw2008 03.12.09 - 13:26 Uhr

Moin

wieder ein kleiner Schritt.......

#pro#huepf#pro#huepf


Nrw;-)

Beitrag von tropa2 03.12.09 - 14:51 Uhr

Super,wieder ein klein bischen weiter#freu

Beitrag von jules1971 03.12.09 - 14:59 Uhr

Hallo,

wie sähe denn eine solche Reform aus ... würde das rückwirkend umgesetzt?

Dann lasse ich nämlich meine Anwältin schon Mal die Messer wetzen oder muss mir zumindest überlegen, wie man dem KV nachhaltig klar macht, dass er sich fernzuhalten hat.

Sollte das wirklich umgesetzt werden, werde ich mir niemals verzeihen, dass ich nicht "Vater unbekannt" angegeben habe ... bis jetzt schwebt mit der Angabe des Vaters nur das Damokles-Schwert "Umgangsrecht" über uns ... das gemeinsame Sorgerecht mit einem Psychopathen wäre der Supergau.

Gruß,
Julia

Beitrag von dany2308 03.12.09 - 15:10 Uhr

Hallo Julia,

gaaanz ruhig.

Zum einen wird es noch länger dauern, bis die Entscheidung in deutsches Recht umgesetzt wird, zum anderen sollten wir erstmal auf Details warten, was genau beanstandet wurde.

Bisher wurde ja nur bekannt, dass die Regelung, dass die unverheiratete Mutter automatisch das alleinige Sorgerecht hat, als Benachteiligung der Väter gesehen wurde, d.h. der Vater hatte bisher nicht einmal die Möglichkeit, gemeinsames Sorgerecht einzuklagen, selbst wenn er jahrelang mit Mutter und Kind zusammengelebt und sich immer um das Kind gekümmert hatte. Finde ich persönlich auch unfair.

Ich könnte mir z.B. eine gesetzliche Regelung vorstellen, die besagt, dass Väter die Möglichkeit haben, das gemeinsame Sorgerecht unter bestimmten Bedingungen einzuklagen, oder dass z.B. das gemeinsame Sorgerecht unter bestimmten Bedingungen automatisch in Kraft tritt.

Ich glaube NICHT, dass die deutsche Legislative, die bisher so "mütterlastig" war, nun um 180° umschwenkt und ein Gesetz erlässt, die unverheirateten Eltern GENERELL automatisch gemeinsames Sorgerecht gibt.

Liebe Grüße
Dany

Beitrag von onti2 03.12.09 - 15:25 Uhr

" unverheirateten Eltern GENERELL automatisch gemeinsames Sorgerecht gibt. "

Das waere aber wuenschenswert .... um dann der Institution "Ehe" endlich und endgueltig das Genick zu brechen.....

Beitrag von jules1971 03.12.09 - 16:41 Uhr

Hallo,

"um dann der Institution "Ehe" endlich und endgueltig das Genick zu brechen..... "

Warum sollte das denn geschehen???

Gruß,
Julia

Beitrag von onti2 03.12.09 - 16:59 Uhr

Dadurch, dass ein weiteres Privileg der Ehe abgebaut wird bzw. der Unterschied zwischen verheirateten Eltern und unverheirateten Eltern geringer wird.

Oder meintest Du mit Deiner Frage, warum der Ehe das "Genick" gebrochen werden sollte?
Weil die Rechte und vor allem Pflichten in der Ehe (und nach der Scheidung) den wenigsten Eheschliessenden bewusst ist. Die Ehe sollte vielleicht besser durch einen notariellen Vertrag ersetzt werden und sich an Fusionsvertraege orientieren.....

Beitrag von jules1971 03.12.09 - 17:09 Uhr

Hallo,

"Weil die Rechte und vor allem Pflichten in der Ehe (und nach der Scheidung) den wenigsten Eheschliessenden bewusst ist. Die Ehe sollte vielleicht besser durch einen notariellen Vertrag ersetzt werden und sich an Fusionsvertraege orientieren....."

Und das würde weniger Rechte und Pflichten bedeuten?
Oder mehr Rechte und weniger Pflichten?

Sich seinen Pflichten zu entziehen ist weder ehelich noch unehelich ein größeres Problem ...

Gruß,
Julia

Beitrag von onti2 03.12.09 - 17:25 Uhr

"Und das würde weniger Rechte und Pflichten bedeuten?
Oder mehr Rechte und weniger Pflichten? "

Vor allem ein groesseres Bewusstsein, welche Vertagspflichen und -rechte eingegangen werden...und welches die Sanktionen bei Vertragsbruch sind. Dass so oder so immer jemand versucht, sich den Sanktionen bei Vertragsbruch zu entziehen (und ueberhaupt einen Vertragsbruch begeht), ist unvermeidlich.

Beitrag von alltagsphilosoph 04.12.09 - 10:10 Uhr

Kein Genickbruch in Deutschland - der Schutz von Ehe und Familie ist im Grundgesetz verankert.

Dass eine rechtliche Aufklärung über die Rechte und Pflichten obligatorisch werden sollte, würde Deinen Forderungen übrigens ebenso gerecht werden, oder? ;-)

Liebe Grüße,
Christian

Beitrag von onti2 04.12.09 - 10:12 Uhr

auch wahr.... :-)

Beitrag von ayshe 03.12.09 - 15:15 Uhr

##
das gemeinsame Sorgerecht mit einem Psychopathen wäre der Supergau.
##
das ist wohl wahr.

aber das alleinige sorgerecht einer psychopathin ebenso.

ich kenne leider einen anderen fall, in dem die mutter ziemlich durchgeknallt ist,
aber das alleinige sorgerecht hat.
bisher ist sie noch nicht so durch, daß sie zwangsbehandelt werden müßte und man ihr das kind entziehen müßte, aber normal ist sie ganz und gar nicht.

Beitrag von jules1971 03.12.09 - 16:33 Uhr

Hallo,

sorry, so sehr ich Dich auch schätze, aber findest Du Deinen Beitrag jetzt wirklich angemessen?

Ich mache mir ernsthaft Sorgen ... ob es Mütter gibt, die Persönlichkeitsstörungen haben, interessiert mich im Moment reichlich wenig. Das kannst Du gerne mit den Vätern diskutieren, die hier in einer Tour auf ihre durchgeknallten Ex-Frauen schimpfen ... ich brauche jetzt erst einmal Gewissheit, dass sich bei uns nichts ändert.

Gruß,
Julia

Beitrag von ayshe 03.12.09 - 16:37 Uhr

ja, es ist absolut angemessen.


denn wenn man an das eine denkt,
dann muß man auch an das andere denken.

ich habe konkret dies ja nun wirklich nicht auf dich bezogen.
das denkst du doch nicht oder? #schock


ich wollte nur die andere seite ergänzen,
auch wenn es für dich selbst vllt keine rolle spielt.

ich kenne einen umgekehrten fall,
der mir wiederum immer wieder sorgen macht.

Beitrag von jules1971 03.12.09 - 16:43 Uhr

Hallo,

ne, ich habe das jetzt nicht wirklich auf mich bezogen ... und natürlich weiß ich auch, dass es die andere Seite gibt.

Aber wenn einem gerade so der Arsch auf Grundeis geht, reagiert man etwas empfindlich ...

Gruß,
Julia

Beitrag von hauke-haien 03.12.09 - 15:56 Uhr

Liebe Julia,

es geht hier nicht um Einzelschicksale wie deines.

Es geht in dem Urteil darum, grundsätzlich die Möglichkeit zu schaffen, dass ein unverheirateter Vater das Sorgerecht bekommen kann, auch dann, wenn die Mutter einfach nur "keine Lust" darauf hat.
Das gibt es nämlich öfter, als die Fälle, wo Väter ihrer Rolle offensichtlich nicht gerecht werden können (sie AE-Forum).

Es geht auch darum, das Kinder ein Recht darauf haben, dass beide Eltern die Sorge tragen, dass beide Eltern Konsens in Erziehungs- und Bildungsfragen finden, dass es Beziehungen zu beiden Elternteilen pflegen kann, die Eltern und nicht nur "entfernte Bekannte" sind.

Und es geht darum, dass es doch nicht sein kann, dass eine einzelne, parteiische Person darüber entscheiden darf, welche Rechte einer anderen Person zustehen (das ist wohl im deutschen (europäischen?) Recht einmalig und gehört abgeschafft!).

Vermutlich (meine Vermutung) wird es darauf hinauslaufen, dass den Vätern die Möglichkeit der Klage vor dem Familiengericht eingeräumt wird und die Mutter dann genau erklären muss, warum sie die Sorge alleine tragen will und warum sie meint, dass das dem Kindswohl dient. Und dann wird noch die andere Seite gehört, vielleicht ein paar "Experten" und so weiter...

Aber damit dürften die hier aufschreienden Mütter doch eigentlich kein Problem haben, wenn die Väter solche A... sind, oder?

LG, H.H.

Beitrag von jules1971 03.12.09 - 16:38 Uhr

Hallo,

"Aber damit dürften die hier aufschreienden Mütter doch eigentlich kein Problem haben, wenn die Väter solche A... sind, oder?"

Nein, natürlich habe ich grundsätzlich kein Problem nachzuweisen, warum dieser Mann absolut nicht sorgeberechtigt, ja noch nicht einmal umgangsberechtigt sein sollte ... nur habe ich als allein erziehende Mutter, die ihr Kind und sich allein finanziell durchbringen muss, weitaus besseres zu tun, als mich den Strapazen eines solchen Verfahrens auszusetzen ... von den Belastungen für mein Kind mal ganz abgesehen.

Der Möglichkeit die gemeinsame Sorge einklagen zu können, stehe ich eher skeptisch gegenüber, aber nun gut ... die automatische gemeinsame Sorge bei Unverheirateten halte ich für grundsätzlich falsch.
Schlußendlich wird das dazu führen, dass viel weniger Frauen die Väter angeben und die Gerichte gnadenlos überlastet werden.

Gruß,
Julia

Beitrag von fraukef 04.12.09 - 09:14 Uhr

hallo Julia

nun ist es ja aber so, dass nicht jede unverheiratete Mama gleich alleinerziehend ist. Ich denke sogar, dass der überwiegende Teil der unehelichen Partnerschaften intakt sind.

Ebenso ist es so, dass es leider auch mit Trauschein keine Garantie gibt, dass die Beziehung bis in alle Ewigkeiten - oder wenigstens bis zum 18. Geburtstag der Kinder ;-) - hält.

Und wenn ich von Kindern ausgehe, die in intakte Beziehungen (egal ob mit oder ohne Trauschein) geboren werden - warum sollte es da nicht automatisch immer das geteilte Sorgerecht geben? Macht der Trauschein da wirklich so einen Unterschied?

Bei AEs ist es sicher noch mal ein anderes Thema - aber wie gesagt - und bei psychopathischen Elternteilen eh - da muss dann uU wirklich der Beweis geführt werden, dass die gemeinsame Sorge nicht gut fürs Kind ist... Und letztlich sollte es doch nur darum gehen, was für das Kind gut (oder schlecht) ist.

LG
Frauke

Beitrag von ayshe 04.12.09 - 10:40 Uhr

also da sagst du auch etwas sehr wichtiges, finde ich.


und ich frage mich, was zb mit kindern passiert, deren mutter (alleiniges sorgerecht) im schlimmsten fall verstirbt und der vater hat kein sorgerecht.

Beitrag von jules1971 04.12.09 - 13:45 Uhr

Hallo,

"und ich frage mich, was zb mit kindern passiert, deren mutter (alleiniges sorgerecht) im schlimmsten fall verstirbt und der vater hat kein sorgerecht."

In diesem Fall wird vom Familiengericht geprüft, wem das Sorgerecht zugesprochen wird ... gibt es einen sich kümmernden und sorgenden Vater, der eine enge Bindung zum Kind hat, bekommt dieser im Allgemeinen das Sorgerecht.
In den Fällen, in denen das nicht so ist, hat die Kindsmutter meist eine Verfügung hinterlassen, zu wem das Kind soll, bzw es wird innerhalb der Familie geprüft, wo es enge Bindungen gibt.

Es wird ganz klar nach Kindeswohl entschieden ... so dass der "neue" Sorgeberechtigte" der Vater sein kann oder eben eine andere nahe stehende Person.

Gruß,
Julia

Beitrag von ayshe 04.12.09 - 13:57 Uhr

aha #blume


aber blöd ist es dann,
wenn der vater jahrelang so ausgebootet wurde,
daß er gar nicht die engste beziehung zum kind aufbauen KONNTE :-(

Beitrag von jules1971 04.12.09 - 14:04 Uhr

Hallo,

das mag von den ausgebooteten Vater blöd sein ... in vielen Fällen gibt es aber einen sozialen Vater, zu dem das Kind eine enge Bindung hat und im Sinne des Kindeswohls müsste man wohl dann in diese Richtung entscheiden.

Ich denke im Übrigen, dass die dermaßen ausgebooteten Väter eher Einzelfälle sind (sicher nicht wenige, aber auch nicht die Norm ... die Norm tendiert leider eher in die Richtung sich verpissender Vater), auch wenn die radikalen Männergruppierungen das gerne anders darstellen.
Schon allein die Zahl der Nicht-Zahler spricht da eine andere Sprache ... und rede ich rede nicht von "Nicht zahlen können", sondern von "Nicht zahlen WOLLEN".

Gruß,
Julia

Beitrag von ayshe 04.12.09 - 14:10 Uhr

nein, ich meinte es etwas anders.

wenn die mutter, bei der das kind lebt, einfach den vater ausbootet.
wenn der vater echt in allem sehr bemüht ist, sein kind liebt, es auch immer treffen und umsorgen möchte,
aber die mutter es so gut verhindert, wie sie nur kann.

das meinte ich.

(oder haben wir uns jetzt gar nicht mißverstanden ? )


du, wie nun die tatsächliche verteilung aussieht, weiß ich nicht.
und jeder hier stützt sich auch gefühlsmäßig sehr auf das selbst erlebte.

ich selbst kenne eben diesen fall aus der familie.
und daher denke ich eben auch immer sofort an DIESEN vater, der so gern möchte, aber mit allen mitteln gehindert wird.