Bin neidisch auf Freundin! Geht es euch auch so? Bitte um antworten!

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von kleinemaus60 07.12.09 - 17:21 Uhr

Hallo,
meine Freundin hat gestern entbunden !
Freu mich total für sie das ist sogar ehrlich gemeint!
Sie hat es bis in die 38ssw geschft!

Mein Ablauf alles ok bis in die 28ssw da kam ein rückschlag nach dem anderen mir ging's total scheiße!
3 kh aufenthalte verdacht auf Schwangerschaftsvergiftung blieb jedoch bis in die 31ssw unbeStätigt bis ich zusammen gebrochen bin mein Mann mich ins kg geschleppt dann der Schock eine schwere präeklampsie im Endstadium Not Kaiserschnitt ich kämpfte us überleben 4 Tage lang der kleine aber Top fit 1320g 41cm musste nicht beatmet werden nach 6 wo durfte er nach Hause durfte ihn erst nach 4 Tagen das erste mal sehen!
Aber alles war eigentlich bei uns super!
Aber wollte nie einen Kaiserschnitt wollte immer eine normale Entbindung fühle mich ihrgendwie um meine Geburt beraubt !

Bin total neidisch das sie eine normale Geburt hatte und ich so in die scheis...... Gebriffen habe sorry!

Gönne es ihr aber von Herzen bin halt nur neidisch !

Bin ich alleine damit oder geht es euch genauso?

Daten mit 11 mo 8300g und 78cm

freue mich auf antworten
lg Tine + Glen Gabriel

Beitrag von twingo1985 07.12.09 - 18:23 Uhr

Hallo,

nein du bist nicht alleine... mir geht es genauso!!! Und bei uns im Familien/freundeskreis bekommen jetzt alle nach und nach ihre Kinder.

Ich finde es total schlimm und durchleide eigentlich alles bei jeder Schwangerschaft aus dem Bekanntenkreis wieder mit.

Ich habe meine Kleine erst nach 5 Tagen gesehen und mir geht es bis heute sehr schlecht damit. Ich habe mich in Behandlung gegeben und kann nur sage, dass war das beste was ich machen konnte. Würde ich jedem der damit zu kämpfen hat immer wieder raten.

Lieben Gruß
Nicole und Johanna geb. bei 29+0

Beitrag von billy38 07.12.09 - 18:47 Uhr

Hallo Tine,

Beispiel : Ich war gemeinsam mit meine langjährigen Freundin schwanger. Schon bei unseren letzten SS
( vor 14 Jahren ) haben wir exakt den selben errechneten Geburtstermin gehabt.( 21.03.95)

Wie es der Zufall will hatten wir bei dieser SS wieder den selben Geburtstermin. ( 16.04.2009 )

Aber ich hatte nicht das Glück meine SS bis zur 40 Woche zu erleben. #schmoll, sie schon...
Mein Sohn wurde ein extrem Frühchen( 24 SSW ), mit vielen Komplikation. Meine Freundin besuchte mich und meinen Sohn fast jeden Tag. Es war schlimm sie mit Kugelbauch zu sehen denn meiner war weg.

Ich hab oft mit mir selber und meinen Gefühlen gekämpft. Meiner Freundin ging es auch nicht gut dabei, mich so zu sehen. Aber sie gab nicht auf und war immer für mich da.

Ich war nie neidisch auf sie, ehrlich nie..Ich hatte überhaupt keine Zeit für solche Gedanken.
Ich war traurig und hab oft geweint, aber neidisch, echt net. Das was ich durch habe wünsche ich keiner Mutter.


Heute ist ihr Junge meinem Jungen weit voraus. Aber was solls, ich bin froh das er lebt, mehr zählt nicht!

Du solltest nicht neidisch auf deine Freundin sein, denn das kann auf dauer ne Freundschaft zerstören.

Versuch es positiv zu sehen. Dein Kind lebt und wir alle hatten wirklich Glück! Es hätte auch alles anders kommen können !

Nette Grüße

Biljana mit Nicobär#verliebt

Beitrag von bobinha 07.12.09 - 19:18 Uhr

Ja mir gehts auch so. Kämpfe auch grade, weil in meinem Umkreis auch alle grad Kinder kriegen.
Meine Schwangerschaft war nur doof. Übelkeit durchgehend. Kotzen zum Glück nicht so viel, aber man kann nichts genießen und hängt doch nur rum mit der Übelkeit. Konnte manchmal gar nichts essen. Dann in der 19.SSW kam ich ins Krankenhaus wegen Blutungen. Muttermund offen und Muttermundhals unter 1cm. Gott sei dank haben sich die Ärzte dazu entschieden mir in der so frühen Woche schon Wehenhemmer zu geben. Haben es dann auch grad so geschafft. Nach 5 Wochen liegen ohne Aufstehen kam der Zwerg dann, weil die Wehen nicht mehr aufgehalten werden konnten. Notkaiserschnitt. Hab mein Baby am nächsten Morgen gesehen. Fand das gar nicht so schlimm, aber dann das lange Bangen. :-( 3 Ops, 3mal geplatzte Lungenbläschen. :-( Nach 4 Monaten durfte unser Schatz nach hause. Jetzt habe ich einen Monsterschreihals zuhause. Kenne kein Kind, dass so laut ist oder war. Ist manchmal echt zum verzweifeln und ich denke dann, ob denn der schwere Start nicht schon gereicht hat - ob es nie aufhört. Ich liebe meinen Zwerg über alles nur die ständige nervliche Belastung - da gewinne ich nicht immer. :-( Vor allem, weil er am Tag insgesamt höchstens eine Stunde schläft. Also kaum Pause.

Und dann sehen wie bei andern alles gut geht und sie ein super liebes Kind, dass viel schläft zuhause haben. :-( Ist auch nicht so einfach für mich.

Ich meine nicht, dass ich möchte, dass sie Probleme haben. Ich freu mich auch für sie und wünsche ihnen, dass alles gut geht, aber es ist nicht leicht.

Gruß Bobinha, die mitfühlt

Beitrag von bubbagump 07.12.09 - 19:59 Uhr

Hi!

Eine Freundin von mir hat auch vor ein paar Tagen entbunden. Total entspannt in der 40. SSW nach nur zwei Presswehen innerhalb von zwei Stunden...!

Neidisch bin ich überhaupt nicht, obwohl ich meine Schwangerschaft nicht richtig genießen konnte. Ich hatte ein riesiges Myom und ab der 8. SSW immer wieder mit Blutungen zu tun. Keiner konnte mir sagen, wie weit ich überhaupt kommen würde.

Die Geburt (Not-Kaiserschnitt nach Blasensprung) war schrecklich und ich konnte meinen kleinen Schatz erst zwei Tage später sehen und für ein paar Minuten in den Armen halten.

ABER:
Ich bin unheimlich DANKBAR dafür, dass es meinem Schatz so gut geht und wir beide alles gut überstanden haben! Er hat sich so tapfer durch diese Schwangerschaft gekämpft, nun bin ich stark für ihn! Die Geburt war - so wie sie war - erforderlich, damit alles so ist wie es ist! Und nur das zählt!

LG Moni mit Ben (4 Monate / geb. 30+3) #blume

Beitrag von belala 07.12.09 - 20:11 Uhr

Hallo Tine,

nein mir ging es nie so.
Selbst die liebe Frau, mit der ich mich heute noch treffe, die damals mit Zwillings SS einige Tage neben mir lag, besuchte mich mit Kugelbauch im KH und ich sah es nicht.
Ich sah eine schwangere Frau und war so stolz auf sie als sie ihre Zwillinge spontan geboren hat.
Mein Kind lag im Erdgeschoss seit 3 Monaten als ich sie eine Etage höher kurz nach der Entbindung besuchte.

Ich war nicht neidisch.

Neidisch war ich auf die Frau, die mit mir den selben ET hatte und die gesamte SS qualmte, dann über den Termin ging und ein gesundes, dickes Baby bekam.
Als sie selbst aber beim zufälligen Treffen beim KIA (mein Kind wog damals 2500g, ihre Kind etwa 5000g) die Raucherei ansprach, war mein dumpfes Gefühl ihr gegenüber verflogen.

LG belala

Beitrag von belala 07.12.09 - 20:12 Uhr

ach ich vergaß zu erwähnen, dass meine Püppi 24+3 SSW geboren wurde...

Beitrag von kleinemaus60 07.12.09 - 20:56 Uhr

Um gotteswillen versteht mich nicht falsch ich bin nicht neidich auf sie das ich ihr das alles nicht gönne oder sowas bin einfach nur neidich das ich das alles so nicht miterleben durfte die Geburt das kucheln nach der Entbindung !
Nein ich lag vier Tage auf intensiv ohne das Kind einmal gesehen zu haben sie hat es nach der Entbindung auf den Bauch gelegt bekommen und durfte ein paar Minuten einfach nur den Moment genießen ich lag auf dem Tisch wie ein stùck Fleisch zur notschlachtung!

Das wird unsere Freundschaft in keinster Weise belasten da sie weiß das ich nicht böse oder sonstieges bin wùnchr ihr alles gute und werde immer für sie da sein und das weiß sie auch!

Ich hoffe ihr wisst auf was ich hinaus möchte

Beitrag von koanamdirndl 07.12.09 - 22:17 Uhr

Hallo Tine,

Mir ging es lang genauso wie dir. Natürlich bist du neidisch. Deine Freundin durfte erleben, was sich jede Schwangere wünscht. Eine lange Schwangerschaft, schöne Geburt, gesundes Kind. Es ist ja nicht so, dass du IHR was schlechtes wünschst, du hättest aber eben dir selbst auch so schöne Erlebnisse gewünscht. Natürlich bist du traurig! Ich finde es völlig ok, dass du um deine Schwangerschaft trauerst.
Bedenklich finde ich nur, dass es dir 11 Monate nach dem KS seelisch noch so schlecht geht - ich würde dir wirklich raten, mit jemandem darüber zu sprechen und die Erlebnisse zu verarbeiten.
Ich hab das in den letzten Monaten gemacht (zusammen mit meinem Mann) und es hat uns beiden sehr gut getan. Jetzt geht es uns in vielerlei Hinsicht besser.

Alles Gute für Dich!

LG

Medi

Beitrag von dienschen1 08.12.09 - 14:22 Uhr

Hallo,

also meine Kleine mußte von jetzt auf gleich per Notkaiserschnitt entbunden werden und damit habe ich auch ein Problem. Ich kann jetzt nicht sagen, dass ich neidisch auf andere Schwangere in meinem direkten Umfeld bin, ich beneide sie zwar um ihren Bauch, weil ich selber leider keinen hatte und ich beneide auch jede, die ihre Schwangerschaft in vollen Zügen genießen kann, ich hatte das Glück nämlich leider auch nicht, habe bis zum KS gekotzt und unter starker Übelkeit gelitten. Aber richtig neidisch bin ich nicht. Allerdings habe ich die ersten Wochen ein riesen Problem mit dem Arzt gehabt, der auf den KS entschieden hat. Ich weiß, dass er meiner Tochter das Leben gerettet hat, aber ich hatte am Anfang immer das Gefühl der Mann hat mir die SS kaputt gemacht. Ich habe immer von einer schönen SS mit einer Wassergeburt geträumt und hatte auch für danach Pläne von wegen Stillen, Babyschwimmen, Treffen im Stillcafe, Krabbelgruppe etc, aber bisher konnten wir nichts in die Richtung umsetzen, nicht mal das Stillen hat geklappt, obwohl ich zwei Tage nach dem KS mit Abpumpen begonnen habe, aber es kam nix. In den ersten wochen war es bei mir echt so, dass ich am liebsten sofort wieder schwanger geworden wäre, in der Hoffnung, dass ich dann alles erleben kann, was ich beim ersten mal nicht hatte, natürlich totaler Quatsch, aber so waren nun mal meine Gedanken. Meine tochter ist jetzt knapp 17 Wochen auf der Welt und so ganz langsam beruhigt sich mein Gemüt, weil ich jeden Tag sehe, dass es ihr gut geht und sie Fortschritte machen kann, dafür bin ich wirklich dankbar und freue mich ganz doll über sie und für sie. Insgesamt habe ich aber ca. 15 Wochen gebraucht, um an den Punkt zukommen, dass ich mit mir und allen anderen Beteiligten wieder ins Reine kommen konnte.

LG und alles Gute für Dich

Beitrag von haasiandi 08.12.09 - 18:26 Uhr

hallo tine,

ja mir geht es genauso, keiner hat verständnis dafür, das man eine normale geburt haben wollte, da hast die richtigen worte BERAUBT wurden wir.

meine freundin bekommt ende dez. ihr baby und ich bin jetzt schon neidisch auf sie, warum durfte ich dieses ereignis nicht geniesen, gemeinsam mit meinem mann, unsere kleine maus gleich danach im arm halten!!!!!

ich fühle mit dir!!!
#liebdrueckandrea