Blutiger Schleim im Kot

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von tanja.1980 06.12.09 - 20:51 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

ich habe Angst um meinen Hund. Es handelt sich um einen 10-jähriger Boxer.

Bei ihm wurde im März Mastzelltumor Grad 3 festgestellt #heul. Er hatte am Rumpf 2 Tumore, die dann operativ entfernt worden sind. Einen haben die komplett erwischt und der andere wurde leider nicht im gesunden Gewebe rausgeschnitten :-(. So, dann hatten wir 2 Möglichkeiten: Nachoperieren + Chemo oder so lassen, wie es ist. Es hieß, mit der OP und Chemo hätte er noch eine Lebenserwartung von BIS zu zwei Jahren. Obwohl es natürlich keine Garantie gibt, er könnte auch in ein paar Wochen sterben. Ohne Chemo hätte er noch ca. 6 Monate #heul.

Erst wollten wir die Chemo, doch dann, nachdem der erste Schock erstmal überwunden war und wir im Internet uns über alles informiert hatten, haben wir uns schweren Herzens dagegen entschieden. Wir wollten unserem Hund noch ein paar schöne Monate geben, ohne der ständigen Rennerei zum TA und der Chemo-Nebenwirkungen. Und letztendlich hätte ich es mir nie verziehen, wenn wir die Chemo durchgezogen hätten und er dann trotzdem recht schnell gestorben wäre.

Mittlerweile sind nun fast schon 9 Monate seit der OP vergangen. Und er ist noch relativ fit, frißt gut und gerne. Nur ist er etwas träge geworden in den letzten Monaten. Aber mit 10 Jahren steht es ihm natürlich auch zu. Weiß nicht, ob es nun vom Krebs kommt oder einfach nur von seinem Alter. Wahrscheinlich beides zusammen.

Das Problem ist, seit ein paar Wochen hat er blutigen Schleim im Kot. Also die Konsistenz ist eher normal (vielleicht etwas weicher, als sonst, aber kein Durchfall), nur halt von diesem Schleim überzogen. Ansonsten ist er gut drauf, frißt gut, trinkt etwas mehr als sonst (kann mir das auch einbilden, weil ich ihn natürlich genauer beobachte).

Ich werde wahrscheinlich demnächst zum TA gehen müssen, aber ich habe ehrlich gesagt Angst davor. So versucht man ja doch die Sache irgendwo zu verdrängen und hofft, das er noch viel Zeit hat. Und eine andere Frage: Was machen die dann dort? Klar, am Anfang wahrscheinlich ´ne Kotprobe und Röntgen und dann? Wenn sie jetzt feststellen, das er einen Tumor im Darm hat? Werden sie operieren?

Ich wollte ihm eigentlich weitere OP´s ersparen. Bei der letzten OP hatte er sogar einen Herzstillstand und mußte kurz beatmet werden. Er bekommt seit 2 Jahren Herztabletten. Ich befürchte, daß er die Narkose nicht verkraften wird #heul.

Ich mein, so geht´s ihm ja eigentlich recht gut. Ich habe einfach Angst, daß wenn ich zum TA gehe, dann einfach alles Berg ab geht #schwitz. Ach, ich weiß auch nicht.

Ich habe ihn mit 7 Wochen bekommen, es ist jetzt so ziemlich genau 10 Jahre her, ich mag ihn nicht hergeben #heul.

Was meint ihr, was ist das Richtige in dieser Situation?

lg

Tanja mit #hund Jack

Beitrag von gewitterhexx 06.12.09 - 22:44 Uhr

Hallo Tanja,

wäre ich in der Situation, würde ich die Geschichte vom TA abklären lassen. Evtl. kann es ja auch was harmloses sein.

Sollte es vom Krebs kommen, lass ihn so lange es ihm gut geht. Du merkst es schon selbst, wenn es so weit ist. Aber lass ihn auch nicht länger leiden, wie nötig.

Ich hab so Situationen schon öfter durchgemacht und weiß, was du grade durch machst. Man steht zwischen zwei Stühlen und denkt ist es richtig oder nicht. Egal wie, er wird es dir danken, dass du ihn nicht länger leiden lässt und dafür, dass du bei ihm bleibst bis zum Schluß.

Schick dir virtuell ganz viel Kraft für die nächste Zeit.

LG
Petra

Beitrag von tanja.1980 07.12.09 - 23:02 Uhr

Hallo Petra,

vielen Dank für deine tröstenden Worte. Es ist verdammt hart. Vor allem ist er mein erster eigener Hund und ich mache das alles so zu sagen zum ersten Mal durch.

Als ich klein war, haben wir mehrere Hunde gehabt und ich habe natürlich auch gelitten, wenn sie gestorben sind. Aber jetzt ist es viel schwerer. Vor allem will ich eigentlich nicht die Entscheidung treffen, wann er eingeschläfert werden soll. Mir wäre lieber, er schläft einfach, wenn es soweit ist, von alleine ein.

Aber ich werde natürlich ihn trotzdem nicht in Stich lassen und ihn auch gehen lassen, wenn ich merke, daß er Schmerzen und keinen Lebenswillen mehr hat. Ich werde ihn nicht leiden lassen. Es hat ja niemand was davon.

Aber, wie gesagt, noch geht´s ihm ja gut. Wäre nicht dieser blutige Schleim, würde ich sagen, er ist so wie immer. Vielleicht etwas ruhiger, aber er springt sofort auf, wenn es was leckeres gibt. OK, Aufspringen ist vielleicht etwas übertrieben. Er spielt auch immer wieder mal, kommt sogar von selber und will spielen (natürlich nimmer so wie in jungen Jahren). Er rennt im Garten der Nachbarskatze hinterher, bellt den Nachbarshund an. Also noch voll im Leben. Es kann sich natürlich von heute auf morgen ändern...

Ich werde nächste Woche zum TA gehen und alles abklären. Ist es das, was ich befürchte, dann kann ich mich wenigstens darauf einstellen, daß er nicht mehr lang hat #heul. Aber vielleicht ist es doch nicht ganz so schlimm.

Aber diese Ungewißheit macht mich ja auch ganz verrückt. So weiß ich wenigstens, was die Sache ist.

Danke noch mal

lg

Tanja

Beitrag von cherymuffin80 07.12.09 - 10:45 Uhr

Hallo,

also meine Dalmihündin hatte mit 13 Jahren kurz vor Ende auch blutigen Schleim im Kot, sie hatte zwar keine tumorösen Vorerkrankungen, "nur" Wasser in der Lunge (was mit Tabletten behandelt wurde) und Arthrose.

Ihr ging es schlagartig schlechter und da fing das auch an, nach 3 Tagen war sie dann ganz schlapp und lief auch nur wie nen umgedrehtes U vor lauter Bauchschmerzen, hatte auch 40 Fieber, da rief ich meinen TA an und er kannte ja ihre Krankengeschichte und wir einigten uns darauf sie zu erlösen. Ich bin dann zu ihm und er hat sie draußen im Garten auf der Blümchenwiese eingeschläfert #schmoll naja, jedenfalls kotete sie vor Aufregung nochmal als wir ankahmen und das schaute sich der TA an und meinte das es so aussieht als hätte sie eine Darmschleimhautentzündung, da ist das wohl so das blutiger Schleim mit abgeht.

Wünsch deinem Wuffi alles Gute.

LG Nicole

Beitrag von tanja.1980 07.12.09 - 23:09 Uhr

Hallo Nicole,

danke für deine liebe Antwort.

Wie ich schon der Petra geschrieben habe, werde ich nächste Woche zum TA gehen.

Er hat das aber auch schon länger, also so 3 Wochen bestimmt schon. Ich wollte einfach mal sehen, ob es vielleicht von alleine wieder weg geht. Sein Allgemeinzustand ist ja eigentlich recht gut und ich glaube nicht, daß er Schmerzen hat. Auch als ich den Bauch abgetastet habe, machte ihm das gar nichts aus. Deswegen habe ich ja auch abgewartet und bin nicht zum TA. Aber da es nicht aufhören möchte, werde ich nun trotzdem hingehen.

lg

Tanja