Wegen Vaterschaftsanerkennung mal ne Frage.

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von pitty-wird-mutti 08.12.09 - 19:35 Uhr

Hallo ihr Lieben, habe nen kleines Problem. Mein Ex und ich bekommen ein Kind, seit er ne neue Freundin hat, hat er ganz schlimmes Nivau. Er beschimpft mich und das Baby als Abschaum, droht sinnlos mit ich sollte keinen Vater angeben er will sein neues Leben genießen ohne das Baby und Verpflichtungen.

Ich wäre natürlich total doof drauf zu hören Vater unbekannt anzugeben.
Jetzt meine Frage wenn die Vaterschaftsanerkennung ansteht, nach der Geburt mache ich das, kann da mein Ex drauf bestehen die Kleine zu der Annerkennung zu sehen. Ich denke nicht das er sie danach nochmal sehen will, aber vielleicht zu der Anerkennung.
Vaterschaftstest will er auch machen, evtl. aber nur evtl., weil er Angst hat vor den Kosten, aber ich habe nix zu befürchten es ist sein Kind. Das er sie bei einem Vaterschaftstest sieht ist mir natürlich klar, aber zur Vaterschaftsanerkennung?
Er will die kleine nie nie sehen hat er gestern gesagt deswegen frag ich euch wegen sowas.
Ich kanns zwar nicht nachvollziehen so böse auf ein Baby zu sein wenn man eine neue Freundin hat, aber gut jeder Mensch ist anders.

Also kann mir da jemand helfen? Weil ich nun echt nicht weis ob ich mich dann dort mit ihm treffen muss?

Beitrag von rosali25 08.12.09 - 19:57 Uhr

Mein Ex hat weder mich, noch das Kind gesehen. Weder beim Test, noch vor Gericht zur Anerkennung (von dem Termin wusste ich nichtmal etwas).

Gruß Lena

Beitrag von jessi273 08.12.09 - 20:45 Uhr

hey,

eine freundin von mir hat das mit jemandem von einem one-night-stand durchgemacht und er hat weder sie, noch das kind gesehen dafür.

*lg*

Beitrag von nanny44319 09.12.09 - 08:12 Uhr

Guten Morgen,
also, der mögliche KV sieht weder bei der Anerkennung noch bei dem Vaterschaftstest das Kind. Es sei denn Du nimmst das Kind zur Anerkennung mit zum Gericht.
Also mach Dir mal keinen Kopf......

Beitrag von jules1971 09.12.09 - 10:47 Uhr

Hallo,

weder bei der Vaterschaftsanerkennung noch bei einer Vaterschaftsfeststellungsklage (mit vorangegangenen Abstammungsgutachten, also Speicheltest) sieht der Vater das Kind. Termine beim Amtsarzt für die Probenabgabe werden sogra extra so gelegt, dass sich die Eltern nicht über den Weg laufen. Auch einen privaten Test kann man ohne persönlichen Kontakt machen.
Wenn der Vater eine freiwillige Vaterschaftsanerkennung beim Jugendamt macht, kann er das auch unabhängig von Dir machen. Du musst dieser dann nur per Unterschrift zustimmen.

Mit der Feststellung/Anerkennung der Vaterschaft erhält der Vater alle Pflichten und Rechte. Und auch wenn er Dich und das Kind jetzt nicht sehen will, kann er eines Tages seine Rechte einfordern.

Aufgrund der zu erwartenden veränderten Rechtslage in Deutschland, dass auch unverheiratete Väter das Sorgerecht bekommen sollen, würde ich mir sehr genau überlegen, ob ich den Vater angebe.

Hätte ich gewusst, dass es eine Gesetzesänderung geben wird, hätte ich den Vater meiner Tochter niemals angegeben ... just nach dem Urteil aus Brüssel meldet er sich erstmalig nach drei Jahren und will seine Rechte als Vater wahrnehmen. Im Moment geht es erst einmal um Umgang, aber ich weiß, dass das nur der Anfang sein wird.

Gruß,
Julia

Beitrag von blonde.engel 09.12.09 - 13:33 Uhr

Hallo...

Das halte ich für einen ehr fragwürdigen Tip:

"Aufgrund der zu erwartenden veränderten Rechtslage in Deutschland, dass auch unverheiratete Väter das Sorgerecht bekommen sollen, würde ich mir sehr genau überlegen, ob ich den Vater angebe. "

Was ist mit dem Recht des Kindes auf Unterhalt?
Muß hier wieder Unterhaltsvorschuss beantragt werden, nur damit der Erzeuger seine Ruhe hat?

Was ist mit dem Recht des Kindes, seinen Vater zu kennen? Irgendwann wird das Kind fragen stellen - und dann? Die "Welt" diesbezüglich belügen ist ein Sache, aber das KIND?

Meine Meinung:
Vater angeben und ALLES in geregelten Bahnen laufen lassen!
Denn wenn er irgendwann mal das Sorgerecht haben will, kann er ja dann einen Vaterschaftstest machen lassen und "wird" dann "Vater"...
So oder so kann irgendwann mal alles möglich sein...

LG
Jenny

Beitrag von jules1971 09.12.09 - 13:59 Uhr

Hallo,

"Was ist mit dem Recht des Kindes auf Unterhalt?"

Muss man dann eben selbst erwirtschaften ...

"Muß hier wieder Unterhaltsvorschuss beantragt werden, nur damit der Erzeuger seine Ruhe hat?"

Es geht hier nicht um die Ruhe für den Erzeuger, sondern um Ruhe für Mutter und Kind ... und auf die 117,- UHV hätte ich auch noch verzichten können.

"Was ist mit dem Recht des Kindes, seinen Vater zu kennen? Irgendwann wird das Kind fragen stellen - und dann? Die "Welt" diesbezüglich belügen ist ein Sache, aber das KIND?"

Häh ... wenn ich weiß, wer der Vater ist, kann ich das meinem Kind doch berichten (und der restlichen Welt), dafür muss er doch nicht in der Geburtsurkunde stehen.

"Denn wenn er irgendwann mal das Sorgerecht haben will, kann er ja dann einen Vaterschaftstest machen lassen und "wird" dann "Vater"...
So oder so kann irgendwann mal alles möglich sein..."

Das ist eben nicht so einfach ... oder meinst Du, dass jeder Dahergelaufener nach Jahren ins Jugendamt marschieren und behaupten kann, dass es da irgendwo ein Kind von ihm gäbe?

Zum Glück gibt es in Deutschland kein Gesetz, dass einen zwingen kann, den Vater anzugeben ... hätte ich das mal genutzt.

Gruß,
Julia