starke medikamente genommen,war röntgen...nun schwanger!

Archiv des urbia-Forums Ungeplant schwanger.

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Forum: Ungeplant schwanger

Was ist, wenn eine Schwangerschaft überraschend und ungeplant kommt? Hier kannst du fragen, wie andere diese Situation bewältigt haben. Grundsatz-Diskussionen um das Thema Schwangerschafts-Abbruch sind allerdings besser im Forum "Allgemeines" aufgehoben.

Beitrag von dami20 05.12.09 - 21:56 Uhr

Hallo...

Gestern habe ich einen positiven Schwangerschaftstest in meinen Händen gehalten...ich brach zusammen...weinte...Ich war jetzt sehr lange krank,musste starke Medikamente nehmen und mich röntgen lassen...nur zu diesen Zeitpunkt wusste ich nicht das ich Schwanger bin...Ich kann es einfach nicht behalten,da ich große Angst habe,das es schon krank ist...Ich habe schon ein 2Jahre altes Kind...bin froh eine Nebenbeschäftigung zuhaben,da ich kaum jemand habe der mir hilft oder mich unterstützt...finanziell sieht es also auch nicht gut aus...Körperlich bin ich sehr oft angeschlagen,habe viel stress...

Mir tut es sehr weh das ich mich für eine Abtreibung enscheide,nur wer kann mir den versichern das dieses Kind in meinem Bauch keine Schäden durch diese Medikamente und sonstiges erlitten hat???!!!

lg

Beitrag von salida-del-sol 05.12.09 - 22:15 Uhr

Hallo, liebe Dami20,
Du hast in letzter Zeit einige schwere Krankheitsnot durchgemacht - fühl Dich mal herzlich umarmt.Und als ob dies nicht alles genug wäre, stellst Du jetzt auch noch eine ungeplante Schwangerschaft fest. Dass Du da erst mal weinent zusammen gebrochen bist, ist logisch.
Wegen den Medis halte doch mal Rücksprache mit Deinem Fa.
Denn die erste Zeit hat das Kind noch nicht bei der Mutter angedockt.
Eine Bekannte von mir wurde in der Schwangerschaft 3 mal am Unterleib geröngt. Dadurch erfuhr sie erst von der Schwangerschaft. Ein Spezialist hat dann die Wahrscheinlichkeit einer Behinderung bei dem Kind berechnet, und sie als gering eingestuft. Das Kind ist heute 4 Jahre alt, putzmunter und gesund.
Gehe von Beratungstelle zu Beratungstelle und lass Dir alle praktischen Hilfen und finanzielle Unterstützung erklären. Denn die Möglichkeiten und Motivation von Beratungstelle zu Beratungstelle können sehr unterschiedlich sein.
Sei ganz lieb gegrüßt von salida-del-sol

Beitrag von brautjungfer 05.12.09 - 22:15 Uhr

hallo,

wann hast du die Medikamente denn genommen und wann wurdest du geröntgt?

lg

Beitrag von sonneblume5 05.12.09 - 23:27 Uhr

hallo Dami,
oh Mann, das ist alles ganz schön viel so.
Aber zum Röntgen kann ich dir sagen: Vor 18 jahren wurde ich am Arm 3x geröngt /Bruch, ohne zu wissen, dass ich ss war.
Sobald ich es wusste, habe ich den Arzt darauf angesprochen. Der sagte (wie gesagt, vor 18 J!), dass diese Strahlen sind mal so intensiv sind wie z.B. auf der Insel Sylt.

Meine Tochter ist kerngesund und nun knapp 17,5 Jahre alt.

Zu den Medikamenten: Musst du am besten 2 Ärzte konsultieren, 2 meinungen sind besser/sicherer als eine.

Zu allem anderen: Bitte such dir Unterstützung und Hilfe, gibt es bei euch einen kostenlosen Oma-Hilfsdienst oder ähnliches?

Weisst du, eigentlich gibt es für Gesundheit nie eine GArantie. WAs wäre, wenn das Baby unter der Geburt unter Sauerstoffmangel leidet und dadurch geistig behindert wäre? Leider passiert so etwas manchmal.
Das muss man dann auch als Schicksal hinnehmen.

Wenn dir deine Entscheidung zur Abtreibung schon jetzt, vorher, wehtut, dann würde ich es nicht machen.

Wünsche dir alles Gute.

glg und einen schönen Nikolaustag

sonneblume

Beitrag von anyca 06.12.09 - 09:43 Uhr

Hallo dami,

wie weit bist Du denn? In den ersten Wochen gilt ja das "Alles oder Nichts" Pinzip!!! Also entweder die Medis / Röntgenstrahlen haben das Embryo geschädigt, dann geht es von selber ab. Oder die Schwangerschaft bleibt bestehen - dann ist auch nichts passiert!:-)

Die meisten Medikamente tun dem Kind ja gar nichts. Nur kann man ja schlecht Versuchsreihen an Schwangeren starten, daher steht eben bei 99% der Medis "nicht in der Schwangerschaft nehmen" dabei. Rede erst mal mit Deiner Ärztin, ob bei Dir da überhaupt ein Risiko besteht.

Nebenbei bemerkt, 100% "garantieren" kann Dir ohnehin nie jemand, daß das Kind gesund ist, das ist ja letztlich immer Glückssache.

Alles Gute!#klee

Beitrag von dami20 06.12.09 - 11:01 Uhr

es ist auch finanziel so eine sache...mein gelernter Beruf ist so gut wie ausgestorben,besitze keinen Führerschein und habe so schon so kämpfen,damit ich alles bezahlen kann...die Nebenbeschäftigung die ich jetzt habe,darüber bin ich sowas von glücklich,das die mich genommen haben...Das Kind war nicht gewollt,also passiert und irgendwie durch alle Probleme-gesundheitlich sowie finanziel,kann ich keinen richtigen Bezug zu den Kind aufnehmen...es ist nicht wie bei meinem ersten Kind(ist jetzt fast 3 Jahre)...Meine Fa meinte,die ganzen Medikamente die ich eingenommen hatte bzw.noch ein Teil davon einnehme,können schon aufs Kind gegangen sein...
Ich bereue eh was ich tuh...nur ein behindertes Kind dafür hätte ich niemals die Nerven dazu und würde ewig darunter leiden...
Bitte versteht mich!!!!!

Beitrag von dochich 06.12.09 - 11:07 Uhr

doch ich versteh dich.
wäre es für dich eine Alternative es erst abzutreiben wenn eine Behinderung durch eine Untersuchung festgestellt wird?
obwohl das ist sicherlich hart, etwas ranwachsen zu lassen was man dann evtl doch nicht bekommt
du solltest dir aber bewußt sein, das eine Abtreibung dich auch belasten kann.
Du musst dir bewußt werden, was nur du allein möchtest. mit welcher Entscheidung du meinst am Besten leben zu können, das ist das wichtigste.
hast du dich schon beraten lassen?
wünsche dir alles gute

Beitrag von dami20 06.12.09 - 11:30 Uhr

ich werde morgen zur beratung gehen,dort werde ich alles schildern...und mich dann nun doch für eine Abtreibung entscheiden...ich habe einfach kein bezug zu den kind in meinem bauch,da mich das belastet ob doch was passiert ist durch die ganzen medikamente...es ist nicht wie bei meinem ersten-da habe ich alles getan,das es bleibt usw....hatte eine Risikoschwangerschaft-musste von Anfang bis ende liegen...

lg

Beitrag von sonneblume5 06.12.09 - 12:55 Uhr

Was hast du denn gelernt?

Beitrag von dami20 06.12.09 - 13:09 Uhr

ich bin gelernte modenäherin...hier wo ich wohne ist der beruf kaum gefragt...und wenn brauch man einen führerschein um erstmal die jeweilige arbeitsstelle zu erreichen...

Beitrag von sonneblume5 06.12.09 - 15:33 Uhr

Das ist ja interessant.
Aha.
Und als was hast du jetzt deine Nebenbeschäftigung?

Beitrag von dami20 06.12.09 - 16:10 Uhr

Ich arbeite jetzt nebenbei in einer Kaufhalle als Verkäuferin(Kasse)und muss auch Ware auspacken...ich bin so froh das die mich genommen haben,weil ich keinen bock habe zu hause rum zusitzen...


lg

Beitrag von sonneblume5 09.12.09 - 10:43 Uhr

Aha, finde ich gut, dass du einen Job hast.
Manchmal muss man eben flexibel sein, auf der ganzen LInie. Wer weiss, was noch SChönes für dich kommt.

lg

Beitrag von karbolmaeuschen 07.12.09 - 23:04 Uhr

Liebe Dami!

Wie schon gesagt, zählt zu Beginn das Alles oder nichts Prinzip.

Ein Schwangerschaftsabbruch nach einer konventionellen Röntgenuntersuchung ist medizinisch nicht gerechtfertigt, da die Strahlung tatsächlich sehr gering ist.

Dazu gibt es Studien. Hier ein Link zum Albertinen Krankenhaus:
www.albertinen.de/module/download/7608

Und hier die Uni München:
http://www.radiologie-lmu.de/de/patienteninformationen/das-konventionelle-r-ntgen.html

Nun zu den Medikamenten:
Fast alle Medikamente gehen auf das ungeborene über. Das ist richtig.
Aber 1. ist die Empfindlichkeit des Kindes gegenüber schädlichen Medikamenten ist von seinem Entwicklungsstadium abhängig. (Kritisch ist vor allem das Stadium der Organentwicklung, also die 6.–12. SSW.)

Und 2. können auch Cronisch kranke Frauen (die z. B. unter Epilepsie leiden und starke Medikamente nehmen müssen gesunde Kinder bekommen...

Chronisch erkrankte Frauen, die z.B. wegen Diabetes, Bluthochdruck oder Anfallsleiden regelmäßig Medikamente einnehmen, sollten schon rechtzeitig vor einer Schwangerschaft mit ihrer Ärztin besprechen, welche Medikamente für die Dauer der Schwangerschaft geeignet sind.

Eine Beratungsstelle der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat es sich zur Aufgabe gemacht, Frauen zu helfen, die in Unkenntnis einer bestehenden Schwangerschaft Medikamente eingenommen haben. Gemeinsam mit den Frauen wird das Risiko einer Fruchtschädigung abgeschätzt und überlegt, welche Formen der intensiven Schwangerschaftsüberwachung in Betracht kommen (Alpha-Fetoprotein-Bestimmung, Ultraschalluntersuchung, Amniozentese). Insbesondere geht man hier auf das Problem ein, dass in manchen Fällen unwiderrufliche Entscheidungen getroffen werden, deren klinisches Resultat nicht zu korrigieren ist wie z.B. ein Schwangerschaftsabbruch.
Zum anderen will die Beratungsstelle Frauen mit chronischen Erkrankungen (z.B. Anfallsleiden, Stoffwechselerkrankungen) vor Eintritt einer Schwangerschaft optimal medikamentös beraten, damit der Beginn der Schwangerschaft in ein symptomarmes Krankheitsintervall fällt. Die Beantwortung der Anfragen erfolgt unmittelbar per Telefon. Die Beratungsstelle in Jena gehört zum Europäischen Netzwerk des Teratologischen Informationsservice (ENTIS).
Die Adresse lautet: Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum der Friedrich-Schiller-Universität Jena, 07740 Jena, Bachstrasse 18, Telefon: 03641/933074. Und das ist die dazugehörige Internetadresse: http://www2.uni-jena.de/ufk/Geburtshilfe/start.htm

Ansonsten kannst Du die von Dir genommenen Medikamente zuerst bei http://www.embryotox.de/ eingeben. das ist die erste Anlaufstelle.

Bei weiteren Fragen kannst Du mich gerne über die VK anschreiben.

LG Silke
exam. Krankenschwester

Beitrag von rickomata25 08.12.09 - 20:12 Uhr

Wenn man sehr lange KRANK ist, hat man Lust auf Sex? #kratz #gruebel

Beitrag von s.cheri. 09.12.09 - 06:38 Uhr

na sicher.
ist doch was schönes und kann einem guttun.