Brauche HILFE: Herzrythmusstörungen!!!Erfahrungen, was tun??

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Forum: Gesundheit & Medizin

Hier könnt ihr Fragen stellen zu allen Themen rund um Gesundheit, Vorbeugung, Kinderkrankheiten, Hausmittel und Naturheilmittel. Beachtet dabei bitte, dass medizinische Empfehlungen von interessierten Laien nicht den Gang zum Arzt ersetzen können.

Beitrag von mamamia00 07.12.09 - 20:44 Uhr

Hallo Zusammen,

ich hatte vor einer Woche ein Langzeitekg und habe nun das Ergebnis bekommen :-(
Ich habe Herzrythmusstörungen. Dies hat mir mein HA am Telefon mitgeteilt. Er fragte mich ob ich damit leben kann, da Betablocker das Leben verkürzen und man nichts anderes machen kann.
Und nun? Ich merke ja nicht wirklich, wann mein Herz poltert. Ich bin mal zum Arzt, da ich ein Ziehen im Brustkorb hatte.
Ist es das Ziehen? Oder was spüre ich, wenn mein Herz poltert?????

Ich fragte ihn, ob das Extraschläge des Herzen sind und er verneinte dies, dass es richtige Störungen sind.

Bin ich nun mehr gefährdet einen Herzinfarkt zu bekommen??
Habe ich mehr Risiken in meinem Leben?? Narkose.......Sport.........???
Wie soll ich mich verhalten, was kann ich tun??
Was habe ich falsch gemacht, ich bin doch erst 30 jahre alt.

Nun habe ich einfach mächtig Angst. Seit ich heute Mittag die Diagnose bekommen habe habe ich nun ständig das Gefühl Herzschmerzen zu haben :-(
Ich bin doch eh eine Angstpatienten und habe soooo Angst zu sterben :-(

Könnt ihr mir helfen?

Kann das wieder weg gehen?
Woher kommt das?


Liebe Grüße und Entschuldigung für die vielen Fragen :-(

Julia

Beitrag von rosali25 07.12.09 - 21:00 Uhr

Betablocker verkürzen das Leben? Das habe ich ja noch nie gehört. Mein Arzt hat eher das Gegenteil angedeutet. Durch Betablocker schlägt das Herz langsamer und hat dadurch eine längere Lebensdauer mit der gleichen Anzahl an Schlägen.

Beitrag von helene2 07.12.09 - 21:13 Uhr

Hallo Julia,

das sind alles Fragen die Du Deinem Arzt stellen solltest.
Ich selbst habe auch Herzrythmusstörungen und ich merke es sehr wohl. Mir tut regelmäßiger Sport gut, Narkosen habe ich überlebt und mehr Risiken habe ich, denk ich mal, nicht.
Medikamente muß ich keine nehmen.

Lass Dir schleunigst einen Termin geben und sprich mit Deinem Arzt.

Helene

Beitrag von mamamia00 08.12.09 - 08:12 Uhr

Hallo

und danke dir!

Ich war ja nur bei meinem Hausarzt und dieser hat das EKG dann vom Kardiologen auswerten lassen.
Der Kardiologe hielt es wohl nicht für Notwendig, dass ich einen Termin bei ihm ausmachen sollte.
Wäre es nun mein Wusch, würde ich einen Termin im März bekommen :-(
Meine Mutter leidet unter Vorhofflimmern und hat einen Kontrolltermin im März bekommen. Diesen Termin hat sie Im Nov. bemacht !
Ich werde mich sicher um einen Termin kümmern, da ich durch meine Ängste nicht einfach so weiter machen kann wie bisher :-(
Aber da muss ich mich wohl in Geduld üben :-(

Liebe Grüße, Julia

Beitrag von heikeundleon 08.12.09 - 12:50 Uhr

Ein Termin bei einem Kardiologen in überschaubarer Zeit ist wie ein 5er im Lotto. Ich habe auch eine Überweisung und wollte einen Termin ausmachen. Die Praxis vergibt erst wieder im Januar Termine und dann für das III. Quartal#schock. Das darf man nichts Ernstes haben.

Ich bin dann aber in einer anderen Praxis reingerutscht, da hatte eben jemand abgesagt, und nun gehe ich am 17.3.2010.

Gruß

Heike

Beitrag von nicola_noah 07.12.09 - 22:27 Uhr

"da Betablocker das Leben verkürzen"

#schock

Sag Deinem Arzt er soll nochmal studieren gehen....

Beitrag von yamie 07.12.09 - 22:55 Uhr

mal ehrlich, wenn mir mein hausarzt am telefon solch eine diagnose mitteilt würde ich schleunigst den arzt wechseln!
es gibt verschiedene arten von herzrhythmusstörungen.
manchmal spürt man es als folge von stolperern und ein andermal eben als ziehen in der brust.

ich würde es nicht so lapidar hinnehmen und es therapieren lassen. du bleibst ja unter ständiger kontrolle (blutabnahmen, verschiedene arten von ekg´s...)

in den seltensten fällen geht sowas von allein weg. aus deinem text les ich nicht durch, wielang du die beschwerden schon hast...



gruß
yamie



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dies ist KEINE signatur!

Beitrag von mamamia00 08.12.09 - 08:08 Uhr

Hallo

und danke für deine Antwort!

Das ist leider der springende Punkt. Ich kann es nicht sagen wielange ich diese Herzrythmusstörungen schon habe und warum!
Ich spüre kein ständiges Ziehen oder Stolpern.
Ich bin vor 2 Wochen mal hin, da ich ein Ziehen in der Brust gespürt habe. Ich leide aber auch unter enormen Verspannungen im Schulterberreich und jeder meinte eigentlich das dieses Ziehen von meiner Schulter und dem Nerv kommt.
Auch gerade krippeln wieder meine Finger in der linken Hand und das seit 5 Tagen. Daher war ich gestern extra beim Neurologen und er stellt wieder fest das ein Nerv wohl eingeklemmt ist. In dieser Zeit spüre ich auch immer wieder ein Ziehen in der Brust. Dort geht der Nerv ja auch lang.
Nun habe ich ja das Problem, dass ich bei jedem Ziehen Angst habe, es könnte von Herzen her kommen.
Mein HA ließ das Langzeitekg vom Kardiologe auswerten und es schien keine Notwendigkeit zu sein, dass ich zum Kardiologen überwiesen werden sollte.
Ich spüre kein Stolpern oder so :-(
Daher meinte er, dass ich einfach erstmal so weiter machen soll, wie bisher und mir keine Sorgen machen brauche.
Das ist aber leichter als getan :-( Vorallem wegen meiner Ängste :-(

Fragen stelle ich mir daher ob ich mehr gefährdeter bin?!
Der Arzt meinte wohl nein.

Vielen Dank, Julia

Beitrag von ladyalia77 08.12.09 - 09:25 Uhr

Hallo Julia,
ich denke, es ist wie bei mir. Bei mir wurde auch im LZ-EKG festgestellt, daß ich Extrasystolen habe. Das EKG war nötig, weil ich so Herzrasenattacken hatte 5 Monate nach der Geburt meiner Tochter. hat aber nichts mit dem Herzen zutun :-), sondern sind Panikattacken. Bin in Therapie und hab es super im Griff, ist so gut wie weg.
So weiter zu den Extrasystolen. Bei mir sind es völlig ungefährliche Herzrythmusstörungen, die fast jeder gesunde Mensch auch hat, vor allem in Streßzeiten. Manche merken sie, manche nie oder nur wenn sie in absoluter Ruhe auftreten. Bei mir hat es auch der Hausarzt gemacht und es auswerten lassen vom Kardiologen. Er hat mir auch gesagt, daß da nichts gemacht wird, wenn man nihct beeinträchtigt ist. Ich hatte zu der Zeit aber echt Panikattacken und war schon Angstpatientin, deshalb hat er mich, um mich zu beruhigen doch zum Kardiologen geschickt. Dort wurde noch Ultraschall vom Herzen gemacht und ein Belastungs EKG. War beides super!Das hat mich dann beruhigt! Das einzige was er festgestellt hat, ist daß mein Durchschnittspuls mit 84 doch etwa höher ist. Aber naja, im ersten Jahr mit Baby wohl normal, oder? ;-)

Er meinte, wenn ich aber mal stark unter den Extrasystolen, also Extraschlägen des Herzens leide, kann ich wiederkommen und man bespricht doch eine Medikamentengabe aber das wäre eigentlich völlig unnötig weil es absolut ungefährlich ist, sagt er.
Also an deiner Stelle würde ich mir den Termin beim Kardiologen holen, der testet dann alles und du bist beruhigt. ABER du braucht dir zum jetzigen Zeitpunkt keine Gedanken machen, wär da was schlimmes, hättest du sofort einen Termin bei dem Kardiologen bekommen, der das ausgewertet hat. Und dein hausarzt ist ja nicht blöd, oder? Der wird ja wohl hoffentlich die Auswertung des Kardiologen richtig interpretieren können :-)

Also so spüre ich meine Extrasystolen (ich bin halt übersensibel was meinen Körper angeht, deshalb bin ich ja auch Ansgtpatientin geworden) so:

-plötzliches Blubbern im Brustkorb und dann kurzen Hustenreflex
-ein BUMMBUMM im Brustkorb, das da nicht hingehört(völlig aus dem Takt), machmal mit gleichzeitigem Stechen
-Gefühl wie ein Stromschlag durch den ganzen Körper, ausgehend vom Brustkorb


...hört sich fies an aber wenn man weiß, daß es nihcts gefährliches ist, kann man damit leben und es ist nchts shclimmes. ABER ich hab in dem 24 EKG auch nur 121 Extrasystolen gehabt und ich spüre die nur, wenn ich zur Ruhe komme.
Tagelang merk ich nichts und dann plötzlich ständig, dann wieder mal nichts. ist wohl Streß oder auch Zyklusabhängig bei mir.

Hi Hi, ich sag mir immer, ich hab ne Geburt durchgestanden, hätte ich was mit dem Herzen, wär ich da zusammengeklappt :-)

Also Kopf hoch, laß es beim Kardiologen nochmals abklären aber sieh es etwas lockerer, wenn dich der Doc nihct Notfallmäßig hinbestellt hat, ist es nichts schlimmes! Achja, Verspannungen hab ich auhc udn die Schmerzen zeihen nach vorne bis zum Herz *grummel*, alles doof, wenn man dann Angst hat!

lg
Janine

Beitrag von fascia 08.12.09 - 11:48 Uhr

Liebe Julia,

mir scheint "Lady Janine" ist DIE Frau für dich!
Ihre Erfahrung kann doch sehr nützlich für dich sein.

Es lohnt vermutlich die Anstrengung, um einige aussagekräftige Tests beim Kardiologen zu bitten.
Der Hausarzt erkennt deine Bitte möglicherweise an, wenn du deinen Eindruck schilderst, dass die Angst deine Beschwerden fördern könnte.
Diese Sorge zu vermindern (indem Tests zeigen, dass dein Herz an sich organisch gesund ist), käme dann sowohl dem Herzen, als auch deiner Beruhigung, zugute.

Unser Herz ist ja ein tolles Ding. Da wir üblicherweise nicht viel von ihm mitbekommen, halten wir es für ein Maschinchen, das immer brav unbeeindruck vor sich hin pumpt.
Nach einem Sprint bemerken wir es dann doch mal. Das wundert uns dann nicht. Eine ordentliche Belastung bringt das Herz eben auf Trab...

Das Herz empfängt aber noch einige Meldungen mehr - es reagiert nicht nur auf einen erhöhten Blutbedarf in der Muskulatur wie beim Sport.
Es bekommt auch Information aus vielen Regionen und Systemen des Körpers, auf die es angemessen reagiert.
Emotionen, ob Freude oder Furcht gehören auch dazu. Dabei wird die freudige oder ängstliche Erregung geradewegs über ganz "ordentliche" Nervenbahnen zum Herzen gesendet.
So schwierig es oft ist, eine Furcht oder Angst zu durchschauen, so diffus und ungreifbar erweist sich manchmal auch die Reaktion des Herzens.
Das macht die Sache etwas schwierig, denn wir möchten allen Beschwerden immer gerne einen Namen - eine Diagnose - geben - und so die geeignete Therapie ansetzen.
Die Reaktionen des Herzens, können gering genug sein, damit wir keine bewusste Empfindung dafür haben, und sich dennoch in einem etwas auffälligen EKG zeigen.

Unser Herz ist sehr, sehr anpassungsfähig. Und deins ist ein gutes Beispiel dafür.
Versuche einen Weg zu finden, mit dem du - wie Janine - den Teufelskreis aus Angst - Herz - Angst unterbrechen lernst, wann immer du ihn erkennst.
Es ist ein individueller Weg.
Ein Herz und eine Seele...

Was ich schreibe, ist leicht gesagt - ich weiß.
Es zu leben, ist schwieriger.
Du wirst bestimmt 100! #klee

fascia.

Beitrag von ladyalia77 08.12.09 - 13:22 Uhr

WOW, super geschrieben! Genau so war, bzw ist es bei mir!!! Bist du vom "Fach"?

lg
Janine

Beitrag von fascia 08.12.09 - 16:03 Uhr

Oh, danke...
Das Hauptbetätigungsfeld in meinem Beruf sind Funktionsstörungen aller Art. Da kommt man nur ganzheitlich zum Ziel. Mit Herz, Verstand und Hand.
An dieser Stelle geht zwar kein Hand anlegen - aber fühlen und denken geht schon...
Auch meinen Patienten erkläre ich in kurzen Worten, wenn ich eine gewisse Logik in ihrem Leiden erkenne.
So viele denken, sie würden "spinnen" oder keiner könne sie verstehen. Nicht wenige schämen sich deswegen - und dieses Schämen tut mir am meisten weh bei alldem.
Wer (sich) versteht, kann sich versöhnen.
Für "Heilung" gibt es viele Ausgangspunkte - und das Verstehen ist einer davon.

Schon wieder so viele Worte... au weia,

LG zurück, fascia.

Beitrag von sabrina7482 08.12.09 - 14:20 Uhr

betablocker verkürzen das leben!!!?????#schock#schock#schockoh gott,mein mann nimmt auch welche wegen herzrhythmusstörungen...und das schon über 10 jahre....#gruebel

Beitrag von raleigh 08.12.09 - 19:36 Uhr

Ich neige zu Sinuytachykardien und hatte die letzten 4 Wochen heftige Probleme mit Herzstolpern, das aber angeblich nicht von Extraschlägen kommt (obwohl es sich so anfühlte). In einem Langzeit-EKG waren angeblich keine Extrasystolen zu sehen.

Bei mir wird nur wegen Verdacht auf Myokaditis die Entzündungswerte kontrolliert, evtl. nochmal ein belastungs-EKG und das war's - nach einer Pause werde ich mit regelmäßigem Sport anfangen müssen.

Bei mir fühlt sich das extrem unangenehm an, ist aber eher ungefährlich. Bei dir anscheinend andersherum?

Beitrag von andrea1002 09.12.09 - 15:51 Uhr

Bitte such dir ein Kardiologen, der hat wenigstens Ahnung davon. :-D