Mein Baby schläft nicht ohne mich

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von helena111 05.12.09 - 18:40 Uhr

Hallo Muttis und Vatis,
meine Minimaus ist in wenigen Tagen 9 Monate. Ich konnte mich vom ersten Tag an nicht von ihr trennen#herzlich. Abends lege ich mich mit ihr hin und sie kuschelt sich an mich bis sie schläft (oder ich mich an sie, - wie mans nimmt;-) ). Ich liebe sie unendlich und genieße jeden Moment mit ihr. Wenn sie eingeschlafen ist verlasse ich den Raum. Da mein Mann nocheinmal eine Ausbildung macht und viel lernen muss, schläft er in unserem Schlafzimmer. Wenn ich dann schlafen gehe, kuschele ich mich wieder zu meiner Minimaus.
Eigentlich war das nicht als Dauerlösung gedacht#kratz. Und... dafür gibt es sicher genauso viele Argumente wie dagegen#pro #contra.
Einerseits beruhigt es mich ungemein, unmittelbar bei meiner Kleinen zu sein, schnell eingreifen zu können wenn was wäre, hören wie sie atmet, das Gefühl genießen, dass sie sich geborgen fühlt, wenn sie sich an mich kuschelt#herzlich... Abgesehen davon schnarcht mein Mann ganz schlimm (Ich meins nicht böse. Er kann ja nichts dafür).
Andererseits wacht meine Kleine mehrfach nachts auf und "schaut" ob ich noch da bin und ist dann erst zufrieden, wenn sie sich wieder an mich kuscheln kann. Das ist insofern anstrengend, da auch ich dadurch nicht durchschlafen kann#gaehn und durch das Ankuscheln immer eine ähnliche Haltung einnehmen muss. Das ist auf Dauer recht unentspannend. Hinzu kommt, dass ich -schnarchen hin oder her - auch gern mal bei meinem Mann schliefe. Ich hab ihn ja auch lieb#liebdrueck. Und natürlich würde ich abends gern einfach mal ne Stunde durchatmen und Kraft sammeln, um meiner süßen Maus am nächsten Tag wieder eine ausgeruhte und ausgeglichene Mami sein zu können#sonne. Ein weiterer Aspekt der mir ein schlechtes Gewissen macht ist, dass ich mich frage, ob ich meine Kleine insofern - ich nenne es jetzt mal - "abhängig" von mir mache, indem ich ihr nicht beibringe ohne Hilfe und allein (ein-)zu schlafen#gruebel.
Das ist ein echter, innerlicher Spießrutenlauf.
Ich fühle mich total hin und hergerissen und kann jeden verstehen, der sagt er/sie bleibt sehr gern bei seinem/ihrem Kind bis bzw. wenn es schläft#pro. Aber ich verstehe auch die Mütter und Väter, die das in gewisser Weise weniger möchten#contra.
Mein Mann ist der Meinung, dass ich mein Mäuschen allein und schreiend in ihr Bett legen sollte:-[, alle 5 bis 10 Minuten nach ihr sehend, bis sie sich ans Alleinschlafen gewöhnt hat. Das ist ja auch der gängige Ratschlag. Aber das bringe ich einfach nicht übers Herz. Ich hätte das Gefühl sie im Stich zu lassen und ihr ein großes Stück Geborgenheit und Zärtlichkeit zu nehmen#zitter.
Eure Meinung dazu interessiert mich.
Viele liebe Grüße von mir an Euch und einen schönen zweiten Advent...

Beitrag von londonaftermidnight 05.12.09 - 20:34 Uhr

hallo,mein ältester hat auch von anfang an bei mir im bett geschlafen,wenn er eingeschlafen war bin ich auch wieder aufgestanden,bei uns war es dann so das das bett kaputt ging und wir seither auf matratzen schlafen,da hat mein sohn seine eigene matratze neben mir bekommen und so hatte jeder wieder sein bett.das ist auch heute wo er fast 3 ist noch so.ich lege mich um 19.00 mit ihm hin,um 19.30 schläft er und ich hab frei bis ich dann ins bett gehe und ich finde es auch schön ihn neben mir zu haben,manchmal krabbelt er nachts noch kurz zu mir ins bett,aber das ist o.k. er schläft nachts meist durch,daher hab ich da kein problem mit,obwohl mein freund das eher so sieht wie dein mann.aber ich sehe es als reines schlafzimmer und ich denke schlafen kann man am besten da wo man sich wohlfühlt und er stört ja nicht.meine hebamme sagte damals "mit 18 will der das bestimmt nicht mehr" Lg Michaela

Beitrag von osterhasi77 05.12.09 - 20:59 Uhr

Huhu,

jetzt geb ich auch mal wieder meinen Senf zu diesem Thema dazu ;-)
Ich finde, es sollte jede(r) so machen, wie er damit klar kommt und glücklich ist.
Meine Position ist die:
Wir haben Nicole mit 8 Wochen aus unserem Zimmer ausquartiert, weil wir alle nicht richtig schlafen konnten. Die ersten Wochen bin ich mit ihr um 21.00 Uhr schlafen gegangen (sie im Stubenwagen, ich nebendran im Bett), weil ich da aber einfach über den Schlaf froh war ;-) Das waren so 5 Wochen ca.
Ich habe zu diesem Zeitpunkt noch zweimal nachts gestillt. Ab dem ausquartieren wars nur noch einmal. Wenn Nicole dann wach wurde und geweint hat, bin ich aber sofort zu ihr, um ihr zu zeigen, Mama ist trotzdem immer noch da. Nach weiteren zwei Monaten "wußte" sie das dann. Zum einschlafen hab ich sie anfangs immer begleitet, bis sie eingeschlafen war/ist. Ich hab sie aber immer im Bettchen einschlafen lassen. Nicht auf Arm oder so. Als sie 5 oder 6 Monate alt war, hat sie angefangen, abends auch allein einzuschlafen. Seitdem bringen wir Nicole um 18.30 Uhr ins Bett und meistens schläft sie schnell und ohne Probleme.
Sie mußte nie dabei schreien, es ging alles in kleinen Schritten.
Und ich genieße halt einfach die Zeit abends allein oder mit meinem Mann.
Klar, hat sie auch mal wieder Tage/Abende, wo man länger bei ihr bleiben muß oder nochmal reingehen muß, aber ich muß mich nicht dazu legen. Ich wollte das von anfang an nicht.
Ich habe kein schlechtes Gewissen meiner Maus gegenüber, weil sie ja alle Liebe bekommt. Und abends wird geschlafen und morgens freut sie sich dann, wenn Mama oder Papa in ihr Zimmer kommen und ein neuer Tag beginnt.
Und Nicole profitiert von einer "meist" ausgeschlafenen und entspannteren Mama ;-)

LG Melanie + Nicole (10 Monate)

Beitrag von schnee-weisschen 05.12.09 - 21:35 Uhr

Hallo,

meine Meinung ist, dass es definitiv unnatürlich und fast schon abartig ist, ein Baby ins eigene Zimmer und Bett zu packen.

Es war eine lange Zeit im Bauch der Mutter, hat kontinuierlich deren Herzschlag gehört, hatte absolute Nähe und wird dann geboren, um direkt, mit 5 Monaten, mit 9 Monaten oder einem Jahr ausquartiert zu werden, weil es "an der Zeit" ist.
Wer bestimmt das?

Gab es bei den Neandertalern durchgestylte Kinderzimmer, deren Babybetten nach Benutzung schrien?

Meine Tochter schläft mit 20 Monaten immernoch direkt neben mir, unser Baby wird dort ebenfalls schlafen. Sogar unser 5 Jähriger schläft regelmässig bei uns.
Und niemand wird gestört, wir haben keine gebrochenen Nasen, die Kinder sind nicht verhaltensgestört und unselbstständig.


Die meisten Leute, deren Kinder im Elternbett unruhig sind und den Schlaf der gesamten Familie stören, wurden nachträglich ins Elternbett verfrachtet, als letztes Mittel sozusagen.
Ich wage zu behaupten, dass ein Kind, das von Geburt an bei den Eltern geschlafen hat, dort keinerlei Probleme machen wird, es sei denn, es ist gerade krank o.ä.


Was die gängigen Ratschläge betrifft: Die haben mich noch nie interessiert.
Für mich war klar, dass ich mein Baby auch nachts nicht hergebe, und das war bei jedem meiner Kinder so.
Schlafprobleme hatten sie jedenfalls nie.


LG

sw

Beitrag von woelkchen1 05.12.09 - 22:06 Uhr

Nun ja, man sollte sich wirklich schon Gedanken machen, wie man es haben möchte!
Scarlett schläft bei uns im Bett, und ich kann es mir nicht anders vorstellen! Allerdings kuschelt sie nur, wenn irgendwas ist, ansonsten kommt nur Körperkontakt zustande, wenn ich vorsichtig ihr Händchen halte beim einschlafen.

Überleg dir was du wirklich willst- möchtest du ausziehen, bzw. in dein Bett wieder einziehen, solltest du es wirklich wollen, denn es wird ein langwieriges Unterfangen werden.