Die Sache mit dem Töpfchen!

Archiv des urbia-Forums Kleinkind.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von lili1978 07.12.09 - 14:52 Uhr

Mensch, hier werden gerade nur Probleme mit Zweijährigen geschildert... Da dachte ich mir, frag ich auch gleich mal nach Euren Erfahrungen....

Also mein Kleiner ist jetzt genau 26 Monate alt.
Immer mehr höre ich, er müsse nun wirklich schon aufs Töpfchen....
Aber er kann nicht!

Ich weiß, dass er morgens, nach dem Milchtrinken immer die Windel voll macht. Ich versuche ihn aufs Töpfchen zu setzen, mit dem Ergebnis, dass er ewig sitzt, erzählt, irgendwann runter will und gar nichts macht... Er macht's dann nachmittags oder abends total hart (IN DIE WINDEL!!!). Das ist doch nicht der Sinn der Sache!

Da ich gerade schwanger bin und im Februar das Baby kommt, sagen viele, dass er unbedingt vorher trocken werden müsse. Wenn er nämlich erstmal sieht, dass sein Schwesterchen in die Windel macht, hätte ich den Zeitpunkt verpasst und könne es ihm gar nicht mehr abgewöhnen....

Ich bin jetzt schon total unter Druck, will aber meinen Kleinen nicht auch noch unter Druck setzen. Ich denke, das bringt nichts.

Wie habt Ihr das gemacht? Hat jemand Tipps für mich?

Lieben Dank
Lili

Beitrag von freyjasmami 07.12.09 - 15:01 Uhr

Ich denke, du hast zulange gewartet ihn an das Töpfchen zu GEWÖHNEN (nicht um ihn trocken zu bekommen).

Mein Sohn wird übermorgen 16 Monate und geht seit Monate erfolgreich auf's Töpfchen, macht groß und klein.
Uns fehlt nur noch der Schritt, das er sich selbst meldet.
Wenn ich ihn aber frage, sagt er mir ganz eindeutig ob er auf's Töpfchen will oder nicht. Wenn er will, kann er teilweise schon ankündigen WAS er macht.
Also wir haben zu 99% immer was im Töpfchen.

Und das, obwohl ja gerade hier immer reichlich gepredigt wird, das ginge in dem Alter noch gar nicht :-p

Achja, mein Sohn wird weder in bestimmtem Minutentakt auf den Topf gesetzt, noch dazu gezwungen. Tränen gab es noch nie.
Und zwischen den "Sitzungen" hat er ne Windel um.

Versuch doch einfach ihn immer auf den Topf zu setzen, wenn du zur Toilette gehst oder auch Dein Mann. Sag ihm was Du machst, "drück" ruhig auch mal angestrengt und fordere ihn auch dazu auf (so hat meiner das erste Mal groß gemacht - er hat das "drücken" nachgemacht und prompt war was drin #freu) reich ihm auch mal ein Stück Papier usw.
Damit es für ihn halt zur Normalität wird.
Mein Mann geht nach der Arbeit immer zuerst auf's Klo und der Kleine geht mit. Erste Amtshandlung nach Feierabend für die Männer ;-)

Irgendwann landet was drin und du freust dich dann jedes Mal mit ihm wie ein Schneekönig und sagst ihm was er da gemacht hat also Pipi, A-a oder wie auch immer (bei uns puller-puller).

Lg und viel Erfolg!

Linda

Beitrag von lili1978 07.12.09 - 15:09 Uhr

Hallo Linda,
vielen Dank für Deine Antwort.
Es ist ja nicht so, dass wir das nicht schon länger üben. Er hat sein Töpfchen schon vor dem ersten Geburtstag gehabt und sitzt seitdem regelmäßig darauf. Oft wenn einer von uns auf die Toilette geht, kommt er mit und sitzt auf dem Töpfchen. Nur leider kommt da fast nie was. Es ist bis jetzt zwei mal vorgekommen, dass er was gemacht hat, aber es war kein Auslöser um es wieder zu machen...

Beitrag von freyjasmami 07.12.09 - 15:24 Uhr

Kontinuierlich weiter machen. Loben usw.

Und wenn ich diesen ganzen Schmarrn von wegen mit 3 erst trocken lese, könnt ich brechen.

Wie kann man es als Mutter denn sooo normal finden, das sich das Kind über JAHRE selbst vollkackern und pullern muss?
Es sollte wohl eher normal sein, das man versucht seinem Kind dabei zu helfen, das es das so kurz und wenig wie eben möglich machen muss.
Nein, da wird es Arbeit oder gar Stress genannt das Kind selbst ans Töpfchen zu erinnern...

Recht seltsam ist es doch, das sehr viele Kinder kurz nach dem sie in der Kita sind plötzlich trocken sind (ist zumindest bei uns hier so - egal ob die nun mit 1,5 oder 3 in die Kita kommen, kurz darauf sind sie trocken!)....da werden sie nämlich auch regelmäßig und wiederkehrend auf den Topf gesetzt.
Das funktioniert nicht nur mit dem Töpfchen dort so, sondern auch mit dem Essen, Mittagsschlaf usw.

Und nein, mein Sohn ist jetzt keine Ausnahme, mit meiner Tochter hat es schon genauso (zum Teil sogar noch besser!) geklappt.
Sie war sogar unter einem Jahr beim schlafen trocken (also nicht nur beim Mittagschlaf auch nachts), durch Ablenkung vom spielen usw. hat es tagsüber länger gedauert.
Windel hatten wir etwa ab 18 Monate nur für längere Autofahrten/Spaziergänge o.ä. um.
Ansonsten gab es nur wenig Unfälle, genau zum 2. Geburtstag haben wir sämtliche Windeln verbannt und nie wieder benötigt.

Jungs sollen allgemein aber wohl etwas länger brauchen, Ausnahmen bestätigen die Regel.

Wenn die Kleine kommt, würde ich vllt. versuchen den Kleinen immer dann auf den Topf zu setzen, wenn Du ihr die Windeln wechselst.

Achja, der Sohn meiner Cousine wollte nie groß auf dem Topf machen. Nur mit Windel und in einer stillen Ecke für sich allein.
Nun, sie haben ihn dann einfach an seinen bevorzugten Orten mit dem Topf hingesetzt und allein gelassen.
Siehe da, es hat funktioniert.

Aber eines ganz wichtig:

Nie mit Zwang!
So soll das nicht rüber kommen, also bitte nicht falsch verstehen.
Einfach regelmäßig mit Freude und Lob.

Beitrag von lulu06 07.12.09 - 15:28 Uhr

Dann fang doch an zu brechen... scheinbar sind alle doof und nur das hast das Prinzip des Trocken-werdens verstanden.... liest sich zumindest so!!!

Beitrag von freyjasmami 07.12.09 - 15:36 Uhr

Brauch ich ja nicht, um mich herum denken alle genauso...scheint dann wohl eher ein Standortproblem zu sein?#schein

Und im Gegensatz zu anderen hab ich mich weder jetzt noch damals bei meiner Tochter speziell dazu belesen (ob nun Buch oder Internet - letzteres hatte ich bei meiner Tochter noch gar nicht :-p) oder gar andere (Bekannte/Verwandte) um Rat dazu gefragt.

Rein nach Intuition gemacht und fertig!
Uuups - hat doch glatt funktioniert :-p

Beitrag von lulu06 07.12.09 - 15:44 Uhr

Aber wenn andere das nach Intuiton machen und es halt noch nicht klappt, ist das falsch???

Es hört sich schon so an, als wenn die, die ihre Kinder nicht sofort trocken haben, was falsch machen!!!

Beitrag von freyjasmami 07.12.09 - 15:56 Uhr

Habe ich irgendwo geschrieben, das ein Kind bis Stichtag X trocken zu sein hat?!

Nein.

Wenn daran gearbeitet wird, ist es doch ok.

Ich finde es nur nicht normal, das manche es für selbstverständlich halten ihren Kindern bis 3 Jahre und länger ne Windel umzumachen und drauf zu warten das die ihren Ekel von selbst kundtun und die Windel nicht mehr wollen.
Und dann womöglich die Begründung "Stress". Ich finde es überhaupt nicht stressig mein Kind ab und an zu fragen ob es auf's Töpfchen will oder mitzunehmen, wenn ich auf die Toilette gehe.

Aber alles auf die angeblich noch nicht vorhandenen Wahrnehmungen zu schieben finde ich schlichtweg zu einfach.

Wie soll es sonst möglich sein, das so viele Kinder auch unter 2 Jahren schon (fast) trocken sind?
Oder das ich meinen Zwerg auf den Topf setze und er macht prompt was? Trotzdem er erst 16 Monate wird?(er macht das wie gesagt schon länger und natürlich immer besser)

Ausnahmen bestätigen immer die Regel. Aber es kann nicht nur Ausnahmen geben, die strikt den Topf verweigern oder mit Verstopfung reagieren.

Beitrag von wort75 07.12.09 - 15:08 Uhr

lass euch doch zeit. heute weiss doch jeder, dass es nichts bringt, ein kind aufs töpfchen zu zwingen. kinder werden mit ca. 30 mnt. trocken. das muss aber nicht. und zwei pamperskinder sind kein problem. hatte ich auch.

das kind wird erst aufs töpfchen gesetzt, wenn es das selber will. hilfreich kanns sein, wenn es dabei ist, wenn du aufs wc gehst, wenn ein buch inspiriert (der kleine zauberer windelfutsch" hat bei uns geholfen) oder was auch immer... erst dann. aber der impuls muss vom kind aus kommen. dann ist er im handumdrehen sauber - wenn du ihn "zwingst" kann das monate bis jahre gehen und der kampf loht sich eh nicht. weil das kind dann trocken sit, wenn es bereit dazu ist. lass dich nicht von anderen unter druck setzen.

Beitrag von lulu06 07.12.09 - 15:09 Uhr

Hallo,

also wir sind in der selben Situation. Ich bekomme im Mai unser zweites Kind und Leni hat NULL Lust auf Töpfchen, egal wie. Ob mit Schmackhaft machen, Belohnung, vor dem TV oder nur so...sie will halt nicht.

Die wenigsten Kinder sind in dem Alter trocken. Ich warte entspannt auf den Sommer, dann kann sie mehr nackig rum laufen und da klappt es bestimmt. Sie wird im September 3 und bis dahin steht ihr das meiner Meinung nach auch zu. Sie ist ja kein kleiner Erwachsener. Anders natürlich, wenn sie das will. Ansonsten lass ich sie in Ruhe und forder sie nur mal so auf.

LG lulu

P.S. In unsere Ablösegruppe mit 15 (!!!) Kindern ist erst ein Junge trocken und der ist schon 3!!! So ganz flasch können wir doch nicht liegen, oder?

Beitrag von ansahe 07.12.09 - 15:13 Uhr

Hallo,

du hast Recht, Druck bringt überhaupt nichts. Eher geht dann das ganze nach hinten los...

Als mein großer Sohn damals geboren wurde, war seine Schwester genau 2 1/2 Jahre und auch noch nicht trocken.

Wenn ich dann das Baby gewickelt habe, wollte sie immer mit auf den Wickeltisch (war ja bis dahin eigentlich ihrer) und irgendwie war es ihr plötzlich unangenehm, auch gewickelt zu werden. Ruck Zuck hat sie selber beschlossen, dass sie keine Windel mehr braucht. Bei ihrer Freundin stand schon länger ein Töpfchen mit einem Bär als Rückenlehne und dieses sollten wir dann unbedingt auch besorgen.
Also bei ihr hat das neue Baby das "Trocken werden" eher beschleunigt.

LG, Anja

Beitrag von honigkruemel 07.12.09 - 15:24 Uhr

Huhu

meiner war auch so und alle redeten auf mich ein #schwitz
Und soll ich dir was verraten mit 30 Monaten stand er vor mir sagte er möchte keine Windel mehr!
Innerhlb einer Woche war er komplet trock auch Nachts.
Wir haben es mit 1 1/2 mal versucht ihn aufs Töpfchen zu setzen wollte er nicht so ging das immer wieder dann ließen wir es. Er brauchte zeit also nen paar Monate später wieder brachte auch nix.
Das spiel ging so weiter bis er da stand und ganz freiwillig und selbstverständlcih die Windel abhaben wollte.
Er hat übrigens selbst in der Krippe das Töpfchen verweigert.

Unsere Kleine will nu ab und an mal ist heut auch erstmals was drin gewesen, aber so wirklich kann sies noch nicht einschätzen wann sie muß (17 Monate)
Wir machen uns da nu keinen Streß mehr sie wird uns zeigen oder sagen wann sie so weit ist.

LG

Beitrag von snoopster 07.12.09 - 16:23 Uhr

Ich finde das Quatsch was Deine Bekannte erzählen und würde eher sogar zum gegenteil tendieren.
Ich würde noch warten, bis das Geschwisterchen da ist, weil sie oft da wieder rückfällig werden. Sie sehen, wie das zweite Kind gewickelt wird und bemuttert wird, und dann wollen sie das auch wieder.

Meine sind 20 Monate auseinander, und ich hätte nie gedachte, vorher mit dem Trockenwerden anzufangen.
Jetzt ist sie 2J 7M und hat beschlossen, dass sie lieber Unterhosen trägt. Wenn wir unterwegs sind funktionierts auch einwandfrei.
Jetzt möchte sie grad wieder Windeln tragen, geht aber trotzdem auf den Topf.
Ich finde 26 Monate zu früh. Sicherlich gibt es Kinder, die da schon trocken sind, aber auch wenn schon.

Lass sie reden.

LG Karin mit 2 Mädels

Beitrag von clautsches 07.12.09 - 18:35 Uhr

Mein Sohn wird im März 3 und ist noch nicht trocken.

Er weiß, wie man auf´s Klo geht, hat keine Angst davor- aber er spürt seine Blase einfach noch nicht.
Ich hab damit überhaupt kein Problem. Wenn er soweit ist, wird er es sagen bzw. einfach tun.

Du glaubst doch hoffentlich nicht im Ernst, dass dein Sohn für immer Windeln tragen wird, wenn du ihn bis Februar nicht "trocken bekommst"?!? #klatsch

Beitrag von lili1978 07.12.09 - 19:08 Uhr

Danke für Eure lieben Antworten!
Ne, ich glaub auch ehrlich nicht daran, dass er nie trocken wird, wenn er es bis Februar nicht schafft....
Es sind ja eher die anderen, die einen stressen. Man kann halt auch nicht immer so gut abschalten, vor allem, da wir Weihnachten die ganze Family wieder sehen und die waren alle schon mit spätestens 6 Monaten trocken :-[

ich angeblich auch - kann mich nicht erinnern :-p