für alle zur Info wg. Mitteilung der Schwangerschaft beim AG

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von mamanata 04.12.09 - 09:12 Uhr

Ich hab mich mal informiert :-)

Folgendes steht im Arbeitsgesetzbuch:

"(5) ... werdende mütter sollen dem arbeitgeber ihre schwangerschaft und den mutmaßlichen tag der entbindung mitteilen, sobald ihnen ihr zustand bekannt ist. auf verlangen des arbeitsgebers sollen sie das zeugnis eines arztes oder einer hebamme vorlegen. der arbeitgeber hat die aufsichtsbehörde unverzüglich von der mitteilung der werdenden mutter zu benachrichtigen. er darf die mitteilung der werdenden mutter dritten nicht unbefugt bekannt geben. ..."

Also, theoretisch müsste man es ihm mitteilen sobald man weiß, dass man schwanger ist. Aber, wenn der Arbeitsplatz es zulässt, kann man sicherlich noch eine Weile warten, bis es definitiv v. FA bestätigt wurde u. alles ok ist. Man muss aber auch bedenken, dass der AG seiner Sorgfaltspflicht, etc. nicht nachkommen kann, wenn er über die SS nicht informiert wurde.

Aber ich denke das muss jede Frau für sich selbst entscheiden, wann der richtige Zeitpunkt (abhängig v. eigenen Zustand u. Arbeitplatz) für die Info ist. Aber lt. Arbeitsgesetz sobald man von der SS weiß...

Liebe Grüße
Nata

Beitrag von lillyputik 04.12.09 - 09:15 Uhr

Und auf keinen Fall dem Arbeitgeber eine Kopie vom Mutterpass vorlegen! Manche AG wollen dadurch 5 Euro Gebühr für die Schwangerschaftsbescheinigung sparen, die vom AG erstattet werden müssen.

Beitrag von booo 04.12.09 - 09:40 Uhr

Meine Güte, man kann dem Ag ja auch mal nen Gefallen tun.

ich hatte zwar ie BEscheinigung und auch 5 € gezahlt, hab sie mir von meinem AG aber nicht erstatten lassen.

Beitrag von lillyputik 04.12.09 - 09:45 Uhr

Eine Kopie vom Mutterpass wäre auch ein Gefallen?
Das geht den AG nichts an. Und für manche Menschen sind 5 Euro auch viel Geld.

Beitrag von booo 04.12.09 - 10:37 Uhr

Wenn mein Ag fragt ob er eine Kopie statt der Bescheinigung haben kann, klar warum nicht? Auf der Seite mit dem ET steht sonst nichts weiter. Nichtmal mein Name steht da.

5 € sind für mich viel geld, trotzdem wäre ich mir total dämlich vorgekommen zu bitten mir diese zu erstatten.

Beitrag von gurkenbrot 04.12.09 - 09:24 Uhr

Hej,

Aber in dem Text steht ja immer noch "sollen" und nicht "müssen" ;-)

Ich habs meinem Chef auch direkt gesagt, weil es bei mir einfach gewisse körperliche Tätigkeiten gibt, die ich nicht unaufällig weglassen kann. Das ist mir dann doch wichtig...

Wer einen Job hat bei dem es nicht so drauf ankommt oder ne beschwerdefreie erste Zeit in der Schwangerschaft, der soll doch ruhig warten, bis er sich sicher fühlt, bis zu 12ten Woche. Das ist immer noch ausreichend Zeit für den AG und nicht jede möchte eben, das wenn es schiefgeht, der Chef das auch weiss. Kann ich gut verstehen.

Gruß,

gurkenbrot

Beitrag von nisivogel2604 04.12.09 - 09:24 Uhr

Und du hast da was vöölig falsch verstanden.

Da steht doch ausdrücklich: SOLLEN, nicht MÜSSEN. das ist ein großer Unterschied.

Also MUSS man laut Gesetzt GAR NICHTS.

LG

Beitrag von mamanata 04.12.09 - 09:34 Uhr

Das Arbeitsgesetz dient vor allem dem Schutz der Arbeitnehmer und da es kaum ein Gesetz gibt in dem MUSS steht, ist es als Schutz für die schwangere Arbeitnehmerin zu verstehen. Denn nur wenn der AG über die Schwangerschaft Bescheid weiß, kann er gewisse Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Möchte die ANin diesen Schutz genießen, sollte sie es dem AG mitteilen. Zwingend kann sie natürlich niemand und es ist ihre freie Entscheidung wann sie es ihm sagt.

Ich persönlich finde es ab der 12 SSW angebracht, aber, wie gesagt, das muss jede Frau für sich entscheiden.

Wollte euch nur mal schreiben was dazu im Gesetzbuch steht...

Grüssili

Beitrag von mamanata 04.12.09 - 09:36 Uhr

Das Arbeitsgesetz dient vor allem dem Schutz der Arbeitnehmer und da es kaum ein Gesetz gibt in dem MUSS steht, ist es als Schutz für die schwangere Arbeitnehmerin zu verstehen. Denn nur wenn der AG über die Schwangerschaft Bescheid weiß, kann er gewisse Sicherheitsvorkehrungen treffen.

Möchte die ANin diesen Schutz genießen, sollte sie es dem AG mitteilen. Zwingend kann sie natürlich niemand und es ist ihre freie Entscheidung wann sie es ihm sagt.

Ich persönlich finde es ab der 12 SSW angebracht, aber, wie gesagt, das muss jede Frau für sich entscheiden.

Wollte euch nur mal schreiben was dazu im Gesetzbuch steht...

Grüssili

Beitrag von mira1978 04.12.09 - 09:40 Uhr

Hallo,

bin auch der Meinung müssen tut man gar nicht. Allerdings hat man dann auch keinerlei Ansprüche, deswegen soll man es ja sagen. Das ist ein kleiner aber feiner Unterschied.
Hab es meinem AG erst in der 16. Woche gesagt und das ist vollkommen legitim, hat mein FA auch gleich gesagt.


LG

Beitrag von inoola 04.12.09 - 10:34 Uhr

das ist ja alles schön und gut das da "sollen" und nicht "müssen" steht.
das ist also dann jeder frau selbst überlassen. aber falls was passiert, und das dann auf die arbeit zurück zu führen ist (stress, heben, chemie), kann sie jammern so viel sie will, da hat sie dann selber schuld gehabt. da bekommt sie eher noch einen rüffel von allen seiten weil sies nicht gesagt hat.

und ich denke es gibt einige frauen die sich sagen: hm ich bin ja noch nicht über die 12te woche weg, ich sags mal nicht. huch da ist ein karton, den heb ich mal, binja noch nich so weit.
oder man arbeitet mit chemie und denkt sich, naja, es ist 5 jahre nix passiert, wieso denn jetzt?
man sagt sich dann, och ich bin noch nich so weit, andere frauen wüssten jetzt gar nich das sie ss sind und arbeiten trotzdem. ich bin ja nich krank, sondern nur ss.
es kann so schnell was passieren. oder frau bückt sich um ein regal auszuwischen, kommt hoch, hat ein schwindelgefühl und kippt um, gegen einen stuhl oderso. (wenn sies gesagt hätte, hätte sie evtl nicht so hemmungen sich wegen kreislauf krankschreiben zu lassen)
es gibt viele blöde zufälle die es geben ->kann<- nicht muss.
in den meisten fällen geht es ja auch gut. und wenn man im büro arbeitet und nebenbei chatten oder foren lesen kann, ist das vermutlich nicht so gefärhrlich.

wie gesagt, jedem das seine, aber ich habs gleich gesagt. weil mir das einfach zu riskant war. ich hab dann die arbeiten weggelassen wo ich wusste das, dass schädlich ist (chemiedämpfe), aber mein sitznachbar musste das dann manchen (hatte den selben effect als wenn ich das selbst gemacht hätte). mein arzt hat gesagt das mein arbeitsplatz geprüft werden soll. das hab ich meinem chef gesagt und seit dem hab ich von meinem chef ein BV.

man muss ja nicht immer gleich ein BV bekommen. aber ich finde der chef sollte die möglichkeit haben den arbeitsbereich so zu gestalten das es gefahrlos für schwangere ist.

also ich finde es hat schon seinen sinn das in dem gesetz empfohlen wird, das man es sagt, zum schutz von mutter und kind.

für die , die es nur schnell sagen wollen wegen kündigungsschutz. wenn man die kündigung bekommt, hat man noch 2 wochen zeit nachzuweisen das man ss ist, und damit ist dann die kündigung ungültig.

lg inoo sorry das der text jetzt so lang wurde :)