Was kann ich nur tun..

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Beitrag von fruitgum27 03.12.09 - 20:52 Uhr

Guten Abend....

Ich weiss momentan nicht mehr weiter...

Seit August bin ich arbeitslos (bisher das 1. Mal im Leben) und da ich Depressionen hatte, habe ich mit dem SB vom AA gesprochen - und er hat mir ein halbes Jahr gegeben, um mich wieder zu regenerieren, sprich - therapeutische Hilfe suchen und und und..

Ich bin AE, mein Sohn is 5 (auch krank) Er hat eine starke Entwicklungsstörung und ist in Behandlung. Da habe ich auch die Rennereien.. :-(
Habe keine Hilfe, ich mach alles alleine...

Seit August also, sitze ich NUR noch daheim!! Verlass nur noch das Haus, um dem Kurzen zum Kiga zu bringe, einzukaufen, und ihn später wieder abzuholen
Sonst mach ich NIX, soziale Kontakte habe ich selten, ausser übers Internet :-(

Ich kriege meinen Hintern einfach nicht hoch... mittlerweile bin ich dauergenervt vor lauter Langeweile, und mein Sohn merkt das doch auch :-( #schmoll
Ich bin LUSTLOS, aber so heftig, das mich auch nix weiter mehr interessiert. zB spielem mit ihm, er is schon so traurig und dann zwinge ich mich dazu weil ich meinen Schatz über alles liebe und will, das es ihm gut geht. Er hängr auch total an mir, is ein Mamakind. Zu dme Vater besteht kein Kontakt.
Das geht so nich mehr, ich versteh mich selbst nich. Jeden Abend nehme ich mir was vor, wo ich mich am nächsten Tag bemühen will, aber dann kommt wieder diese krasse Lustlosigkeit und ich bleib doch zuhause
Ich verlass die Wohnung kaum noch, mir fällt die Decke aufn Kopf, ich kriege Zustände. Meine Depressionen werden schlimmer.........................................................
Aber ich schaffs nich, ich machs eh nich, was ich mir vornehme :(

Kennt das vielleicht jemand von euch?
:(

Beitrag von pupsismum 03.12.09 - 21:01 Uhr

Hallihallo,

nein, ich persönlich kenne das nicht, aber ich kenne es von unseren Patienten.

Du brauchst professionelle Hilfe, eine Depression verschwindet nicht von alleine wieder.

Hast du schon mal mit deinem Hausarzt darüber gesprochen? Das könnte ein erster Schritt sein. Oder du wendest dich an euren zuständigen Sozialpsychiatrischen Dienst (ruhig auch erst mal nur telefonisch), die können dir auch helfen.

Hab nur Mut, du brauchst dich für nichts schämen, du braucht jetzt einfach Unterstützung. Und die gibt es, wenn du es zulässt.

Alles Gute #blume
p

Beitrag von mamavonyannick 03.12.09 - 21:03 Uhr

Hallo,

hast du dir denn therapeutische Hilfe gesucht? Warst du mal beim Arzt?

vg, m.

Beitrag von fruitgum27 03.12.09 - 21:06 Uhr

Wie gesagt, seit August versuche ich es schon ....zum Arzt zu gehen....

Einmal war ich bei einem Neurologen, er hat mir Antidepressiva verschrieben, aber die habe ich nicht vertragen

Seitdem war ich nirgendswo mehr... ich kriegs einfach nicht gebacken, nochml einen Versuch zu starten

Beitrag von mamavonyannick 03.12.09 - 21:10 Uhr

Vllt schreibst du morgen früh nochmal, sodass wir dir alle verbal in den Hintern treten können und du dich dann sofort aufraffst und zum Arzt gehst? Ne andere Idee hab ich nicht, denn ich denke, du brauchst jemanden, der dich motiviert!

vg, m.

Beitrag von king.with.deckchair 03.12.09 - 21:48 Uhr

OK, zum Glück bist du soweit, dass du weißt, es muss etwas getan werden!

Ich hatte auch eine schwere Depression - nur dass bei mir (teils durch die Erziehung meines ostpreußischen Großvaters bedingt) jahrelang der "nun reiß dich mal zusammen, du musst weiter funktionieren"-Gedanke vorherrschte. Was zur Folge hatte, dass ich ziemlich abrutschte und irgendwann wegen allerlei körperlicher Erscheinungen zum Arzt musste: Herzrasen, Panikattacken, Atemnot, Schmerzen im Brustkorb, Halswirbelsyndrom...

Irgendwann klappte ich dann völlig zusammen und es brauchte viele Monate, bis ich wieder arbeitsfähig war. Zum Glück war ich da schon nicht mehr allein erziehend, so wie in den "du musst funktionieren"-Jahren, so dass mein Mann sich viel um meinen Sohn kümmerte, während ich in den Seilen hing.

Ich will auf zwei Dinge raus:

1. Es gibt verschiedene Sorten Antidepressiva - nur weil man eines nicht verträgt, heißt das nicht, dass man alle nicht verträgt. Es gibt Krankheitsphasen, das MÜSSEN sie einfach sein, weil sonst die Gefahr besteht, noch sehr viel weiter abzurutschen. Und glaub mir: Du bist noch nicht ganz unten und da sollst du auch nicht hin. Womit wir bei Punkt 2 wären:

2. Ganz unten - das hast weder du noch dein Kind verdient! Dein Kind hat verdammt noch mal das Recht, eine möglichst schöne Kindheit zu haben! Und du bist im Moment die einzige, die das ermöglichen kann! Also: Mach!

Mir tut es heute um die lange Zeit leid, in der ich "funktionierte", teils wie ein Roboter lebte. Dann um die Zeit, in der ich nur noch todunglücklich war und mich auch zu nichts mehr aufraffen konnte, als dem Nötigsten. Meinem Kind ging dadurch viel verloren. Und die Zeit, die geht unwiederbringlich vorbei. Es ist nicht nur ein Oma-Spruch, dass die Kinder so schnell groß werden. Irgendwann mal sind sie 18 und du dich fragst, wo die ganzen Jahre geblieben sind und warum das so schnell ging. #kratz

Euer Leben ist keine Generalprobe - es ist die Uraufführung. Und die findet JETZT statt! Mach' was draus!

Da wartet noch soviel Glück auf Dich da draußen, so viel Freude an deinem Jungen - verdirb es dir und ihm nicht:

Arsch hoch und los! Morgen noch!

LG
Ch.

Beitrag von sandra7.12.75 03.12.09 - 23:05 Uhr

Ich hole dich gleich ab und dann holen wir sie ab.Die braucht Hilfe und die geben wir ihr in dem wir sie zum Doc schleppen.

Ich bin froh das ich (nur Burnout/u.Dep.Verstimmung)mir schnell Hilfe geholt habe.Ich habe hier heimlich gut 3 Jahre gelitten und die Kinder Gottseidank nur 1,5 Jahre.
Ich habe eine Reha gemacht und mache noch eine Therapie und bis auf akute Stressphasen geht es mir sehr gut.

Allerdings kann ,obwohl ich darf ich noch nicht arbeiten.Das ist mein Problem.Meine ganze Geschichte kam vom Stress auf der Arbeit,aber ich brauche ja Gottseidank noch nicht gehen.

lg

Beitrag von sonnenschein.pfeili 03.12.09 - 21:03 Uhr

Hallo,

such dir bitte unbedingt professionelle Hilfe!!!! Ein aus eigener Erfahrung sehr ernst gemeinter Rat.

Geh zum Phsychologen! Allein findest du nicht aus diesem schwarzen Loch! Tue es dir und deinem Sohn zu Liebe!!!!1

Alles Gute und bitte geh zum Arzt!

Liebe Grüße
Ines

Beitrag von rosali25 03.12.09 - 21:05 Uhr

Also bist du schon seit 4 Monaten in Therapie, wenn ich das richtig verstanden habe?
Was sagt denn dein Therapeut dazu?
Hast du es mal mit Sport versucht?
Hast du Familie?

Gruß Lena

Beitrag von fruitgum27 03.12.09 - 21:09 Uhr

Nein nein, ich war einmal bei einem Neurologen. Er hat mir Antidepressiva verschrieben, und die habe ich nicht vertragen
Es wurde sogar schlimmer, dann hab ich sie wieder abgesetzt

Und seitdem habe ich keinen weiteren Versuch mehr unternommen...

Naja ausser meinen Sohn und 2 "gute" Freundinnen habe ich niemanden, mich versteht keiner..ich bin aber auch keine die sich irgendwo ausheult, hab mein ganzes Leben schon alles in mich reingefressen

Beitrag von rosali25 03.12.09 - 21:25 Uhr

Was meinst du mit "nicht vertragen"?

Die ersten Tage/Wochen sind oft verdammt übel, die Nebenwirkungen sind extrem, die Krankheitssymptome werden sogar verschlechtert. Aber durchhalten ist angesagt, nach 2-6 Wochen sind die anfänglichen Nebenwirkungen weg und die positive Wirkung entfaltet sich und dir geht es viel besser!
Ich spreche da aus Erfahrung. Nach wenigen Tagen wolle ich das zeug wieder absetzen, da es mir saumäßig schlecht ging. Meine Ärztin hat mich ermutigt durchzuhalten und es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nach 3 Wochen ging es mir gut, keine Nebenwirkungen mehr.

Bitte eine der beiden Freundinnen, einen Termin für dich zu vereinbaren und dich zu begleiten.

Alles Gute.

Beitrag von pupsismum 03.12.09 - 21:39 Uhr

Es gibt verschiedene Medikamente, vielleicht musst du einfach noch mal ein Anderes ausprobieren.

Meine Freundin fühlte sich mit ihrem auch "wie in einem riesigen Wattebausch, so gepuffert".

Jetzt nimmt sie Fluoxetin und kommt damit super zurecht und fühlt sich deutlich besser.

Lass dich einfach noch mal von einem Arzt beraten und schildere ihm deine Probleme mit dem ersten Medikationsversuch.

Beitrag von sneakypie 04.12.09 - 01:51 Uhr

Hallo,

ich würde dir auch raten: versuch ein anderes Medikament! Es gibt verschiedene Wirkstoffgruppen, die an verschiedenen Stellen ansetzen. Im Allgemeinen sind die Antidepressiva der neuesten Generation recht gut verträglich. Nebenwirkungen treten normalerweise, wenn überhaupt, nur die ersten Tage auf.

Allein die Tatsache, dass du alles in dich reinfrisst, ist nicht gut für dich. Lass dich zu einem Therapeuten überweisen! Geh zum Psychiater, hol dir die Medikamente und sag, dass du dringend einen Termin brauchst! Du bist weder die Erste noch die Letzte mit dem Anliegen, und er wird dir weiterhelfen können!

Ohne Medikamente, das muss dir bewusst sein, wird es NICHT besser! Du bist NICHT schuld an dem, was du nicht schaffst- du bist es dir und deinem Sohn aber schuldig, Hilfe zu besorgen!

Tu es! Morgen! Und wenn es das Einzige ist, was du an dem Tag tust, völlig egal- DANN hast du das einzig Wichtige getan!

Alles Gute und lass von dir hören.

Gruß
Sneak

Beitrag von fruitgum27 04.12.09 - 09:11 Uhr

Danke für deinen Rat #blume

Ich habs mir gestern Abend vorgenommen, und nun sitze ich wieder auf der Couch und komme einfach nicht hoch. Musste mich auch zwingen, den Kurzen in den Kiga zu bringen. Zum Glück bleibt er bis 16 Uhr, damit er das nicht so mitbekommt :(

Muss ich denn vorher zum Hausarzt, oder kann ich einen Psychotherapeuten direkt anrufen und ein Erstgespräch vereinbaren?

Beitrag von pupsismum 04.12.09 - 10:30 Uhr

Du kannst dort auch direkt einen Termin vereinbaren.

Allerdings kann der Therapeut dir keine Medikamente verschreiben. Deswegen solltest du dich auch noch mal an einen Arzt wenden. Entweder an deinen Hausarzt oder an einen Psychiater.

Beitrag von sandra7.12.75 04.12.09 - 11:27 Uhr

Hallo

Ich würde nicht nur einen anrufen sondern viele bei euch.Die haben lange Wartezeiten.Hier gibt es bei einigen Therapeuten eine Warteliste für die Warteliste.

lg

Beitrag von sneakypie 06.12.09 - 20:00 Uhr

Hallo,

sicher kannst du auch direkt bei einem (oder mehreren) Therapeuten anrufen. Warum es vorteilhaft ist, sich zuerst an einen Psychiater zu wenden, haben dir meine Vorposterinnen ja schon geschrieben. Ich möchte noch einen Grund hinzufügen: wenn du einen Überweisungsschein vom Arzt hast, sparst du dir beim Therapeuten die 10 Euro Praxisgebühr.

Hast du vielleicht eine Freundin, die dich begleiten könnte? Wenn man erstmal fest verabredet ist, dann fällt es leichter, den Hintern hochzubekommen.. vor allem, wenn derjenige schon vor der Tür steht.

Und: lass dich nicht vom Gerede von langen Wartezeiten abschrecken. Das ist nicht überall so. Ich habe meinen Termin innerhalb von einem Monat bekommen, und das direkt bei der ersten Therapeutin, die ich angerufen hab. Aber selbst wenn du auf der Warteliste landest, ist es sicher einfacher, wenn man weiß, dass man drankommt. Und mit den richtigen Medikamenten lässt die Wartezeit sich gut überbrücken.

Nebenbei: in vielen Städten gibt es psychosoziale Beratungsstellen. Die vergeben ihre Termine meist schneller als Therapeuten, und es tut einfach gut, wenn man sich da erstmal aussprechen kann. Auch nach Selbsthilfegruppen könntest du googlen.

Du hast wirklich viele Möglichkeiten! Und es gibt Hilfe für dich, wenn du nur danach fragst. Den ersten, wichtigsten Schritt hast du schon getan, indem du Hilfe suchen und annehmen möchtest. Alles andere wird sich fügen!

Ich wünsch dir- baldigste Gesundheit ;-)

Gruß
Sneak

Beitrag von rienchen77 04.12.09 - 06:54 Uhr

SB vom AA?

Beitrag von milou06 04.12.09 - 09:04 Uhr

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