Nebenkostenabrechnung vom Auszug

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Beitrag von kuebi 07.12.09 - 13:26 Uhr

Hallo zusammen,

ich hab nun eine Frage von einem Freund. Der ist letztes Jahr im Mai aus seiner Mietwohnung ausgezogen. Er hat nun im Oktober diesen Jahres erst die Abrechnung für die 5 Monate bekommen. Also Auszug 05/08 und Abrechnungszugang 10/09.

Nun zu meiner eigentlichen Frage. Ich habe mal gehört, dass der Vermieter innerhalb eines Jahres diese Abrechnung machen muss. Ist dies richtig? Muss er dies noch bezahlen? Es geht rein ums rechtliche. Es ist eine große Gesellschaft die mit allen Mitteln versucht an ihr Geld zu kommen. Er war jetzt eine ganze Weile auf Montage und somit nicht zuhause. Es kam auch keine Mahnung oder ähnliches. Nun hat er vom Amtsgericht einen Mahnbescheid bekommen. Widerspruch hat er gleich eingelegt (kam 2 Tage vor seiner Rückkehr).

Die Abrechnung kann ich selber natürlich nicht so richtig beurteilen, aber glaub ich auch nicht so wirklich korrekt. Wir sind selber bei der Gesellschaft in Miete und die tricksen gerne. Sind deswegen auch im Mieterschutzbund.

Vielleicht kann mir jemand dazu was sagen.

LG kuebi

Beitrag von werner1 07.12.09 - 13:42 Uhr

Hallo Kuebi,

da hast du nicht richtig zugehört.
Die Abrechnung muss innerhalb von 12 Münaten nach Abrechnungszeitraum zugehen. Das hat mit dem Auszugsdatum nichts zu tun.
Wenn er seine Post nicht öffnet, kommt logischerweise ein Mahnbescheid, um die Verjährung aufzuhalten.
Da er Widerspruch eingelegt hat, kommt es halt zu einem Prozess, geht ganz schnell.
Auf deinen Glauben kommt es übrigens nicht an, er hätte zuerst Einsicht in die Rechnungen nehmen müssen, und dann widersprechen.
freundliche Grüsse Werner

Beitrag von windsbraut69 07.12.09 - 13:47 Uhr

Du hast Dich geirrt, die Forderung ist nicht verjährt.
Das wäre sie ein Jahr nach Ablauf des Abrechnungszeitraumes, nicht nach Auszug.

Warum legt Dein Freund Widerspruch ein, ohne sich vorher zu informieren?


Gruß,

W

Beitrag von kuebi 07.12.09 - 13:55 Uhr

Weil wohl was mit der Abrechnung nicht stimmt. Warum er sonst was macht, weiß ich nicht. Es ist halt ein Freund (der Freund meiner Schwester).

Naja die müssen das aber auch recht schnell den Mahnbescheid machen lassen. Seit Zugang der Abrechnung sind "nur" 6 Wochen vergangen.

Ich habe ihm auch nur gesagt, dass ich es glaube und nicht genau weiß. Der damaligen Sachbearbeiterin hat er per email geschrieben, aber darauf hatte sie nicht reagiert (sie ist in einigen Dingen nicht die schnellste). Da hat er es wahrscheinlich erstmal weggeschoben.

Beitrag von bezzi 07.12.09 - 14:24 Uhr

Wenn wir mal davon ausgehen, dass der Abrechnungszeitraum das Kalenderjahr ist, so hat der Vermieter bis 31.12.2009 dafür Zeit.
Die Abrechnung war im Oktober 2009 da, also rechtzeitig.
Einfach nicht reagieren und nicht zahlen ist NICHT der richtige Weg, wenn man meint, die Abrechnung sei nicht korrekt.
Hier hätte der Freund AKTIV werden müssen und der Abrechnung widersprechen müssen.

Jatzt kommen zu den Kosten für die Abrechnung noch die Kosten für den Mahnbescheid und nach dessen Widerspruch auch noch die Kosten für die Gerichtsverhandlung auf ihn zu.