Ich war gestern geschockt über Aussagen des Arztes....

Archiv des urbia-Forums Baby.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Baby

Erhaltet hier Tipps für das süßeste Baby der Welt und diskutiert mit anderen jungen Eltern über euer neues Leben. Informationen zu allen Themen rund um euer Baby erhaltet ihr im Magazin. Alles zur Entwicklung Ihres Babys findet ihr in unserem Babynewsletter

Beitrag von jennylein19 05.12.09 - 21:33 Uhr

Hallöchen Ihr Lieben!

Gestern hatten wir den U5-Termin mit Jonah. Die Untersuchung war ok. Der Arzt hatte nichts auszusetzen.

Der Kinderarzt fragte mich dann allerdings zum Schlafverhalten von Jonah. Ich habe ihm erzählt, dass Jonah ein eher schlechter Schläfer ist. Er schläft meistens nur an der Brust ein und wird sehr oft zum stillen wach. Deswegen haben wir auch ein Beistellbett, dass ich nachts nicht tausendmal aufstehen muss.
Der Arzt meinte, dass Jonah unbedingt lernen müsste alleine einzuschlafen. Ich sollte ihn Abends jeden Tag um die selbe Uhrzeit in sein Bettchen legen (getrennt von unserem Bett). Darauf hin meinte ich, dass Jonah dann aber schreien würde. Da sagte er: "Na und? Dann muss er eben erstmal schreien. Er muss lernen alleine in seinem Bettchen einzuschlafen. Nur so kann er durchschlafen... "! #schock#schock#schockEr könnte mir das Buch Jedes Kind kann schlafen lernen ausleihen. Da würde die Methode des "Schreienlassens" gut beschrieben sein und mit einem guten Hintergrundwissen würde mir das auch net so schwer fallen Jonah dann jeden Abend schreien zu lassen.#schock

Ich wusste garnet mehr was ich sagen sollte...Ich hatte das Buch damals mal gelesen und habe es sofort weggelegt, weil diese Methode für mich niemals in Frage käme. Dann begleite ich lieber mein Kind min. 2 Jahre lang jeden Abend in den Schlaf und nehme unruhige Nächte in Kauf. Unser 1. Sohn war noch schlimmer. Er ist bis er 20 Monate alt war immer an Brust eingeschlafen und bis vor kurzen nur beim singen oder lesen bei mir im Arm. Jetzt schafft er es allerdings prima alleine und schläft super. ;-)

Der Kinderarzt hat mich dann auch noch nach der Ernährung gefragt. Ich erzählte ihm, dass Jonah noch nicht so gerne Brei essen würde. Er bevorzugt die Brust. Daraufhin meinte er tatsächlich, dass ich ihn dann mittags hungern lassen sollte. Irgendwann wird er schon den Brei essen. Dieser sei nämlich wichtig wegen dem Eisen. Die Milch würde net mehr ausreichen in dem Alter. Umso älter sie werden umso schwieriger würde es mit der Beikost werden. Manchmal frage ich mich, ob die Ärzte sich net mehr weiterbilden oder so. Mittlerweile wird ja sogar empfohlen frühestens nach dem 6. Monat (Jonah ist gerade 6 Monate alt) mit Beikost anzufangen. Und selbst dann braucht man sich kein Stress zu machen denn Eisen ist noch genügend in der Milch bis zum 1. Lebensjahr.

Ich war wirklich geschockt muss ich sagen. Wie können Ärzte denn bitte sowas empfehlen?? Oder einem sogar schon damit einreden, dass wir es qausi völlig verkehrt machen. Eins weiß ich sicher... Das war mein letzter Besuch dort.

Was sagt ihr denn dazu? Bekommt ihr auch so tolle Ratschläge von euren Ärzten.

Man muss sich also garnicht wundern warum viele so überzeugt von den Schlafprogrammen a la Dr. Ferber sind. Wenn es sogar der eigene Kinderarzt empfiehlt.

Ich würde mich über Antworten von euch freuen.

Liebe Grüßé

Jenny mit Joshua 2 1/2 Jahre und Jonah 6 Monate

Beitrag von bine3002 05.12.09 - 21:36 Uhr

Wir haben exakt zum gleichen Zeitpunkt exakt die gleichen Ratschläge bekommen. Geschockt war ich auch...

Wir haben den Arzt gewechselt. D.h. eigentlich haben wir eine kleine Odysse durchgemacht bis wir endlich einen verhältnismäßig guten Arzt gefunden hatten. Perfekt noch immer nicht, aber immerhin hat der nicht son Stuss gelabert. Das isses nämlich: STUSS!!!!

Dein Kind muss nicht durchschlafen, es wird völlig ausreichend durch Milch ernährt und es ist alles in bester Ordnung. Such dir einen guten Arzt, bei dem Du dich wohl fühlst.

Beitrag von jennylein19 05.12.09 - 21:53 Uhr

Es ist wirklich traurig, dass fast alle Ärzte überzeugt von diesen Methoden sind. Naja gut... eigentlich sind viele Leute davon überzeugt. Ich bin nämlich eine absoluter Ausnahme mit dem Familienbett und nicht Schreienlassen. #schein Zumindest hier im Bekanntenkreis. Ich sage schon nichts mehr. Das habe ich beim 1. Kind noch getan...aber mittlerweile habe ich da keine Lust mehr drauf.

Beitrag von mansojo 05.12.09 - 21:37 Uhr

hi,

lächel,nicken und jaja sagen

den Rest denken

das sind derart eingefahrenen Methoden
da ziehts mir die Fußnägel hoch

Dein Kind Deine Erziehung
wenn Du einen Rat brauchst hättest ihn sicher gefragt

wenn es zu Streit darüber kommt würde ich sofort den Arzt wechseln

LG Manja

Beitrag von xunikatx 05.12.09 - 21:41 Uhr

Huhu,

kleiner Tipp,
-nicht aufregen sondern Arzt wechseln!

LG

Beitrag von jennylein19 05.12.09 - 21:55 Uhr

Ja. Das ist ein guter Tipp. ;-) Aber trotzdem machen mich diese Aussagen echt nachdenklich... denn solche Methoden kann man doch nicht einfach so weiterempfehlen. Das sollte man echt verbieten....#kratz

Beitrag von xunikatx 06.12.09 - 07:02 Uhr

Morgen,

fuer soetwas bist Du aber nicht zustaendig. Also zieh Deine persoenlichen Schluesse daraus und wenn du Dich da wirklich reinhaengen willst und es wirklich alles so war, dann solltest Du es der Aerztekammer melden statt bei urbia einen von unzaehlig sinnlosen Posts zu eroeffnen.

LG

Beitrag von bibabutzefrau 05.12.09 - 21:42 Uhr

*räusper*

also für MICH wär das ein Grund mich mal nach nem anderen Kia umzuschauen#schein

mein Kia ist toll,impft nur das was ich will,findet lzs toll,findet es normal dass Kinder mit nem Jahr noch nicht durchschlafen und ist auch sonst ein total fitter (er findet IMMER das richtige homöopathische Mittel-immer!)

dein Süßer ist doch erst 6 Monate...hör bloß nicht auf ihn,bitte;-)

Beitrag von jennylein19 05.12.09 - 21:58 Uhr

Ihr scheint ja echt einen tollen Arzt zu haben. Leider gibt es hier in der Nähe wohl keinen mit so einer tollen Einstellung. Vor kurzen habe ich hier noch von einer Frau (Pädagogin) gehört, dass Langzeitstillen "gefährlich" für die Entwicklung des Kindes ist. #schock
Was soll man dazu noch sagen?

Beitrag von beni76 05.12.09 - 21:51 Uhr

Hi Jenny
Lass Dich nicht verunsichern, mach so weiter wie bisher und lass den Arzt labbern #augen
Oje, dass die solche Unarten verbrieten müssen.... echt allerhand!
Ich würde aber auch nen neuen Arzt suchen #hicks
Unsere gesamte KiA-Praxis (insgesamt 3 Ärzte) sind doch etwas realitätsnaher und moderner #cool und für die ist es auch normal, wenn ein 12 Monate altes Kind noch nicht durchschläft....und homöopatische Mittelchen sind auch meist ein Treffer! Sie sagen es aber auch, wenn ein Antibiotikum nötig ist! Also eigentlich echt toll! Aber sorry, das hilft Dir jetzt wenig#hicks!

Lg
#blume beni

Beitrag von jennylein19 05.12.09 - 22:02 Uhr

Doch das hilft mir schon...;-) Jetzt weiß ich wenigstens, dass es auch noch moderne Ärzte gibt. ;-) Ich kenne hier wirklich noch keinen Arzt der homöopatische Mittelchen verschreibt.

Beitrag von sweetmum1989 05.12.09 - 21:53 Uhr

Das ist jawohl nicht sein Ernst ?
Also Romy schläft auch in ihrem Bett (umfoktioniert zum Beistellbett) neben uns. Momentan ist sie krank u schläft nur in meinem Arm.
Ich denke mir sie ist grade mal 5 1/2 Monate alt u brauch die Nähe. Sie ist ein richtiges Kuschelbaby. Ich denke sie würde auch vllt in einem eigenen Zimmer schlafen, bis sie das erste mal hunger bekommt oder so aber ICH will das nicht.
Ich möchte mein Kind das erste Jahr mindestens bei mir haben.
Gut über das Thema Brei lässt sich streiten. Romy liebt ihren Brei aber wenn sie ihn nicht haben wollte, dann würde sie auch nur Milch bekommen !

Beitrag von jennylein19 05.12.09 - 22:07 Uhr

In der 1. Schwangerschaft hatte ich viel gelesen. Wir wollten ja das Beste für unser Kind und deswegen sollte Joshua im eigenen Bett in unsere Zimmer schlafen (momentane Schlafempfehlung). Aber das hatte sich sofort erledigt. Als Joshua dann auf der Welt war konnte ich garnicht anders... ich musste ihn einfach zu mir ins Bett nehmen. ;-) So habe ich mich viel viel wohler gefühlt. So konnte ich ihn beobachten und entspannter schlafen.
Joshua kommt heute noch nachts rüber und Jonah ist auch ein Kuschelbaby. ;-)

Beitrag von fernweh123 05.12.09 - 21:54 Uhr

Hallo Jenny,

jajajajajaja wir haben auch auch was in die Richtung zu hören bekommen.
Ich müsse ja auch mal wieder durchschlafen (ja, stimmt) und unsere Maus auch (ja stimmt auch), aber deswegen will ich sie immer noch nicht schreien lassen.
Uns hat das Buch "schlafen statt schreien" geholfen.
Naomi schläft "damit" jetzt durch.
Yippieh!
Lass dich nicht beirren, wechsle oder lass ihn reden, aber bleib DEINEN Methoden treu.

Andrea

Beitrag von jennylein19 05.12.09 - 22:08 Uhr

Danke für den Buchtipp. Von wem ist das Buch denn? Dann werde ich da mal reinschauen.

Beitrag von juliocesar 06.12.09 - 02:39 Uhr

ich kenne das buch nicht, kann dir aber "schlafen und wachen" von w. sears empfehlen. andererseits könntest du in einer stillgruppe auf gleichgesinnte treffen, die ähnliche erfahrungen gemacht haben.

Beitrag von bibi_b83 05.12.09 - 22:00 Uhr

Hallo!

Wir haben bei der U5 fast genau die gleichen Ratschläge bekommen:
- Kind muss alleine einschlafen, wenn nicht, dann schreien lassen
- mit stillen sofort aufhören (wäre nicht gut fürs Kind) und Folgemilch geben (nicht PRE oder 1er)
- Beikost schneller einführen ( wir hatten bis dahin eine Mahlzeit ersetzt)
- nachts nichts mehr geben, er müsste das durchschlafen lernen (wenn er schreit, einfach schreien lassen)

Ich war so geschockt, dass ich meine Hebi angerufen habe. Die hat mich erstmal runtergeholt und gesagt, dass ich nicht danach handeln soll, sondern nach dem, was mein Herz sagt. Die Folge: Mein Sohnemann (9,5 Monate) schläft inzwischen alleine ein (Weil er es wollte und nicht weil ich es ihm trainiert habe), er isst gut Beikost, wir stillen noch morgens und abends und zwischendurch bekommt er PRE. Ach und das wichtigste: Er entwickelt sich "trotzdem" prächtig!

LG Bibi

Beitrag von sinalco1 05.12.09 - 22:04 Uhr

Hallo ...

na ich versteh ni recht wo das problem liegt , klar kann ein kind bei zubett bringen auch mal schreien . meiner schreit auf dem arm und sonst auch überall wenn er müde ist und nach 5 minuten schläft er ein und auch die Nacht durch .Von daher seh ich das net so wilde sollst ja keine halbe stunde machen .

Zu dem Brei das ist ansichtssache , aber ich habe sehr viel gelesen das der Brei wohl wirklich einige dinge hat was die MIlch nicht besitzt . Mein KInd hat mit 5 MOnaten mit Brie angefangen und ihm geht es supi .

Also , alles ansichtssache!!!!

Beitrag von blue-merle 05.12.09 - 22:43 Uhr

Für diesen Beitrag, werde ich wahrscheinlich getötet! ;-) Aber hat sich jemand wirklich mal die Mühe gemacht und das ganze Buch "jedes Kind kann schlafen lernen" gelesen?

Ich bekam dieses "tödliche" Buch geschenkt. Ich verleierte auch erst die Augen, weil ich von den urbia Müttern nur böses über dieses Buch gelesen habe. Jedenfalls, las ich es aus Langeweile doch, weil ich unbedingt wissen musste, was so böse an diesem Buch ist!

Es gibt wirklich sehr gute Tipps in diesem Buch, ohne Qualvolles Schreien, wie hier immer geschrieben wird. Manche Tipps sind echt Gold wert (was nichts mit brüllen lassen zu tun hat!) Und es heißt auch nicht..."LASS DAS BLAG BRÜLLEN BIS ES VERRECKT!" Echt so hatte ich immer das Gefühl, wenn jemand bei urbia von diesem Buch sprach, dass das so da drin steht! #zitter

Und von einem ….“Ich habe mal ein Blick rein geworfen!“… erfährt man gar nichts über dieses Buch. Ich gehe auch nicht in die Buchhandlung, schlage nen Buch auf, lese drei Zeilen und sage…“Was fürn Müll!“

Aber wie es so ist, einer sagt, das Buch ist Müll und schon glauben es alle. Mühe hat sich noch keiner gemacht es ernsthaft zu lesen.

Denn ich frage mich, wieso die meisten wissen, was in dem Buch steht? Wenn es so schlimm ist, warum, kennt es jeder? Weil sie es nämlich alle selbst im Regal stehen haben, oder nur davon dummes Gelaber gehört haben.

Ich bin mir sicher, dass dieses Buch auch gut ist.


Folgende Geschichte. meine Tierärztin war letztens da und wir sprachen über unsere Kinder. Jedenfalls, hat ihr kleiner Sohn sie fast in den Wahnsinn getrieben. Sie sagte mir offen ins Gesicht..."Auch, wenn du mich verfluchen wirst, ich war so am Ende mit den Nerven das ich das Buch kaufte! Mein Gedanke war echt, bevor ich ihn gegen die Wand klatsche, probier ich das! Ja ich war am Ende meiner Kräfte, ich bekam kaum Schlaf in der Nacht. Brach vor Müdigkeit zusammen, war nahe dran die Praxis dicht zu machen. Das Buch hat uns im wahrsten Sinne des Wortes gerettet!" So ihre Worte!

Wollte damit sagen, dass es vielleicht manchmal besser ist, dieses Buch zu Rate zu ziehen, als wie dann später bei Punkt 12 zu erscheinen. Ihr versteht?

Mann muss sich ja nicht an alles im buch halten, aber wie schon gesagt es gibt auch wirklich wertvolle, „gewaltfreie“ Tipps!




So genug! ;-)


Noch zu dir persönlich, wenn du dich bei deinem KIA nicht wohl fühlst, wechsle ihn. #blume

Nicht böse über meinen Text sein, aber musste echt mal raus. Liebe Grüße!


So ich warte jetzt auf meine Hinrichtung und Steinigung! :-p

Beitrag von osterhasi77 05.12.09 - 23:01 Uhr

Huhu,

also ich oute mich mal, das ich das Buch NICHT kenne und noch nicht mal einen Blick reingeworfen habe.
Aber ich denke so wie du!
Wenn es soooooo schlimm wäre, wie immer behauptet wird, dann würde das Buch schon vom Markt sein. Meine Meinung!

LG Melanie

Beitrag von betty38 05.12.09 - 23:06 Uhr

Hey, endlich mal ein paar passende/ehrliche Worte. Nicht, dass ich das Buch gut finde - ich kenne es nicht - aber die Meinung von den Urbianern. Und ich weiß von meinen Kindern, dass sie tagsüber - wenn sie müde sind - ins Bett gelegt werden wollen, trotzdem schreien - keine fünf minuten. Bleibe ich im Schlafzimmer, gibt es zeter und mordio 1 Stunde lang und die Kinder schlafen nicht. Sind dafür schlecht gelaunt. Gehe ich aus dem Zimmer (anfangs schweren Herzens, ist nach 1 Minute absolute Ruhe und zwei stunden später herrlich ausgeschlafene Kinder...)

Abends und nachts ist es etwas anderes, da habe ich noch nicht das Non plus Ultra gefunden, aber dafür sinds ja Kinder und keine Maschinen. Solange ich damit klar komme, lasse ich diese Attacken (ab 1 Uhr in meinem Bett - von 2 - 4 Uhr hellwach und dann wieder bis 8 schlafen - durchgehen. wenn nicht, werde ich mir vielleicht auch mal das Buch zulegen. Aber ich warte erst mal locker auf die nächste Phase und hoffe ;-)

An die Threaderöffnerin: zum Thema Arzt - wenn er dir nicht einfach nur einen Tipp geben wollte (meine Ärzte - egal welcher) erzählen ungefragt kaum was - schlucks runter oder wechsel, falls es dir absolut nicht zusagt.

Meine KiÄin überläßt die Entscheidungen immer mir, beispielsweise sagte sie auch, dass man die nächtliche Flasche langsam oder schnell abgewöhnen kann. Je nach Gemüt. Notwendig ist sie nicht mehr.Aber wer's mag...
Auch zum Impfen hat sie nicht überredet, sondern nur vorsichtig ihre Meinung gesagt, nachdem ich um ihren Rat fragte.

Nur zum Thema Beikost habe ich auch schon gehört, dass ab dem 6./8. Monat feste Nahrung als Eisenlieferant wichtig sei und in der Milch nicht mehr ausreichend vorhanden. Das sagte auch meine Hebi damals und steht in dem Buch: Das schmeckt dem Baby und ist gesund.

Wobei als Milch immer stillen/pre ausreichend ist und !!! zusätzlich gegeben werden kann/soll, je nach Alter.

lg und alles Gute Betty




Beitrag von alexa81 05.12.09 - 23:57 Uhr

Ja, ich habe das Buch gelesen, komplett. Denn ich sehe es so wie Du - wenn ich mir wirklich ein Bild machen möchte, kann ich nicht nur auf die Meinung anderer vertrauen, sondern muss mir selbst die "Mühe" machen, mich zu informieren.

Und ich finde das Buch ganz, ganz furchtbar! Besonders geschockt hat mich die Stelle, wo es darum ging, wie man reagieren soll, wenn das Kind bis zum Erbrechen weint - kommentarlos sauber machen, Kind wieder ins Bett, Programm durchziehen.#schock Die armen Mäuse, die solche Praktiken über sich ergehen lassen müssen...:-(

Ich weiß übrigens, wie es ist, ein Kind zu haben, das kein guter Schläfer ist. Meine Große hat 18 Monate max. 2 Stunden am Stück geschlafen, ehe sie wieder stillen wollte. Teilweise habe ich die Nächte durch stündlich gestillt, manchmal blieb sie auch den Großteil der Nacht einfach angedockt. Von einem Tag auf den anderen schlief sie dann durch. Und hey, ich lebe noch, meine Tochter ebenfalls und auch, wenn ich teilweise vor Müdigkeit hätte umkippen können, empfand ich es nie als Zumutung.;-) Ganz so extrem war meine Mittlere zwar nicht, aber auch weit davon entfernt, früh durchzuschlafen. Und unser Kleiner ist nun zwei Wochen alt - seitdem habe ich ihn jede Nacht im Arm und häufig stillt er die Nacht quasi durch. Macht nichts, wird er mit 18 sicher nicht mehr machen...:-p

Viele Grüße, Alex

Beitrag von celia791 06.12.09 - 13:07 Uhr

Hallo Blue-Merle,

ich sehe das ganz genauso wie Du, ich habe 2 Kinder. Meine Grosse war ein Schreikind und hat die ersten 18 Monate gar nicht an durchschlafen gedacht. Mein Kleiner hat schon früh durchgeschlafen.
Ich denke, man sollte ein Buch nicht direkt verteufeln. Ich habe es auch gelesen und ein paar für mich wertvolle Tipps rausgeholt, die auch wunderbar funktioniert haben. Klar gibt es auch Punkte, mit denen ich nicht ganz übereinstimme, aber es liegt ja an mir, was ich mir rauspicke oder auch nicht. Ich denke auch, dass dieses Buch keinen Schaden anrichtet, denn es ist von einem Kinderarzt und einer Kinderpsychologin geschrieben worden. Und meist geht es da um die hartnäckigen Fälle, wo die Eltern sich keinen Rat mehr wissen und wo das Kind den Alltag komplett bestimmt.
Ich habe auch eine Freundin, die 3 Kinder hat. Die ersten 2 waren "normale" Babys und Kleinkinder, haben nicht früh durchgeschlafen und waren Familienbettschläfer, aber alles im Rahmen. Sie verteufelte dieses Buch und verurteilte jeden, der auch nur einen Blick reingeworfen hat. Bis dann ihr 3. Kind zur Welt kam. Schreikind, eigentlich immer nur 10min.-30min. Weise geschlafen, dann wieder für Stunden wach. Tagsüber gar nicht geschlafen. Sie ging echt am Krückstock, ihr Kinderarzt hat ihr dann dieses Buch ans Herz gelegt und sie hat es tatsächlich damit geschafft, einen guten Rhytmus für sich und das Kind zu finden. Sie ist glücklich und das Kind viel entspannter.
Ich denke, jedes Kind ist anders und wenn man "normale" Kinder hat und gut zurechtkommt, dann sollte man froh darüber sein, denn es gibt auch sehr anstrengende Kinder. Die Erfahrung durfte ich selber machen. Und bei so einem Kind am Krückstock zu gehen, ist noch lange kein Vergleich zu einem "normalen" Baby, wenn man dabei mal am Krückstock geht. Bei so einem extremen Kind ist man als Eltern fast am Rande der Verzweiflung und man könnte aus dem Fenster springen.

Also- niemals denken "Dass kann mir nie passieren", auch Eltern von 2, 3 oder mehr Kindern können ein solches anstrengendes Kind bekommen und nicht mehr weiterwissen-und dafür ist so ein Buch ein Segen.

Lg Celia.

Beitrag von celia791 06.12.09 - 13:14 Uhr

Ach übrigens, habe noch was vergessen. Wollte noch was zu meiner Vorschreiberin sagen, die etwas über das Erbrechen nachts schrieb.
Ich habe auch noch eine andere Bekannte, die 2 Jungs und ein Mädel hat. Ihr grosser Sohn, mittlerweile 8, hat pro Woche mindestens 1-2x ins Bett gebrochen, bis er 6 Jahre alt war. Sie hat ihm immer jede Menge Aufmerksamkeit geschenkt dabei, Licht angemacht, alles saubergemacht, Tee gekocht, gesungen oder Geschichte vorgelesen. Das Resultat war, dass er das nicht mehr aufhörte. Ihr Kinderarzt hat ihr dann genau zu dem geraten, was Du geschrieben hast- alles saubermachen ohne Kommentar, also liebevoll aber eben ohne grosse Aufmerksamkeit. Ein paar Monate später hörte es von selber auf.
Ich denke, in dem Buch sind keine Babys gemeint, sondern Kinder, wo das öfters vorkommt und wo man selber schon weiss, dass es einfach aus dem Grund ist, weil die Aufmerksamkeit dann so schön ist.
Sie sagte mir mal, dass es für sie viel einfacher gewesen wäre, wenn sie dass schon früher gewusst hätte. Mit 3 Jahren kann man sowas nämlich auch schon machen.

Lg Celia.

Beitrag von alexa81 06.12.09 - 18:20 Uhr

Bei dem Erbrechen geht es in dem Buch sehr wohl um Babys unter einem Jahr...

Und wenn ein Kind sich Aufmerksamkeit und liebevolle Zuneigung darüber holt, dass es nachts ins Bett bricht, sollte man sich fragen, was an anderer Stelle schiefläuft - denn das ist alles andere als normal...

Und zu den anstrengenden Kindern - ja, ich kann da mitreden... Wie schon geschrieben, hat meine Große die ersten 18 Monate max. 2 Stunden am Stück geschlafen, häufig hat sie stündlich gestillt oder war die gesamte Nacht durch angedockt. Tagsüber hat sie viel geweint, ablegen war so gut wie unmöglich. Anfangs war sie ungelogen über Wochen 24 Stunden auf dem Arm, duschen konnte ich erst, wenn mein Mann von der Arbeit kam oder ich Besuch hatte, dem ich für die Zeit die Kleine geben konnte, nachts habe ich halb sitzend, halb liegend im Stillkissen gelehnt mit der Kleinen auf dem Arm (so "schlafe" ich auch jetzt wieder, seit unser Kleinster auf der Welt ist...).

Trotzdem wäre ich NIE auf die Idee gekommen, Programme wie in diesem Buch anzuwenden. Ganz im Gegenteil - ich bin davon überzeugt, dass GERADE diese "anstrengenden" Kinder einen triftigen Grund für ihr Verhalten haben. Sei es, dass sie Schmerzen haben oder größere Anpassungsprobleme als andere Kinder oder was auch immer. Auf jeden Fall finde ich es grausam, so kleine Wesen dann noch mit irgendwelchen Schlafprogrammen erziehen zu wollen.

Ich sehe es so: wenn die gane Situation für mich schon schlimm ist, wie muss sich dann erst so ein kleines Mäuschen fühlen, dem man noch nichts erklären kann? Denn die Kleinen verhalten sich ja nun wirklich nicht so, um ihre Eltern zu terrorisieren...

Gruß, Alex

  • 1
  • 2