habt ihr es auch gefühlt?

Archiv des urbia-Forums Frühes Ende.

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von kleinerwombat2 05.12.09 - 09:50 Uhr

Hallo liebe Sternenmamis,

eigentlich habe ich mich erst vor 4 Wochen bei urbia angemeldet um mit dem Newsletter sehen zu können wie weit mein Kleines denn schon ist, aber seit Dienstag weiss ich nun endgültig dass ich jetzt leider auch in dieses Forum gehöre.
Am Do war die AS und ich habe seitdem sehr viel hier gelesen und es hat mir wirklich sehr geholfen zu sehen, daß ich nicht alleine bin und wieviel Mut und Hoffnung ihr trotzdem alle noch habt!

Ich will euch kurz meine Geschichte erzählen, damit ihr wisst, wie ich auf meine Frage komme:
Mein Mann und ich haben dieses Jahr nach 4 Jahren vergeblichen Übens die Diagnose bekommen, dass die einzige Möglichkeit für uns ein Kind zu bekommen eine künstliche Befruchtung ist (ICSI). Ehrlichgesagt war es eher eine Erleichterung zu wissen, was wir nun genau tun können um endlich unser Wunschkind in den Armen zu halten.
Die Tatsache dass in diesen letzten vier Jahren in unserer sehr eng verbandelten Familie 7 Kinder von drei Paaren ohne auch nur das geringste Problem zur Welt gekommen sind hat uns die ganze Sache natürlich nicht unbedingt leichter gemacht. Meine ganzen Gefühle und Gedanken bei jedem neuen Kind bzw. jeder neu einsetzenden Regelblutung könnt ihr euch sicherlich denken!
Aber ich war total zuversichtlich, dass es jetzt endlich auch bei uns klappen wird, und tatsächlich hat gleich die erste ICSI funktioniert. Ich war schwanger!
Aber nach einer halben Woche Euphorie hab ich, aus mir gänzlich unerklärlichen Gründen, Panik bekommen, dass ich mein Kleines wieder verlieren könnte!
Mir ging es total gut und jeder US war super, das Kleine entwickelte sich genau so wie es sollte und ab der 6. SSW war auch schon zu sehen, daß das Herzchen schlägt und trotzdem bin ich diese Panik nicht losgeworden. Ich hab mich immer mit meinem Sternchen unterhalten und ihm gesagt, dass es schön weiterwachsen soll und ein starkes Kleines sei, als ob ich mir und ihm Mut zusprechen wollte. Schließlich eine Woche vor dem letzten US wurde die Panik so schlimm, daß ich mittendrin einfach angefangen hab zu heulen. Ich habe es, wie auch der Rest der Familie auf die Hormone geschoben, hatte aber von Tag zu Tag mehr das Gefühl ich könne mein Kleines nicht mehr erreichen und ich wäre gar nicht mehr richtig schwanger. Ich hatte unglaubliche Angst vor dem nächsten US, obwohl mir alle immer gesagt haben ich würde vollkommen übertreiben und es gäbe ja schließlich auch keine Gründe für meine Panik. Das stimmte. Ich hatte keine Blutungen, keine Schmerzen, nichts! Das einzige, das ich fühlen konnte, war, dass meine Brüste nicht mehr schmerzten.
Dann am letzten Dienstag beim US in der 10.SSW wurde der Albtraum plötzlich wahr: Mein Sternchen war zwar noch gewachsen, aber das Herz schlug nicht mehr, seit ungefähr einer Woche! Genau seitdem ich das Gefühl hatte es stimmt etwas nicht.
Ich weiss, das klingt ziemlich verrückt, aber ich möchte gerne klarstellen, dass ich normalerweise ein total rationaler Mensch bin. Ich habe eigentlich nichts übrig für Esoterik und anderen spirituellen "Kram" und trotzdem war nach der Untersuchung das einzige was ich denken konnte "Ich habe es gewusst!!!!"
Ich kann mir das alles nicht erklären und weiss auch noch nicht wie ich mit all dem umgehen soll, nur dass ich mein Sternchen so schrecklich vermisse und mich wieder sehr einsam und leer fühle.

Nun ist es doch eine lange Geschichte geworden, aber ich möchte einfach gerne wissen ob es noch jemandem so ging, ob eure Seele auch gewusst hat, dass etwas nicht stimmt, oder ob ich doch einen größeren Schaden habe als ich dachte?

Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand antworten würde!

Isa mit einem #stern für immer in meinem Herzen

Beitrag von girl08041983 05.12.09 - 09:54 Uhr

Huhu Isa,

es tut mir leid was dir passiert ist.

Ich kann dich gut verstehen, ich hab bei meinen beiden auch gewußt, dass etwas nicht stimmt und keiner hat mir geglaubt. Mo hat die ganze Geschichte dann mit einem natürlichen Abgang geendet.

Lg Lia

Beitrag von ina175 05.12.09 - 11:18 Uhr

Hallo Isa,

tut mir sehr leid, dass du euer Baby gehen lassen musst. Es tut soooo weh. Ich habe im Januar 2006 eine ELSS gehabt, danach kam im Januar 2007 unser toller Sohn zu Welt und letzte Woche leider eine FG.

Ich habe es vorher auch gespürt. Bei der ELSS wusste ich ganz genau: da stimmt was nicht. Frau spürt es einfach. Und letzten Dienstag abend bin ich ins Bett und sagte zu meinem Mann (er konnte sich leider spontan nicht so freuen, war ziemlich 'geschockt'): ich gehe jetzt lieber ins Bett, möchte nicht dass unser Baby denkt es ist nicht gewollt. Mittwoch morgen hat es sich verabschiedet :-(

Und auch hier hab ich gefühlt, dass es irgendwie nicht so sein soll wie es ist.

Wünsche dir viel Kraft und bald eine gesunde ss.

Karina mit Marius (*16.1.07) und 2#stern im #herzlich

Beitrag von schnecke150472 05.12.09 - 12:14 Uhr

Liebe Isa,

ja...ich habe es gespürt...vom ersten Tag an:-(
Ich hab hier alle verrückt gemacht mit meiner Panik, wollte mich an Zukunftsvisionen beteiligen, über keinen namen nachdenken...obwohl meine kleine Erbse zu jeder Zeit zeitgerecht und sogar 2 tage weitereintwickelt war...obwohl trotz Blutungen bei 6+1 und bei der nachuntersuchung bei 7+0 das Herzchen ganz tapfer schlug.....die Panik war mein täglicher Begleiter! Und ich habe bereits 3 Kinder...bei denen hatte ich auch immer Angst...aber nicht so eine tiefsitzende Panik die meinen kompletten Alltag beherrscht hat! es war furchtbar!

Ab 8+5 war ich wie gelähmt und jeden Abend komplett erschlagen am weinen...die Übelkeit ging weg.....bei 9+2 hab ich es nicht mehr ausgehalten und bin zum Arzt der mir nichts überraschendes sagte...zeitgerecht entwickelt, aber kein Herzschlag mehr...im nachhinein laut pathologischem Bericht seit 3-4 Tagen....

weißt Du, unser gemeinsamer Sohn (die anderen beiden sind aus 1.Ehe) ist nur durch Insemination entstanden und dieses war ein Überraschungsei......und wäre so willkommen gewesen....und doch konnte ich mich keinen Tag schwanger fühlen...ich war immer am kämpfen, aber ich habe keinen Kontakt zu meinem kleinen bekommen, das hat mich fast wahnsinnig gemacht....

meine Seele wußte es, ja...

Ich hoffe für uns beide das wir das nie mehr empfinden müssen...

Alles Liebe
marion

Beitrag von hibbeline77 05.12.09 - 14:33 Uhr

Hi kleiner Wombat,

tut mir leid, dass Du auch diese schlimme Erfahrung machen musstest! #kerze

Meine AS liegt jetzt in etwa 6 Wochen zurück.( 22.10.09)
Am 20.10.09 wurde bei einer normalen Vorsorgeuntersuchung in der 11 SSW missed abortion festgestellt. Ich hatte vorher keine Schmerzen und auch keine Blutungen etc.... Übelkeit und Brustspannen waren auch weiterhin da....
Aber ich hatte seit Tagen zuvor eine wahnsinnige innere Unruhe. Kann es nicht beschreiben.... Es war irgendwie so ne Art Vorahnung.... obwohl ich nicht gedacht habe es stimmt was nicht oder sogar schlimmeres vermutet habe.... einfach nur Unruhe und Alpträume....
Und als meine FÄ mir sagte, dass das kleine Herzchen nicht mehr schlägt , da habe ich laut gesagt : "ich habs gewusst !" .....

Wünsche Dir alles Liebe & ganz viel Kraft


#herzlich

Beitrag von amadeus08 05.12.09 - 15:00 Uhr

lass Dich erstmal drücken!!
Ich hatte das auch, die dritte ICSI war endlich positiv und dann hatte ich ziemlich schnell diese Panik, genau das ist es, ich bin nachts aufgewacht und hatte Panik und schließlich bestätigte sich meine Panik auch in 8+3, danach hatte ich eine Ausschabung. Zwei Jahre später die nächste ICSI, vorher war ich einfach mental nicht bereit, wieder schwanger. Diesmal hatte ich Angst, totale Angst, aber nicht diese Panik und wenn ich ganz tief in mich hineingehört habe, wusste ich immer, dass alles gut gehen wird. Ich hatte zwar eine ziemlich chaotische Schwangerschaft, mit starken Blutugen in der 20ten Woche, mit 16 Wochen strengem Liegen, mit SS-Diabetes und plötzlich waren die Herztöne meines Kleinen ab und zu ziemlich verlangsamt und trotz der Angst, die all das ausgelöst hat, hatte ich immer dieses ganz sichere Gefühl in mir, dass alles gutgehen wird und das ist es diesmal auch. Inzwischen ist der kleine Mann bald sieben Monate alt und ich kann es immer noch nicht fassen, wenn ich daran denke, wie es mir letztes Jahr um die Zeit ging in der Schwangerschaft mit Weihnachten und Neujahr im Krankenhaus etc.
Also ich wollte nur sagen, dass das wirklich normal ist, dass man selbst spüren kann, wie es um das Baby bestellt ist, eben nicht zu verwechseln mit der Angst, die wohl jede werdende Mami um ihr Baby hat.
Ich drücke Dir ganz fest die Daumen dass es bald klappt und das positive an der Geschichte ist (wenn man überhaupt etwas positives daran finden kann) , dass Du schon nach der ersten ICSI schwanger geworden bist, auch wenn es jetzt so weh tut !!! Das zeigt, dass Du schwanger werden kannst.
Fühl Dich gedrückt!
Lg

Beitrag von zimtmaedchen030 05.12.09 - 20:16 Uhr

Hallo Isa,

irgendwie kann ich nach meiner AS letzten Donnerstag sagen, dass ich von Anfang an gewusst hab, dass was nicht stimmt. Ich hatte einen Windei und habe schon recht früh von der Schwangerschaft erfahren. Ich habe schnell gemerkt, dass ich schwanger war durch Brustspannen etc. Allerdings konnte ich keine richtige Freude feststellen und meinte immer "Bitte erstmal abwarten, was der Arzt sagt".
Irgendwie habe ich gewusst, dass da was nicht in Ordnung ist...schon seltsam!

Ich wünsche dir für die kommende Zeit viel Kraft!

Liebe Grüße

Beitrag von linebine 06.12.09 - 00:59 Uhr

Liebe Isa

Es tut mir leid,musstest Du diese Erfahrung machen,ich zünde eine Kerze für Dein Sternchen an!

Ich habe es von Anfang an gespürt,dass etwas nicht stimmte schaute immer ob nichts blutet,hatte in der 6 ssw eine heftige Grippe mit hohem Fieber und sagte dann "das kann nicht gut sein für mein kleines,es ist sicher was kaputt gegangen,und es solle doch bitte gehen"!
Die Grippe habe ich überstanden und es ging auch anscheinend alles gut so um die 14-16 ssw träumte ich,das ich es auf der Toilette verlohren habe es war etwa 20 cm gross,dies war ein Schock und ich deutete dies als kein gutes Zeichen,weil ich ein sehr sensibler und "gespüriger" Mensch bin!
Ich weigerte mich schon Sachen zu kaufen,mit dem Gedanke es könnte ja noch viel passieren!
Und dann kam die Untersuchung in der 19 ssw ich dachte es wird schon alles gut sein,doch im Innern spürte ich es wird nicht so sein!...so kam es auch...(genaueres auf VK)

Also Du bist nicht alleine und schon gar nicht hast Du einen Schaden!

Es ist unglaublich schwer diesen Verlust und Schmerz um das eigene Kind zu ertragen,doch es wird besser auch wenn nur ganz langsam!

Ich wünsche Dir viel Kraft und Zuversicht für die Zukunft und das auch in deinem Leben wieder Sonnenschein,Freud und Glück seinen Platz haben darf!

Ganz Liebe Grüsse

Linebine

Beitrag von kleinerwombat2 06.12.09 - 08:20 Uhr

Vielen, vielen Dank an euch alle für eure offenen Antworten und euer Mitgefühl!!!!!!

Eure Antworten helfen mir sehr das Erlebte richtig einzuordnen und ich hoffe aus tiefstem Herzen, daß keine von uns jemals wieder so etwas fühlen muss!

LG und fühlt euch alle gedrückt#liebdrueck

Isa