Christkind- wie erklären?

Archiv des urbia-Forums

Forum: Weihnachten

Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsbäume, Weihnachtsschmuck, Weihnachtsgebäck, Weihnachtsfeiern ... hier dreht sich alles um die Weihnachtszeit. Tipp: Schaue doch einmal in unsere Artikel zum Thema: Geschenke für die Kleinsten, Zauberhafte Adventszeit mit Kindern.

Beitrag von erzieherin 03.12.09 - 17:06 Uhr

Meine Tochter ist 8,5 Jahre alt und glaubte bis heute fest ans Christkind. Nun hatten sie heute Religion und die Lehrerin fragte wer noch ans Christkind glaube und wer nicht und hat quasi das Geheimnis gelüftet. Nun ist meine Maus total aufgelöst, weint, weil sie will dass ihr das Christkind die Geschenke bringt und sie insgeheim daran glauben will. Was mach ich denn nun? Wie erkläre ich es ihr ohne ihr zuviel zu nehmen, aber sie dennoch ernst zu nehmen. Bei mir ging das damals schrittweise und es war gar kein Problem als ich es rausgefunden habe, wie es wirklich ist, aber sie weint total.....

Beitrag von rienchen77 03.12.09 - 17:13 Uhr

das geht schon vorbei.. aber der schöne Zauber in den Kinderherzen auch... schade...

meine Tochter wurde mit 6 auf den Boden der Tatsachen von den Kinder meiner Schwester geholt und außerdem hat sie mich ausspioniert (wo ich die Geschenke versteckt hatte), aber geheult hat niemand....

das mit dem Weihnachtsmann hat nicht so eine große priorität hier, da meine Schwiegereltern und ihre Familie Christen sind, außer mein Mann, und dort wird untereinander geschenkt und ein Weihnachtsmann ist unchristlich

Beitrag von hummelbiene87 03.12.09 - 17:17 Uhr

Hallo.
Find ich ja ein Unding von der Lehrerin, den Kindern sowas zu erzählen. Ich finde das ist Sache der Eltern dem Kind zu sagen das es Christkind oder Weihnachtsmann nicht gibt. Die Eltern bestimmen über den richtigen Zeitpunkt und nicht die Lehrerin.

LG

Beitrag von kolibri1202 03.12.09 - 18:55 Uhr

Hallo,
Frag Deine Tochter doch, was sie glaubt, unabhängig davon, was andere (Leherin, andere Kinder, etc) sagen und mach von ihrer Antwort abhängig, wie Du reagierst. Glaubt sie ans Christkind, bestärk sie ruhig, die harte Wahrheit kommt früh genug ;-).
Glaubt sie nicht daran, erklär ihr, wie es wirklich ist und warum Du vorher was anderes gesagt hast (Magie der Weihnachtszeit, Geburt Jesu, Kinder sollen brav sein, damit es Geschenke gibt,irgendwas in der Richtung), damit sie nicht das Gefühl hat, das Du sie die ganze Zeit angelogen hast und sie nachher das Vertrauen in Dich verliert.
Einen schönen Abend wünscht Kolibri,
die heute noch an das Christkind glauben will :-D

Beitrag von buntstift 03.12.09 - 21:49 Uhr

Meine hat auch mal gefragt...ich hab ihr erklärt das man mit dem Herzen glaubt und diesen Glauben kann einem keiner nehmen.
Es ist wunderbar den Zauber des Christkindes zu erleben, das findet auch meine TOchter. Und so lassen wir alle reden und sind und sicher dass es das Christkind ist was die Kekse vom Fensterbrett nascht und die Geschenke unter den Baum legt.

Gemein von der Lehrerin so kuru vor dem Fest. MIt der würde ich mal reden.

Beitrag von thalissa 03.12.09 - 22:26 Uhr

Meine Tochter ist 11 und will auch noch an das Christkind glauben, obwohl sie es mittlerweile eigentlich besser weiß. Aber ich bestärke sie darin, dass, wenn man an etwas glaubt, es immer ein Stück weit so ist.
So kaufe ich die Geschenke für die Erwachsenen, das bekommt sie ja zum Teil mit, und für "fremde" Kinder, aber was Heiligabend für sie unter dem Baum liegt, hat das Christkind für sie gebracht! Das nennt man, den Zauber bewahren! Und manchmal verliert das Christkind auch noch ein Geschenk im Hausflur, weil es so eilig unterwegs war.....

Beitrag von femalix 03.12.09 - 22:52 Uhr

Hallo,

meine beiden sind 7 und 5 (na ja, in 2 Wochen 6) und sie glauben beide noch an das Christkind.

Ich habe damals von Anfang an gesagt, daß das Christkind nur den Kindern was bringt, ich aber auch gerne meiner Familie was schenke und deshalb für die Verwandtschaft auch was bastel oder kaufe. Wir feiern meistens alle zusammen bei meiner Mutter.
die Geschenke der Kinder hat immer das Christkind gebracht. Am ersten Advent malen sie Wunschzettel, wo sie nur bis zu 2 Wünschen - aber die allerwichtigsten - festhalten. Beim Malen sollen sie ganz fest an ihren wunsch denken und wie gerne sie das hätten und das spürt das Christkind dann und erfüllt ihnen ihre Wünsche.
Abends legen wir die Wunschzettel auf den Balkon und am nächsten Morgen sind die Zettel dann weg.... was nicht einfach ist, da sie vor dem Zimmer meiner Tochter liegen, sie keine Rollos runterläßt und einen sehr leichten Schlaf hat...
Okay, nun mußte ich schon früh befürchten, daß mir irgendwelche "netten" Menschen den Zauber kaputt machen. Z.B. hält meine SchwieMu so gar nichts vom Christkind - Weihnachten ist überhaupt doof! (Ihr Problem, nicht meines)
Also hab ich den Kinder erklärt, daß das Christkind nur den Kindern was bringt, die auch an das Christkind glauben.
In den Familien, wo nicht daran geglaubt wird, besorgen die Eltern auch die Geschenke der Kinder. Deshalb glauben solche Kinder auch nicht an das Christkind - weil sie diesen Glauben eben nicht im Herzen haben. Aber eigentlich sind diese Menschen irgendwie arm, weil ihnen etwas fehlt.
Ach ja, und es für das Christkind alleine zuviel Arbeit wäre, macht in anderen Ländern der Weihnachtsmann die Arbeit.

Bis jetzt klappt es und meine beiden haben höchstens Mitleid mit den Menschen, die nicht an das Christkind glauben, weil es ihnen dann auch nichts bringt.
Sie erfahren die Wahrheit noch früh genug!

Also, auf die Lehrerin hätte ich ja einen Hass. Wieso muß sie sich in solch private Angelegenheiten mischen?

kopfschüttelnde Grüße

femalix

Beitrag von erzieherin 03.12.09 - 23:09 Uhr

eine ganz tolle Erklärung finde ich. Hab ihr jetzt auch erklärt, dass natürlich wir Eltern helfen, aber dass ich selbst auch ans Christkind glaube und es das Christkind ja auch wirklich gibt ( wenn man wie wir an Gott glauben) und dass das, was man tief im Herzen glaubt und wünscht auch richtig ist. Dennoch ist sie nun sehr verwirrt und abgrundtief traurig.....
Die Lehrerin muss ganz direkt gefragt haben: wer glaubt dass das Christkind die Geschenke bringt? ( es haben sich 2 Kinder gemeldet) und wer glaubt, dass es die Eltern bringen ( da hat sich der Rest gemeldet und die Lehrerin dazu). Was mich einfach sehr enttäuscht- warum sie das macht. Sie ist Religionslehrerin noch dazu....

Beitrag von femalix 04.12.09 - 12:46 Uhr

Hi,

weißt Du, ich hab das von meiner Kindheit noch ganz tief und fest in meiner Erinnerung.
Wir haben auch Wunschzettel geschrieben und die wurden dann "geholt", aber das eigentlich tolle waren immer die spannenden Minuten vor der Bescherung.
Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen als mein Opa mit uns Kindern draußen im Flur vor dem Wohnzimmer wartete. Er hing die ganze Zeit am Schlüsselloch und wollte unbedingt das Christkind sehen und erzählte dann immer, was er da drinnen "erspähen" konnte. Ja, er log, daß sich die Balken bogen, aber wir Kinder wußten das natürlich nicht, als er vom goldenen Leuchten und Glitzern erzählte und daß er glaubte, er hätte das Christkind gesehen, während Oma und Mama, die Kerzen am Baum anzündeten und die Päckchen aus den Verstecken holten und unter den Baum legten. Wir hielten es immer kaum aus bis endlich das Glöckchen ertönte und wir ins Wohnzimmer durften.
Dann standen wir ersteinmal sprachloß vor dem Baum, der in all seiner Pracht erstrahlte und es war so wahnsinnig schön.
Zuerst sangen wir alle zusammen Weihnachtslieder und schließlich durften wir die Päckchen auspacken.
Danach aßen wir gemeinsam zu Abend.
Ich werde das nie, nie, nie vergessen und es für immer im Herzen haben und ich hoffe, daß meine Kinder das mal genauso empfinden.

Heute lege ich mit meiner Mama die Päckchen unter den Baum, Oma hilft noch immer, Opa ist leider vor 15 Jahren verstorben, sonst würde er heute mit seinen Urenkeln - inzwischen vier, mit denen von meiner Schwester -im Flur vor der Tür stehen und wieder vom Christkind erzählen.
Meine Schwester und mein Mann schnappen sich die Kinder meist und gehen derweil spazieren und versuchen, das Christkind zu finden.
Es ist einfach wunderschön, das jetzt so an die Kinder weiter zu geben.
Ich hab noch ein süßes Foto von meiner Tochter, da war sie 2 3/4 und hat Weihnachten zum erstenmal bewußt wahrgenommen. Da kommt sie grad ins Wohnzimmer und steht mit offenem Mund vor dem Baum und ist hin und weg.

Und ja, sie hat auch schon oft gefragt, ob es das Christkind wirklich gibt, andere hätten gesagt, die Eltern sind dafür zuständig...
Ich sage dann nur immer: Wenn Du dran glaubst, dann gibt es das Christkind auch. Und damit ist sie zufrieden!

Ich hoffe, Du kannst das Weltbild Deiner Tochter wieder so hinrücken, daß sie nicht traurig ist - egal ob mit oder ohne Christkind.
Aber ich finde das von der Lehrerin unmöglich - hätte sie da nicht vorher fragen müssen? Ist doch irgendwie ein Eingriff in die Privatsspäre jeder Familie.
Sorry, finde das unmöglich.
Bin ja mal gespannt, ob die sich das bei uns auch mal rausnehmen, meine Große ist ja erst in der zweiten Klasse!

Trotz allem wünsch ich Euch ein wunderschönes Weihnachten.

LG

femalix