Geburtshilfe durch FA?!

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von sallycat 04.12.09 - 10:07 Uhr

Guten Morgen!
Ich hab da mal ne Frage - wahrscheinlich eher an Mamis, die schon ein Kind haben...
Mein FA - mit dem ich sehr zufrieden bin - ist bisher auch Belegarzt in der Klinik, in der ich gerne entbinden möchte - und zwar nicht "nur" für OPs, sondern auch für die Geburtshilfe.
Nun war ich bei einem seiner Kollegen (ebenfalls dort Belegarzt) zum 3D Ultraschall. Der war auch sehr nett und macht ebenfalls Geburtshilfe.
Mein "eigentlicher" FA hört nun aber mit der geburtshilfe auf, weshalb mir sein Kollege sagte, ich könnte ja dann nochmal auf ihn zukommen, wenn es so weit ist (wegen geburtshilfe und so).

Was macht denn der FA bei der Geburt?! Ich hatte gedacht, dass ich einfach den FA "akzeptieren" muss, der dann grad da ist - oder wird der "eigene" angerufen und kommt dann in die Klinik?! Oder kann das vielleicht irgendwie wieder mit meinem Status als Privatversicherte zusammenhängen?! da habe ich ejtzt nämlich schon die tollsten sachen erlebt, allerdings NICHT bei den beiden...

Kann mir das jemand sagen (also: was macht der "eigene" FA bei der Geburt?)

Danke!!

Sallycat

Beitrag von m.lena 04.12.09 - 10:12 Uhr

Das was jeder andere Arzt bei der Geburt auch macht: Nämlich bestenfalls gar nichts... Ärzte sind bei Geburten normalerweise nebensache. Trotzdem wird sich die Hebi mit ihm absprechen, ob man z. B. die Fruchtblase aufmacht, oder Wehen verstärken muss etc. Meistens wird der Arzt erst bei den letzten Wehen hinzugerufen, damit man bei Komplikationen gleich reagieren kann...

Wenn du also eine Hebi hast, die du gern magst, dann ist dir das garantiert piepegal welcher Arzt da rumsteht.

Ich hab übrigens auch meinen FA bei der Geburt dabei gehabt und werde ihn wahrscheinlich auch wieder dabei haben.

LG Lena + #ei 15. SSw

Beitrag von rosellina 04.12.09 - 10:17 Uhr

Eigentlich braucht man keinen FA bei der Geburt, die Frauen und Hebammen koennen das auch super alleine... ;-)

Der FA wird nur bei Komplikationen dazugeholt.

Bei mir kam die FA des KH, in dem ich entbunden habe, erst als die Lage etwas kritisch wurde - und da war mir auch schon egal, welcher FA jetzt dabei war.

Mein FA arbeitet auch im KH, aber es ist nicht ueblich, den eigenen Arzt bei der Entbindung anzurufen, es assistiert der diensthabenden Arzt, wenn noetig.

Gruss.
rosellina

Beitrag von inkognito1810 04.12.09 - 10:20 Uhr

Ich frage mich immer, wieso alle davon ausgehen, dass ein Arzt etwas mit der Entbindung zu tun hat? Die Hebammen sind die einzigen, die eine normale Geburt leiten >dürfen<, Ärzte sind zur Zierde, und ggf. bei Komplikkationen gefragt, denn Hebammen dürfen keine intensivmedizinischen Dinge entscheiden/ durchführen, und auch für Saugglocke und Zange muss der Arzt anwesend sein.
Ansonsten kontrolliert er nur, ob die Plazenta vollständig ist, und kommt kurz vor der richtigen Geburt (ca. 15 Min. vorher) und wartet geduldig, bis die Plazenta geboren wurde, beurteilt, und geht. Genauso der Kinderarzt, denn die Hebammen sind diejenigen, die die U1 machen, über Wehenmittel entscheiden, Dammschnitte vornehmen und diese auch nähen, das CTG beurteilen -das macht kein Arzt, außer es ist ein Notfall.
Nur die PDA legt ein Anästhesist.

Dh es ist völlig egal, welcher Arzt hinzukommt, denn du wirst ihn kaum wahrnehmen.

Beitrag von nisivogel2604 04.12.09 - 10:22 Uhr

Wenn er Belegarzt ist und du bei ihm in Behandlung dann wird er gerufen wenn die geburt bei dir ansteht. Dann hast du deinen Arztund keinen fremden. Da die Ärzte aber sowieso nur reinrauschen, sich evtl. auf den Bauch der gebärenden werfen und am Kind rumpopeln kann man darauf eigentlich verzichten.

Ich kann dir von daher zu einer sinnvollen Beleghebamme raten denn mit er wirst du wesentlich mehr Zeit verbringen.

lg

Beitrag von torro06 04.12.09 - 10:23 Uhr

Hallo!

Bei meiner ersten Geburt (noch in Deutschland) war es so, dass in der Endphase zuerst "nur" die gerade anwesende Ärztin dabei war.
Als es dann aber zu Komplikationen kam, wurde dann mein eigentlicher Frauenarzt gerufen. Der kam dann auch sofort -noch im Golfoutfit- und hat meinen Sohn auf die Welt geholt.

Bei der zweiten Geburt habe ich schon in Belgien gelebt & hier wird der eigene Frauenarzt gerufen sobald die Geburt richtig los geht. Der ist dann auf jeden Fall bei der Geburt dabei.

Ich würde mal sagen, wenn alles komplikationslos verläuft, macht der FA während der Geburt nicht viel. Kommt es aber zu Problemen greift er ein (Kristeller Handgriff, Saugglocke..)
Gerade bei der ersten Geburt, als einfach nichts mehr ging, war ich schon ganz froh, einen vertrauten Arzt um mich zu haben.

LG & eine schöne Geburt,
Kathrin mit Tijntje, Anton & Knirps

Beitrag von conzy 04.12.09 - 11:01 Uhr

Hallo Sallycat,

also ich hatte bei der Geburt meines Sohnes weder eine Beleghebamme noch den eigenen Arzt dabei. Ich hatte ein Team aus "älterer" Hebamme und junger Ärztin. Während die Hebamme nicht ganz so auf mich einging, tat dies die Ärztin. Ich weiß nicht mehr genau, wieviel früher sie bei der Geburt anwesend war. Aber da es irgendwann nicht mehr weiterging habe ich auf ihr Anraten hin endlich Wehenmittel genommen und einen Dammschnitt erhalten. Sie hat diesen Schnitt auch später genäht.
Ich musst mich also im KH auf die Kompetenz der Ärztin und der Hebamme (die ich beide nicht kannte) verlassen. Richtig bei Sinnen war eigentlich nur mein Mann, aber fachlich hatte der natürlich genauso wenig Ahnung wie ich bei Komplikationen....

Was ich damit sagen will: Die Ärztin hat für mich schon eine wichtigere Rolle gespielt und wenn Du die Möglichkeit hast entweder eine Beleghebamme oder einen Belegarzt, zu denen Du Vertrauen hast und weißt, dass sie in Deinem Sinn handeln, in Anspruch zu nehmen, würde ich es tun.

Alles Gute!:-D

LG
Conzy

Beitrag von anja1968bonn 04.12.09 - 11:05 Uhr

Vom ersten CTG bei Ankunft im KH über die Geburt haben mich insgesamt drei Hebammen begleitet - war halt zwischendrin mal Schichtwechsel und viel zu tun.

Nur die PDA hat ein Anästhesist gelegt - alles andere vorher (Fruchtblase sprengen, Wehentropf etc. bis zum Nähen am Schluss) haben die Hebammen gemacht.

Bei mir war es am Ende etwas kritisch, weil ich nicht richtig pressen konnte - eine Oberärztin hat mir dann kurz auf den Bauch gedrückt: außer an die Haarfarbe kann ich mich an nichts mehr von der Frau erinnern ...

LG

Anja

Beitrag von schnatterinchen 04.12.09 - 11:24 Uhr

Also mir war es ganz und garnicht egal, welcher FA denn nun bei der Geburt dabei war. Johanna wurde wegen verschiedener Probleme mit der Saugglocke geholt und wenn mich jemand gefragt hätte, wer das machen soll, hätte ich bestimmt nicht den genommen, der es dann gemacht hat. Der blöde Kerl wäre besser Metzger geworden, statt FA. Kein einziges Wort der Erklärung, nur angemotzt hat der mich. :-[ (War der Chefarzt der Frauenheilkunde-Abteilung- der Chefarzt hat der Geburtshilfe hat sich am nächsten Tag bei mir entschuldigt. Dem hab ich viel mehr vertraut und da wäre es sicher anders gelaufen!!!)

Liebe Grüße, schnatterinchen, die sich für eine Beleghebamme entschieden hat (bei der hat meine Schwester ihre Tochter vor vier Jahren ganz ohne FA zur Welt gebracht...)

Beitrag von sallycat 04.12.09 - 12:58 Uhr

HERZLICHEN DANK EUCH ALLEN!

Jetzt weiß ich schon mehr - und kümmere mich dann wohl lieber um eine Hebamme (hab ich schon angefangen, aber noch nicht abgeschlossen)

Lieben Dank für Eure Antworten!

Sallycat