Lieber den Spatz in der Hand als... was meint ihr?

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von lenchen2002 06.12.09 - 16:17 Uhr

Hallo,

also ich hatte ja schon mal gepostet, dass der KV unserer Großen keinen Unterhalt mehr bezahlt seit meiner Heirat.

Er ist arbeitslos, und noch dazu nochmal Vater geworden, also selbst wenn er irgendwann wieder Arbeit findet, ist das zweite Kind genauso unterhaltsberechtigt, und ich würde nicht viel kriegen.

Ich war letzte Woche beim JA, und meine SB meinte, viel, jedenfalls soviel, wie er bisher zahlte (229€) wird er nicht mehr können, das Gericht - er hat sich ja auf Kosten von uns Steuerzahlern schon nen Anwalt genommen - würde ihm, aus ihrer letzten Erfahrung, wohl zum Teil recht geben.

Auf jedenfall sind wir so verlieben, dass wir einverstanden sind, den Unterhalt auf monatlich 150 E runterzusetzen, rückwirkend ab meiner Heirat, er muss irgendwie zusehen, wie er die bis jetzt aufgelaufene Summe von Juli bis Dez.bezahlt und dann ab Januar pünktlich, regelmässig und ohne Disskussionen o.ä. 150E überweisst. Sollte das auch nur einmal nicht klappen, ist wieder der alte Betrag fällig.

Ich habe nun bis Dienstag Bedenkzeit, ob ich damit einverstanden bin...

Was meint ihr dazu? Bin etwas unsicher... Soll ich zusagen? Dann habe ich wenigstens ein bisschen Geld... Einen Anwalt können wir uns nicht leisten, und die SB vom JA meinte eben, den ganzen Betrag zu bekommen, da sehe sie keine Chance...

LG Lenchen

Beitrag von schnuffeline-09 06.12.09 - 16:35 Uhr

Besser als nichts oder;-)? Aber das er das Ganze Geld rückwirkend nachzahlt, wenn er den Alten Betrag schon nicht mehr zahlen kann, halt ich nicht für einhaltbar für deinen Ex. Woher soll er das denn nehmen#augen?...LG#niko

Beitrag von lenchen2002 06.12.09 - 16:48 Uhr

Ehrlich? Das ist mir total egal! Hat uns einer gefragt, wo wir das Geld hernehmen?

Ich weiß, dass seine Oma es ihm geben würde, seine Mutter ebenso, er müsste halt fragen...

Aber ich denke, seine Fam weiß von alledem überhaupt nichts. Seine Mutti war kurz nach dem Geb. der Großen mal bei uns, hat ihr kleines Geschenk gebracht, ich habe ihr auch Fotos von der Schuleinführung gegeben, um die sie mich mal bat, und dann meinte Oma plötzlich zur Großen "Kommst mich mal besuchen?" und die Große meinte "Ja, aber wie?" und die Oma sagte "Na wenn dich der Papa das nächste Mal abholt, dann kommt ihr einfach mal zu mir." - Man muss dazu sagen, der KV hat sein über 3 Jahren keinen Kontakt mehr zu ihr, von Abholen o.ä. ganz zu schweigen...

Die Große hat mich nur fragend angeschaut, dann war das Thema auch schon wieder vergessen.


Desweiteren ist er in einer Band, die regelmässig Auftritte hat und womit er sich ein schönes Leben finanziert, natürlich am JA und an seiner Tochter vorbei, denn es ist ihm leider nicht nachzuweisen, wieviel er da bekommt...

LG

Beitrag von manavgat 06.12.09 - 17:10 Uhr

Hast Du geprüft, ob die Großeltern unterhaltspflichtig sind? Sollten die Grundbesitz haben kannst Du eventuell verlangen, dass er Vorerbe geltend macht um seinen Unterhaltspflichten nachzukommen.

Gruß

manavgat

Beitrag von lenchen2002 07.12.09 - 10:14 Uhr

Hallo, Grundbesitz haben sie nicht, der Vater wohnt in einer kleinen Wohnung, hat eine kleine Rente. Die Mutter wohnt im Haus bei ihrem LG, hat auch nur eine kleine Rente, seine Oma lebt, glaub ich, mittlerweile in einem Heim, weil sie sehr alt und krank ist.

Also viel Geld haben sie nicht, aber sicher ein bisschen was gespart, so groß ist die Summe ja auch nicht.

LG Lenchen

Beitrag von manavgat 06.12.09 - 17:09 Uhr

Ich würde die Regelung auf ein Jahr begrenzen. Sonst meint der am Ende noch, er kann das durchziehen, bis zum letzten Tag.

Besser als nichts ist das schon, aber wieso gehst Du davon aus, dass der KV bis Dein Kind eine Ausbildung hat, nichts verdienen wird? Die andere KM wird eventuell wieder arbeiten, er wird verdienen. 2 Kinder müssten doch zu unterhalten sein!

Gruß

Manavgat

Beitrag von lenchen2002 07.12.09 - 10:19 Uhr

Hallo, danke für eure Antworten. Ich werde es morgen so sagen, dass ich es zeitlich erstmal begrenze auf ein Jahr, und dass wir dann neu verhandeln.

Die andere KM geht wohl sogar schon wieder arbeiten, das Kind kam im August, er ist ja zu Hause und kann es betreuen, habe sogar gehört, dass er das Erziehungsjahr macht, aber dass will die SB vom JA klären, ob das stimmt, falls ja, geht das so nicht, sagt sie.

Die SB vom JA meinte, er wird, wenn er denn wieder Arbeit findet, so ca. 1200E netto bekommen, hier im Osten sind die Löhne nicht so hoch, und dann hat er ja Selbstbehalt von 900E, kann noch Fahrtkosten abrechnen, da bleiben vielleicht 200E, und davon wird für beide Kinder der Unterhalt gerechnet, auch wenn er mit dem zweiten Kind zusammen wohnt, und da bleibt eben nicht wirklich viel...

LG Lenchen

Beitrag von frau.mecker 06.12.09 - 20:12 Uhr

So würde ich das nicht unterschrieben.

Sieh zu, daß diese eine dynamische Regelung wird, die eine andere Zahlungshöhe erlaubt (mehr) und die zeitlich begrenzt ist und danach wieder neu verhandelt wird.

mfg

Beitrag von mama-042009 07.12.09 - 08:58 Uhr

das gleiche problem hatte ich auch.......bei meiner großen tochter....ich war soooo blöd und habe es auf eine verhandlung ankommen lassen.....und habe verloren.....
dazu kamen dann noch 550 € anwaltskosten + gerichtskosten....
hör auf die frau vom jugendamt....die wissen was sie tuen..
und nach 2 jahren kannst du den unterhalt kostenlos neu bestimmen lassen...das ist die frist..#snowy