Beikoststart - wann denn nun?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von nuckelspucker 04.12.09 - 21:55 Uhr

huhu,

ich war heute mit lucas zur impfung bei der KiÄ. sie meinte, nach den neuesten empfehlungen solle man mit der beikost nach dem 4. monat beginnen.

also nichts mehr mit 6 monaten voll stillen.

nun frage ich mich, was denn nun richtig ist. bisher hieß es immer, der verdauungsapparat des babys müsse sich erst mal entwickeln usw.

als mein großer sohn ein baby war, wurden mütter, die ab dem 4. monat mit beikost begannen, als rabenmütter hingestellt.

sagt doch mal, wann legt ihr los oder habt ihr losgelegt?

lieben dank

claudia + niclas 16/06/05 + lucas 18/08/09

Beitrag von diana1101 04.12.09 - 21:58 Uhr

Hi Claudia,

das scheiden sich die Geister dran.

Man sollte auf jeden Fall nicht VOR dem 4. Monat mit Beikost anfangen.
Aber es ist auch nicht schlimm, wenn man erst mit 6,7,8 Monaten mit Beikost anfängt.

Das ein Kind isst eben früher, das andere nicht.

Johanna war gute 5 Monate alt, als ich mit Beikost angefangen habe.
Jetzt mit 6 1/2 Monate sind wir dabei den GOB einzuführen.

LG Diana

Beitrag von domenica1 04.12.09 - 22:00 Uhr

Da stell ich doch gleich mal eine Gegenfrage...würdest Du denn noch weiter stillen wollen?
Es schadet ja nicht...;-)

Ich habe meinen 2. Sohn jetzt 6 Monate vollgestillt. Meinen 1. 4,5 Monate. Mir hat es jetzt rein gar nix ausgemacht länger voll zu stillen...habe sogar überlegt noch länger zu warten...aber mein Sohn will nicht mehr warten...ist total gierig, wenn´s was zu essen gibt.

Beitrag von nuckelspucker 04.12.09 - 22:06 Uhr

huhu,

ja klar würd ich. hab ich bei niclas (gern) gemacht und würd ich auch bei lucas machen.

ich weiß nicht, ob ich es richtig verstanden habe. irgendwie hängt das vorverlegte starten mit der beikost mit allergien zusammen, die babys würden an bestimmte stoffe besser herangeführt werden, wenn man früher beginnt #kratz oder so ähnlich...

da niclas sehr trockene haut hat und wir ne zeitlang mit fiesen flecken zu kämpfen hatten, wollte ich bei lucas natürlich solange wie möglich stillen, um allergien wenn möglich wenig chance zu lassen. vielleicht hat das eine mit dem anderen auch nichts zu tun (?)

bin eben ratlos. und dabei denkt man, beim zweiten wird alles einfacher. :-p

lg claudia

Beitrag von domenica1 04.12.09 - 22:19 Uhr

Dann haben wir ja schon quasi die Antwort...warte noch und genieße das schöne Mutter-Baby-Erlebnis...es ist so schnell vorbei.

Alles Gute weiterhin
LG domi
:-D

Beitrag von culturette 04.12.09 - 22:08 Uhr

Hallo Claudia,

oh, das ist keine gute Empfehlung deiner Kinderärztin. Denn ihre Aussage "Nach neuesten Empfehlungen solle man nach dem 4. Monat beginnen" kann sie maximal vom Gläschenklappentext nehmen. Das ist keine wissenschaftliche Aussage.
Ich kann dir raten dich nach den Angaben der WHO zu richten. Die empfehlen mindestens 6 Monate voll zu stillen (oder wenn du Flasche gibst eben Flasche geben aber ausschließlich) und dann mit Beginn des 7. Monats erst mit Beikost zu starten. Außerdem musst du wichtige Anhaltspunkte deines Kindes berücksichtigen. Zum einen, ist es schon bereit? Zeigt es Interesse am Essen? Kann es dann Essen im Mund organisieren. Bitte niemals zwingen! Den Kampf wirst du immer verlieren.

Wir haben 11 Monate vollgestillt bevor sie anfing sich für Essen zu interessieren und sie gedeiht prächtig, war bisher nie krank und hat keinen Mangel. :-)

Also, lieber etwas länger warten.

LG
Nadia

Beitrag von tragemama 04.12.09 - 22:50 Uhr

Na ja, ich würde die aktuellen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung durchaus als wissenschaftlich fundiert betrachten.

Andrea

Beitrag von culturette 04.12.09 - 23:04 Uhr

Nein falsch, die Empfehlung früh mit Beikost zu beginnen gibt auch die dge nicht.

Eine frühere Zugabe von Beikost wird nur im Zusammenhang mit Allergieprävention genannt, die nach manchen Aussagen und Studien auch schon nach 3 - 4 Monaten stillen gegeben ist.

Beitrag von perserkater 04.12.09 - 23:06 Uhr

Na ja, aber erklär mir mal wie man, um Allergien vorzubeugen, sämtliche Getreidesorten vor dem vollendeten 6. Monat in das Kind bekommen soll! Dies ist nämlich auch so eine neue "Empfehlung"

In meinen Fall ginge das auch gar nicht. Ich mache blw (auch von der LLL empfohlen) und meine Tochter hat überhaupt erst mit dem vollendeten 6. Monat etwas essen wollen und dann natürlich nur hömöopathisch große Mengen.

Beitrag von culturette 04.12.09 - 23:13 Uhr

Was ich schreibe ist auch nicht meine Meinung, sonderns steht tatsächlich im Skript der dge. *lach*
Soviel zu meiner Vorschreiberin, die meinte dass die dge wissenschaftlich fundiertes Wissen an die Ärzte weitergeben würde.

Ich selbst habe 11 Monate gestillt und kann nur jedem empfehlen, mindestens 6 Monate voll zu stillen.

lg

Beitrag von perserkater 04.12.09 - 23:16 Uhr

dich habe ich mit meinem Post auch nicht gemeint;-) sondern tragemama.

Ich stille weiterhin (fast) voll und bin glücklich damit nicht füttern zu müssen.

LG

Beitrag von culturette 04.12.09 - 23:20 Uhr

sorry ;-) ist schon spät, hab zu viel gesurft heut abend...
gute Nacht.

Beitrag von tragemama 04.12.09 - 23:36 Uhr

Keine Ahnung. Ich persönlich werds auch anders halten, nämlich voll stillen, so lange es geht und dann langsam und Teil für Teil einführen - habe auch vor, blw durchzuführen. Wobei wir auch keine Allergiefälle in der Familie haben.

LG Andrea
mit Kathrin und Christina

Beitrag von noiredragon1204 04.12.09 - 22:13 Uhr

Cooooool, bin `ne Rabenmutter ;-)

Ich hab mit Markus schon ab Anfang Oktober (also ca. 3 1/2 Monate) mit Beikost angefangen, weil er da schon immer auf unsere Teller geierte ;-) Es hat prima geklappt und er hat bis heut keine Verdauungsprobleme bekommen. Habe halt langsam angefangen mit Möhrchen, Pastinaken usw. und dann immer gesteigert von Woche zu Woche. Jetzt mampft er fleißig ein ganzes Gläschen Menü mit Fleisch oder sowas und dann noch lecker ein halbes Glas Obstbrei zum Nachtisch und abends haut er auch ein ganzes Glas Abendbrei mit Obst vermischt weg.

Kinder sind verschieden und ich denke, dass ich keinen Fehler gemacht hab. Kind ist gesund und fit und wächst, wächst, wächst.

Viel Glück und Spaß vor allem (is soooooo lustich ;-) )


Julia + Markus (5 Monate)

Beitrag von inajk 04.12.09 - 22:18 Uhr

Wenn ich mir so eine Frage stelle, was denn nun gut und richtig ist mit Babies, dann frage ich mich immer, wie die Natur das denn wohl urspruenglich mal gemeint hat.

Und da kann ich mir beim besten Willen nicht denken dass die Natur findet, ein 4monatiges Baby muesste was anderes als Milch kriegen. Die allermeisten Babies haben dann noch keine Zaehne. Und vor 20000 Jahren (das nehme ich mal als "Urzustand") gab es noch keine Moehrenglaeschen ohne Stueckchen. Da gab es Fleisch, Samen, Nuesse, Fruechte. Und ich bin sicher, keine Neandertalerin waere auf die Idee gekommen, ihrem Winzlingsbaby was anderes als ihre Brust in den Mund zu stecken. Vermutlich solange, bis es etliche Zaehne hatte und anfing sich selbstaendig zu bewegen.

Und darum wuerde ich nie so frueh anfangen mit Beikost. Es kommt mir einfach unnatuerlich vor, und ich denke nicht dass es gut sein kann.

Klingt das esoterisch? Bin ich echt nicht, nicht im geringsten. Aber in Babyfragen bin ich bisher mit Naturnaehe ausgesprochen gut gefahren. Will sagen Hausgeburt (zwei wunderschoene, schnell, einfach), lang stillen, viel tragen, viel am Koerper halten. So wie die Natur das gemeint hat :-)

LG
Ina

Beitrag von domenica1 04.12.09 - 22:20 Uhr

Schöne und gesunde Einstellung! #pro

Beitrag von alessa-tiara 04.12.09 - 22:35 Uhr

find ich gut

Beitrag von perserkater 04.12.09 - 22:49 Uhr

so schön geschrieben!#pro

Beitrag von marysa1705 04.12.09 - 22:51 Uhr

Auch von mir gibts den da #pro

LG Sabrina

Beitrag von tragemama 04.12.09 - 22:51 Uhr

Vielleicht haben die Neandertaler den Babies das Essen vorgekaut in den Mund gespuckt, so wie Menschenaffen das tun?

Nur so eine Überlegung.

Andrea (durchaus auch Fan von Naturnähe, trotz zweier Kaiserschnitte)

Beitrag von glu 05.12.09 - 13:20 Uhr

Auch aus Samen und Beeren kann man Brei machen ... ebenfalls nur mal so angemerkt!

Beitrag von tragemama 04.12.09 - 22:49 Uhr

Wir werden anfangen, wenn Christina Beikostreife zeigt - also unserem Essen nachgeiert, keinen Zungenstreckreflex mehr zeigt etc.

Andrea

Beitrag von grinsekatze01 04.12.09 - 23:32 Uhr

Hallo,

mein Kinderarzt hat das gleiche gesagt und auf der Homepage der DGE findet man dies auch.
Mein Arzt hat es mit einem Zeitfenster erklärt.

Irgendwann geht das Fenster auf für die Beikostreife. Davor zu füttern wäre nicht gut. Dann geht das Fenster irgendwann zu. Danach füttern ist auch nicht gut.
Das Immunsystem ist während des geöffneten Fensters am aufnahmebereitesten für andere Nahrung.
Davor und danach erkennt es die u.U. als Eindringling, auf dem man mit einer allergischen Reaktion reagieren muss.

Man kann das nicht auf Tag X genau festlegen, aber nach heutigem Kenntnisstand ist dieses Fenster halt um den 4. Monat herum geöffnet.

Lg
grinsekatze

Beitrag von glu 05.12.09 - 13:23 Uhr

Laut einer erfahrenen Hebamme aus dem KH, soll ich mir keinen Streß mit dieser Frage machen, mein Kind wird mir zeigen wann es mehr will als Milch!

lg glu