KIGA mit 14 Mädchen und NUR mein Sohn als einziger Junge?!?! WICHTIG!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von littledevil1305 03.12.09 - 21:37 Uhr

Hallo,

brauche dringend mal ein paar Meinungen, da ich nicht weiß, wie ich mich entscheiden soll.

Folgendes: mein Sohn wird im Februar 3 Jahre alt. Er ist für meinen Wunschkindergarten angemeldet, die werden aber frühestens nach den nächsten Sommerferien einen Platz für ihn haben.

Auf Nachfrage, hat man uns die Auswahlmöglichkeit eines anderen KIGAs angeboten. Der ist auch soweit sehr schön, tolles Konzept, nette Erzieherinnen - alles supi.

ABER: es ist ein kleinerer Kindergarten und in diesem gibt es nur eine altersgemischte Gruppe (von 2-5 Jahren) und derzeit sind dort 14 Mädchen und kein einziger Junge!!!! Unser Sohn wäre also der einzige unter einem Haufen Mädels! #zitter

Normalerweise würde ich sagen: geht gar nicht! Für die soziale Entwicklung finde ich es wichtig, daß er auch Kontakt zu anderen Jungs hat.

Aaaaber: wir haben das große Problem, daß er ohne den KIGA nur ganz selten überhaupt Kontakt zu Kindern hat. In unserer ganzen Familie (traurig aber wahr) ist er das einzige Kind! Im Freundeskreis gibt es auch nur eine Freundin die ein gleichaltriges Mädchen hat (die sehen wir vielleicht 1x die Woche). Sonst keine Kinder! Keine Nachbarskinder, und außer einmal die Woche beim Kinderturnen, gibt es leider keinen Kontakt mit Kindern. Unsere Spielplätze sind hier sehr verwaist und einen Spielkreis gibt es leider nicht.

Ich finde es für meinen Sohn immer total schade, daß die Situation so ist, und hatte meine ganze Hoffnung auf den KIGA gesetzt, aber unter diesen Voraussetzungen bin ich mir nicht sicher, ob ich ihn da hingeben soll?!?!

Die Alternative, daß er noch bis zum August nächsten Jahres Zuhause bleibt, finde ich angesichts des Kinder-Kontakt-Mangels aber auch nicht prickelnd. :-(

Klar,könnte ich es ja auch erstmal ausprobieren, wie es so läuft, aber ich hab' ehrlich gesagt Angst davor,daß 2 Sachen passieren:

1. Er gehört zu der schüchternen Sorte und tut sich z.B. beim Kinderturnen schwer, mit anderen Kindern zu "agieren". Was ist, wenn er im KIGA zum absoluten Außenseiter wird und dadurch einen "Knacks" bekommt?!?

Oder 2. : Kinder orrientieren sich an anderen Kindern, was ist, wenn er sich mangels Jungs-Vorbildern zu sehr an den Mädchen orientiert und deren soziales Verhalten nachahmt? Selbst die Erzieherin meinte (sie war sehr offen und ehrlich), daß die Gruppe schon sehr "mädchenhaft" spielt, also am liebsten mit Puppen usw. Mein Sohn ist eigentlich ein typischer Junge: liebt es laut und wild, spielt am liebsten mit Autos.
Wenn ich dann überlege, daß dort vielleicht mit Vorliebe gemalt wird - das ist so gar nicht sein Ding!

Boah, ich weiß echt nicht, was ich machen soll... #gruebel Vielleicht hat jemand von Euch Erfahrungsberichte von ähnlichen Situationen? Würde mich über viele Meinungen freuen!

Sorry, für das lange Posting und DANKE schon mal für Eure Hilfe! #blume

LG, littledevil1305 mit Jason *06.02.2007







Beitrag von bine3002 03.12.09 - 21:47 Uhr

Du könntest es auch positiv sehen: Dein Sohn wird ein Frauenversteher.

Was mich wundert: Woher kommt denn dieser Mädchenüberschuss. Ich dachte, dass Kindergärten die Gruppen gleichmäßig aufteilen nach Jungs und Mädchen und nach Alter.

Ich würde ihn hinschicken. Sollte es sich herausstellen, dass es nicht das Richtige ist, nehmt Ihr ihn halt im August wieder raus. Ist zwar blöd, aber immer noch besser als ganz ohne Kinder.

Beitrag von littledevil1305 03.12.09 - 22:00 Uhr

Es gab bis vor den Sommerferien 3 Jungs, durch Zickenkrieg unter den Eltern (die Erzieherin drückte sich vorsichtiger aus: "Missverständisse") hat die eine gewechselt und die andere aus Solidarität gleich mit, die Mum des übriggebliebenden Jungens wollte ihn dann nicht mehr alleine da lassen.

Die Erzieherin meinte auch, daß in der Zwischenzeit schon recht viele Eltern mit Jungs da waren, die sich aber alle aufgrunds dieses Problems dagegen entschieden haben. Es wollte also keiner den Anfang machen. :-(

Beitrag von silkes. 03.12.09 - 22:09 Uhr

Hallihallöle...

wir haben einen Bubenüberschuss. Das jüngste Mädchen ist 4 1/2 Jahre alt. Alles was danach kommt (und das ist einiges) sind Jungs.
Manchmal reichen selbst 3 Regelgruppen nicht aus um die Geschlechtermischung ausgewogen zu halten.

Ich würde ihn auch schicken. Geschlechtertrennung spieltechnisch kommt ja eh erst später und bis dahin sind dann sicher auch einb paar Buben nachgerutscht.

Grüsse Silke

Beitrag von bofan 03.12.09 - 21:48 Uhr

Hi,

also für mich wäre die Sache klar, da er ja sowieso erst im Februar 3 wird, laß ihn doch zuhause.
Meiner ist im Mai 3 geworden und ab September gegangen.
Ansonsten schnapp Dir Auto oder Fahrrad und fahrt mal zu einem anderen Spielplatz.
Oder Tagsausflug zum Indoor-Spielplatz oder Abenteuer-Bad.
Überall wimmelt es von Kindern.

LG Samira

Beitrag von mamavonyannick 03.12.09 - 21:52 Uhr

Hallo,

ich seh das Problem nicht, zumal es nur übergangsweise ist.

zu1) Das kann ihm auch passieren, wenn Jungs in der Gruppe sind. Dieses Risiko musst du nun mal eingehen um zu erfahren, wie er sich integriert. Vllt wird es auch genau anders?

zu2) Warum soll er nicht auch lernen dürfen, wie Mädels spielen. Und : Nicht alle Mädchen sind gleich stark auf Puppen fixiert. Manche lieben es auf Bäume zu klettern, passen sich aber mangels Spielkameraden dem vorherrschenden Spiel an. Und wie gesagt: Wir reden über nicht mal ein Jahr

Ich würde es probieren. Für dein Kind ist es eine gute gelegenheit mit KINDERN zusammen zu kommen.

vg, m.

Beitrag von jujo79 03.12.09 - 22:02 Uhr

Hallo!
Ich würde bis zum Sommer warten und ihn in den anderen Kindergarten schicken.
Vorab: Ich denke nicht in Klischees und mein Sohn spielt im Kindergarten auch viel mit Mädchen (neulich kam er geschmickt nach Hause ;-)). Trotzdem wäre es für mich nichts, meinen Sohn in einen Kindergarten ausschließlich mit Mädchen zu schicken, genausowenig wie in einen ausschließlich mit Jungen (davon habe ich mir hier mal einen angeguckt).
2x in der Woche hat er doch dann aber Kontakt mit anderen Kinder, das ist doch in dem Alter ok. Vielleicht findest du ja einen Spielplatz auf dem mal mehr los ist, auch wenn es dahin etwas weiter ist. Vor dem Kindergarten hatte mein Sohn im normalen Alltag auch nicht viel mehr mit anderen Kindern zu tun als dein Sohn jetzt.
Was die Befürchtung angeht, dass er wegen seiner Schüchternheit zum Außenseiter werden könnte: du machst dir da definitiv zu viele Sorgen. Es ist doch nicht so, dass schüchterne Kinder Außenseiter werden müssen, das hängt von ganz anderen Dingen ab, denke ich.
Mein Sohn ist auch eher schüchtern, aber seitdem er im Kindergarten ist, hat er sich auch in der Hinsicht schon total verändert und er hat echt superschnell Anschluss gefunden. (Früher hat er sich alles kommentarlos von anderen Kindern wegnehmen lassen) Nicht selten sind die ruhigen und eher ausgeglichenen Kindern (häufig sind das ja die schüchternen) besonders beliebt. Lass es einfach auf dich und deinen Sohn zukommen!
Also, ich würde ihn noch zu Hause lassen und eher gucken, dass du bis zum Sommer noch viele schöne Dinge mit ihm unternimmst. Und wenn er dabei noch auf andere Kinder trifft, ist das sicherlich schön für alle, aber nicht zwingend notwendig.
Alles Gute JUJO

Beitrag von inajk 03.12.09 - 23:20 Uhr

Himmel, das Kind ist 3, nicht 13! Er wird ECHT NICHT gleich schwul, bloss weil er nur mit Maedchen spielt :-)
Meine Tochter spielt in der Krippe gleichermassen mit Jungs und Maedchen, die Jungs spielen auch in der Kueche und mit den Puppen, die Maedchen auch mit Autos, Zuegen etc... jeder spielt mit allem! Das wird da auch nicht so anders sein. Und dann gibt es ja dauernd Wechsel, vielleicht kommen ja bald mehr Jungs, wenn dir das so wichtig ist...#kratz Ich finde es ehrlich gesagt ziemlich schlimm, dass die Kinder schon in dem fruehen alter dermassen auf Geschlechterrollen festgelegt werden... im Moment hat er bloss Erwachsene um sich, und DAS ist echt nicht optimal fuer seine Entwicklung... aber ein Jahr lang bloss Maedels, das kann echt nicht schaden, glaub mir (bin Familiensoziologin und arbeite in der Erziehungshilfe, ich weiss also ein bisschen wovon ich rede :-))
LG
Ina

Beitrag von geli0178 03.12.09 - 23:25 Uhr

Hallo,

als unser großer in die Kita kam waren es 15 Jungs und ein Mädel. Dem Mädel hat es nicht geschadet und nach wenigen Wochen kam noch ein zweites Mädel mit dazu. Irronie an der Sache: Die Mädels haben fast nie miteinander gespielt sondern immer mit den Jungs. Also schick Ihn hin und warte ab, das ist alles nur eine Frage der Zeit bis er Verstärkung bekommt. Und bis es soweit ist sollte er die Zeit geniesen in der er der "Hahn im Korb" ist. Das kann durchaus auch Vorteile haben.

Viele Grüße

Geli

Beitrag von kati543 04.12.09 - 00:12 Uhr

In dem Alter unterscheidet dein Sohn noch nicht zwischen Junge und Mädel. Alles ist gleich. Viele Jungs haben eine beste Freundin in dem Alter. Und wer weiß, in ein paar Monaten kann es dort ganz anders aussehen.

Beitrag von marie609 04.12.09 - 10:15 Uhr

Schick ihn hin lass es ihn ausprobieren, vielleicht kommt ja auch in kürze noch ein zweiter Junge hinzu ich finde es ausserdem nicht schlimm wenn ein Junge mal mit Puppen spielt, deswegen wird er nicht Schwul werden oder verweichlicht oder sonst was, vielleicht geniesst er es ja auch der Hahn im Korb zu sein wer weiss das schon! Übrigens meine Tochter spielt mit Jungen und Mädchen genausogern ihr ist es wurst mit wem hauptsache sie hat jemanden! :-)

Probiers aus dann wirst du es ja sehen! Also noch ein Jahr warten würde ich nicht wenn er sich zuhause langweilt!!!

Lg, Marie