ehe am ende?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von sterntaler76 04.12.09 - 16:48 Uhr

Hallo!

Ich bin schon seit längerer Zeit sehr unzufrieden in meiner Partnerschaft. Bin seit 3,5Jahren mit meinem Mann verheiratet, kennengelernt haben wir uns vor 5 Jahren. Seitdem unser Sohn (3) da ist kriselt es sehr häufig bei uns. Zudem leben wir in einer Patchworkfamilie - mein Mann hat noch einen 9jährigen Sohn, der bei seiner Mutter lebt und jedes 2.WE bei uns ist.
Krisenthemen sind immer wieder: Geld, Freizeit, Hobbies...
Mein Mann arbeitet Vollzeit, als Hobbies hat er Tennis und Fussball. Fussball spielt er im Sommer 1x/Wo und Tennis 1-2X. Im Winter spielt er unregelmässig Tennis, ab und zu 1x/Wo.
Ich arbeite ca. 12h/Wo, kümmere mich um unseren Sohn und mache den Haushalt. Hobbies: keine, da zu teuer:-[ Ich würde gern 1x die Woche Sport im Fitnessstudio machen. Das würde im Monat ca. 25€ kosten. Mein Mann meint, ich könne stattdessen ja das Angebot im Sportverein nutzen. Habe ich auch gemacht, aber die Kurse dort sind sowas von langweilig...Jedenfalls darf ich einfach nicht das machen, was ich möchte und das nervt!! Ich möchte ja schliesslich nicht Golf spielen...Mich ärgert einfach, dass ich alles was ich vorhabe mit ihm ausdiskutieren muss und am Ende habe ich bisher resigniert und gar nichts gemacht. Wenn ich mich abends mit Freunden treffen möchte gibts ne riesige Diskussion. Wenn ich zum Friseur gehen möchte (ca. alle 8 Wochen) gibts ne Diskussion - ich könne mir die Haar ja lang wachsen lassen, das sähe besser aus und spart Geld..
Ich fühle mich einfach in Allem eingschränkt und bevormundet. Zudem bleibt der grösste Teil der Hausarbeit und Kindererziehung auch an mir kleben.
Ich war vor 2 Wochen schon bei einer Familienberatungsstelle. Dort hat der zuständige Psychologe aber erstmal nur zugehört und keine Ratschläge erteilt. Und mein Mann möchte dort nicht mithinkommen. Hat sich tierisch darüber aufgeregt, das ich dort überhaupt hingehe.
Insgesamt ist er oft aufbrausend, wehleidig, bestimmend..Wenn wir uns zusammen mit Freunden treffen, habe ich oft gar keine Lust mich an Gesprächen zu beteiligen, da mein Mann eh alles besser weiss..Und gelacht haben wir schon lange nicht mehr zusammen. Es ist täglich ein ständiger Kampf, Rechthaberei, gegeneinander Aufrechnenwer wieviel Freizeit hat und wer davon dies und das machen darf...Das Zusammenleben mit ihm macht einfach kein Spass mahr, es ist nur frustrierend. Ich bin gefühlsmässig schon so weit weg, dass ich gar nicht mehr sagen kann, ob ich ihn überhaupt liebe. Ich will aber nicht, dass unser Sohn ohne Papa aufwachsen muss. Würde so gerne wieder eine gleichberechtigte harmonische liebevolle Partnerschaft mit meinem Mann führen, bloss wie??

Beitrag von silk.stockings 04.12.09 - 16:52 Uhr

Seit wann ist das so?

Du verdienst doch dein eigenes Geld, was hindert dich daran dich im Fitnessstudio anzumelden? Und über Frisörbesuche würde ich erst gar nicht diskutieren.

Beitrag von sterntaler76 04.12.09 - 17:02 Uhr

Das alles ist ungefähr seit der Geburt unseres Sohnes so. Hat schleichend zugenommen..Habe damals wieder angefangen zu arbeiten als unser Sohn 3 Monate alt war. Bin seitdem dort auf 400€ Basis beschäftigt. In ein paar Monaten kann ich dort aber mehr h machen.
Klar habe ich "mein eigenes Geld". Aber wir werfen alles in einen grossen Topf...und da muss es eben gleichberechtigt zugehen, d.h. mein Mann zahlt relativ wenig für seinen Sport, da beides im Verein ist, also darf ich seiner Meinung nach auch nicht mehr für mich ausgeben.
Das Problem ist, dass wir wenig finanziellen Spielraum haben. Aber ich werde noch verrückt, wenn ich hier nicht mal rauskomme! Ich möchte mal wieder unter leute und auch beim Sport macht es mir mehr Spass an einem Kurs teilzunehmen.Habe keine Lust alleine draussen vor mich hinzujoggen oder allein zu Hause Sport zu machen.
Es sind eben immer wieder die gleichen Diskussionen. Und das zerrt an meiner Kraft. Zudem fühle ich es so, dass er meine Arbeit nicht anerkennt, da ich nicht vollzeit arbeite. Er meint, ich hätte ja sowieso viel mehr Freizeit als er, warum ich ´mich überhaupt beschweren würde.
Ausserdem sitze ich hier auf dem Dorf fest ohne Auto :-( Das Auto beansprucht jeden Tag mein Mann. Er fährt damit zur Arbeit, obwohl er so zentral in der Stadt arbeitet, dass er in 40Min mit den Öffis da wäre..Ok, mit dem Auto ist er in 20Min bei der Arbeit, aber ab und an hätte ich hier auch gern mal eins, um mit meinem Sohn etwas zu unternehmen. Ich muss bei Wind und Wetter alles zu Fuss oder mit dem Rad machen. Mein Mann fährt nur im Sommer mit dem Rad :-[

Beitrag von silk.stockings 04.12.09 - 17:52 Uhr

Ich glaube, bei euch ist so einiges im Ungleichgewicht.

Auch wenn man in einen Topf schmeißt, muss man nicht jeden Posten aufrechnen.

Du könntest ihm eine Rechnung stellen für die geleistete Hausarbeit. ;-)

Beitrag von joulins 04.12.09 - 22:21 Uhr

Männer, die mit Frauen wegen des Geldes für Friseur/Sport/Wellness/Kalmotten diskutieren, sind ja sowas von unerotisch. #augen#putz

Ehrlich: wer geizt, ist ein mieser Liebhaber. Und wer aufrechnet, kann demnächst allein rechnen ... bei mir zumindest.