Er brüllt die Brust an--- was tun?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von gg82abt 08.12.09 - 13:04 Uhr

Hallo ihr Lieben,

vielleicht habt ihr mir nen Rat. Bin langsam verzweifelt, Tim heute 10 Wochen und 1 Tag alt war bis vor wenigen Tagen immer super schnell am trinken an meiner Brust und danach noch Flasche (ca 120-150ml je Mahlzeit)weil die Milch nicht ausreicht.

Seit letzte Woche brüllt er die Brust an (vorallem die rechte) und trinkt wenn überhaupt nur an der linken und die wird seit heute auch angebrüllt vom allerfeinsten sag ich euch.
Tja habe weil er definitiv hunger hatte ihm dann seine Flasche gemacht wie üblich 160ml. Die hat er bis auf 50ml dann angenommen.
Leider ist das nicht die erste Flasche die noch so viel übrig hatte.

Kann es sein das er grade noch mit dem letzten WE kämpft andem seine Taufe war und es für ihn ungewohnter Trubel war?
Andererseits hat er die Gäste richtig gehend aufgefordert mit ihm zu reden und zu schäkern und war quietsche Glücklich dabei.

Sorry für so viel Text kürzer gings nicht.

LG Simone mit Tim der gerade schläft

Beitrag von doreensch 08.12.09 - 14:16 Uhr

Das sit die Brustschimpfphase die normal ist aber die du gerade zum Abstillen benutzt

Er hat bemerkt das Brust und er nicht eine Einheit sind, sondern das die brust zu dir gehört und du fähig bist ihm die zu entziehen

der erste schritt zum eigenem ich

Beitrag von bieni-maja 08.12.09 - 14:22 Uhr

Hallo,

ja es kann sein, dass er das WE noch verarbeitet....geht mir bei unserem Kleinen auch ab und zu so.....ich stille auch und füttere noch zu (was ich zwischendurch abpumpe)....heute ist auch so ein komischer Tag #kratz
Jonas trinkt so ungefähr 10 min pro Brust.....trinkt diese nicht leer und ist trotzdem zufrieden und schläft laaannnge.....komisch...sonst braucht er noch mind. 60 -80ml zusätzlich.....soviel zum Thema "noch was übrig in der Flasche"

zum Thema "Brust anbrüllen" - kann auch an der Lage des Kleinen liegen...unser Kleiner hatte zeitweise Verspannungen im Nacken und das hat ihm dann weh getan und er hat meine Brüste auch angebrüllt statt zu trinken....waren beim Osteopathen...jetzt klappt alles bestens....
probier das doch evtl. mal aus....Verspannungen merkst du je nach dem wie du ihn festhälst...ob er da protestiert...

Wünsch dir, dass alles schnell wieder in Ordnung kommt....

LG bieni-maja & Jonas trotz wenig getrunken schon seit fast 2 1/2 h friedlich schlafend #gaehn

Beitrag von 20girli 08.12.09 - 14:30 Uhr

Dein Sohn stillt sich gerade zur Flasche hin ab. Das hat nichts mit dem Trubel oder ect. zu tun.

Trinken aus der Flasche- das merken sie meist recht schnell ist einfacher.
Wenn er oft nach dem Stillen die Flasche bekommen hat, kennt er die nur zu gut.

Warum sollte er sich an der Brust anstrengen wenn er ja doch die einfache Flasche bekommt. Deswegen hast du auch nicht genügend Milch. Er ist Brustfaul geworden und will jetzt nur noch die einfache Nahrungsaufnahme. ;-)

Das nennt man Saugverwirrung.

Lg Kerstin

Beitrag von gg82abt 08.12.09 - 17:29 Uhr

Hallo Kerstin,

tja die Flasche hab ich ihm immer dann gegeben wenn er trotz Brust nach ner Std wieder kam und hunger hatte.
Denn in so kurzem Abstand war meine Brust noch nicht wieder eingeschossen mit Milch.

Auch jetzt lass / lies ich immer ihn von sich aus kommen.

Hatte Telefonat mit meiner Hebamme die das ganze mitverfolgt hatte.
Nach Abpumpen musste ich feststellen das ich gesamt nur noch 40-60ml Milch habe trotz einschuss kurz davor. Und das ist viel zu wenig.
Auch haben die Mittel wie Milcbildungstee und Malzbier etc nichts gebracht :-(

LG Simone

Beitrag von 20girli 08.12.09 - 17:44 Uhr

Hallo,

und genau das ist der falsche Gedanke...

*wenn er trotz Brust nach ner Std wieder kam und hunger hatte. *

das ist normal...ehrlich. Mein kleiner hatte einen Rhytmus von 1 1/2 std...und in den Schüben meist jede Stunde.
Klar haben die dann Hunger, aber sie kriegen genug. Nur weil die Abstände so kurz sind heisst das nicht das sie nicht satt sind. Muttermilch ist super schnell verdaut...die Bäuche der kleinen noch klein..da passt nicht soviel rein.

Abpumpen---wenn ich danach gegangen wäre...wäre mein Sohn eigentlich verhungert. Ich habe über den ganzen Tag verteilt...mit viel Mühe vielleicht mal 40ml abgepumpt...mehr nicht.

Der Tee und das Malzbier bringen auch nicht die Wirkung die man will sie unterstützt nur...denn NUR dein Kind kann die Milchproduktion ankurbeln und das geht in dem dein Kind gaaaaanz oft an die Brust geht.
Wenn die Schübe kommen ist es so. Nicht die länge einer Stillmalzeit ist wichtig sondern die häufigkeit. Denn jedesmal wenn dein Kind an der Brust trinkt und den Milchspendereflex auslöst bekommt deine Brust das Signal das sie produzieren muss. Und je öfters er am Tag kommt...um so eher weis sie das dein Kind wächst und mehr braucht.

Einschießen tut die Milch auch nicht mehr...sie pendelt sich auf den Bedarf deines Kindes ein.

Wärend der Malzeitpausen...sammelt die Brust schon mal etwas Milch...damit es dann wenn das Kind Hunger hat- ein kleiner vorrat schon mal da ist. Ganz leer trinken kann man die Brust nicht denn sie produziert solange dein Kind daran trinkt ständig nach.
Und in den Schüben wenn die kleinen dann ganz oft an die Brust gehen..hat die Brust nur keine Zeit diesen kleinen Vorrat anzulegen...darum fühlt sich diese so leer an.
Milch ist trotzdem da.

Ich habe gerade gelesen das du schreibst das die ersten 4 wochen die Milch gereicht hatte. Und genau zu diesem Zeitpunkt stillen die meisten ab...denn da ist einer der großen Schübe...und nur wenn man die durchhält hat man es geschafft. Die Mütter haben nach 4 wochen immer noch Milch die geht nicht einfach so weg. Aber der große Schub lässt einen das Denken...eben weil sie oft und schnell kommen und Hunger haben. Ja sie haben Hunger aber sie werden satt und verhungern nicht ehrlich nicht.

Du musst halt jetzt schauen was du möchtest...denn so wie es aussieht liegt es nur an der Flasche das er nicht mehr gestillt werden möchte.
Ich hatte das bei meinem Sohn als er 8 Monate jung war...ich habe es wieder geschafft zu stillen aber es ist nicht einfach.

Ich wünsche dir alles gute

Lg Kerstin

Beitrag von darkdragonsoule 08.12.09 - 15:03 Uhr

hallo simone

hast du es schon mit anderen mitteln versucht deine milch zu steigern?denn wenn du ihm eine flasche gibst dann heisst das für deine brust dass nicht so viel bedarf da ist weil er ja weniger stillt.die milch lässt sich fast immer nach belieben steigern.lege ihn jede stunde an und benutze auch das wechselstillen zur steigerung.d.h dass du ihn anlegst an der einen brust und nach dem msr und vielleicht zwei minuten wieder zur anderen brust wechselst.können auch ein paar minuten mehr sein wenn er so oft wechseln nicht tolerieren würde.
nach 2 tagen intensivem stillen (lege ihn auch nachts immerwieder an) hast du die menge die dein baby braucht.

falls das nicht klappen sollte kannst du gerne auf die flasche verzichten und lieber mit einem brusternährungsset von medela stillen.falls du eine stillberaterin kommen lassen könntest die dir das zeigt wäre das sehr gut.die könnte auch mal sehen ob dein baby korrekt angelegt ist.

es könnte sein dass dein baby von dem künstlichen flaschesauger eine saugverwirrung bekommen hat und sich deshalb an der brust so anstellt.ich würde die flasche verbannen und nur noch stillen.du siehst ja an den windeln ob dein kind genug flüssigkeit bekommt.
trotzdem würde ich mich noch zusätzlich an eine stillberaterin wenden (schau auf der hp bei der lalecheliga oder der afs nach).

lg

Beitrag von gg82abt 08.12.09 - 17:25 Uhr

Hi,

tja ich habe viel Stilltee getrunken. Malzbier bis zum abwinken. Ihn im Wechsel angelegt öfter angelegt und auch andere Stillpositionen ausprobiert.

Nichts hat geholfen.

In den ersten 4 Wochen hatte die Milch gereicht so das ich nicht zu füttern musste und von jetzt auf nachher musste ich zufüttern.

Tims Rythmus ist auf alle 6-7 Std angelangt so das ich ihn inzwischen nicht mehr in kürzeren Abständen zum trinken anmieren kann.

Trotzdem danke für die Tips.

LG Simone

Beitrag von beerchen8 08.12.09 - 22:21 Uhr

Bin auch Still+Flaschen-Mama. Bei mir war es bis vorgestern auch so, dass die Brüste, vorallem die rechte angeschimpft und angebrüllt wurden. Da ich zum Glück vorher von der "Brustschimpfphase" um die Zeit gelesen hatte, bin ich da ganz (naja relativ) locker mit umgegangen. Ich hab sie vor die Brust gelegt u Schnulli rein u meckern lassen. Irgendwann nach paar Minuten fiel erst der Schnulli raus und unter meckern ist sie dann an die Brust. Hat ca 3 o 4 Tage gedauert, dann war´s wieder normal. Muss also keine Saugverwirrung sein.