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Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von babygirlalicia 04.12.09 - 17:48 Uhr

ich erzähle euch erst mal meine geschichte.
im juli 2006 stellte ich fest das ich schwanger bin. es war ungewollt. meine beste freundin die seid 6 jahren ein kind wollte war auch auf einmal schwanger. wir waren gleich weit. es war so schön, wir machten unsere termine immer zusammen. in der 24 ssw stellten die ärzte fesst das ihr kind einen nierenfehler hat, ihr war es egal. in der 28 sagten ihr die ärzte das es ein gehnfehler sein muss denn die leber sei auch beschädigt, doch ihr war es egal. sie wollte um alles ein kind. ich hatte so ein schlechtes gewissen. in der 38 ssw war sie wieder mit mir beim arzt. er machte bei ihr immer ultraschall doch er stellte fest das das kleine herz nicht mehr schlug, sie weinte und sagte das kann nicht sein. ihr baby hatte am vorigen abend doch so sehr noch gestrampelt. sie wollte ihr kind troz allem normal entbinden. naja wie es weiter geht wissen bestimmt viele. mein sohn kam 9 tage über dem termin gesund auf die welt am fr. den 13. 04.07

sie war bei der geburt dabei, den troz ihres schmerzes freute sie sich für mich. als er dann da war wollte sie ihn heben, noch einigen minuten gab sie ihn mir und brach in tränen aus, sie meinte sie kann das nicht, denn eigentlich hasst sie mich dafür das ich ein kind habe wo ich nicht wollte.

danach ging sie und ich hatte nie mehr kontackt zu ihr, sie war einfach wie weg.

bis gestern, wie aus dem nichts stand sie vor meiner tür. ihre ersten worte waren jetzt kann ich es.

wir hatten uns lange unterhalten sie war geschieden da sie nicht mehr konnte. ständig sah sie meinene kinder an. ich denke sie weis nicht das ich es bemerkt habe, doch sie schüttelte immer leicht den kopf und hatte tränen in den augen.

ich denke sie hat es noch nicht geschafft, ich würde ihr so gerne helfen. so offt hatte ich mir gewünscht sie hätte das gesunde kind bekommen nicht ich.


könnt ihr mir sagen wie ich ihr helfen kann das sie endlich losslässt??



danke

Beitrag von lieke 04.12.09 - 19:28 Uhr

Hallo,

also ich würde das nicht so nennen, "endlich loslassen".

So wie du es beschreibst, klingt es als wäre sie auf einem guten Weg.
Es ist doch super, daß sie sich wieder gemeldet hat und die Konfrontation mit deinem Kind gemeistert hat!!!!Das muß so schwierig gewesen sein. Klar hatte sie Tränen in den Augen, aber sie hat den Schritt gemacht.
"Loslassen" wird sie niemals, denn es ist und bleibt ihr Kind.

Dabei hat sie ja auch noch ihre Partnerschaft verloren, das muß eine schwere Zeit gewesen sein, wahrscheinlich war sie ziemlich einsam. Sei für sie da, hör ihr zu, frag sie, wie sie dein Glück empfindet, wenn es dich unsicher macht.

Ich habe eine entfernte Bekannte, deren Kind am ET meines still geborenen Sohnes (30.SSW) geboren ist. Ich sehe sie fast nie. Gestern saß ich im Auto und sie schob ihren Kinderwagen vor mir über die Straße. Die Kleine wird im Januar 2. Natürlich denke ich an meinen Sohn, der jetzt auch in so einem Kinderwagen sitzen könnte....und auch mir steigen noch Tränen in die Augen. Er ist doch nicht weg, nur weil er tot ist!

Ich würde mich an deiner Stelle einfach freuen, daß deine Freundin so stark ist, den ersten Schritt zu machen! Sieh sie und ihre Trauer vor allem als normal an und sag ihr bloß nicht, daß sie "endlich" loslassen muß! Dann ist sie vermutlich ganz schnell wieder weg.

Euch alles Gute,
Lieke

Beitrag von babygirlalicia 04.12.09 - 19:47 Uhr

danke für deine antwort, das hat mir geholfen.