Noch Anrecht auf Zuschüsse?

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Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von dani-79 06.12.09 - 14:21 Uhr

Hallo,
momentan stellen wir die Überlegung nach einem 2. Kind an und überlegen natürlich, ob das auch finanziell hinhaut.
Problem: Ich möcht mir auf jeden Fall das Elterngeld für 2 Jahre auszahlen lassen weil ich nicht nach 1 Jahr wieder arbeiten gehen möchte, das haben wir ja jetzt schon und es ist verdammt stressig und kaum mit einem Familienleben vereinbar da wir beide im Schichtdienst arbeiten
Das macht es aber nicht einfacher. Mit Kindergeld, Gehalt und Elterngeld hätten wir dann zusammen 2067 Euro, nach Abzug der Fixkosten noch ca 750 zum Leben und tanken.
Kann man so eine 4-köpfige Familie ordentlich versorgen?
Oder kann ich dann noch Zuschüsse beantragen?
Oder bin ich dann gezwungen nach 1 Jahr wieder arbeiten zu gehen?
Wie wäre das dann im 3. Jahr?Können wir dann Hartz4 beantragen wenn das Elterngeld ganz wegfällt oder kann das Amt verlangen das ich ionnerhalb der Elterzeit arbeiten gehe?

Dani

Beitrag von myimmortal1977 06.12.09 - 14:27 Uhr

Wir haben 800 € für 3 und man muss/sollte auch mal den einen oder anderen Cent auf die Kante legen können.

Wir zippeln uns schon ganz schön einen ab. Ich würde für mich in unserer Situation kein 2. Kind haben wollen.

LG Janette

Beitrag von sterni2005 06.12.09 - 16:48 Uhr

Hallo,

wir bekommen im April das 3.Kind.
Ich werde wahrscheinlich für 3 Jahre zu Hause bleiben.
Allerdings werden wir uns das Elterngeld nicht für 2 Jahre sondern für 1 Jahr auszahlen lassen.

Bedenke aber:
Wenn es jetzt schon stressig ist,Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen,dann überlegt euch das mit dem 2.Kind.
Es wird nicht besser #schwitz

Wir haben beruflich in Baden-Württemberg gewohnt.Kannten dort keinen,sind aber beide arbeiten gegangen.Es war ziemlich schwer die Kinder unterzubringen,arbeiten zu gehen,Haushalt und natürlich das Familienleben.
Jetzt ist doch recht locker,da ich jemanden in der Familie habe,die die Kinder regelmäßig nehmen kann und eine super Tagesmutti :-)

Ob man mit 750€ leben kann,hängt natürlich davon ab,was ihr euch so leistet.
Mir war bzw. ist es immer wichtig gewesen,dass ich auch einen gewissen Betrag zurücklegen kann.
1.Sparbuch für die Kinder und 2. Spardose für "Sonstige" Ausgaben wie Stromjahresabrechnung,Steuern etc.

Ob du Zuschüsse beantragen kannst,hängt dann von eurem Einkommen ab.Evtl.Wohngeld?
Dort müsstest du bei deiner zuständigen Stelle mal nachhaken.

Leider sind viele Frauen "gezwungen" nach einem Jahr wieder arbeiten zu gehen,da das Gehalt des Mannes nicht ausreicht.

Mir ist bisher nicht bekannt,dass die ARGE jemanden dazu "zwingt" wieder arbeiten zu gehen innerhalb der Elternzeit.
Aber ich würde es mir gründlich überlegen,ob ich ein 2.Kind bekomme,wenn es mit dem Finanziellen nicht klappt und ich auf Hartz4 angewiesen wäre.

Lg,
Sterni

Beitrag von loonis 06.12.09 - 17:58 Uhr




Wir haben 2 Kinder u. von 750€ könnten wir im Monat nicht leben....
Bin immer zügig nach den Kids wieder arbeiten gegangen ,nach d.1.Kind nach 21 Mon.,nach d.2. Kind nach 12 Mon.
Ich arbeite nur noch 30h die Wo ,aber nur nachts ...mein Mann voll in 3 Schichten,wir arbeiten abwechselnd WE & Feiertage....
Es ist gut machbar bei guter Organisation.
Hilfe haben wir übrigens KEINE ,weil Null Family in d.Nähe wohnt.


Aber wie gesagt ...750€ für 4 Pers. finde ich mehr als knapp

Mit Zuschüssen kenne ich mich nicht aus ....


LG Kerstin

Beitrag von drachenengel 06.12.09 - 18:36 Uhr

Hallo,

sicher könnt Ihr je nach Region (unterschiedliche Mietspiegel) versuchen, Kinderzuschlag, Wohngeld ODER erg. ALG zu beantragen.

Mal ehrlich, ohne Angriff, aber wenn Du drei Jahre daheim bleiben willst, dann bitte spart doch HEUTE schon darauf, statt zu fragen, welche Zuschüsse.

Wie wollt Ihr Euere Zukunft ggf aufbauen, immer im Hinterkopf "ach, es gibt ja den Staat" oder doch eher im Hinterkopf "wir möchten den Kids auch etwas ermöglichen".

Wenn es Dir mit einem Kind und Job bereits arg stressig ist, glaube mir, mit zweien wird der Stress nicht weniger. Da braucht Ihr ein super gestricktes Netzwerk. Denn die Kids erkranken SELTEN gleichzeitig, die Ferien von Schule und Kindergarten sind sehr oft genau entgegen, Hort ganz zu schweigen. Und zwei Kinder "unterzubringen" erfordert ebenso mehr Management, wie nur eines mal eben unterzubringen. Ebenso bei den Aktivitäten: Kind A hat 2x Schwimmen, 2x Turnen. Kind B hat an den anderen Tagen auch Turnen oder sonst was... Viel Spaß :-)

mit zwei Kindern und dem Gedanken, es finanziell nicht packen zu können, wie wäre es, wenn Du nebenbei jobben gehst, am WE, nachts oder abends?? Klar das Familienleben leidet, doch so können wir unseren Kindern schon mal was ausser der Reihe gönnen oder auch mal ein Auge zukneifen, ist der Wunsch des Herzens mal etwas grösser. Ebenso steigen die Kosten ja mit zunehmendem Alter richtig, was der Kindergarten mit seinen Aktivitäten schon kostspielig erschien, wird in der Schule noch gesteigert!

Verlangen kann sicher rechtlich keiner, dass Du nach zwei Jahren arbeiten gehst. Aber bewusst in die Notlage manövrieren, halte ICH für moralisch daneben, egal ob das Recht auf drei Jahre existiert oder nicht... denn viele Elternteile gehen nach Mutterschutz oder einem Jahr wieder arbeiten, da es sonst ohne Fremdgelder nicht langt.

LG
Mone

Beitrag von dani-79 06.12.09 - 20:15 Uhr

Momentan gehe ich nachmittags bis spätabends arbeiten, mein Mann nur Nachtschicht. Ich gehe 30 Std. die Woche, Matthias ist 4 Stunden am Tag in ner Kita untergebracht, das ist also nicht das Problem. Aber alleine die Betreuungskosten betragen 240 Euro monatlich, ich sehe meinen Mann allenfalls 1x die Woche für mehr als 20 min. und konnte mir einfach nicht vorstellen das es allen so geht die nicht genug Geld haben damit einer zu Hause bleiben kann...
Matthias ist dauerkrank und ich habe ständig das Gefühl mitverantwortlich zu sein...
Ich würde gerne mehr zu Hause bleiben um mehr von ihm mitzubekommen, aber anscheinend ist uns das ja nicht vergönnt.
Bei den 750 Euro zum Leben sind schon 250 Euro abgezogen die monatlich auch jetzt aufs Sparbuch wandern.
Dann wirds das ja wohl gewesen sein mit einem weiteren Kind.

Beitrag von tweety12_de 06.12.09 - 21:05 Uhr

hallo,

vielleicht ist es einfach jetzt noch nicht die richtige zeit für ein 2. kind....

vielleicht spat ihr einfach mal noch ein paar jahre ....

versucht doch mal probeweise ein paar monate mit 750 euro auszukommen.

gruß alex

Beitrag von windsbraut69 07.12.09 - 06:43 Uhr

Wenn es Euch erstrebenswert erscheint, Euch und Eure Kinder bewußt in die Bedürftigkeit zu manövrieren und ALGII zu beantragen, dann macht das doch.

Ich denke zwar nicht, dass Ihr zu viert mehr als 1000 Euro (250 Euro Sparen ist mit ALGII sicher nicht mehr möglich) zum Leben dann haben werdet und halte es für moralisch absolut daneben, sowohl den Kindern gegenüber als auch denen, die dann für Deine Luxus-Elternzeit von 3 Jahren arbeiten müssen aber Ihr könnt ja mal spaßeshalber einen Antrag stellen.

Gruß,

W

Beitrag von drachenengel 07.12.09 - 08:16 Uhr

Nun, es gibt viele Familien, wo BEIDE Eltern sehr früh wieder arbeiten, statt sich auf dem Staat "auszuruhen".

Da Dein Mann nachts arbeitet, ist ja auch bei einem weiteren Kind für Dich die Chance, tagsüber ggf etwas zu arbeiten, denn Dein Mann wird doch kaum nur schlafen tagsüber.

Betreuungskosten sind schon heftig mitunter, ich würde für die Kleine 700 Euro monatlich (ganztags) bezahlen da unter 3. Mit 3 Jahren berappen wir knapp 400 Euro plus Essen.

Beim Grossen ging ich nachts/abends/am WE dazuverdienen, damit wir ohne Staat auskommen, denn das sehe ich auch als Verantwortung gegenüber meiner Kinder an. Jetzt bei der Kleinen arbeite ich noch ab und an, bald aber auch wieder regelmässig, mit.

Wartet doch noch ein wenig, spart Euch das Geld an, dass Du drei Jahre daheim bleiben kannst.

Und die Betreuungskosten, sofern beide arbeiten, sind absetzbar, bzw je nach Einkommen gibt es da Zuschüsse vom Jugendamt.

Sorry, doch wenn ich WUNSCHKINDER plane, dann finde ICH es noch dreister, direkt im Vorfeld schon mit evtl ALG2 zu kalkulieren.

Für UNS stand bei beiden UNGEPLANTEN Glücksbringern (meine Kids sind trotz allem Stress das grösste Glück meines Lebens) direkt fest, dass wir erst selber alles versuchen, statt die Elternzeit ggf vom Staat finanzieren zu lassen. Und stell Dir vor, beim Grossen gab es noch kein Elterngeld, für das alte Erziehungsgeld wurde das vorgeburtliche Einkommen heranzgezogen, und da war ich "leider" ja Topverdienerin, somit Fehlanzeige. Schwupps, mein Einkommen weg, Kunden vom Mann reihenweise zahlungsunfähig, aber wir schafften es von ALLEINE. Und DAS ist etwas, wo wir mit Stolz drauf zurückschauen und HEUTE sagen, unser Weg war richtig.

Ich kann nicht verstehen, wenn Euer Kinderwunsch besteht, warum Ihr dann nicht wirklich mit der Umsetzung wartet, bis Ihr auch das dritte Jahr brücken könnt. Die ersten zwei Jahre bekommst DU Elterngeld gesplittet, was viele viele Generationen NICHT bekamen. Meine Eltern bekamen anfangs nicht mal Kindergeld für mich, da dieses erst eingeführt wurde, als ich geboren war, unvorstellbar oder??

Wir sind heute alle viel zu verwöhnt, mit Kindergeld, Elterngeld, grosse Wohnungen, Auto etc...

LG

Beitrag von catblue 06.12.09 - 21:46 Uhr

Hey!
Glaube nicht dass wenn ihr über 2000 Euro Monatlich habt, ihr noch irgendwelche Zuschüsse bekommt!
Kannst dir ja aus rechnen... glaube die Sätze liegen bei 320€ pro Erwachsenen und etwa 240€ pro Kind und dann Plus Kindergeld und ca. max 400€ Wohngeld... was einer Hartz 4 Familie zusteht...

Aber es ist schon echt hart, wenn man es mit zwei Gehältern kennt, wieder auf eins zu verzichten... uns geht es nicht anders.. man hat sein Leben mit Fixkosten etc. auch so, dass wir mit unseren 2 Gehälter gut über die Runden kommen! Ein 2. Kind ist daher wirklich eine gründliche Überlegung...