Trennung - Darf ich Möbel mitnehmen?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von dana666 08.12.09 - 18:33 Uhr

Hallo,

meine Freundin trennt sich jetzt nach 13 Jahren Ehe von ihrem Mann. Sie hat 3 Kinder, 7, 6 & 3 Jahre.
Der Große und die Kleine wollen zu ihr und der Mittlere beim Papa bleiben.
Als sie ihm gesagt hat, dass sie sich trennen will, hat er gemeint sie muss innerhalb einer Woche draußen sein. Er und seine Mutter sind soooo garstig zu ihr. Beschimpfen sie, drohen ihr ihre Kinder wegzunehmen usw.
Sie haben ein gemeinsames Haus die meisten Möbel hat ihre Schwiemu gekauft und ihnen geschenkt.

Ihr Mann droht ihr jetzt, dass sie genau mit dem gehen wird, womit sie gekommen ist, nämlich mit nix. ALso ohne Möbel und ohne Kinder.

Gestern hat sie eine schöne Whg. gefunden und will zum WE ausziehen.
Darf sie die Kinderzimmer mitnehmen??? Sie hat ja gar nix sonst... keine Betten, keine Schränke, etc.
Ihr Schiemu meint, dass sie ihr nix mitgibt.

Wie läuft das jetzt?

Morgen hat sie einen Termin bei der Caritas und nächste Wo beim Anwalt.

Wäre umd Ratschläge bzw. Erfahrung sehr dankbar.

LG
Bine

Beitrag von 69bine 08.12.09 - 18:59 Uhr

Hi Schnecke, Hilfe kommt. ;-)

Die Beiden haben vermutlich in einer Gütergemeinschaft gelebt. Dann gehört ihr die Hälfte. Auch Geschenke der Schwiegermutter. Bei einem Ehevertrag muss man eben schauen was der sagt.

Bei einer Trennung wird das Familiengericht immer im Namen der Kinder sprechen. Es geht nicht, dass die Kinder plötzlich ihr gesamtes Hab und Gut verlieren, nur weil die Eltern nicht mehr miteinander können. Die Kinderzimmer gehören damit an den Ort, wo der zukünftige Lebensmittelpunkt der Kinder ist.

Soweit das Rechtliche, soweit ich das weiß (bin auch kein Anwalt).

Die Frage ist nur, wie das durchsetzen??? Wenn sie am WE ausziehen will, und das sollte sie in dieser schrecklichen Situation unbedingt tun, ist das zu kurzfristig um Rechtsansprüche durchzusetzen.

Ich würde dringend raten mich an einen Anwalt zu wenden. Vielleicht kann der mit gerichtlichem Eilverfahren was tun. Jugendamt!!! Auch die werden da weiterhelfen, die beraten bei Trennungen. Caritas ist auch gut.

Bevor es zu tätlichen Übergriffen kommt, würde ich an ihrer Stelle tatsächlich erstmal mit so gut wie gar nix gehen. Bis auf die Kinder natürlich!!! In der jetzigen Situation würde ich auch den Mittleren mitnehmen. Wer welches Kind dann bei sich hat, wird am Besten beim Familiengericht entschieden. Ihr die Kinder wegnehmen, wenn es keine guten Gründe gibt, wird der Ehemann damit wenig Erfolg haben. Vermutlich wird er nur den Mittleren bekommen, und auch das nur, wenn das Kind sagt das es zum Papa will.
Und dann weitersehen wie man an den Rest des Hausstandes kommt. Da helfen dann sicher genannte Stellen weiter.

lg bine

Beitrag von crumblemonster 08.12.09 - 19:48 Uhr

Hallo,

so wie biene schon schreibt - wenn sie nix vereinbart haben, gehört ihr die Hälfte und demnach eben auch die Hälfte der Möbel, denn die Schwiemu hat sie ihnen geschenkt..... anders wäre es bei einer Leihgabe durch die Schwiemu.... Genauso gehören die Klamotten zu den jeweiligen Kindern.

Aber es ist schon eine Schei....situation. Ich wünsche Deiner Freundin ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen.

LG

Beitrag von mellimaus77 08.12.09 - 20:16 Uhr

Hallo,
auch ich habe mich getrennt und wir hatten auch ein Haus.
Sie darf die Kinderzimmer mitnehmen ,egal wer und wann die gekauft wurden.
Die Küche dürfte sie auch mitnehmen und die Waschmaschine.Alles von den Kindern darf sie ohne wenn und aber nehmen ausser von dem der da bleibt.
Ich habe meinem ex -mann das Wohnzimmer und schlafzimmer gelassen.Ich habe nur kinderzimmer,und Küche,waschmaschine und Trockner mitgenommen.Alles andere habe ich da gelassen.

Vielleicht konnte ich etwas helfen.
LG melanie

Beitrag von vergeslich 09.12.09 - 15:11 Uhr

Und noch eine Schnecke die sich zu Wort meldet. :-) :-)

Es ist echt eine total besch... Situation. Schade, das der Mann und die SchwieMu das auf den Kosten der Kinder austragen wollen.

Sie soll echt so schnell wie möglich zum Anwalt. Was hat den die Caritas gesagt? Konnten die ihr auch ein paar Fragen beantworten?

Leider kenne ich mich damit nicht aus, obwohl ich ein Scheidungskind bin. ;-) Aber bei uns ging das alles ganz geregelt ab, was ich auch viel besser finde.

Aber schau mal, was ich im I-Net so gefunden habe:

http://www.anwaltseiten24.de/rechtsgebiete/familienrecht/nachrichten/news/getrennt-lebender-ehepartner-darf-hausrat-nicht-mitnehmen.html

http://www.gutefrage.net/frage/scheidung-darf-meine-noch-frau-einfach-ausziehen-eigentum-und-die-kinder-mitnehmen

http://www.frag-einen-anwalt.de/Trennung---Möbel-Notbedarf-__f81758.html

Ich wünsche deiner Freundin alles Gute und das die Trennung, zur liebe der Kinder, ruhig über die Bühne geht.

LG vergeslich

Beitrag von superschatz 12.12.09 - 00:08 Uhr

Hallo Bine,

ehrlich gesagt würde ich ja den Spieß umdrehen. #schein

Warum bleibt SIE nicht erstmal im Haus? Letztendlich können die Kinder ja zum Papa, aber mal eben so geht das ja eh nicht.

Ich habe gerade eine ziemlich "aufregende" Trennung von meinem Mann durch.
Viele Monate Stress, aber eigentlich ein reht gutes Ergebnis. Möchte mich hier öffentlich im Forum aber nicht dazu äußern. (Die kleinen Spione über Google. ;-))

Ansonsten, sie soll sich ein paar knallharte starke Jungs besorgen und die Sachen aus der Wohnung holen, wenn ihr Mann Stress macht, Polizei rufen.(Wird er handgreiflich oder sehr ausfallend?) Ganz einfach. Sie hat auf alle Fälle auf die Dinge der Kinder, die mit zu ihr wollen und mir sagte mal ein Rechtsanwalt, "Was sie haben, dass haben sie erstmal. Ob sie es dann letztendlich behalten ist eine andere Geschichte."
Und die Worte ihres Mannes und der Schwiegermutter sprechen deutlich dafür, dass sie auf Stress aus sind.


LG
Superschatz