Berechnung Einkommen Familie mit einem Kind

Archiv des urbia-Forums Finanzen & Beruf.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Finanzen & Beruf

Dieses Forum bietet Platz für alle Fragen und Antworten rund ums liebe Geld und die Absicherung der Familie - egal ob ALGII, Haushaltsgeld, Baufinanzierung oder Altersvorsorge. Auch Themen wie ElterngeldKindergeld sowie der Wiedereinstieg in den Beruf sind hier richtig.

Beitrag von saya82 08.12.09 - 15:28 Uhr

Hallo,

es geht um eine Bekannte. Ich kenne die genauen Einommensverhältnisse und den Zahlungsverkehr nicht. Sie weiss nur gerade nicht weiter.
Ihr Freund verdient nur ca 1100 € netto. Sie hat ca 1200 € netto.
Reicht ja für 2 Personen. Die Miete ist auch sehr günstig.
Wenn die beiden jetzt ein Kind bekommen bleibt sie so lange wie möglich zu Hause. D.h. doch volles Elterngeld für 1 Jahr oder das halbe für 2 Jahre, oder ?
Wieviel bekommt man denn ungefähr von 1200 €?
Dann bekommen sie ja noch Kindergeld.
Das ist doch aber viel, viel zu wenig. Vor allem wenn sie nach der Elternzeit wieder arbeiten muss und eine Kinderkrippe oder Tagesmutter bezahlt werden muss #kratz
Miete wird auch mehr, da die beiden umziehen müssen wenn das Kind kommt.
Bekommt man in so einem Fall Wohngeld oder sowas ?
Kann man nicht auch in der Schwangerschaft Hilfe von irgendwo bekommen?
Ich werde ihr zwar meine ganzen Babysachen überlassen, aber das ein oder andere müsste schon ersetzt werden.
Er kann sich auch keinen anderen Arbeitsplatz suchen, er ist schon über 50 und wird so leicht wohl nix mehr finden.
Er hat auch einen Zweitjob, da verdient er noch mal so 400-500€. Aber dann müsste er wenn das Kind da ist weiterhin 7 Tage die Woche arbeiten. Das ist ja irgendwie auch doof #gruebel
Wenns nicht anders geht klar .... muss dann ja wohl sein
LG

Beitrag von windsbraut69 08.12.09 - 15:36 Uhr

Sie bekommt 67% des bereinigten Nettoeinkommens an Elterngeld für ein Jahr oder eben die Hälfte für zwei Jahre, wobei das Mutterschaftsgeld angerechnet wird.

Ich denke, sie werden mit etwa 2000 Euro schon leben können, dann muß die größere Wohnung eben warten und sie müssen sich bisschen einschränken.

Sie kann ja auch nach dem Mutterschutz gleich wieder arbeiten und ER nimmt das Elterngeld in Anspruch, dann haben sie weniger Einbußen.

Warum sollten die beiden in der Schwangerschaft Hilfe (?) benötigen oder Wohngeld?

Gruß,

W

Beitrag von saya82 08.12.09 - 15:40 Uhr

Hallo und Danke für deine Antwort.
Ich hab keine Ahnung was sie bekommen können, deshalb frage ich ja hier :-)
Sie müssen umziehen, sie wohnen in einer 1 Zimmerwohnung mit Küchenzeile im Wohn/Schlafzimmer. Das geht beim besten Willen nicht.
Nach dem Mutterschutz will sie nicht arbeiten gehen, sie will ja auch für ihr Kind da sein und es stillen.
Ich finde das sehr verständlich.
Wie kommst du denn auf die 2000 €?

Beitrag von windsbraut69 08.12.09 - 15:42 Uhr

Ich habe überschlagen, dass sie ein Jahr lang knapp 800 Euro Elterngeld bekommt, 164 Euro Kindergeld plus sein Einkommen. Dazu kommt ja sogar noch sein Nebenjob.

Wenn die beiden sofort umziehen wollen und sie möglichst lange Zuhause bleiben möchte, warum sollen andere das finanzieren???

Gruß,

W

Beitrag von saya82 08.12.09 - 15:49 Uhr

Ich sag doch gar nicht das andere das finanzieren sollen #kratz
Er ist ca 55 Jahre und hat noch keinen Tag Arbeitslosengeld bezogen und sie ist knapp 40 und hat mal 1,5 Monate nach der Ausbildung was bekommen bis sie etwas anderes gefunden hatte.
Ich wollte ja nur wissen ob es irgendwas gibt wie man den beiden helfen kann.
Ich kenne mich damit eben nicht aus, wir haben und hatten keine Geldsorgen.
Mein Mann ist Beamter und wir bekommen eine Kinderzulage von knapp 100 € für das erste und zweite Kind und für das 3 Kind dann glaube ich sogar 250€.
Da schreit doch auch keiner das es von den "anderen" bezahlt werden muss.
Irgendwie versteh ich das nicht.
Ich hab doch nicht gesagt das sie Arbeitslosengeld oder sowas bekommen wollen.


Beitrag von windsbraut69 08.12.09 - 15:58 Uhr

Sorry, aber wenn das Geld nicht von "anderen" kommen soll und deren Eigenes Deiner Ansicht nach nicht reicht, WOHER soll es denn dann kommen?

Du erwähntest "Hilfe in der Schwangerschaft" und "Wohngeld" - woher soll das denn kommen???

Beitrag von saya82 08.12.09 - 21:06 Uhr

ICH habe diese Fragen ja gestellt, nicht sie. SIe weiss davon gar nix.
Sie hat mich angerufen und war verzweifelt weil sie nicht weiss wie sie alles schaffen soll und ICH habe hier mal nachgefragt.
Ist das irgendwie schlimm?
So wie man hier angemacht wird könnte man es gerade annehmen.

Ich kenne mich kein Stück mit diesen Hilfsleistungen aus. Deshalb frage ich doch

Beitrag von nightwitch 08.12.09 - 21:25 Uhr

Tja, dann muss die Gute eben sehen, wie sie die paar fehlenden Teile ersetzt.
Bei dem Einkommen wird sie wohl aus der Stiftung keinen Cent sehen.

Sorry, ich kann es mir ehrlich gesagt auch nicht erklären, wie man soviel Geld im Monat zur Verfügung hat (laut deiner Rechnung 2700 Euro) und es nicht schaffen sollte innerhalb von 9 Monaten alles notwendige für das Baby anzuschaffen.

Und wenn das Geld hinterher nicht reicht (übrigens haben wir als 4-köpfige Familie mit zwei Windelkindern nur knapp 1600 Euro zur Verfügung und es klappt wunderbar), eben in den sauren Apfel beissen und entweder ihre Ausgaben schmälern oder aber dazu verdienen.

Das Leben ist nunmal kein Ponyhof und soziale Auffangnetze wie Wohngeld, ALGII und ähnliches steht eben nur mal denjenigen zu, die es wirklich nötig haben und nicht, damit man sich noch ein schöneres Leben machen kann.

Es ist grundsätzlich nicht schlimm, wenn man nach Hilfe und Unterstützung fragt, aber schon im "Luxus" leben und dann nach mehr fragen finde ich mehr als dreist. Sorry.

Gruß
Sandra

Beitrag von saya82 08.12.09 - 21:31 Uhr

Sie hat doch gar nicht danach gefragt #kratz
Ich war das doch.
Und von ALG war hier auch nie die Rede

Beitrag von windsbraut69 09.12.09 - 07:01 Uhr

Die beiden nagen definitiv nicht am Hungertuch und auch ein Nebenjob ist m. E. einem werdenden Vater durchaus zuzumuten.

Natürlich kannst Du fragen aber Dir sollte doch klar sein, dass all die von Dir erwähnten "Hilfen" durch ANDERE finanziert werden - Deine Freund haben Deiner Ansicht nach ja kein Geld.

Beitrag von biene81 08.12.09 - 16:49 Uhr

>>ie müssen umziehen, sie wohnen in einer 1 Zimmerwohnung mit Küchenzeile im Wohn/Schlafzimmer. <<

Da die Miete dafuer ja nicht besonders hoch gewesen sein kann, werden sie doch ordentlich was angespart haben bei einem Einkommen von etwa 2700 Euro.

LG

Biene

Beitrag von mabo02 09.12.09 - 11:21 Uhr

"Nach dem Mutterschutz will sie nicht arbeiten gehen, sie will ja auch für ihr Kind da sein und es stillen."

Das ist kein Wunschkonzert und viele andere Mütter in ihrer Lage gehen auch arbeiten.


Beitrag von saya82 09.12.09 - 11:32 Uhr

Doch irgendwie ist es schon ein Wunschkonzert.
Sie will ja kein Geld haben also kein sie einfach zu Hause bleiben.

Beitrag von windsbraut69 09.12.09 - 11:36 Uhr

Dann solltet Ihr beide aufhören, zu jaulen und nach "HILFEN" zu jammern.

Beitrag von saya82 09.12.09 - 11:38 Uhr

Sonst gehts dir aber gut oder ?
Fragen wird man ja wohl noch dürfen.
Aber du bist hier ja sowsieso für deine seltsamen Antworten bekannt.
Ich werde jetzt auch nicht mehr antworten. Du nervst mich

Beitrag von windsbraut69 09.12.09 - 13:25 Uhr

Siehste mal, ich finde es seltsam, bei DEM Einkommen rumzujaulen.

Beitrag von anarchie 08.12.09 - 16:14 Uhr

Hallo!

elterngeld ist 67% vom Netto für 12 Monate(abzüglich Mutterschtz) + 2 Monate für ihren Freund.

Wenn sie jetzt 1200+1100+400 Eur haben..das sind 2700Eur - da brauch man keinesfalls Unterstützung!
Da muss man definitiv was weglegen können!
Für babyausstattung, zum Überbrücken der Elternzeit,...

In wenigen Bundesländern gibt es auch Landeserziehunsgeld..

Nach der Geburt haben sie dann ja:
804EUR EG
1100EUR Eink. Freund
164(oder 184)EUR Kindergeld.
400EUR Nebenjob

das sind 2468EUR -davon kann man zu 3 wunderbar leben, wenn man sich etwas einschränkt.
Davon ab finde ich es völlig legitim,wenn Frau - sonst arbeitend - staatliche unterstützung bekommt um ihr Kind die ersten 3 Jahre zu betreuen.

Und nein, ich habe ausser Kindegreld noch nie staatl. Unterstützung bekommen.;-)


lg
melanie mit 4 Kindern


Beitrag von andythepooh 08.12.09 - 20:19 Uhr

Nach der Geburt haben sie dann ja:
804EUR EG
1100EUR Eink. Freund
164(oder 184)EUR Kindergeld.
400EUR Nebenjob

das sind 2468EUR
Als wenn ich das lese haben dann 2468 euro wären da zu 3 und würden noch unter stüzung haben wollen *kopfschüttel *
sorry da gent nichts.
verstehe ich nicht .
wir haben im monat 1700 euro plus 498 kindergeld und das zu 5. bei uns reicht es gerade so wir bekommen auch keine hilfen udn sparen ist auch nicht drin.

Beitrag von saya82 08.12.09 - 21:04 Uhr

Danke für deine Antwort

Beitrag von popmaus 09.12.09 - 10:58 Uhr

Ich möchte mal bemerken das man von dieser Summe OHNE SICH EINZUSCHRÄNKEN zu 3 super leben kann!!
Wir haben aktuell ca dasselbe Einkommen und leben GUT!

ALso echt ich frag mich was manche Leute im Kopf haben.......

LG
Carmen

Beitrag von anarchie 08.12.09 - 16:15 Uhr

Achso: falls die zwei zusammenbleiben wollen macht finanziell auch ne Heirat durchaus Sinn...und ein Kind auf der Steuerkarte is ja auch noch ein Bisschen was..

Beitrag von vwpassat 08.12.09 - 16:58 Uhr

Typisch deutsches Jammern auf hohem Niveau.

Beitrag von claudia.1970 08.12.09 - 17:16 Uhr

Hallo

Also ich kann genausowenig nachvollziehen wie man damit nicht auskommen kann wie die meissten anderen hier.

Das Rechenbeispiel kurz über meinem Beitrag zeigt das in etwa 2400 Euro im Monat vorhanden wären.
Und das soll für 3 Personen nicht reichen ??

Da musste ich gerade echt schlucken.
Meine Schwägerin muss mit 2900 Euro auskommen bei einem 7 Personen Haushalt und einer Miete von fast 1000 Euro.
Das geht auch, es ist zwar oft knapp aber es geht irgendwie.

Ich kenne einige Hartz4 Empfänger die da wesentlich weniger haben und wunderbar auskommen.
Deshalb kann ich nicht ganz nachvollziehen wie man 2400 Euro bei 3 Personen als zuwenig betrachten kann.
Ich kann mir auch nicht vorstellen das es bei der Höhe an Einkommen noch Wohngeld oder andere Zuschüsse geben wird.

LG
Claudia

Beitrag von saya82 08.12.09 - 21:09 Uhr

Du kennst Harz 4 Empfänger die wunderbar auskommen?
Das ist aber selten!
Ich finde es zu wenig. Wenn ich das mal auf uns übertragen würde müssten wir von 800 € im Monat Haushalten.
Für mich wäre das keine passende Basis für Kinder

Ich wollte ja auch nur wissen wie das mit dem Elterngeld ist und was es für Möglichkeiten gibt.

Beitrag von windsbraut69 09.12.09 - 07:05 Uhr

Es gibt für Leute, die so deutlich über ALGII-Niveau liegen (das ist nun mal der gängige Maßstab für Bedürftigkeit), die wunderbare Möglichkeit der Eigenfinanzierung.

Selbst, wenn Du meinst, mit Kind würde es nicht reichen, warum sollten die beiden während der Schwangerschaft Hilfen bekommen???