Sohn kriegt ständig Geld von den Schwiegis

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von thyme 07.12.09 - 10:13 Uhr

Guten Morgen
Sagt mal, findet ihr das auch so daneben? Meine Schwiegis hüten unsere beiden (3.5 und 5 Monate) einmal die Woche.

Alles in allem klappt das wunderbar, nur häufen sich in letzter Zeit die schlechten Angewohnheiten meiner Schwiegis: Er kriegt ständig irgendwelche Dinge geschenkt, phasenweise jedes Mal, wenn er dort ist. Als er etwa zwei war, kriegte er IMMER ein neues Schleichtier, wir haben bestimmt fünfzig davon.

Vor kurzem hat er die Dinos entdeckt, worauf er JEDEN Mittwoch ein neuer Dinos haben durfte. Das ging so weit, dass er meinem Schwiegervater morgens beim Abholen schon befahl, heute mit ihm ein neues Tier kaufen zu gehen. Ich hab dann einen Riegel geschoben und angeordnet, dass er bis Weihnachten NICHTS neues kriegt. Da war mitte Okotber. Nun hat mein Schwiegervater einen Ausweg gefunden, ihm doch was zu geben: Er kriegt jetzt einfach Geld. Weil er ein bisschen Schnee schaufelte, hat ihm mein Schwiegervater umgerechnet 3 Euros geschenkt!
Als ich intervenierte, hat er ihm das nächste Mal "nur" fünzig Rappen geben.

Ich finde das absolut daneben. Erstens soll sich unser Sohn nicht angewöhnen, dass kleine Handreichungen gleich in bar entlöhnt werden. Und zweitens hab ich das Gefühl, dass uns Eltern etwas genommen wird. Geschenke sind für meinen Sohn so selbstverständlich, dass wir uns da zurückhalten müssen, um ein bisschen ein Gegengewicht zu schaffen. Aber irgendwie dringe ich nicht durch und mein Partner hält sich schön raus :-[ :-[ :-[
Wie findet ihr das?

LG thyme

Beitrag von emmapeel62 07.12.09 - 10:22 Uhr

Was ist so schlimm daran? Dein Sohn wird ebenso, wie alle anderen Kinder auch, begreifen dass bei Oma und Opa andere Regeln herrschen.

Das Geld steckt in die Spardose und nach ein paar Monaten könnt ihr Eurem Sohnen einen größeren Wunsch erfüllen.

Etwas mehr Gelassenheit #cool wünscht Dir

emmapeel

Beitrag von thyme 07.12.09 - 10:31 Uhr

Klar herrschen bei Oma/Opa andere Regeln, ist auch ok und ich mische mich in allen anderen Dingen auch nicht in ihre Erziehung ein. Nur habe ich das Gefühl, dass unser Sohn bei ihnen schon sehr das Sagen hat.

Mal abgesehen davon, dass er subito jeden seiner Wünsche erfüllt bekommt und uns allen so die Möglichkeit fehlt, ihm mal eine langersehnte Freude zu machen: Es kann doch nicht in Ordnung sein, wenn er sich angewöhnt, dass an sich selbstverständliches Verhalten materiell belohnt wird? Ich finde schon, dass er in gewissem Rahmen auch im Alltag mithelfen sollte, ohne, dass etwas für ihn herausspringt. Und wenn schon sollte die Belohnung doch eher in einer nichtmateriellen Weise geschehen. Eine GEschichte extra vorlesen z.B. Zuwendugn schenken halt statt
materielles. Oder seh ich das wirklich zu eng?

LG thyme

Beitrag von petra1982 07.12.09 - 11:00 Uhr

solange das nur bei ihnen so ist, kann es dir doche gal sein :-)

Beitrag von ichclaudia 07.12.09 - 10:24 Uhr

Bei uns ist es ähnlich. Allerdings schenken Schwiegereltern mittlerweile bei jedem Treffen nur noch Klamotten und dementsprechend voll ist der Kleiderschrank unseres Sohnes. Aber damit kann ich leben..

LG

Beitrag von thyme 07.12.09 - 10:31 Uhr

Gegen Kleidung hätt ich auch wenig einzuwenden

LG thyme

Beitrag von visilo 07.12.09 - 10:39 Uhr

Dein Sohn wird den Unterschied zwischen Zu Hause und den Großeltern sehr wohl kennen. Wenn Lukas bei meinen Schwiegis ist ist er auch anders wie zu Hause, dort gibt es keinerlei Regeln, er tanzt denne auf der Nase rum, er scheucht meine Schwimu wie ein alter Pascha durch die Gegend und sie springt#schock, er hat dort einen Ton am leibe den er sich zu Hause niemals erlauben würde. Am Anfang hab ich mich tiereisch aufgeregt aber nun sag ich mir wenn die das so wollen gerne. Hauptsache er benimmt sich zu Hause nicht so. Wenn er bei meiner Mutter ist weiß er sich auch zu benehmen und er würde niemals wagen mit ihr so zu sprechen wie mit meiner Schwiemu, das würde sich meine Mutter auch nicht gefallen lassen.

Also sieh es locker, steckt das Geld in´s Sparschwein und irgendwann wird was Größeres gekauft oder es einfach auf´s Spaarbuch eingezahlt so machen wir das jetzt auch und ich schohne meine Nerven und die Schwiegis haben ihren Spaß ( na ja ob das für die wirklich noch Spaß ist glaube ich mitlerweile kaum;-))

LG
visilo+Lukas (16.11.04)

Beitrag von kleinerlevin 07.12.09 - 10:43 Uhr

hihi
Ich mach für deinen Schwiegervater ein Zimmer frei.
lol
wir können den gut gebrauchen hihi
#rofl

Beitrag von thyme 07.12.09 - 10:45 Uhr

Ich leih ihn dir für ein paar Wochen...;-)

Beitrag von kleinerlevin 07.12.09 - 11:06 Uhr

Danke, das schick ihm mal gleich nach Schalkholz, damit wir die Weihnachtszeit noch mit nehmen.

Ich bezieh schon mal sein Bett
hihi

Beitrag von bine3002 07.12.09 - 10:48 Uhr

Ich gebe dir Recht, dass kleine Handreichungen für Kinder eine Selbstverständlichkeit sein sollten.

Die Frage ist aber, was fällt darunter? Müll rausbringen, Staubwischen, die Wohnung saugen, Schnee schippen? Das definiert wohl jeder für sich selbst.

Ich persönlich würde Schnee schaufeln schon nicht mehr als kleine Handreichung sehen. Insofern finde ich es legitim, dafür ein bissel Geld rüberwachsen zu lassen.

Und eine wöchentliche Taschengeldzahlung der Großeltern ist jetzt auch nicht so ungewöhnlich. Könntet Ihr da nicht vielleicht ein Abkommen treffen? Dein Sohn bekommt beispielsweise ein Sparschwein bei den Großeltern und darf es dann jeden Mittwoch mit seinem Taschengeld befüllen. Die Summe würde ich festlegen, z. B. 2 Euro. Und alle halbe Jahre (oder wie auch immer) darf er sich dann von der einen Hälfte etwas schönes aussuchen und die andere Hälfte aufs Sparbuch bringen.

Beitrag von thyme 07.12.09 - 10:52 Uhr

Das mit dem Taschengeld ist eine gute Idee, ich werd das mal diskutieren. Die Frage stellt sich höchstens, ob ein gut dreijähriges Kind den Sinn dahinter schon verstehen kann #kratz
Aber vielleicht ist das ein gangbarer Kompromiss...

LG thyme

Beitrag von petra1982 07.12.09 - 10:59 Uhr

ich habe auch immer was bei oma und opa bekommen, die kinder meines mannes auch bei ihren grosseltern. was ist denn daran schlimm? also ich und die kinder von meinem mann, unterscheiden da schon udn wissen das es so nur bei oma ist und verlangen das nicht von uns ...... lass ihnen doch die freude, du wirst es als oma sicher auch mal so treiben grins

Beitrag von schnuffelschnute 07.12.09 - 11:46 Uhr

Hallo!

Ich kann dich verstehen.

Bei dem Sohn meines Mannes ist das mittlerweile so eskaliert, dass er nur zu den Großeltern gehen will,wenn es dort etwas gibt.

Ich habe das bei den Mädchen direkt angesprochen und meiner Schwiegermutter gesagt, warum ich das nicht gut finde:
Ich bin nämlich der Ansicht, dass die Kinder gerne zu den Großeltern gehen sollen weil sie sich freuen, dort zu sein und nicht, weil sie dort immer wieder Geld und/oder neue Sachen bekommen

LG

Beitrag von thyme 07.12.09 - 11:58 Uhr

<<Ich bin nämlich der Ansicht, dass die Kinder gerne zu den Großeltern gehen sollen weil sie sich freuen, dort zu sein und nicht, weil sie dort immer wieder Geld und/oder neue Sachen bekommen>>

Genau.

LG thyme

Beitrag von susischaefchen 07.12.09 - 12:08 Uhr

Ich klann dazu nur sagen "Eltern erziehen, Großeltern verziehen"

Bei uns sind es meine Eltern, die neben uns wohnen, dort darf mein Sohn fast alles ..... so isses halt, meine Muitter spielt mit ihm, kocht was er möchte usw. aber dafür stehen sie immer zur Verfügung wenn ich sie brauche und ich brauche kein schlechtes Gewissen zu haben weil sowohl Kind als auch Großeltern es genießen.

LG

Beitrag von binnurich 07.12.09 - 12:17 Uhr

ich kann dich sehr gut verstehen, bei uns ist das ähnlich.

Was mich dabei stört, ist das das Kind so nicht unbedingt den Wert des Geldes schätzen lernt. (Meine SChwiegers geben ohn Anlass Geld und das teilweise auch sehr reichlich - 10 Euro sind für ein 4 jähriges Kind ein Vermögen)
mit dem was sie geben liegen sie deutlich über allen Taschengeldempfehlungen.

Wenn das Kind jede Woche 10 Euro bekommt von den Großeltern und später die Eltern mit dem empfohlenen einem Euro daherkommen - das ist doch ein Witz.


Ein viel größeres Problem ist für mich dabei auch die undurchschneinbarkeit des Ganzen. Jetzt mag es ja sein, dass man das als Eltern noch mitbekommt. Aber was ist wenn das Kind mal 10 Jahre alt ist? Immer mal so nebenher noch 50 Euro?
Gut, wenn das Kind den Eltern "folgt" und pflegeleicht und einsichtig ist, wird es das Geld sparen - was wenn nicht?

Ich weiß aber auch nicht, wie ich das Problem in den Griff bekomme.
Regelmäßig sparen ist es bei uns jedenfalls nicht

Beitrag von sandraxxx 07.12.09 - 12:22 Uhr

Bei uns geht so enlich wie bei euch.
Mein Sohn hat sich mitlerweile mit seine 3,5 Jahre daran gewöhnt und kommt damit sehr gut klar mit dem Geld umzugehen,und spart fleißig.
Jedes mal wenn wir in Tiefgarage sind und dort mein Schwiegervater treffen bekommt mein Sohnemann 5€,und das jeden tag.Mein Schwiegervater ist nicht der Typ was im Geschäft zu hollen sondern gibt das bares Geld lieber raus;-) . Und mein Sohn tut das zuhause in seine Spardose. Und wenn ich denke er hat genug spielsachen und er trotztem was haben möchte dann muss er selber bezahlen,dafür hat er schließlich auch gespart. Wenn mein Sohn mit mir Nachmittag zum Arbeit fährt bekommt er auch von mir oder meinem Mann daführ Geld.
Schließlich gehe ich auch arbeiten um zu Geld verdienen,warum soll dann mein Sohn auch nicht#gruebel! Wenn mein Sohn fragt er möchte dies und das haben dann erklären wir ihm das wir erstmal das Geld verdienen und sparen müssen um sowas kaufen können,es klapt wunderbar.

Er hat wirklich alles was es sich wünschen kann aber daführ muss mann auch was tun .Und es ist wichtig das die Kinder das ürgendwo auf welsche art auch lernen.

Wenn mann Kinder beschenkt egal was von art glaube nicht das dein Kind daswegen das nicht schätzen wird,mein im jedenfall nicht. Wir schenken den armen kinder spielsachen und du wirst nicht glauben wie das mein Kind gern macht und er weißt das es Eltern gibt die kein Geld haben für sowas.

Sandra

Beitrag von emeliza 07.12.09 - 12:37 Uhr

Versuch es locker zu sehen, Großeltern sind eben so. Wenigstens bringt er brauchbare Dinge mit, wenn er nach hause kommt. Meine Schwiegermutter, die jede Woche donnerstags die Große aus dem Kiga abholt und jeden Freitag den Kleinen ganz da hat kauft ihnen auch ständig Sachen. Allerdings schleppen die mir so Dinge nach hause, wie Seife, Kerzen, Handcreme und alle möglichen Sorten von Kitsch. Mittlerweile schmeiß ich die Tüten (je nach Inhalt) so weg, wie sie die mitbringen, das kann kein Mensch alles horten. Geld bekommen die Kinder auch oft, aber das wandert direkt in die Spardosen. Da sie dafür noch gar keinen Sinn haben ist es für sie einfach ein schönes Spiel das Geld dort reinzuwerfen. Letztens hab ich mal gezählt. Da hatte jedes Kind über 100,- Euro drin. Da wir einen Schrank für den Spielkeller brauchten, habe ich bei beiden den gleichen Anteil Geld rausgenommen und es dafür ausgegeben. Die Kinder fanden es O.K. Die Große wollte letztens beim Aldi unbedingt ein Kuscheltier, sie tat so, als hinge ihr Leben davon ab (das kennt man ja) - ich hab mir das Geld von ihr zurückgeben lassen. Schuhe habe ich auch schon mal von dem Geld gekauft. - Ich meine damit, nimm das Geld und kaufe Du was davon, was Du für richtig und wichtig hältst.

Laß dich nicht ärgern und steh drüber, so sind Großeltern eben und so sollen sie irgendwie auch sein. Wie alt sind sie denn? Meine Schwiegermutter z.B. ist 75, topfit, aber sie hat halt außer den Enkeln sonst nichts mehr im Leben. Meine Eltern hingegen sind mitte 50 bzw. Anfang 60, gehen noch arbeiten, haben viele Freunde und Hobbies, die können deutlich besser durchgreifen und nein sagen. Meine Oma ist 87, zum Glück auch noch topfit, und verwöhnt die beiden auch nach Strich und Faden, bei mir war sie deutlich strenger (sie war viel da, als ich klein war). Sie hat soviel Spaß daran und ich gönne es ihr.

LG Sandra

Beitrag von moisling1 07.12.09 - 16:56 Uhr

meine süße bekommt auch srändig geld vom opa
manchmal find ich es übertrieben aber sie ist das einzige enkelkind

Beitrag von engelchen28 07.12.09 - 17:31 Uhr

hi thyme!

wenn es dir nicht passt, wie deine schwiegis mit den kurzen umgehen, bleiben dir 2 möglichkeiten:

a) sich zusammensetzen und besprechen, warum die dies oder das nicht möchtest

b) die kinder selber hüten!!

ganz einfach.

lg
julia

Beitrag von woodgo 07.12.09 - 19:40 Uhr

#klatsch also ich finde Dich ziemlich daneben!!!
Ich finde es toll, wenn sich die Großeltern kümmern und Schleichtiere oder Geld sind viel vernünftiger als Süßkram!
Und für die Sparbüchse kann es doch auch regelmäßig etwas geben.
Mensch, was sich Leute ausdenken, nur um die Schwiegis mal so richtig durch den Dreck zu ziehen:-[

Beitrag von thyme 08.12.09 - 08:17 Uhr

Es gibt keinen Grund, mir zu unterstellen, dass ich meine Schwiegis durch den Dreck ziehen will. Ich finde das ziemlich frech und anmassend, zumal ich gefragt habe, ob Eurer Meinung nach ich daneben liege oder meine Schwiegereltern.

Klar ist es in Ordnung und nett und schön, wenn sie sich kümmern. Darum gehts ja unter anderem auch. Ich finde es einfach schade, wenn mein Sohn selbstverständlich davon ausgeht, dass er jedes Mal was neues kriegt. Liebe kann man nicht kaufen, ist auch nicht nötig

Beitrag von woodgo 08.12.09 - 16:34 Uhr

Was ist daran anmaßend? Du hast nach Meinungen gefragt und das ist nun mal meine Meinung.
Würden die Schwiegis garnichts geben, wäre es Dir auch nicht recht. Warum redest Du nicht einfach mal mit denen, wenn Du es nicht möchtest?
Ich weiß echt nicht, was so schlimm daran ist, den Enkeln Geld zu schenken#kratz Und vorallem ist es komisch, daß es immer die bösen Schwiegereltern sind#augen

Beitrag von thyme 09.12.09 - 09:13 Uhr

Ich habe ein gutes Verhältnis zu meinen Schwiegis und bin froh und dankbar für ihre Unterstützung.
Ich habs mit Reden versucht, aber offenbar sind sie auf diesem Ohr taub. Keine Ahnung warum. Sie sagen ja auch nicht mal offen: Hei, das ist unser Problem, lass uns Geld schenken, wenn wir wollen. Dann könnte man sich auf einen Betrag einigen oder so.

Ich fände es auch nicht schlimm, wenn sie ihm ab und zu mal was geben würden. Aber JEDES Mal? Da er sie wöchentlich ein- bis zweimal sieht, kommt da ganz schön was zusammen.

Als mein Bruder in dem Alter war, ist das einmal ausgeartet mit einer Nachbarin: Sie hat ihn auch ständig beschenkt, mit dem Resultat, dass er rüber ging, klingelte und fragte: "Was krieg ich?" Das will ich wirklich nicht von meinem Sohn erleben.
Es ist gut, dass er gerne hingeht, das soll auch so bleiben. Aber nicht, weil er ständig Geschenke bekommt. Ist das so unverständlich`=

LG thyme