Darf das Finanzamt eigentlich alles?

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Beitrag von olegre 07.12.09 - 10:33 Uhr

Hallo,
ich frage mich, ob das Finanzamt sich alles erlauben darf und "Otto-Normalverbraucher" dann immer der Dumme ist? #kratz
Früher habe ich mich auch schon öfter über das FA geärgert. Ich habe jahrelang in der Bank in der Vollstreckung gearbeitet (also sozusagen ein potentieller Verhandlungspartner von Peter Zwegat ;-) ). Damals ist mir schon aufgefallen, daß,wenn mal Vergleiche mit Schuldnern gemacht wurden, diese unheimlich oft nur an dem Querstellen des Finanzamtes gescheitert sind. Das war häufig so dermaßen unsinnig, sich da querzustellen. Denn wenn irgendwo jetzt und später so gut wie kein Geld zu erwarten ist, nützt es nun mal nichts, "kleinkindbockig" (so kam mir das immer vor) auf eine Gesamtsumme zu bestehen (die kommt sowieso nicht...).
Jetzt habe ich selber so ein Highlight.
Ich habe im Oktober ein Auto gekauft und bei der Anmeldung eine Einzugsermächtigung zum Einzug der Steuern erteilt. Bis heute ist da aber nichts passiert. Obwohl im Bescheid auch eindeutig stand, das Geld werde abgebucht. Kontonummer ist richtig angegeben und mein Konto war auch immer gedeckt (es sind also auch keine Rücklastschriften da gewesen). Stattdessen kommt eine Vollstreckungsankündung.....#augen Ich habe eben da angerufen. Erklären kann man mir das nicht. Trotzdem möchten sie nun zusätzlich zu dem Betrag einen Säumniszuschlag von 2,50 haben. Und ich soll das schnell überweisen, sonst könnte es sein, daß es zu einer Kontopfändung kommt. Auf meinen Einwand, es würde doch eine Einzugsermächtigung bestehen: "Das dauert nun zu lange, die Vollstreckung ist ja schon eingeleitet." Häh? #kratz
Arbeitet hier jemand beim Finanzamt?
Vielleicht kann mir der/diejenige mal grundsätzlich die Vorgehensweisen des Finanzamtes erklären, so daß auch ich sie mal verstehe.
LG
olegre

Beitrag von marion2 07.12.09 - 10:51 Uhr

Hallo,

das ist ganz einfach. ;-)

SCHREIBE einen Brief (sende ihn vorab per Fax).

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Absender

Anschrift

Datum

Ihre Nachricht vom...

Sehr geehrte Damen und Herren,

postalisch informierten Sie mich über eine Vollstreckung. Ich fordere Sie auf, diese zu stoppen.

Bitte machen Sie Gebrauch von der Ihnen seit dem XXX vorliegenden Einzugsermächtigung für das Konto XXX BLZ XXX Kontoinhaber XXX.

Das Versäumnis liegt nachweislich auf Ihrer Seite.

Ich hoffe auf eine baldige Klärung der Situation und würde mich über eine entsprechende Information Ihrerseits sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen

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Viele Grüße
Marion

Beitrag von bea_23 07.12.09 - 14:14 Uhr

Hallo, ich kann dir nur den Tip geben das Geld so schnell wie möglich zu überweisen, wir hatten das Problem auch schon gehabt, die Vollstreckung wäre innerhalb von 3 Tagen ausgeführt worden.

Lg Bea

Beitrag von sassi31 08.12.09 - 01:40 Uhr

Hallo,

ich würde es ohne Säumniszuschlag überweisen.

Dann würde ich das Finanzamt anschreiben und sie darüber informieren, dass das Verschulden beim Finanzamt lag und ich den Säumniszuschlag aus dem Grund nicht mit überwiesen habe.

Gruß
Sassi