Bezahlen für nen Termin beim Arzt?

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Beitrag von shalina2 03.12.09 - 12:30 Uhr

Hallo an Alle!

Es kann sein, dass der Beitrag eigentlich in Gesundheit oder Finanzen gehört. Bin mir aber nicht sicher, da es nicht um die Krankheit an sich geht. Ansonsten, bitte einfach verschieben...

Also es geht um einen Bekannten von mir.
Er hatte Anfang 2008 einen Bandscheibenvorfall. Damit war er bei zwei verschiedenen Ärzten, die untersch. Meinungen hatten (OP oder nicht usw.). Es wurde Verschiedenes verschrieben, aber bis heute ist keine Besserung eingetreten, z.T. hat er sogar Lähmungserscheinungen in den Beinen.

Nun wollte er einen Termin bei einem anderen Orthopäden ausmachen. Dieser rief dann an und meinte, dass er keinen Termin vergibt, weil er schon mal bei nem anderen Orthopäden war und dass mein Bekannter wieder zu dem gehen soll.

Es sei denn:
Er bezahlt zwischen 50 und 100 €!
Dann bekäme er einen Termin innerhalb von 2 Wochen!!
Wer schon mal beim Orthopäden war, weiß, wielange das sonst dauert.
Das Geld wäre für die Zweitmeinung....

Ist euch das auch schon mal passiert? Hat das seine Richtigkeit? Ich finde das ne komische Sache... #kratz

Man muss doch nach 1,5 Jahren mal den Arzt wechseln können ohne Zahlung. Klar, dass das innerhalb eines Quartals nicht geht. Aber wenns nach so langer Zeit nicht besser wird.

Was meint ihr dazu? Ist das ok mit dem Bezahlen für nen Termin?

LG Shalina

Beitrag von krokolady 03.12.09 - 12:40 Uhr

na das teilt mal der Ärztekammer mit....die sind da sicher sehr dran interessiert!

Es herrscht freie Arztwahl - er kann also hingehen wo er will.

Beitrag von engel_in_zivil 03.12.09 - 12:40 Uhr

also für mich hört sich das nicht sehr seriös an....

Beitrag von 1familie 03.12.09 - 12:42 Uhr

Hallo,

nein, davon hab ich noch nichts gehört.
Ich würde den Arzt bei der KK anschwärzen und ihm das auch so sagen.
Hingehen würde ich nicht!

Bei uns gibt es termine beim Orthopäden und er ist sehr gut. Wenn man schnell rein muss, kann man sich hinsetzen und warten, dies kann allerdings dauern!

LG

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 12:44 Uhr

Ok, ich hatte auch dran gedacht, mal Ärztkammer oder Krankenkasse zu informieren. Danke, dass ihr das auch so seht #klee

Was wäre denn die richtigere Adresse für sowas?

Den Terminvorschlag hat er natürlich nicht angenommen, weil er es auch ne Frechheit fand...

LG Shalina

Beitrag von freckle06 03.12.09 - 12:53 Uhr

http://www.google.de/search?q=%C3%A4rztekammer&ie=utf-8&oe=utf-8&aq=t&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a

Musst nur noch dein Bundesland suchen... ;-)

Gruß

M. :-)

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 12:55 Uhr

Danke!
Also denkst du auch, dass Ärztekammer richtig wäre und nicht die Krankenkasse? Ich war mir nicht sicher...

LG Shalina

Beitrag von freckle06 03.12.09 - 12:59 Uhr

Hallo!

Nun ja, was soll die KK tun? Der Arzt hat das sicherlich nicht so entschieden, weil der Patient bei genau dieser KK versichert ist (ok, Privatversichert wäre es vielleicht einfacher gewesen, an einen Termin zu kommen... ;-) ) - darum hat meiner Meinung nach die KK nichts damit zu tun. Darum Ärztekammer. Verstehst du?

Gruß

M. :-)

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 13:14 Uhr

Ja, ich verstehe... ;-)

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 13:24 Uhr

Kann es nicht sein, dass sie ihn falsch verstanden hat und es um sein zum Quartalsende evtl. erschöpftes Budget ging?

Gruß,

W

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 13:29 Uhr

Wie meinst du das?
Also er war in diesem Quartal noch nicht beim Orthopäden, wenn du das meinst.

Sie meinte, 50-100 € und das wäre für die Zweitmeinung #gruebel

Und den Termin gibts dann gleich in 2 Wochen...

LG

Beitrag von sassi31 03.12.09 - 13:47 Uhr

Ärzte haben ein bestimmtes Budget im Quartal zur Verfügung, dass sie verwenden dürfen. Ich denke, dieses Budget meint sie.

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 14:03 Uhr

Er wäre ja auch mit nem Termin Anfang nächsten Jahres zufrieden gewesen. Da ist das Budget ja wieder voll. Aber es sollte ohne Geld ja gar keinen Termin geben...

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 14:34 Uhr

Ich kann mir nicht vorstellen, dass er so offen bestechlich ist.

Mein Gedanke war, dass er keine Kassenpatienten mehr annimmt wegen seines Budgets und ihr Privatzahlung anbietet.

Gruß,

W

Beitrag von sassi31 03.12.09 - 13:50 Uhr

Hallo,

ich würde nicht für einen Arzttermin bezahlen. Wofür bin ich denn krankenversichert, wenn ich dann doch selber zahlen soll?

Über den Arzt würde ich mich bei der Ärztekammer beschweren.

Wenn er dringend einen Termin braucht, aber die Wartezeiten zu lang sind, kann er seinen Hausarzt bitten, einen Termin für ihn zu vereinbaren. Hat mein Hausarzt letztes Jahr für mich gemacht und so konnte ich schon gleich am nächsten Tag dort hin. Mir haben sie gesagt, dass man so schneller an einen Termin kommen kann. Und bei mir hat es keinen Aufschub geduldet.

LG
Sassi

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 14:01 Uhr

Hab die Mail grad an die LÄK geschickt.

Leider ist er ein großer Schlumpi was Arzttermine angeht, selbst wenn er schlimme Schmerzen hat #augen

Und so war ich froh, dass er endlich nen Termin ausmachen wollte. Und dann das...

LG Shalina

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 14:25 Uhr

So, ich habe bereits Antwort von der LÄK. Diese lautet:
nicht zuständig
Bitte wenden Sie sich an die Kassenärztliche Vereinigung...

Nagut, hab ich jetzt mal gemacht :-)

LG Shalina

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 14:35 Uhr

Warum rufst Du dort nicht einfach mal an?

Gruß,
W

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 14:38 Uhr

Ich kann mich schriftlich irgendwie besser ausdrücken... #hicks

Mit dem Budget, keine Ahnung. Aber so wurde es jedenfalls nicht formuliert. Die Aussage, wir nehmen keine Patienten mehr an, wäre ja verständlich gewesen.

LG Shalina

Beitrag von windsbraut69 03.12.09 - 16:11 Uhr

Schade, mich hätte mal interessiert, was dabei rauskommt.

Vielleicht rufst Du auch nochmal beim Arzt an und fragst genau nach, was er gemeint hat.

LG

Beitrag von shalina2 03.12.09 - 16:13 Uhr

Naja es betrifft ja nicht mich selbst, sondern einen engen Bekannten. Aber ich fand es trotzdem unmöglich und wollte zumind. wissen, ob das rechtens ist.

Ich kann dir gern Bescheid geben, wenn sie mir geantwortet haben ;-)

LG Shalina

Beitrag von fascia 03.12.09 - 16:56 Uhr

Hallo Shalina,

würde mich auch interessieren, wenn die KV sich dazu äußert...

Wenn es mein Freund wäre, würde ich ihn nochmal zu dem Arzt schicken, der eine OP als Option vorschlug.
Wenn dein Freund erfolglos die anderen Möglichkeiten wahrgenommen hat - wenn sich Lähmungserscheinungen eingestellt haben, wird es Zeit für eine Entlastung des Rückenmarks.
Diese OP wirt heute bereits vielfach minimal-invasiv durchgeführt, nur über Sonden. Er sollte sich gut beraten lassen und erfragen, wo auf diese schonende Weise operiert wird.
Wenn er noch lang damit so rummacht, handelt er sich einen Schaden ein, der nicht wieder gutzumachen ist.

(Ich bin nun wirklich eine Freundin aller sanften Methoden und körperbewussten Trainings - aber damit lässt sich nicht jedes Problem lösen. Hier ist Gewebe an einen Ort gerutscht, an dem es Unheil anrichtet. Das muss weg, ehe die gedrückten Teile unwiederbringlich zugrunde gehen.)

Dies, wenn er mein Freund wäre, oder mein Mann, oder wer auch immer.
Es ist meine Erfahrung aus 20 Jahren Arbeit mit diversen "Rücken".

Darüber nachzudenken ist ganz ungefährlich...

LG, fascia.