Die FAmilie meines Freundes

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von susanna-andre 06.12.09 - 16:54 Uhr

Hallo,

am Freitag wurde die Oma meines Freundes beerdigt. Wir sind zwar seit 3 Jahren zusammen aber seine ganze Familie kenne ich immer noch nicht. Am Freitag ist mir dann bewusst geworden, warum sich alle nicht leiden können:

Meine SchwiMu ist die mittlere Schwester und wurde mit 3 Jahren zur Adoption freigegeben, zu einer Frau die sich dann 1 Jahr sopäater vor ihr das Leben nahm. Dann kam sie zu ihrer Tante.
Ihre große Schwester hat 4 Kinder ihre Tochter ist 14 und schwanger die Gute Frau selbst auch #schock
Ihre kleine Schwester wohnt nebenan und ging nr zur Oma wenn sie aussicht hatte Kohle zubekommen.
Meine SchwiMu hat die Oma bis zum Schluss gepflegt, hat aber auch noch ne Vollzeitstelle und den kleinsten von 3 Brüdern zuhause wohnen (sie ist alleinerziehend seit 12 Jahren)
Soweit so gut. Als die Oma starb ging das Theater los, die kleine Schwester war bei der Presse eine Todesanzeige schalten. Als ich die dann gelesen habe dacht ich mich trifft der Schlag #schock

Es nehmen Abschied

Tochter XXX
Tochter XXX

der Rest der Verwandschaft
und Steffi (meine SchwMu)

Eine Frechheit, Steffi hat sie die ganze Zeitl gepflegt und wird als letztes genannt.

Am Freitag war dann Beerdigung.

Die kleine hat am Auto gelacht und getan als wäre nichts. Ihr Mann auch.
Auf dem Friehof hat sie ganz doll geweint (sehr gut geschauspielert)
Danach war wieder fröhlichkeit angesagt.
Der Mann der kleinen Schwester hat in der Gegend umher gesehen. #kratz
Und die Große: kaut Kaugummi wie so ein Widerkäuer #augen
Andere haben sich auf dem Friehof unterhalten.

Und danach sind die Kinder der Oma fein essen gegangen und Steffi (die ja offiziell nicht das Kind der Oma ist) und wir standen da wie doof.

Da pflegt man jahrelang seine "Mutter" und wird so verächtigt.

So das lag mir auf dem Herzen. Hoffe ihr blickt durch. Wenn nienmand antwortet ist dsa auch net schlimm, aber ich musste mir mal die ganze Wut von der Seele schreiben

Schönen Advent noch

Beitrag von vivi0305 06.12.09 - 17:44 Uhr

Das ist die "Dankbarkeit" *Ironie Off*

Wenn einer stirbt dann leiden meist nur die richtig die etwas für den Menschen empfunden haben, aber es wird einem nie gedankt:-( wenn man etwas gutes getan hat.

Nehmt euch das nicht so zu Herzen

Alles Liebe#herzlich

Beitrag von hoda1979 06.12.09 - 18:55 Uhr

Hallo,

voellig nachvollziehbar, dass du erstmal geschockt und veraergert bist.

Allerdings - einige Dinge (wer wann und warum schwanger ist, wie viele Kinder hat, Partner oder nicht...) gehen dich eigentlich nichts an, du solltest darueber nicht urteilen. Und all dies muesste im Normalfall auch kein Grund sein, dass eine Familie zerstritten ist?! Leider ist es trotzdem oft so, aber ich wuerde dir raten, dich dort nicht einzumischen bzw. vorschnell auf eine Seite zu schlagen.

Zur Trauer waere zu sagen, dass da jeder anders ist. Viele reissen sich in der "Oeffentlichkeit" zusammen und man meint, es ginge ihnen nicht nahe. Wie es daheim im stillen Kaemmerlein aussieht, weisst du nicht. Danach wuerde ich einen Menschen nicht beurteilen. Ausserdem, auch wenn es fuer "frisch" oder besonders tief Trauernde hart klingt: Das Leben muss weitergehen und tut es auch. Warum soll man also in Verzweiflung versinken, wenn man nicht wirklich so fuehlt? Und auch, wenn man wirklich traurig ist, gibt es doch auch noch viele schoene Dinge, warum darf man dann z.B. nicht lachen? Als meine geliebte Oma starb (zu Hause und wir waren alle bei ihr) sassen wir hinterher alle noch beisammen und haben gemeinsam gelacht und geweint - gelacht z.B. ueber lustige Erinnerungen an sie. Es muss also kein Zeichen dafuer sein, dass man den Verstorbenen nicht wuerdigt. Dass sich aber Dinge wie Kaugummikauen auf einer Beerdigung nicht gehoeren, sollte dagegen selbstverstaendlich sein.

Was ich wirklich schlimm finde ist, dass nicht alle 3 Toechter "gleichrangig" in der Todesanzeige erwaehnt wurden, zumal wenn deine Schwiegermutter den Hauptteil der Pflege uebernommen hat. Wirklich traurig, dass selbst noch solche Gelegenheiten genutzt werden, um sich gegenseitig eins auszuwischen.

Da dein Freund dir seine Familie in den 3 Jahren vorher noch nicht vorgestellt hatte, nehme ich mal an, er pflegt sowieso keinen besonders engen Kontakt zu ihnen. Das ist in dem Fall dann wohl auch vernuenftig so. Ihr beide sowie diejenigen Familienangehoerigen, an denen euch etwas liegt, koennt und wollt es ja bei euch selbst sicherlich besser machen. Das waere der "Gewinn", den du aus deinem Aerger und der Traurigkeit jetzt ziehen kannst. Ich kenne aus meiner Familie auch einige solcher Begebenheiten und weiss nun einfach ganz genau, was ich selbst nicht tun will und werde.

Sollte doch irgendwann intensiverer Kontakt zur restlichen Familie zustande kommen, dann lass dich nicht zwischen die Fronten bringen.

LG Hoda

Beitrag von alpenbaby711 06.12.09 - 19:43 Uhr

Ich kann dir sagen eure Familie ist nicht die einzigste die spinnt. Die Mutter meines Vater ( meine geliebte Oma) starb letztes Jahr wenige Wochen nach ihrem Geburtstag. Nun wars leider so das der liebe Sohn ( bei dem Namen mein Vater muss ich #aerger Kotzurbini) sich immer wenig um seine Mutter kümmerte, immer meinte seine Schwester würde bevorzugt werden. Dabei hatte meine Mut.... bbbbbbbäh, ihn so im Griff das er seine Mutter mehr ignorierte. Sogar als 1994 sein Vater starb kam wenige Zeit danach die Frage was denn mit Geld wäre. Hab ich leider erst kurz nach der Beerdigung meiner Oma erfahren für sowas kann man seinen Vater ( habe seit 6.5 Jahren keinen Kontakt zu meinen Elt...)auch nur verachten. Bei der Beerdigung wollte er unbedingt ne Todesanzeige für sich alleine weil er keinesfalls mit uns anderen in eine wollte. ER hat nämlich eigentlich noch ne SChwester die ihn übrigens über alles auf dem Laufenden gehalten hatte. Oma war nämlich die letzten Wochen davor im Krankenhaus. Ich selbst bin 5 Tage vor ihrem Tod noch 300 km zu ihr gefahren zum Verabschieden ( sie war schon gar nicht mehr bei sich) und 3 Stunden später wieder heim. Er war sie mal besuchen wos noch besser ging und wollte 5 minuten später wieder weg. Am Sterbebett war dieses Dreckst.... nicht.
Schütteln wir uns die Hände solche Leute gibts leider immer wieder. Ach so ja meine Mut... hat ihre beiden Schwestern nach dem Tod meines Opa vor 3.5 Jahren auch noch kräftig beschissen.
Noch Fragen?
Ela

Beitrag von marenchen23 06.12.09 - 20:47 Uhr

also war schon recht kompliziert geschrieben.

WEnn du deine Schwi Mu magst, dann halte den Kontakt, zum rest brauchst du ja kein Kontakt, wenn es ihn eh schon nicht gab!

Familien kann man sich nunmal nicht aussuchen ;-)

Maren