Wie würdet ihr entscheiden? Evtl. sogar erzieherin hier?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cherry19.. 08.12.09 - 11:34 Uhr

unser sohn ist 2 jahre und 7 monate alt. er geht seit september in den kindergarten. ich habe ihn dort in die minigruppe mit rein, was ich nu so langsam bereue. er ist der älteste. ansonsten sind die kinder zwei jahre alt oder unter zwei. er ahmt die kleinen daheim dauernd nach. läuft und lässt sich auf den po fallen und macht baby-geräusche. anfangs dachte ich, die babygeräusche mache er wegen seinem schwesterchen, aber er sagt selber: "ich bin jetzt der finn" und dann gehts ab. er redet kein normales wort. wenn ich mit ihm spiele, macht er die laute, beim essen, unterwegs beim einkaufen. seid mir nicht böse, aber er benimmt sich dann immer, wie "behindert". ich will um gottes willen mit dem satz niemanden mit behindertem kind angreifen, versteht es nicht falsch. aber er verhält sich dann demnach und macht komische laute.. ich denke, ihr wisst, wie ich das meine.

nun bin ich am überlegen, ihn in die nächstgrößere gruppe zu tun. dort sind dann 3-4-jährige und ein mädel in seinem alter. ich denke allein entwicklungsmäßig wäre das mehr als förderlich für ihn, da er normal in seiner entwicklung sehr weit ist. er spricht schon einige zeit in vollen sätze, verbindet viele sachen gedanklich super miteinander usw... ich glaub irgendwie ist er iin der gruppe unterfordert. allein, wenn sie ihren kreisel machen, alle am boden sitzen und die erzieherin singt, ist er der einzige, der perfekt mitsingen kann. das is doch auch nicht fein für ein kind, oder?

wie ihr aus dem absatz lest, bin ich schon fast sicher mit meiner entscheidung, wenn da nicht die angst wäre, dass ich ihm "wehtue", ihn aus seiner gruppe zu reißen :-( er ist sehr sensibel und auch eher schüchtern anfangs. was mach ich denn nun?

ist vielleicht sogar eine erzieherin hier, die mir da tipps geben kann??? oder sozialpädagogen oder psychologen?? ich mag mein kind halt ungern unglücklich machen, jedoch empfinde ICH es so, dass er dort nicht so gut aufgehoben ist, wie er es in der nächsthöheren gruppe wäre. hm...

danke für antwort

Beitrag von babsi1785 08.12.09 - 11:38 Uhr

Also so wie du das beschreibst würde ich den da auch raus holen.

Beide Gruppen sind in einem KiGa? Können die Erzieher das nicht so stück für stück machen? Ich meine, das er 2 mal die Woche in die andere Gruppe geht? Gehen die denn alle gemeinsam raus, so das er da mal anschluss zu den anderen Kindern bekommt?

Rede doch mal mit dem KiGa, die haben doch eigentlich immer ein offenes Ohr für sowas.

Beitrag von cherry19.. 08.12.09 - 11:41 Uhr

ja, das is der gleiche kindergarten. ist nur eine tür weiter und die türen sind meist sogar offen ;-)
ja, das hab ich auch schon überlegt, aber er meinte, als ich fragte, ob er zu den hasenkindern möchte - er is noch n mäusekind - dass mama da mit soll.. mal schauen, ob wir da gemeinsam den übergang so machen können, dass er erst zweimal die woche mal rüberschaut und ich anfangs mit dabei bleibe, dass er dann ab januar dort hingeht.

du denkst auch, er is dort regelrecht unterfordert, oder?

Beitrag von babsi1785 08.12.09 - 12:21 Uhr

Ja aufjeden fall. Wenn er doch schon ein "Baby" zuhause hat dann soll er doch wenigstens im KiGa ältere Kinder um sich haben. Beobachte das bei meinen Mädchen. Die sind 5 und 3 Jahre alt. Die Fünfjährige ist jetzt ein Vorschulkind im Kindergarten ist sie immer etwas wie "Mutter" für die anderen, sie kümmert sich immer super gerne um die 2 Jährigen aber spielt auch super gerne mit gleichaltrigen. Das ist aber denke ich auch so weil sie jetzt halt die älteste da ist. Meine 3 Jährige spielt super gerne mit den 4 Jährigen Kindern. Da lernt man noch was, genervt ist sie total von den 2 Jährigen die wollen alle mit ihr spielen und laufen ihr nach *G*

Zu einer guten Förderung gehört meiner Meinung nach auch das ein Kind auch mit älteren spielen kann.

Beitrag von pimboli_baby 08.12.09 - 13:32 Uhr

Hallo cherry!

So wie du die momentane Entwicklung deines Sohns durch die Minigruppe beschreibst würde ich wirklich ernsthaft darüber nachdenken ihn in eine andere Gruppe "umzusiedeln".
Ich denke es ist nicht der Sinn eines KiGa, daß sich das Kind dauerhaft zurückentwickelt.

Mein Sohn (Januar2007 geboren) ist seit August dieses Jahres in einer altersgemischten Kindergartengruppe. Entwicklungstechnisch hat ihm das nochmals einen riesen Schub gegeben und das obwohl er in seiner Entwicklung laut Kinderärztin schon sehr weit war/ist.

Was sagen denn die Gruppenleiterin zu dem aktuellen Verhalten deines Sohns?

Grüße
pimboli_baby

Beitrag von cherry19.. 08.12.09 - 14:09 Uhr

ich habs angesprochen. da meinte die erzieherin nur, dass er das wohl dort nicht machen würde und dass die anderen kinder ja auch langsam anfangen zu sprechen. nunja. kommt mir alles suspekt vor, da er dann heute beim abholen IM kindergarten auch so ein seltsames getue an den tag gelegt hat, als er wieder ein um einiges kleineres kind dort sah! logisch, die kleinen bekommen dann mehr aufmerksamkeit und deshalb versucht er es so, sich in den mittelpunkt zu stellen, was mir als mutter dann schon die ein oder andere grübelfalte auf die stirn zaubert!

fakt ist, dass er auch draußen beim einkauf usw. wie ein baby rumalbert, was mal ganz witzig sein kann, aber auf dauer echt nervt.
für mich macht er dort dann schon schritte zurück, obwohl er natürlihc auch heimkommt und die lieder trällert, die er im kindergarten dort vorgesungen bekommt. aber das geht eben meiner meinung nach auch in der anderen gruppe und dort hätte er vielleicth schon mehr spaß, weil alle mitsingen.

allerdings, als papa ihn dann vorhin abgeholt hat, hat er wieder so niedlich mit dem einen mädchen zusammengespielt, dass ich wieder am zweifeln bin, ihn von seinen kindern wegzuholen.. aber er findet ja sicher in der anderen gruppe auch anschluss.. er brauch halt nur n bißle länger MANCHMAL. auch nicth immer.. kommt immer drauf an, wie er aufgenommen wird...

ich sprech das morgen früh mal an, dass ich möchte, dass er ab januar doch lieber rüber geht. ich denke, das tut ihm echt besser. wie deine vorrednerin schon schreibt: n baby hat er auch daheim. etwas ältere kinder würden da sicher nur besser tun.

hach, gar nicht so einfach, wie ich finde. man, man, man..

Beitrag von peterson123456 08.12.09 - 16:16 Uhr

Hallo,
ja - ich bin beides - Mama und Erzieherin! :-)

Es ist immer schwierig, aus der Ferne einen guten Rat zu geben...
Es könnte von deinem Sohn nur eine Phase sein, es könnte aber auch natürlich sein, dass er unterfordert ist...
Wie lange geht sein Verhalten denn schon so? Und seit wann hat er eine kleine Schwester?

Ich an deiner Stelle würde einfach mit der Erzieherin der Gruppe sprechen, bzw. auch mit der Erzieherin der anderen Gruppe.
Ist die andere Gruppe eine "richtige" Kindergartengruppe (mit 25 Kindern)?
Denn wenn dein Sohn eher schüchtern ist, kann das auch problematisch werden, das darfst du nicht vergessen!
Gibt es in der anderen Gruppe passende Spiele für deinen Sohn? Ist sie für "unter 3-Jährige" eingerichtet?

Möchte dein Sohn in die andere Gruppe gehen? Das ist auch sehr wichtig...
In dem Alter kann er durchaus ja schon ein Wörtchen mitsprechen... :-)

Wie gesagt, sprich einfach mit den Erzieherinnen und kommt zusammen zu einer guten Lösung für deinen Sohn!
Hör dir an, wie die das einschätzen und was die dazu sagen...

LG,
Heidi