was würdet ihr tun?

Archiv des urbia-Forums Baby-Vorbereitung.

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Forum: Baby-Vorbereitung

Die Zeit vor der Geburt ist die Zeit des Nestbauens. Hier könnt ihr gemeinsam überlegen, wie ihr das Kinderzimmer einrichten möchtet, wo das Baby schlafen soll, welche Kleidungsstücke in die Erstausstattung gehören und vieles mehr... 

Beitrag von piccolinchen 07.12.09 - 14:33 Uhr

Hallo,

ich komme gerade vom Arzt und der hat uns heute auf die in 5 Wochen anstehende Geburt angesprochen.

Die Untersuchungsbefunde sind bislang alle im grünen Bereich und in Ordnung. Besondere Probleme gab es in dieser Schwangerschaft bislang zum Glück nicht.

Aaaber: Ich habe bereits 4 Fehlgeburten hinter mir und somit ist dies zwar die fünfte SW, aber dennoch unser erstes Kind. Zudem bin ich bereits 41.

Es ist somit definitiv unsere allerletzte Chance und wir sind total happy, dass alles so toll läuft bislang. Genau wegen dieser Vorgeschichte hat der Arzt nun darauf hingewiesen einmal über einen geplanten Kaiserschnitt ca. 1 Woche vor ET nachzudenken, um für das Kind alle Risiken größtmöglich auszuschließen.

Es ist keine medizinisch unbedingt notwendige Empfehlung seinerseits und er sagt auch, er geht beide Wege mit uns (Spontan und Kaiserschnitt). Er sagt jedoch ganz klar, dass wir -sollten wir uns für eine Spontangeburt entscheiden - keinesfalls über ET hinausgehen, sondern dann auf jeden Fall Einleiten werden, weil das ansonsten zu riskant sei. Aber eben unter Anbetracht der Vorgeschichte seien durchaus intensivere Überlegungen in Richtung Kaiserschnitt wert und wir sollten mal abwägen die nächsten 14 Tage.

Was würdet ihr denn tun???



Beitrag von anjulia 07.12.09 - 14:38 Uhr

hallo,
da hast du es ja bald geschafft! :-) ich verstehe nicht ganz, was an einer normalen geburt so risikoreich sein soll, was genau meint der arzt denn?
lg
anjulia (31. ssw) mit maus (21 monate)

Beitrag von gussymaus 07.12.09 - 16:40 Uhr

das dachte ich auch als erstes:

der sicherste weg ist in dem fall sicher vorzuziehen...

aber ob eine geburt risikoreicher ist kann nur dein arzt abschätzen.

ich weiß nicht, was bei den fehlgeburten das problem war. wenn bis zur geburt alles glatt lief und das problem unter der geburt aufgetreten ist, wäre eine geplante geburt sicher besser, aber woran es bei dir gelegen hat weiß ich nicht...

bei einer fehlgeburt in den ersten monaten ist ja nicht die geburt an sich das gefährliche, da fänden ich einen kaiserschnitt nicht so schlüssig... aber wenn die natürliche geburt für das baby eine gefahr darstellt, würde ich lieber das op-risiko wählen, das ja sehr gering ist...

aber ich denke, da musst du mit deinem arzt die ganzen kleinigkeiten beleuchten, die in den vorangegangenen SSen eine rolle spielten. Auf jeden fall würde ich einen spezialisten für problemschwangerschaften aufsuchen... aber das habt ihr sicher schon... der wird euch da dann ja ausführlich beraten können.

Beitrag von cooky1984 07.12.09 - 14:39 Uhr

wenn es keine medizinische notwendigkeit gibt würde ich keinen KS machen.

du sagst dass sei quasi eure letzte chance. willst du dann nicht wenigstens auch alles daran setzen das kind natürlich zu bekommen und einmal in deinem leben eine geburt mitmachen? ich würde das wollen. klar, wenn es nicht geht gehts nicht. aber dein kind ist gesund, du bist gesund... spricht also nichts gegen natürliche geburt. egal ob einleitung oder nicht.

KS kannst du dann immer noch machen.

ich drück euch die daumen und macht euch die entscheidung nicht so schwer. sie liegt allerdings natürlich bei euch allein. vielleicht solltest DU dich mal hinsetzen bzw ihr euch und mal pro und contra aufschreiben bei KS. ihr sollt ja eure eigene meinung dazu haben...!!

alles gute!!

Beitrag von littleblackangel 07.12.09 - 14:49 Uhr

Hallo!

Ich würde mich ehrlich gesagt noch ein wenig mehr damit auseinander setzen...

Deine Fehlgeburten haben doch nichts mit der Geburt in 5 Wochen zu tun, oder? Ich weiß ja leider nicht, warum du Fehlgeburten hattest, aber das wäre für mich kein Grund!

Die Sache mit dem ET finde ich ebenfalls lächerlich...der ET ist nur ein richtwert und es ist völlig normal, wenn ein Kind 10-14 später kommt! Was dein Alter dabei angeht, würde ich lediglich auf einen Doppler bestehen. Dabei wird die Versorgung kontrolliert und wenn da alles okay ist, würde ich nichts machen lassen.


Würde dein Körper eine Schwangerschaft und Geburt nicht aushalten, wärest du nicht mehr schwanger geworden, bzw. hättest noch ein Sternchen gehabt!

Das ist meine Meinung!
Lieben Gruß

Beitrag von i_kind 07.12.09 - 14:51 Uhr

Hallo

hmmm ist schon eine Sache die Du und Dein Mann miteinander ausmachen müsst. Bei mir wurde in der ersten SS eingeleitet an ET, da ich SS-Diabetes hatte. Der Geburtsverlauf brachte uns dann zum KS.

In der jetzigen SS gibt es viele Probleme und es wurde jetzt schon (und ich bin morgen erst in der 17 SSW) über einen Kaiserschnitt gesprochen, da er leider medizinisch Notwendig sein wird.

Mir wäre eine spontane Geburt lieber, denn dann zeigen die Kinder meist selbst das sie bereit sind und im Körper kommen noch einige "Prozesse" in Gang, was beim KS leider nicht der Fall ist.

Setz dich mit deinem Mann zusammen und besprecht was ihr wollt. Ihr habt ja noch ein paar Tage Zeit.

LG i_kind

Beitrag von alexa81 07.12.09 - 16:25 Uhr

Hallo,

ich würde definitiv spontan entbinden wollen.

Auch ich hatte vier Fehlgeburten, bin allerdings erst 28 Jahre alt und habe inzwischen zum Glück drei Kinder.

Bei mir wurde eine Blutgerinnungsstörung festgestellt nach den ersten drei Fehlgeburten. Daraufhin habe ich in den Schwangerschaften Heparin gespritzt. Nach der vierten Fehlgeburt waren wir bei einem Spezialisten, der außerdem noch eine Immunstörung festgestellt hat. Daraufhin haben wir in den letzten beiden Schwangerschaften eine Immuntherapie durchführen lassen.

Trotzdem habe ich nicht nur spontan entbunden, sondern habe meine Mittlere bei ET+7 und den Kleinen bei ET+11 zu Hause zur Welt gebracht. Mein FA war alles andere als begeistert (auch bei mir hätte meine Ärztin eine "terminnahe Einleitung" oder einen Kaiserschnitt am liebsten gesehen...), aber das er keine wirklich schlüssigen Gründe nennen konnte, die gegen unsere Entscheidung gesprochen hätten, sind wir dabei geblieben.

Viele Grüße, Alex

Beitrag von piccolinchen 07.12.09 - 16:51 Uhr

Danke schon mal für die ersten Antworten.

Mir ist schon klar, dass wir ganz alleine die Entscheidung treffen müssen, wollte aber einfach mal so Eure Meinungen hören. Kann ja keinesfalls schaden.

Wir werden es gut überdenken. Am liebsten wäre mir natürlich spontan, aber andererseits ist nun alles so gut gegangen bis jetzt, da möchte ich für das Kind möglichst wenig Risiko haben und wenn der Arzt meint, das wäre beim Kaiserschnitt der Fall, dann wiegt das schon schwer...

Wir werden uns die Entscheidugn sicher nicht leicht machen.

Beitrag von bella1725 07.12.09 - 20:01 Uhr

Hallo,

durch das was meine Freundinnen durchgemacht haben, kann ich dir empfehlen zunächst auf die normale Geburt zu warten ABER ich würde auf keinen Fall die Geburt einleiten lassen.

Wenn es nicht früher kommt, besser schon direkt dann den Kaiserschnitt. Denn eine eingeleitete Geburt hat viel mehr Risiken für das Baby als ein Kaiserschnitt.

Beim Kaiserschnitt gibt es ja mehr Risiken für die Mutter, aber das wäre mir dann auch weniger wichtig als das Wohl des Babys.

Was die normale Geburt betrifft, so "entscheidet" das Baby darüber wann sie stattfindet, es leitet also dann alles Wichtige ein, die Intensität sowie die Dauer richtet sich danach, es also besser als eine eingeleitete Geburt die unter Umständen zu schnell oder zu stark sein könnte.

Solange das Baby sich bewegt und alle Werte in Ordnung sind kann man ja zumindest die eine oder andere Woche abwarten. Sobald nicht, gleich Kaiserschnitt!!!

Liebe Grüße, Belli

Beitrag von tempranillo70 07.12.09 - 21:21 Uhr

Hallo,
vielleicht solltest Du auch bedenken, dass ein KKH dreimal soviel bei einem KS verdient, wie bei einer Spoantanen Geburt.
Da rät man als Arzt schon mal eher dazu.#kratz
Vielleicht solltest Du ne zweite Meinung (Hebi) einholen?
Ich würde auch lieber spontan versuchen, aber in nem KKh mit kinderklinik.
Alles Gute, I.,
die mit 38 Jahren bei ET+10 ohne Einleiten begonnen hat, und nach drei Stunden Presswehen ohne Erfolg dann doch einen erlösneden KS bekommen hat.
Wie das Leben so spielt...

Beitrag von piccolinchen 08.12.09 - 09:55 Uhr

Der Einwand mit dem Geld ist sicher irgendwo berechtigt und man steckt nie 100% drin, aber ich bin da doch recht sicher, dass mein Arzt das aus diesem Grunde nicht empfehlen würde. Er hat schon im voirfeld bei einigen untersuchungen, die er locker hättemachen können gemeint es sei nicht nötig. Und das, obwohl ich als privat versicherte sicherlich eine ganz gute "Einkommensquelle" für ihn bin, da meine Versicherung an sich bislang alles ohne Murren zahlt.

Nach einigem Suchen bin ich nun bei ihm gelandet und das erste Mal seit Jahren wirklich sehr zufrieden mit meinem Arzt. Ich vertraue ihm an sich sehr. Deswegen bin ich nun so unsicher...

Er meint es sicher gut und will auf jeden Fall für das Kind den sichersten Weg gehen. Denn er weiß, dass nach dieser Schwangerschaft endgültig Schluss ist.