in der elternzeit kündigen

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Beitrag von kathymaeuschen 03.12.09 - 21:41 Uhr

hallo, ich habe bis 29.05.2010 elternzeit, bei meinem jetztigen arbeitgeber beantragt.((insgesamt zwei jahre) jedoch habe ich mich in meiner elternzeit nach einem neuen job umgesehen und einen gefunden. dieser soll schon ab dem 18.januar bginnen. nun meine frage kann ich in der elternzeit kündigen?kann man meine kündigungsfrist von 3 monaten umgehen oder sollte ich meinen jetzigen chef um einen aufhebungsvertrag bitten?und kann man in der elternzeit voll arbeiten(40h)?
danke für eure antworten

Beitrag von myimmortal1977 03.12.09 - 21:54 Uhr

Was möchtest Du denn arbeiten? Vollzeit?

Wenn Du einen unbefristeten Vertrag bei Deinem alten AG hast, würde ich ihn nicht so schnell aufgeben.

Ich würde, wie vom Gesetzgeber erlaubt, bei dem neuen AG mit bis zu 30 Std. Woche anfangen.

Deinen alten AG musst Du parallel über die Aufnahme der Beschäftigung schriftlich informieren.

Bei Deinem alten AG würde ich die Elternzeit bis auf 3 Jahre verlängern.

Somit hast Du die Sicherheit, dass der neue Job auch was wird. Denn falls er nichts wird, Du z. B. in der Probezeit gekündigt wirst, hast Du nichts mehr. Und das wäre schön blöd.

So würde ich es machen. Bei neuem AG 30 Std. d. Woche beginnen, Elternzeit beim alten AG auf 3 Jahre verlängern und dann sicher rüber rutschen.

Du musst Deinen alten Vertrag eine 3 monatige Kündigungsfrist einhalten, wenn Du kündigen möchtest. Ein Aufhebungsvertrag wird nur unter bestimmten Voraussetzungen gemacht.

LG Janette

Beitrag von windsbraut69 04.12.09 - 08:08 Uhr

"Deinen alten AG musst Du parallel über die Aufnahme der Beschäftigung schriftlich informieren. "

Allein die Information reicht nicht aus.
Sie braucht die Genehmigung, die allerdings nur in begründeten Fällen verweigert werden darf.

LG

Beitrag von myimmortal1977 04.12.09 - 13:35 Uhr

Im Gesetz steht aber, dass man es dem AG mitteilen muss, wenn der AG binnen 4 Wochen nichts Gegenteiliges ausspricht, gilt die Arbeitsaufnahme als genehmigt.

LG Janette

Beitrag von windsbraut69 04.12.09 - 20:37 Uhr

Dann ist es eine stillschweigende Erlaubnis.
Wir sind uns einig, dass er zustimmen muß, wenn auch stillschweigend und dass er ablehnen kann, ja?

LG

Beitrag von kathymaeuschen 03.12.09 - 21:58 Uhr

ich wollte wieder voll arbeiten. mit meinem alten ag bin ich nicht mehr zufrieden und da ich ja nun ein kind habe ist mein alter arbeitsplatz zu weit entfernt. unter welchen vorraussetzungen kann so ein aufhebungsvertrag gemacht werden?

Beitrag von myimmortal1977 03.12.09 - 22:03 Uhr

Ein Aufhebungsvertrag zieht eigentlich eine Abfindung nach sich.

Wenn Du um jeden Preis kündigen willst, dann musst Du in dem Falle schlau sein.

Gehe zu Deinem alten AG und erzähle ihm, dass Du ggf. so wie so nicht wieder zurück kehren möchtest. Du aber bereiter wärst, Deinen alten Arbeitsplatz aufzugeben, wenn er Dir einen "Bonus" zahlt, so zu sagen eine Entschädigung zur Aufgabe Deines Arbeitsplatzes.

Versuchen kann man es, aber erzähle ihm nichts von dem neuen Arbeitsplatz. In dem Falle zumindest nicht.

Wenn gar nichts geht, kannst Du immer noch mit 3 monatiger Frist zum Ende der EZ kündigen.

LG Janette

Beitrag von kathymaeuschen 03.12.09 - 22:08 Uhr

danke für deine antwort. schönen abend noch.

Beitrag von windsbraut69 04.12.09 - 08:11 Uhr

Vergiß als Allererstes die Abfindung :)

Voraussetzung für den Aufhebungsvertrag ist, dass Dein AG sich darauf einläßt.

LG

Beitrag von windsbraut69 04.12.09 - 08:10 Uhr

Eine Abfindug kommt nur dann ins Spiel, wenn der AG etwas vom AN möchte....
Da sie dort eh nicht mehr arbeiten kann und möchte, hat sie ganz schlechte Karten, einen Deal zu machen.
Warum sollte der AG ihr noch Geld dafür geben, dass sie ohnehin kündigen muß, weil sie nicht so weit fahren will oder kann?

In diesem Fall ist sie ja auf das Wohlwollen des AG angewiesen, um die Kündigungsfrist zu umgehen.

LG

Beitrag von myimmortal1977 04.12.09 - 13:41 Uhr

Deswegen habe ich der TE ja auch geschrieben, dass sie die Variante VERSUCHEN, in so einem Fall aber bestimmte Voraussetzungen gelten, kann und dabei "schlau" vorgehen sollte.

Mein AG bietet fast jedem Mitarbeiter nach der EZ eine Abfindung an. Da die Arbeitsplätze fast immer anderweitig vergeben sind.

Kommt ja immer auf den AG an... Aber viele sind froh, wenn der Mitarbeiter nach der EZ nicht mehr zurück kehren möchte.

LG Janette

Beitrag von windsbraut69 04.12.09 - 20:35 Uhr

Sie kann oder will doch gar nicht wieder dort arbeiten.
Das wird er wissen und somit kann er ganz entspannt abwarten.

Wenn sie jetzt mit der Bitte um vorzeitige Kündigung bzw. Verzicht auf die Kündigungsfrist an ihn herantritt, wie soll sie ihm da noch eine Abfindung aus den Rippen leiern?

LG