hab ich als mama jetzt schon versagt???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von bienchen48 03.12.09 - 20:02 Uhr

Ich muß mich bei euch ausheulen, es ist momentan alles zuviel und ich weiß nicht wohin mit meinen ganzen Gefühlen.

Unser Sohn ist 3 Jahre alt, es ist so das er sehr undeutlich spricht und auch noch nicht so wie andere 3 Jährige.
Nun das nur nebenbei, unser Kleiner war eine Woche krank und ist seit gestern das erste mal wieder in der kita gewesen.

Erstmal war er heute morgen so richtig schlecht gelaunt, das er ein Morgenmuffel ist weiß ich aber so extrem??? Ich habe ihm wie immer seinen Kakao gemacht nur anstatt ihn zu trinken fing er an zu heulen und stieß den Becher zu Boden mit samt dem kakao.
Ich habe mit ihm alles weggewischt und nahm iihn dann zu mir auf den schoß. Dort jammerte er die ganze Zeit und das jammern ging so weiter bis wir im Kiga angekommen sind.

Als ich ihn dann abgeholt hatte sagte die Erzieherin das er den ganzen Vormittag geweint und gejammert hat. Schmerzen o.ä konnte sie aber ausschließen. Er war einfach schlecht gelaunt.

Zu Hause ging das spielchen dann weiter bis er ins Bett ging.
Er spricht nicht sehr viel und wenn ich ihn frage was los ist gibt er mir keine Antwort. Ich habe das Gefühl ich laufe gegen eine Wand.
Ich fühle mich so verdammt hilflos, ich weiß einfach nicht was ich falsch mache. Ich schreie nicht mit ihm oder wende körperliche Gewalt an so das das ein grund sein könnte.
Ich spreche ganz normal mit ihm und achte auch auf Augen und Körperkontakt. Doch irgendwie habe ich das Gefühl ich komme nicht weiter.
Was mache ich denn nur falsch?
Wir spielen sehr viel mit ihm und binden ihn auch immer mit ein.
Wir haben noch eine Tochter von 16 Mon. und durch das Verhalten von unseren Kleinen muß sie zurück stecken. Und das möchte ich nicht ich möchte doch beiden die gleiche Aufmerksamkeit geben.



Danke fürs zuhören

Gruß Bienchenn

Beitrag von schullek 03.12.09 - 20:14 Uhr

hallo,

du mischst zwei probleme. zum ersten: mein sohn ist nach einer erkrankung immer unausstehlich. mehrere tage lang. das ist ein phänomen, für das es sogar ne erklärung gibt, die ich mal gelesen, aber vergessen habe. jedenfalls kann ich bei uns drauf warten,. aber es vergeht wieder. ausserdem kommt bei euch dazu, das er wenig spricht, sich schlecht ausdrücken kann udn du quasi erraten musst, was los ist. aber das wird sich mit der zeit geben, denke ich.

zum zweiten: es wird immer zeiten geben, wo ein kidn zurückstecken muss. allerdings würde ich das im moment nicht eurem sohn ankreiden, denn er ist ja gerade mal 3 jahre alt. mach dir das bewusst. als eltern zweier so kleiner kinder kann ich mir vorstellen, erscheint er dir immer als großer, durch die kleine. aber das ist er nunmal nicht. dreijährige agieren und denken nicht logisch. sie reagieren ihren gefühlen entsprechend auch wenn diese ihnen nicht bewusst sind.

lg,

schullek

Beitrag von bienchen48 03.12.09 - 20:38 Uhr

danke für deine Antwort.
Du hast vollkommen recht mit dem was du schreibst, ich sehe ihn wirklich immer als den "großen" und klar das ist er nicht. Ich möcht ihn das auch nicht ankreiden, es wird mit Sicherheit auch eine Zeit kommen wo unsere Tochter schwierig ist. Ich hoffe das es bald besser wird und er sich auch mit Worten mitteilen kann ich denke dann wird es auch ein Stück einfacher.
Mich macht es immer so fertig weil ich nicht weiß wie ich es besser machen kann oder was ich in dem Moment falsch gemacht habe. Er weint, jammert ist sauer und ich weiß nicht warum... verstehst du was ich meine?

Beitrag von bine3002 03.12.09 - 20:19 Uhr

Quatsch... versagt... nee, warum denn?

Dein Sohn war krank, hatte schlechte Laune und einfach einen blöden Tag. Vielleicht musste er sich nach der Woche Krankheit wieder neu in die Kita-Gruppe einfügen. Vielleicht hat sich einer seiner Spielkameraden in der Zeit einen Ersatz gesucht, das ist nicht ungewöhnlich.

Und nicht zuletzt haben Kinder immer wieder mal Phasen, wo sie unausstehlich sind. Natürlich kann das etwas nervig sein, vor allem, wenn es Tage anhält. Und schwierig ist es natürlich auch, wenn das Kind sich nicht gut ausdrücken kann.

Wir hatten vor einigen Wochen auch so eine Phase, wo Java sich im Kindergarten so gar nicht wohl gefühlt hat. Nach 3 Wochen war es dann wieder annähernd gut.

Vielleicht musst Du deine Fragen auch konkreter formulieren. Nicht fragen "Was hast Du denn?" sondern z.B. "Tut dir was weh?" oder "Möchtest Du lieber Milch?"

Beitrag von bienchen48 03.12.09 - 20:33 Uhr

ja da hast du recht, ich fühle mich blos immer so hilflos weil ich nicht weiß was er hat.
Ich werde das mal morgen probieren die Fragen anders zu formulieren mal schauen ob ich damit mehr erfolg habe

Ganz lieben Dank für deine schnelle Antwort

Beitrag von 3wichtel 03.12.09 - 20:25 Uhr

Wenn er schlecht spricht und immer unausgeglichen wirkt, drängt sich mir der Verdacht einer Hörstörung auf (Polypen, Paukenergüsse, o.ä.).

Ich spreche aus leidvoller Erfahrung, weil mein Sohn das auch hatte.

Geh mal bitte zu einem (guten) HNO-Arzt und lasse sein Gehör durchcheken.

Beitrag von bienchen48 03.12.09 - 20:27 Uhr

danke dir, daran hab ich auch schon gedacht. sag mal wie läuft denn so ein hörtest hab? und muß ich vorher zum kia ?

Beitrag von 3wichtel 03.12.09 - 20:45 Uhr

Ich bin immer direkt so zum HNO.
Wenn Du einen guten, kooperativen Kinderarzt hast, spricht nichts dagegen, das erst mit ihm zu besprechen.

Die Hörtest laufen unterschiedlich ab. Als mein Kleiner noch zu klein zum aktiven Mitmachen war, wurden nur passive Tests gemacht (Kopfhörer auf, Stöpsel in die Ohren) und dann Druckprobe und ähnliches.

Tut aber alles nicht weh.
Wichtiger als der Hörtest ist aber noch das direkte angucken: Sind Polypen vorhanden und wenn ja, wie groß? Sind die Ohren belüftet (kann man an der Form des Trommelfells sehen).

Wichtig ist, dass Du zu einem GUTEN HNO gehst, der sich auch wirklich mit Kindern auskennt.
Tipp: Wenn ihr in der Nähe eine Sprachheilschule oder einen Sprachheilkindergarten habt, dann frag da ruhig mal nach, welchen Arzt die empfehlen. Denn dann kannst Du sicher sein, dass das ein guter Kinder-HNO ist.

Beitrag von courtney13 03.12.09 - 20:46 Uhr

Also versagt hast du sicher nicht!
Wegen der Aussprache würde ich mal mit der Erzieherin Rücksprache nehmen ob ein Lokopäde euch helfen könnte! Ich denke je früher man damit anfängt desto besser.

Und jeder hat mal einen schlechten Tag. Wir haben auch ab und an mal eine kleine Zicke zuhause.
Morgen kommt ein neuer Tag und dann ist die laune auch etwas besser.

Dann kommt noch dazu das er krank war und die volle aufmerksam genossen hat. Das macht es nicht gerade einfach.

Also Kopf hoch du machst das schon.