... mein Partner ist Witwer .... Umgang mit der "Ex-Frau"...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von macht mich traurig 04.12.09 - 07:04 Uhr

Hallo,

seit 7 Monaten bin ich mit meinem neuen Partner zusammen. Wir haben so ziemlich die gleiche Lebenseinstellung, sind beider alleinerziehend, alles klappt halt so wie es in Beziehungen, die nicht zusammen wohnen und jeder sein "eigener Chef" ist.

Wir sind ja auch noch in der "Aufbauphase" ;-)

Die Frau meines Partner ist vor vier Jahren gestorben.

Nun ist es so, dass in der Wohnung natürlich Bilder hängen, von ihr, was ich auch o.k. und gut finde, sie ist ja schliesslich die Mama seiner Kinder. Dass in Fotocollagen eben auch Fotos dabei sind, wo er und sie sich küssen, auch ein Hochzeitsfoto usw. ist eben so und damit komm ich auch wohl klar.

Auf seinem Nachtschrank stehen aber auch noch ein Fotos aus alten Zeiten. "Die beiden" mit Kind beim Fotographen (ca. 15 Jahre alt) und ein Bild von "den beiden" als sie mal in Urlaub waren.

Es ist schon komisch, wenn man in seinem Bett liegt, das Licht ausmacht und auf die Bilder schaut..... es tut schon weh, wobei ich eben auch nicht verlangen kann, dass er die Bilder wegnimmt, aber so Bett ist es für mich wirklich schwer, zumal man ja aus beim #schwimmer immer die Bilder dabei hat.

Kenn das jemand von Euch, es ist schwierig für mich, ihn darauf anzusprechen, aber auf Dauer muss es wohl sein, oder ist das zu egoistisch von mir?...

etwas traurige grüsse....

marie

Beitrag von petra1982 04.12.09 - 07:08 Uhr

kennen nicht, aber ich versteh ihn. sie ist gestorben, er hat sie geliebt und vieleicht tut er es immer noch....was nicht heisst das er dich nicht liebt.....lass ihm die erinnerung.....selbst bei uns, wo die ex noch lebt und kein guter kontakt da ist, haben bilder von ihr mit den kindern bei uns. sie ist ein teil seines lebens....ist sicher schwer für dich sie unbedingt am bett stehen zu haben.....

Beitrag von diewildehilde 04.12.09 - 07:12 Uhr

Seh ich genauso.

Beitrag von gh1954 04.12.09 - 08:00 Uhr

Ich würde ihn auf die Bilder im Schlafzimmer ansprechen.

Vielleicht hat er sich darüber noch keine Gedanken gemacht, weil die Bilder schon so lange da stehen, dass er sie gar nicht mehr "sieht".

Deine "etwas traurige grüsse.... " verstehe ich nicht.

Beitrag von amory 04.12.09 - 08:16 Uhr

hallo,

ich denke, die bilder in der wohnung musst du akzeptieren, das leben mit ihr ist ein teil von ihm und vor allem ach ovn seinen kindern.

auf die bilder im schlafzimmer würde ich ihn aber mal ansprechen, denn das fände ich nciht gut und auch nur schwer zu akzeptieren.
ich dneke, deine begründung ist nachvollziehbar und du willst ja nciht, dass er die erinnerung an sie völlig as seinem leben streicht.
nur eben aus dem schlafzimmer. und das finde ich ok.

eine freundin von mir ist ahc mit einem witwer zusammen, sie selbst hat ebenflass ihren partner verloren.
als sie zu ihm geziogen ist haben sie gemiensam ein neues shclafzimmer gekauft, da in beiden vorhandenen betten die "alten" partner mal gelegen haben und sie einen neuanfang wollten.

von daher denke ich, dein wunsch ist verständlich.

gruß, amory

Beitrag von petra1982 04.12.09 - 09:06 Uhr

hallo,

ich mein wenn es die geschiedene frau wäre würde es mich auch nerven, oder ich könnte es nicht tolerieren....aber sie ist gestorben und das ist ja soweit ich lesen konnte, ein familienfoto mit kind. vieleicht stellt er es ja woanders hin wenn sie es ruhig anspricht.....

Beitrag von hoda1979 04.12.09 - 10:00 Uhr

Liebe Marie,

ich verstehe dich sehr gut.

Allerdings brauchst du ja von einer Verstorbenen keine Konkurrenz befuerchten. Deshalb waere es vielleicht sinnvoll, dich mal zu fragen, warum genau die Bilder dich so stoeren. Hast du denn z.B. das Gefuehl, dass dein Partner dich als eigenstaendige Partnerin liebt, oder vergleicht er dich z.B. haeufig mit seiner Frau, kommt es dir vor, als sucht er Ersatz? Wie wuerde es dir gehen, wenn er Bilder anderer Personen auf dem Nachttisch haette (Eltern oder wen auch immer) - geht es also darum, dass du zumindest im Bett mit ihm prinzipiell "allein" sein willst, oder fuerchtest du, dass er seine Frau auch in dieser Hinsicht vermisst und eigentlich lieber mit ihr da liegen wuerde? Die Antworten koennen dir vielleicht helfen, etwas lockerer damit umzugehen.

Fuer deinen Freund ist es sicher sehr schwer, sich nach einem solchen Schicksalsschlag (obwohl es ja schon laenger her ist) wieder auf eine Beziehung einzulassen. Und seine Frau wird immer wichtig fuer ihn sein, ja, er wird sie wohl auch immer auf eine gewisse Art lieben. Aber das hat nichts mit dir zu tun und braucht dich, wenn eure Beziehung ansonsten stimmt, nicht beunruhigen. Ihr seid ja auch noch relativ frisch zusammen. Wenn sich das intensiviert, z.B. wenn ihr irgendwann zusammenzieht (weiss ja nicht, ob das geplant ist), koennte es sein, dass dein Partner zumindest die Bilder im Schlafzimmer von ganz allein da wegnimmt. Bis jetzt ist es eben einfach noch sein Reich mit Teilen seines bisherigen Lebens.

Trotzdem meine ich, wenn es dich zu sehr belastet, sprich ihn doch ruhig darauf an. Du bist ja, was ich sehr gut finde, ansonsten bereit, die "Praesenz" seiner Frau zu akzeptieren, nur eben nicht im Schlafzimmer. Wenn dein Partner also wirklich an DIR interessiert ist, wird er dich sicherlich verstehen koennen und dir die Bitte erfuellen.

LG Hoda

Beitrag von badguy 04.12.09 - 11:24 Uhr

Zunächst einmal tut mir das natürlich sehr leid für ihn, dass er einen solchen Schicksalsschlag verkraften muss.

Aber alles hat seine Zeit. Er hatte eine Zeit in der verheiratet war und die ist seit 4 Jahren vorbei.

Seit 7 Monaten gibt es jetzt dich, eure Zeit läuft gerade und ich finde es in diesem Rahmen einfach nicht passend, wenn das Bild der Ex-Frau auf seinem Nachtisch steht und nein, ein Hochzeitsbild finde ich auch nicht angemessen.

4 Jahre sollten reichen, um sich emotional zu trennen. Bitte nicht falsch verstehen, d. h. nicht, dass er sie nicht in seinem Herzen bewahren soll, er soll nur der Gegenwart und auch der Zukunft eine faire Chance einräumen.

Meint

badguy

Beitrag von sakirafer 04.12.09 - 12:20 Uhr

Hallo Marie,

ich glaube, es sind nicht nur die Bilder. Ich kann mir vorstellen, dass man sich schon dessen bewußt ist, dass der PArtner sicher noch mit seiner Frau zusammen wäre, wenn sie nicht gestorben wäre.

Sie haben sich nicht freiwillig getrennt, sondern wurden auseinandergerissen.

Ich kann deinen Partner verstehen, dass er seine Frau nicht aus seinem Leben verbannen will, aber ich kann auch nachvollziehen, dass dich manche Bilder stören.

Vielleicht kannst du deinem Partner erklären, dass du möchtest, dass die Fotos aus dem Schlafzimmer weg gestellt werden, da du dann das Gefühl hast, ihr wäret zu dritt im Schlafzimmer. Sicher gibt es andere Plätze, an denen er die Bilder aufstellen kann, ohne dass sie dich stören.

Und ich denke, je näher ihr euch kommt umso präsenter wirst du auch in seiner Wohnung.

ich würde versuchen, dass Thema vorsichtig anzusprechen.

GLG

Sara

Beitrag von schullek 04.12.09 - 20:21 Uhr

hallo,

lass ihm zeit. es ist eben nicht die gleiche situation wie eine 'normale' trennung. er hat die frau geliebt und vermisst sie für immer. aber die art und weise wird sich mit der zeit immer mehr ändern.
als meine mutter4 oder 5#kratz jahre nach dem tod meines vaters ihren neuen partner kennenlernte war genau das auch schwer für ihn. bei uns standen bilder meines vaters und natürlich haben wir auch über ihn gesprochen. als teil unseres lebens eben. noch heute, fast 12 jahre später ist es nicht elicht für ihn zu wissen, das meine mutter nicht mit ihm zusammen wäre, wenn mein vater nicht gestorben wäre. auch wenn es albern ist, aber er fühlt sich dann als zweite wahl. aber so einfach ist das ja eben nun einmal nicht. er sagt diese dinge nicht offen, aber ich kenne ihn mittlerweile sehr gut, wir stehen uns nahe und da merke ich diese dinge natürlich.
und wie gesagt, beide haben gelernt ihren weg zu gehen. mein vater istb weiterhin teil der familie, der natürlöich nicht erschwiegen wird, aber er hat seinen platz als partner an der seite meiner mutter geräumt. oder wurde geräumt. und das ist auch gut so,.
ich denke dein partner braucht einfach noch zeit sich in die situation zu finden. das mit den bildern im schlafzimmer würde ich ansprechen, denn das ist tatsächlich für dich unangenehm. mit allem anderen kommst du ja, wie du sagst fürs erste klar. eventuell ist dein partner einfach auch noch in einem zwiespalt, was nicht bedeutet, dass er dich nicht als partnerin will. aber schuldgefühle, die alten gefühle etc. sind natürlich präsent und verschwinden nicht einfach. wie gesagt, ich würde bis auf das schlafzimmer geduld bewahren und abwarten.

lg,

schullek

Beitrag von liannede 19.11.10 - 18:22 Uhr

Hallo, ich bin in einer fast gleichen Situation. Er ist seit 14 Jahren verwitwet. Wir kennen uns ein halbes Jahr. Er hat überall Bilder von seiner verstorbenen Frau hängen und stehen, zeigte mir noch Kleidung von ihr und Schmuck. Das alles will er für immer so lassen wie es ist. Und oft erwähnt er sie auch: "Bei meiner Frau...", "mit meiner Frau ...".
Wenn ich ihm einen Vorschlag betreffs Urlaub mache sagt er: "dort war ich schon mit meiner Frau". Wir sehen uns nur einmal in der Woche. Ich machte den Vorschlag, am Samstag zu einem Vortrag mit ihm zu gehen, da sagte er strikt: "Nein, da hat meine Frau Geburtstag und ich gehe zum Grab". Ich finde es erstaunlich und einerseits wirklich gut, dass ein Mensch so lange an seiner großen Liebe hängt, aber für mich ich das sehr schlimm. Es stört mich auch, dass er recht geizig ist und nur immer erwähnt, was er seiner Frau alles gekauft hat bzw. was für große Reisen sie gemacht haben.
Sollte ich besser wieder alleine sein? Ich hatte noch nie richtig Glück mit den Männern, bin sehr traurig, und dachte, dieses Mal hätte es klappen können.
LG Lianne