Mein Hund hat gebissen! Hilfe!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von schlefi 07.12.09 - 11:38 Uhr

Hallo!

Ich bin gerade echt überfordert mit der Situation und bräuchte mal Hilfe von Hundebestitzern hier.
Also, gestern haben hat meine Tochter 5 mit unserem Hund (kleiner Jack Russel Hündin) gespielt.
So wie sie es mir erzählt hat sie den Hund wohl geärgert, habe Ihr aber immer gesagt sie darf es nicht machen!
Sie ist wohl nah mit Ihrem gesicht an den Hund beim ärgern und dann aufeinmal fing sie an zuschreien.
(ich war kurz in der Küche um Ihr trinken einzuschütten :-()

Als Ich zu Ihr kam Blutete Ihre Lippe. Der Hund hat Ihr in den Mund gebissen.
Jetzt hat sie eine ganz Dicke geschollene Lippe. Mit Kratzern.

Ich habe den Hund erstmal weggesperrt (also aus dem Raum)

Ich weiss nun garnicht wie ich weitermachen soll! #schwitz
Der Hund war immer lieb, hat hie rmit den Kids gespielt und noch nie geschnappt oder so.

Wie gefährlich ist das jetzt? Kann Ich das noch verantworten mit dem Hund? Passiert sowas nochmal, wenn sie schon einmal gebissen hat?
Ich habe damit keinerlei erfahrung...bitte helft mir!

LG Janine :-(

Beitrag von schlefi 07.12.09 - 11:44 Uhr

#schwitz

sorry...da ist ein "haben" zuviel drin

"Also, gestern haben hat meine Tochter 5"

bin so nervös

Beitrag von farina76 07.12.09 - 11:54 Uhr

Ähm! Warum darf dein Kind den Hund ärgern und warum wird der Hund weggesperrt wenn er sich wehrt?

Also mein Kind darf nur in meinem Beisein mit den Hunden spielen. Klar geh ich auch mal in die Küche und Kind und Hunde sind alleine im Wohnzimmer. Aber ich geh nicht raus wenn die gerade spielen. Einfach um das unter Kontrolle zu haben.

Meine Tochter darf die Hunde auch nicht ärgern. Da gibts kein Pardon. Und sie muß mit ihren 5 Jahren kapieren dass Hundekörbe tabu sind und dass knurren ein eindeutiges Zeichen ist.

Wenn du nur ganz kurz draußen warst ein Glas holen muß sich die Situation doch vorher schon angebahnt haben. Wurde der Hund denn schon mal von deiner Tochter geärgert.

Also wenn er wirklich heftig geärgert wurde und sich gewehrt hat kann der Hund nix dafür. Er muß sich ja wohl nicht ärgern lassen und alles über sich ergehen lassen. Er verdient genauso respektvolle Behandlung wie ein anderes Kind. Keine andere Situation, wenn dein Kind ein anderes Kind ständig ärgert und das dann irgendwann zurück haut, ist wohl auch mehr deine Tochter Schuld als das andere Kind.

LG Sabine

Beitrag von schlefi 07.12.09 - 12:01 Uhr

Mein Kind darf den Hund nicht ärgern, steht doch da oben!

Und Ich habe den Hund nur aus dem Raum gesperrt, als Ich mein Kind getröstet und verarztet habe...sie konnte ja ganz normal im Rest der Wohnung laufen.

Ich war nur kurz draussen und vorher hat sich nichts angebahnt.

Ich geb dir ja recht, das meine Tochter mitschuldig ist.

Aber Ich weiss jetzt halt nicht, ob der Hund es nun wieder tut...vll auhc in anderen Situationen.

Beitrag von farina76 07.12.09 - 12:09 Uhr

Wie reagiert er denn auf deine Tochter. Was für ein Verhältnis haben die beiden zueinander.

Wenn sie ihn wieder ärgert wird er sich sicher wieder wehren. Ganz klar!

Also mit deiner Tochter reden dass sie den Hund nicht mehr ärgern darf. Und den Hund beobachten wie er auf deine Tochter reagiert.

Kennt deine Tochter so Sachen wie, sie darf nie zum Hund wenn er im Korb liegt und kennt sie so die normalen Warnhinweise eines Hundes? Vielleicht sollte deine Tochter mehr sinnvolles spielen mit dem Hund.

Meine ist auch 5 und die legt Fährten für die Hunde, bißchen Dogdancing light, oder sie spielt Restaurant mit ihrer Küche und die beiden Hunde sind die Gäste und werden am Kindertisch bedient. Ich muß natürlich schon noch mithelfen aber so langsam klappts schon mit den Kommandos, sie hat unseren Hunden sogar schon neues beigebracht (nicht immer sinnvoll aber gut) und dadurch ist es ihr auch sehr sehr wichtig dass die Hunde sie mögen.

LG Sabine

Beitrag von windsbraut69 07.12.09 - 12:11 Uhr

Mitschuldig????
Hätte der Hund denn ausweichen können?

Ich verstehe nicht, warum Du ihn vor die Tür gesetzt und das Kind getröstet hast, ehrlich nicht.

Wenn sie nicht heftig verletzt war, war das vielleicht ganz lehrreich für sie.

Beitrag von marion2 07.12.09 - 17:17 Uhr

Ihr Verhalten war ganz normal. Die meisten Mütter verfallen in Panik, wenn das Kind im Gesicht blutet. Das sieht aber auch gefährlich aus....

Beitrag von caitlynn 07.12.09 - 11:56 Uhr

Wie reagiert der Hund denn heute auf das Kind, wird er aggressiv wenn die kleine das zimmer betritt oder wird geknurrt oder zieht sich der hund zurück?

Wenn nicht, dann würde ich dich gerne zu deinem hund gratulieren denn er hat klargemacht dass dein kind eine grenze überschritten hat (geärgert evtl. wehgetan). Hunde haben leider keine andere möglichkeit sich auszudrücken und du weisst leider nicht ob der Hund vorher das Kind gewarnt hat (geknurrt oder sich weggedreht oder das Fell aufgestellt)
Genau wegen solcher kommunikationsschwierigkeiten sollte man hunde und kinder niemals alleine lassen denn kinder in dem alter sind noch nicht in der lage eine vom hund ausgesprochene warnung (und wenn es nur heissen soll: das reicht lass mich in ruhe) zu verstehen und umzusetzen.


lange rede kurzer sinn :D

du musst schauen wie der hund jetzt auf das kind reagiert und wenn, wie ich glaube, für den hund die sache gegessen ist (er hat seinen standpunkt wegen der sache ja klargemacht) dann steht auch nichts gegen ein weiteres spielen, toben unter aufsicht.

hoffe du verurteilst deinen wauwi nu nich oder stempelst ihn als bösartig oder aggressiv ein nur weil er einmal hund war und sich dementsprechend verhalten hat.

lg

cait mit jacky-dame aufm schoß




ps: mir fällt grad ne story ein mit meiner kleinen jacky-lady vor 2 jahren mit meinem neffen (damals 3 jahre alt) der uuuunbedingt den hund von vorne/oben fassen musste und mein wauwi wusste sich nicht anders zu helfen und hat den kleinen auch in die lippe gezwickt was natürlich auch geplärre gab.
Und neulich kam mein Neffe wieder zu uns und nachdem ich ihm nochmal erklärt habe wie man sich dem Hund nähert und ihm ein leckerli in die Hand gedrückt hatte sind die zwei nun freunde und spielen ganz vernünftig miteinander.
Ich vertrete also den Standpunkt dass man als erwachsener immer zwischen hund und kind vermitteln muss weil die zwei sich einfach manchmal missverstehen können.

Beitrag von schlefi 07.12.09 - 12:05 Uhr

Also, der Hund ist ganz normal wie immer zu ihr, als wäre nichts gewesen.

ich verurteile den Hund ja auch nicht. Er kann ja nicht sagen: Bitte hör auf, ich mag das nicht.

da Ich noch nie in so einer Situation war, wollte Ich nun auch wissen, ob es sein kann, das sowas wieder passiert.
Evtuell in anderen situationen.
Weiss du was Ich meine?

ich bin auch noch etwas durcheinander #schwitz

Beitrag von windsbraut69 07.12.09 - 12:13 Uhr

Klar kann und wird das wieder passieren, wenn Deine Tochter nicht daraus gelernt hat.

Beitrag von caitlynn 07.12.09 - 12:15 Uhr

Doch, ich versteh dich sehr gut und aufgrund der Erfahrung mit meiner Jacky.Dame werde ich wenn das Kind da ist, hund und kind niemals alleine lassen.

Du weisst ja jetzt, dass dein Hund sich nicht scheut sich auch mal deutlicher auszudrücken und wenn du das im hinterkopf behältst dann wird sich das nicht wiederholen.

Natürlich könnte soetwas wieder passieren aber das liegt ja in deiner Verantwortung dass du die zwei nur unter aufsicht spielen lässt.

Deine Tochter wird allerdings jetzt auch vorsichtiger im Umgang mit Hunden sein und die Körpersprache besser verstehen lernen aber damit sie keine Angst vor Hunden bekommt könnte sie sich ja heute mit einem Leckerli beim Hund wieder einschleimen und sie merkt dann dass der Hund nicht böse ist.

lg

cait

Beitrag von booo 07.12.09 - 13:18 Uhr

Hast du deinem Hund mal verboten zu knurren?

Beitrag von miriamj1981 07.12.09 - 11:57 Uhr

Hallo!

Unser alter Hund hatte mich auch einmal gebissen. Ich war etwa 6 Jahre und habe auch geärgert... Bemerkbar hatte es sich gemacht, dass er anfangs immer in die Luft geschnappt hatte um mich zu warnen. Ich habe aber nicht aufgehört und dann hat er wirklich zugezwickt (auch direkt in die Wange).

Für mich war das eine Lehre...ich habe das "Signal" kapiert...
Noch einmal kam es nicht vor.

Theoretisch kannst du nur beobachten, wie der Hund sich deiner Tochter gegenüber verhält und umgedreht, dass der Hund nicht weiter provoziert wird.
Jedes Tier hat seine Grenze, und bei euch war es die Situation, dass diese überschritten wurde..

Allerdings halte ich nichts von der Theorie, wer einmal beißt, beißt immer wieder!

lg


Beitrag von schlefi 07.12.09 - 12:07 Uhr

Danke für deine Antwort.

meine tochter weiss nun auch, das sie sowas nie wieder tut! Und lernt daraus.



Beitrag von dominiksmami 07.12.09 - 12:06 Uhr

Huhu,

meiner Meinung nach "war" der Hund nicht nur immer lieb, sonder er ist es immer noch. Er hat sich eben gewehrt.

Schau, auch wenn es einem oft anders vorgegaukelt wird von Umgebung und Medien, ein Hund ist KEIN idealer Spielpartner für ein Kind.
Zumindest nicht alleine.

Kinder in diesem Alter sollten nicht unbeaufsichtigt mit Hunden spielen dürfen.
Nicht nur um das Kind zu schützen, sondern auch und vor allem um den Hund vor dem Kind zu schützen.

Jeder Hund hat seine Reizschwelle und übertritt man die, dann wehrt er sich. Das ist gut und richtig so.

Kinder ( Erwachsene natürlich auch) dürfen Hunde NICHT ärgern NIEMALS.

Hunde sind kein Spielzeug, sie sind gefühlvolle, sensible Lebewesen die eine Menge Respekt, Verständniss und vernünftige Behandlung verdienen.

Gerade Jack Russel ( immerhin Terrier) sind agile, sensible Tiere.

Den Fehler hat hier definitiv NICHT dein Hund, sondern Dein Kind gemacht. Ebenso hast du einen Fehler gemacht in dem du nicht kontrolliert hast ob sie vernünftig mit ihm spielt.

Mit einem guten Hundetrainer und auch so in der Familie, solltet ihr alles dafür tun das der Hund dieses negative Erlebniss nicht zu sehr mit eurem Kind verknüpft.

Denn was er aus eurem Verhalten gelernt hat ist...wenn ich mich meiner Haut erwehre und die kleine Nervensäge in ihre Schrankenweise, werde ich bestraft und weggesperrt.

Also, übe vor allem mit deiner Tochter, schärfe ihr ein das sie den Hund nicht hätte ärgern dürfen und das sie ihn niemals wieder ärgern darf.
Schau mal ob es in eurer Nähe Kinderkurse in Hundeschulen gibt, dort können die Zwerge den vernünftigen Umgang mit den Hunden lernen und auch du solltest nochmal nachlernen..was Hundehaltung/verhalten betrifft.

Gut das er nur die Lippe erwischt hat, bei mir wars damals ein Collie...und der hat mein linkes Auge nur um wenige Milimeter verfehlt.


lg

Andrea

Beitrag von schlefi 07.12.09 - 12:12 Uhr

Danke für deine Antwort.

Aber ich möchte nochmals sagen....ich habe den und nicht weggesperrt.
Vielleicht hab Ich mich falsch ausgedrückt. Aber oben steht ja auch "aus dem Raum weggesperrt"

habe den Hund aus dem Raum gebracht und die Tür zu gemacht, das wir alleine im Zimmer waren...

Also war der Hund ja ganz normal im Rest der wohnung.

Und als meine Tochter gespielt hat mit dem Hund, hat sie ja vernünftig gespielt und dann bin Ich raus.

Beitrag von dominiksmami 07.12.09 - 12:15 Uhr

Huhu,

es geht ja nicht darum wie wir das "aus dem Raum sperren" verstehen, ich übersetze dir nur wie dein Hund das versteht.

Und der versteht es definitiv als Wegsperre, Beweggründe wie " ich wollte meine Tochter verarzten" versteht ein Hund nicht.
Du hast ihn von seinem Ruden weggesperrt..der Rest der Wohnung ist einem Hund nämlich völlig egal. Er wirds als Strafe aufgefasst haben und deine Aufgabe ists jetzt aus dieser negativen Verknüpfung wieder eine positive zu machen.
Wiederholungsbisse liegen nämlich zu 99% nur am Menschen.

Egal wie vernünftig Kinder scheinbar mit einem Hund spielen, man darf sie dabei NIE unbeaufsichtigt lassen.

lg

Andrea

Beitrag von windsbraut69 07.12.09 - 12:09 Uhr

Warum bestraftst Du den Hund, der irgendwann schnappt, weil er vom Kind getriezt wird?

Was hätte er denn tun sollen, wenn die Lütte ihm direkt vor der Nase rumhampelt, um ihn zu ärgern?

Sorry, aber da hätte das Kind bestraft werden müssen, nicht der Hund!

Beitrag von dominiksmami 07.12.09 - 12:10 Uhr

>>Sorry, aber da hätte das Kind bestraft werden müssen, nicht der Hund!<<


und genau das hat der Hund besorgt *nick*

Beitrag von windsbraut69 07.12.09 - 12:15 Uhr

Ja hat er und dafür wird er aus dem Raum entfernt und das arme Kind getröstet.
Zudem wird jetzt sein komplettes Verhalten in Frage gestellt...

LG

Beitrag von schlefi 07.12.09 - 12:16 Uhr

Ich habe den Hund doch garnicht bestraft....wo steht das denn?

meine Tochter hat einen Fehler gemacht. Das ist klar! Bestreite das ja garnicht.

Aber als Ich ins Zimmer kam und sie am Bluten war und am heulen, hatte sie angst.
Dann habe Ich nur den Hund aus dem Zimmer gebracht und die Tür geschlossen.
(was ja auch oben steht)

Beitrag von dominiksmami 07.12.09 - 12:17 Uhr

eben dieses vom Rudel getrennt werden versteht aber jeder Hund als Strafe und für die meisten Hunde ist es gerade in Streß Situationen eine schlimmere Strafe als Schläge oder Gebrülle es sein könnten.

Beitrag von windsbraut69 07.12.09 - 12:24 Uhr

Natürlich ist das für den Hund eine Strafe, ob Du das beabsichtigt hast oder nicht.

Ich verstehe, dass Du vor Schreck so (falsch) reagiert hast, aber im Nachhinein sollte es Dir schon klar sein, dass das eine Strafe für den Hund sein sollte.
Ich hätte ehrlich gesagt, die Kleine auch nicht zu sehr bedauert.
Du schreibst ja, sie wüßte, dass sie den Hund nicht ärgern darf und mit 5 Jahren sollte sie das auch berücksichtigen können bzw. dann wissen, warum er so reagiert hat.

LG

Beitrag von miamina 07.12.09 - 13:07 Uhr

Also ich finde du hast richtig gehandelt!
In so einer Situation geht ein Kind vor, egal ob schuld oder nicht.
Was mit dem Hund wäre, wär mir in dieser Situation völlig egal! ;-)
Nicht böse gemeint, liegt vll. auch daran das ich Hunde nicht wirklich mag!

LG Mia

Beitrag von dominiksmami 07.12.09 - 13:10 Uhr

>>Nicht böse gemeint, liegt vll. auch daran das ich Hunde nicht wirklich mag!<<

das liegt NUR daran *nick*