Mein kleiner muss momentan soviel verkraften! Hält er das aus?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von duppie852 05.12.09 - 13:40 Uhr

Hallo zusammen,

vor 4 wochen wurde bei mir Brustkrebs festgestellt. Seitdem bin ich ständig unterwegs. Ärzte usw. Und das wird ja nun noch schlimmer mit der Chemo und so.

Er ist 2,5 Jahre alt. Wieviel bekommt er schon mit? Wie verkraftet er das alles. Vorher war ich 2x die Woche für ein paar Stunden in der Arbeit. Nun bin ich oft ganze Tage weg.

Als ich operiert wurde hat er nicht mal nach mir gefragt. Verdrängt er? Er schläft manchmal sehr gut und manchmal sehr unruhig!

Ich mache mir sehr große Sorgen um ihn. Begründet oder unbegründet?

Lg duppie

Beitrag von fine2000 05.12.09 - 13:50 Uhr

Ich denke, er bekommt das viel weniger mit, als Du glaubst. Ich würde auch versuchen, ihn da weitestgehend "herauszuhalten". Denn für eine detaillierte Erklärung ist er ohnehin zu klein. "Mama ist krank und die Ärzte machen sie wieder gesund." sollte ausreichen...nicht zu viel Dramatik rüberbringen, denn das könnte ihn natürlich ängstigen.

In dem Alter Deines Kindes sind sehr viele Kinder bereits ganztags im Kindergarten. Und auch diese Kinder sind glückliche Kinder. Du brauchst also überhaupt kein schlechtes Gewissen haben, wenn Du ihn nun häufiger abgeben mußt.

Ich wünsche Dir gute Besserung!

Lg,
fine

Beitrag von britt.01 05.12.09 - 14:06 Uhr

Hallo!

Ich glaube auch dass du dir zu viele Sorgen machst. Er wird es noch gar nicht verstehen was Sache ist.

Klar hat man ein schlechtes Gewissen wenn man den ganzen Tag unterwegs ist. Aber es ist für deine Gesundheit und es ist wichtig!!!!

Wünsche dir alles, alles Gute!

Gruß, Anja

Beitrag von meto 05.12.09 - 15:18 Uhr

Hallo,

mein Sohn wurde im Oktober 3 Jahre alt und im Juli kam meine Tochter zur Welt. Mein Sohn hatte Probleme damit, dass ich in der Klinik war, als meine Tochter dann in eine kinderklinik mußte, ich täglich zu ihr bin, weil ich den Abend mit meinem Sohn wie immer halten wollte, reichte es auch nicht aus.

Meine Tochter ist krank und war schon zwei Mal in einer Kinderklinik mit ihren 4,5 Monaten und muss immer wieder zur Kontrolle ambulant in die Klinik und zu unserer KiÄ.
Wenn ein ambulanter Termin in der Kinderklink ansteht, kriegt mein Sohn wieder Verlustsängste, schreit nachts auf und sein Kuschelhase muss mit in den Kiga.

Es ist kein Vergleich, wenn ein Kind den ganzen Tag in eine Kindertageseinrichtung geht, bei gesundheitlichen Problemen, gerade schwerwiegender, ist das auch eine sehr emotionale Sache. Man ist angespannter, muss vielleicht mal weinen (möglichst nicht vor dem Kind), ist leichter reizbar, man hat weniger Zeit und Nerven für das Kind und das alles kriegt solch ein Kind doch mit.

Ich habe versucht beiden gerecht zu werden, indem ich immer zwischen Zuhause und Kinderklinik gependelt hatte und das zerrte an mir.
Für uns ist es wichtig, dass wir seinen Alltag bestmöglich beibehalten, d.h. z. B. dass wir zumindest am Telefon "Gute Nacht" sagen,wenn wir nicht anwesend sein können und die Einschlafrituale aber gleich bleiben, wie z. B. Bilderbuch anschauen, Schlafenszeit einläuten, Küsschen und dann Luftkuss geben.
Wenn man traurig ist, spürt es das Kind und sollte dann nicht so machen als wäre alles in Ordnung, sondern sagen, dass man traurig ist, weil Mama Schmerzen hat, das Kind in der Klinik ist oder was auch immer, man muss es nicht ausführlich sagen.


LG Mella