Ärger mit Mieterin - leider lang

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von accent 04.12.09 - 21:25 Uhr

Hallo,
nachdem wir bei der vorherigen Vemietung einem Mietnomaden aufgesessen sind, hofften wir bei der Neuvermietung auf mehr Glück.
Ab 1. September wurde unsere Wohnung an eine alleinerziehende Mama mit zwei Söhnen vemietet. Im September und Oktober bezahlte sie die volle Miete; im November behielt sie einfach 160 € ein; fast 30% der Kaltmiete. Auf unsere Nachfrage meinte sie, die Wohnung hätte soviele Mängel, dass sie das dürfe. Als Mängel gab sie an: Bei den Knöpfen am Herd ist die Skala nicht mehr ersichtlich; der Herd kann deshalb nicht benützt werden. Außerdem tropft der Kühlschrank. Sie hat uns vor der Mietkürzung schriftlich keine Mängel angezeigt; wir hatten also gar keine Chance, das alles in Augenschein zu nehmen. Die Wohnung wurde übrigensvor ihrem Einzug frisch renoviert: Neues Bad, neue Türen, neue Böden.
Meine Frage: Wenn die Mieterin einfach so die Miete kürzt, kann ich ihr dann kündigen? Oder zumindest eine Kündigung androhen? Ist das rechtens? Ich möchte nicht schon wieder einen Anwalt fragen; das ist ja alles mit Kosten verbunden.
Ich hab sooo die Schnauze voll - sorry - am liebsten würde ich die Bude verscherbeln.
Vielleicht bekomme ich hier einen fundierten Tipp.
Ich bedanke mich!
Linda

Beitrag von dore1977 04.12.09 - 21:34 Uhr


Hallo,

Frag mal bei "Haus und Grund " an. Das ist das Gegenstück zum Mieterbund für Vermieter. Die können Dir sicher weiterhelfen.

LG dore

Beitrag von puenktchen78 04.12.09 - 21:38 Uhr

Hallo Linda,

ich wohne zwar selber 'nur' zu Miete, aber ich weiß, dass es nicht zulässig ist die Miete einfach zu küzen, ohne dem Vermieter vorher schriftlich die Mißstände wegen denen ich die Miete kürzen möchte mitzuteilen.
Außerdem muß ich als Mieter dem Vermieter eine Frist setzen, bis wann die Mißstände beseitigt sein müssen.

Das hat Deine Mieterin ja nicht getan und ich denke, dass Du das Recht hast zu kündigen. Du solltest da evtl. doch nochmal einen Anwalt ansprechen. Oder beim Mieterschutzbund nachfragen?!

Wünsche Dir viel Glück!

Mel

Beitrag von crazyhasi1981 04.12.09 - 21:48 Uhr

Hallo,

der Mieter darf nicht einfach so die Miete kürzen. Er muss schriftlich die Mängel mitteilen und eine Frist zur Mängelbeseitigung setzen. Verstreicht diese Frist, muss er eine angemessene Nachfrist setzen, mit eventueller Androhung der Ersatzvornahme und Weiterberechnung der Kosten oder Verrechnung mit der Miete. Er muss dann die Rechnung an den Vermieter einreichen. - So machen wir es auf der Arbeit mit unseren Mietobjekten (ich schrieb die Mängelanzeigen ;-))

Habt ihr im Vertrag eine Kleinstreparaturenklausel vereinbart? Falls ja, MUSS sie die Kosten für die Reparatur tragen, wenn nicht dann muss der Vermieter für die Reparaturen aufkommen. Allerdings erst nach Mängelanzeige. Woher sollst du wissen, was nicht stimmt?

Du kannst ihr eine Mahnung schreiben!
Wenn man die Miete kürzt, muss sie eigentlich auf einem Anderkonto? hinterlegt werden.

Wie sieht es aus mit einem Passus, der die elektrischen Geräte in der Küche beinhaltet? Meistens steht ja drin, dass dafür der Mieter aufkommt. Also wenn der Kühlschrank kaputt geht, muss sie einen neuen beschaffen oder eben auf dem Balkon lagern... :-p

Was habt ihr vereinbart wegen der Kündigung?
Steht drin, mit wievielen Mieten sie im Rückstand sein muss, damit du ihr fristlos kündigen kannst?

Ich würde einen Besichtigungstermin vereinbaren und dann mit ihr reden. Ihr klar machen, dass sie Mängel anzuzeigen hat, dass sie im Unrecht ist!

LG von Dani

Beitrag von hinterwaeldlerin09 04.12.09 - 21:49 Uhr

Hallo,

ich habe leider auch schon als Mieterin die Miete mindern müssen, aber wie hier jemand im Thread gesagt hat - ich habe dem Vermieter den Schaden mitgeteilt - dazu bin ich im übrigen als Mieter auch verpflichtet - und ihm eine Frist zur Beseitigung eingeräumt. Erst nach Verstreichen der Frist habe ich die Miete gemindert.

Aber was eure Mieterin da vorbringt...das ist dummes Zeug, ein blöder, leicht durchschaubarer Versuch, Geld rauszuschinden, denn

z.B. das mit den Herdknöpfen...kann man nicht zur Mietminderung benutzen, schon gar nicht für fast 30%!!

Denn: sie hat die Herdknöpfe ja beim Einzug GESEHEN, die Küche anscheinend so übernommen...dann geht das mit der Mietminderung nicht mehr!

Es ist so:

Ausgeschlossen ist die Mietminderung, wenn der Mieter den Mangel bei Vertragsschluss kannte oder der Mieter den Mangel bei Wohnungsübergabe kannte und sich seine Rechte bei der Annahme nicht vorbehalten hat oder der Mieter einen Mangel, der während der Mietzeit auftrat, dem Vermieter nicht unverzüglich angezeigt hat und der Vermieter daher keine Abhilfe schaffen konnte.

Insofern? Widersprechen, sich eine Liste der "Mängel" geben lassen, die da anscheinend jetzt völlig überraschend aufgetreten sind und damit in ein Haus- und Grundbesitzerverein oder ähnliche Vermieter-Vereinigung eintreten und sich beraten lassen!

Mann, ist eure Mieterin doof...haltet die Ohren steif

lg ausm hinterwald

Beitrag von r.le 04.12.09 - 22:15 Uhr

Hallo Linda,

unabhäng von den formaljuristischen Gesichtspunkten (Mängelanzeige, Frist zu Abstellung der Mängel usw.) wird es m.E. mehr als schwer sein, eine alleinerziehende zweifache Mutter in einem angemessenen Zeitraum loszuwerden.

Ich persönlich würde in der Situation einen Anwalt zu Rate ziehen und sofort Breitseite feuern, um den finanziellen Verlust möglichst gering zu halten, auch wenn es zunächst was kostet.

Gruß

Ralf

Beitrag von wasteline 04.12.09 - 22:32 Uhr

Ein Mangel muss schriftlich oder mündlich angezeigt werden. Gleichzeitig damit kann die Miete gekürzt werden. Allerdings dem Mangel entsprechend angemessen.

Kündigen kannst Du, wenn 2 Kaltmieten aufgelaufen sind. Und in diesem Fall könnte es auch dann schwierig weden, weil eventuell eine Sozialklausel greift.

Schick ein Schreiben, dass die Mietkürzung unberechtigt ist, da sie Euch nicht informierte und drohe erstmal mit einem Anwalt. Vielleicht reicht das schon.

Beitrag von sassi31 06.12.09 - 03:57 Uhr

"Gleichzeitig damit kann die Miete gekürzt werden."

Das ist nicht richtig. Die Miete darf erst dann gekürzt werden, wenn der Vermieter die Mängel nicht innerhalb einer angemessenen Frist beseitigt hat. Die Anzeige der Mängel, die Aufforderung zur Beseitigung und die entsprechende Frist muss schriftlich erfolgen. Letzteres hattest du ja bereits geschrieben.

Quelle: Mieterverein. Ich hab das Thema mit der Mietminderung wegen Mängeln bereits durch.

Beitrag von wasteline 06.12.09 - 19:13 Uhr

Da liegst Du leider falsch.

Hie mal ein eine Auszug vom Mieterverein:

"Zeigen sich im Laufe der Mietzeit Mängel, so hat der Mieter eine Anzeigepflicht. Es empfiehlt sich immer, den Mangel schriftlich anzuzeigen, da erst ab Kenntnis des Vermieters eine Minderung möglich ist."

Dazu gibt es jede Menge Texte mit gleichem Inhalt.

In dem Moment, in dem de Vermieter Kenntnis erlangt hat, kann die Miete gekürzt werden. Natürlich setzt man auch eine Frist, aber nicht erst nah Verstreichen der Frist darf gekürzt.

Beitrag von sassi31 07.12.09 - 18:29 Uhr

Laut Mieterverein darf man erst dann die Miete mindern, wenn der Vermieter eine Chance zur Beseitigung der Mängel hatte. Die hat er aber nicht, wenn ich ihn anschreibe, dass ein Mangel vorliegt und direkt die Miete mindere.

So war es auch bei uns. Der Vermieter ist über die nasse Außenwand informiert worden und zur Beseitigung des Mangels aufgefordert worden. Für die Beseitigung hat er eine Frist von 10 Tagen erhalten. Nachdem er diese Frist ungenutzt hat verstreichen lassen, haben wir die Miete gekürzt. So hat es der Mieterverein dem Vermieter schriftlich angezeigt und so haben wir es auch umgesetzt.

Beitrag von wasteline 07.12.09 - 20:00 Uhr

Der vor mir eingefügte Text stammt vom Mieterverein!

Dazu nochmal dieser Text von einem Rechtsanwalt

"Der Beginn der Mietminderung kann frühestens der Tag sein, an dem der Vermieter von dem Mangel erfährt. Es ist also nicht möglich, z.B. 2 Monate lang mit dem Mangel zu leben, um einen großen Teil der Miete zu sparen und dem Vermieter erst dann eine Mängelanzeige zu schicken."

von dieser Seite

http://www.ra-kotz.de/miete_mindern_wie.htm

Ich hab keine Ahnung, was Dein Mieterverein Dir da erzählt hat. Auf alle Fälle war die Auskunft falsch.

Beitrag von myimmortal1977 04.12.09 - 22:33 Uhr

Nein, sie darf nicht einfach so die Miete kürzen. Sie muss Dir die Mängel aufzeigen und Du hast eine Zeit diese Mängel zu beseitigen.

Du kannst sie kündigen, wenn sie insgesamt mit mehr als einer Monatsmiete in Verzug ist.

LG Janette

Beitrag von r.le 04.12.09 - 22:49 Uhr

Hallo Janette,

einer Mutter mit zwei Kindern kündigst Du nicht so mir- nichts-dir-nichts. Und wenn, kann es seine Zeit dauern, bis das Ganze im Zweifel gerichtlich entschieden ist. Das ist schlicht das Problem an der Geschichte.

Da kann der Vermieter formell im Recht sein wie er will.

Gruß

Ralf

Beitrag von myimmortal1977 04.12.09 - 23:34 Uhr

Es dauert fast immer 12 Monate, bis man einen Mieter rausklagt, egal ob er Kinder hat oder nicht. Das ist das Risiko, was ein Vermieter eingeht.

Beitrag von wasteline 05.12.09 - 21:49 Uhr

Schwachsinn ohne Ende. Warum geben hier immer Leute ihr nicht vorhandenes Wissen weiter.

Beitrag von myimmortal1977 05.12.09 - 22:09 Uhr

So dann kläre uns doch mal über Deine Definition von Schwachsinn auf....

Als Mensch der selbst vermietet bin ich immer an schlauen Leuten interessiert, die ein fundiertes Fachwissen um dieses Thema haben, als ich selbst.

Beitrag von myimmortal1977 05.12.09 - 22:16 Uhr

Mängel berechtigen nicht nur zur Mietminderung. Werden sie vom Vermieter nicht beseitigt, können die Mieter/innen nach vergeblicher Mahnung und Fristsetzung den Mangel selbst beseitigen und die Kosten vom Vermieter zurückfordern oder mit der Miete verrechnen. Neben dem Recht die Miete zu mindern, besteht gegebenenfalls das Recht auf Schadensersatz. Für Körperschäden kann insbesondere Schmerzensgeld verlangt werden. Der Schadensersatzanspruch gilt auch für Schäden an allen im Haushalt des Mieters/der Mieterin lebenden Personen. Hat der Mangel eine fristlose Kündigung seitens des Mieters/der Mieterin zur Folge, müssen vom Vermieter auch Wohnungsbeschaffungskosten, entgangener Gewinn und Ähnliches ersetzt werden.

Beitrag von nick71 05.12.09 - 09:57 Uhr

M.W. ist eine Mietminderung ohne vorherige schriftliche Anzeige des Mangels/der Mängel an den Vermieter unzulässig, und zum (daraus resultierenden) Zahlungsverzug habe ich folgendes im Netz gefunden:

"Hat der Wohnungsmieter Zahlungsrückstände von mehr als einer Monatsmiete über zwei aufeinanderfolgende Termine oder gar zwei komplette Monatsmieten auflaufen lassen, besteht für den Vermieter das Recht zur außerordentlichen, fristlosen Kündigung des Mietverhältnisses. Soweit die Zahlungsrückstände geringer sind als zwei Monatsmieten, reicht dies für eine außerordentliche, fristlose Kündigung aber nur aus, wenn sich der Rückstand aus zwei aufeinanderfolgenden Monaten ergibt. Ansonsten kann erst dann fristlos gekündigt werden, wenn der Rückstand zwei Monatsmieten erreicht."

Quelle: http://www.advogarant.de/Infocenter/Rechtsinfo/Mietrecht/Kuendigung/Zahlungsverzug.html

Im Übrigen kann ich jedem Vermieter nur raten, eine Mitgliedschaft bei einem entsprechenden Interessenverein (z.B. Haus & Grund) abzuschließen.

Beitrag von accent 05.12.09 - 12:05 Uhr

Hallo,
erstmal vielen Dank für Eure Antworten. Einzelne Passagen daraus werde ich in meinem Schreiben an die Mieterin so übernehmen.
Ich befürchte, dass es diesmal auch wieder ein Griff ins Klo war, da man eine alleinerziehende Mama nicht so ohne weiteres auf die Straße setzen kann. Das will ich ja auch nicht. Ich will nur, dass alles seine Ordnung hat. Die Miete geht ja noch voll an die Bank und wir brauchen das Geld.
Ich schreibe ihr jetzt und bitte als erstes um einen Termin zur "Mängel"-Besichtigung und zweitens forderte ich sie auf, die rückständige Miete sofort zu überweisen. Den Tipp mit der Anwaltsdrohung werde ich übernehmen.
Ein schönes Wochenende
Linda

Beitrag von muggles 05.12.09 - 14:06 Uhr

Ich habe selbst eine vermietete ETW in HH.

Bis her habe ich immer Glueck mit meinen Mieter gehabt, habe diese aber auch immer sorgfaeltig ausgewaehlt (Schufaauskunft, Gehaltsbescheinigung etc.).

Ausserdem habe ich fuer den Fall der Faelle eine Rechtsschutzversicherung fuer Wohneigentum. Die kostet zwar, aber zumindest waere ich abgesichert, falls es zu Streitigkeiten kommen sollte.

Diese Investition sollte es Euch wert sein.

Und nein, die Mieterin darf die Miete nicht so einfach kuerzen. Ich wuerde auch sofort die Breitseite feuern, aber nur mit anwaltlichem Rat.

LG,

Claudia

Beitrag von werner1 05.12.09 - 14:53 Uhr

Hallo,
weder kündigen, noch eine Kündigung androhen.
Drohungen, die nicht sofort gnadenlos realisiert werden, machen dich nur lächerlich.

Nachdem sie keine schriftliche Mängelanzeige gemacht hat, am Montag im Schreibwarengeschäft einen Antrag auf Mahnbescheid kaufen und abschicken.

http://www.richtig-beantragen.de/index.php/Mahnbescheid-beantragen/

Und auf keine Ratenzahlung einlassen.
ständige unpünktliche Mietzahlungen sind auch ein Kündigungsgrund.
Bitte in Zukunft alles Abmahnen, wie Störung der Nachtruhe etc.
Warum vermietest du auch mit Küche ? Das ist das erste, was auf den Sperrmüll fliegt.
Kopie vom Kontoauszug an die Arge schicken, nennt sich Sozialbetrug.
Warum vermietest du an ***?
freundliche Grüsse Werner

Beitrag von mariella70 05.12.09 - 15:28 Uhr

Weil sie keine Sozialdarwinistin ist, die pauschal jeden Hilfeempfänger als potentiellen Abzocker vorverurteilt und weil alleinerziehende Mütter nur schlecht unter Brücken schlafen können, vor allem im Winter. Den von dir gewählten Begriff für Hilfempfänger halte ich für extrem abwertend und beleidigend, zumal eine AE-Mutter in der Regel deshalb in Armut lebt, weil ein Vater nicht genug unterstützen kann oder will und weil ein Land nicht in der Lage ist ausreichende Betreuungsplätze für Kinder anzubieten. Oder meitest du eine stinkende Käsesorte und hast auch mit der Rechtschreibung Probleme? Harzer kommt aus dem Harz und das schreibt man ohne t.
Normalerweise fließt Miete bei Menschen, die ALGII beziehen, recht zuverlässig vom Amt. Es gibt nicht wenige große Vermietungshaie, die deshalb diese Klientel besonders gerne hat, um Schrottimmobilien zu füllen und zu vergolden. Dafür sind die armen Schlucker dann gut genug...
Die TE gehört sicher nicht zu dieser Sorte Vermieter, sie hat einfach Pech und muss nun durchgreifen.
Mariella

Beitrag von hurricane80 06.12.09 - 09:00 Uhr

Wie eigentlich immer:

#pro#pro#pro

Beitrag von windsbraut69 07.12.09 - 07:02 Uhr

Die Miete für ALGII-Empfänger fließt zuverlässig, da hast Du Recht. Sie fließt allerdings wahlweise entweder auf das Konto des ALGII-Empfängers oder direkt an den Vermieter was seitens des Empfängers jederzeit widerrufen werden kann.

Ohne Vorurteile gegenüber Beziehern von Transferleistungen zu haben, ist es Tatsache, dass man jemandem, der am Existenzminimum lebt, keine Fordeurngen pfänden kann und im Fall einer Zahlungsunwilligkeit oder bei Schäden an der vermieteten Wohnung eben im Zweifelsfall leer ausgeht. Da greift dann der Spruch mit dem nackten Mann und den Taschen.

Dass Vermieter sich gegen solche Risiken (sei es nun bei ALGII-Empfängern oder anderen Menschen, die an der Pfändungsgrenze leben) absichern wollen und müssen, kann ich gut nachvollziehen. Wir sind gerade selbst Opfer unserer Dummheit oder Gutmütigkeit einer Großfamilie im Dauer-ALGII-Bezug hier im Ort geworden und die komplette Family lacht sich ins Fäustchen, wenn wir uns im Ort begegnen, nachdem sie uns eiskalt auf Schäden und Forderungen um die 1000 Euro haben sitzen lassen (wohlgemerkt alles bewußt verursachte Sachbeschädigung/Diebstahl)....

Mir ist bewußt, dass das ein Einzelfall war und es sich um das Paradebeispiel schwarzer Schafe handelt aber würde ich eine Wohnung vermieten und hätte nciht locker einige Tausend Euro zu verschenken, würde ich mir auf jeden Fall Mieter mit gesicherteren Finanzen suchen.

Gruß,

W

Beitrag von grafzahl 05.12.09 - 16:28 Uhr

Hallo Linda,

deine Mieterin wollte bzw. konnte die volle Miete offensichtlich nicht zahlen und hat sich einen Grund gesucht.

Ich bin ziemlich sicher, dass Madame auch zukünftig stets gewissenhaft nach Mietminderungsgründen fahnden wird.

Die Söhne können einem Leid tun. Wenn es nur um die Trulla ginge - die sollte man in einer Sammelunterkunft einweisen.

Schnellstmöglich das Mietverhältnis beenden!

Gruß
Christian
bisher immer ziemliches Glück mit seinen Mietern gehabt

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