heut elterngespräch gehabt

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von lene_mama2006 08.12.09 - 21:09 Uhr

hallo!

wir hatten heut ein elterngespräch im kiga.
unser sohn ist jetzt3,5j alt.
wir haben über einige dinge gesprochen,die die uns und den erziehern aufgefallen sind in der letzten zeit.
punkt eins jannick kann keine farben benennen,zwar unterscheiden bzw. zu ordnen was gleich ist . aber er verwechelst alles in der benennung.wir waren bereits mehrfach beim augenarzt.organisch ist alles in ordnung.keine farbschwäche beim sehen oder so.
wir wollen das noch ein paar monate beobachten und ihn weiterhin fördern.
punkt zwei, er hat ab und an probleme mit dem satzbau.ich vertauscht die wörter z.B. ich nicht mitkomme. oder ich hier bleibe.seine erzieherin meinte es sei nicht dramatisch,aber wir sollen wenn er was sagt was nicht richtig ist ihn nochmal in richtiger weise wiederholen.so das er es noch mal richtig hört.
wir wollen noch abwarten.ob es besser wird.
was meint ihr soll ich trotzdem mit ihm mal zum kinderarzt und mir seine meinung dazu einholen?
ansonsten ist er pfiffig und kommt super mit den anderen kindern aus.

LG lene

Beitrag von christina80 08.12.09 - 21:57 Uhr

Hallo,
also ich finde er ist ganz normal, manche interessieren sich halt einfach nicht für farben, und das mit dem satzbau find ich nicht schlimm, jeder versteht was er meint, und das man es richtig wiederholt, das ist für ihn wahrscheinlich das Beste.

Also mach dich nicht verrückt, er ist ganz normal.

LG und schönen Abend
Christina

Beitrag von deoris 08.12.09 - 21:59 Uhr

Hallo
ich habe dir eine PN geschickt!
LG Ewa

Beitrag von julia222 08.12.09 - 22:03 Uhr

Hi

Das Farbproblem hat mein Sohn zwar nicht, aber das mit dem Satzbau macht er genauso.
Wir sprechen es dann auch nochmal richtig nach.
Manchmal "übe" ich mit ihm auch Wörter, die er falsch sagt. Das findet er gut. Und wenn er es dann schafft, das Wort richtig aus zu sprechen ist er super stolz.
Beim KiA waren wir auch schon. Der meint, es ist völlig im Rahmen und man macht nichts weiter. Erst wenn es sich im Laufe der Zeit nicht ändert.
Er wird im Feb. 4 und ich muss echt sagen, in den letzten 2-3 Monaten hat er einen super Entwicklungsschub gemacht. Zumindest was das Sprechen anbelangt.
Wirst sehen, es kommt von selber.
Musst halt schauen, ob er auch daran interessiert ist, die Worte richtig zu sprechen. Wenn nicht, dann sprich es nochmal richtig, sonst setzt du ihn nur unter Druck.
Wie gesagt, meiner mag es teilweise ganz gerne, wenn wir das üben.
LG Julia

Beitrag von danni64 09.12.09 - 09:18 Uhr

Guten Morgen,

also,ich muss mir hier mal Luft machen,denn wenn ich solche Beiträge lese,dann geht mir der Hut hoch.

Dein Sohn ist 3,5 Jahre jung und ich möchte mal wissen,was er denn schon alles können soll #aerger.

Farben müssen sie erst mit 5 Jahren benennen können und ein 3,5 Jahre junges Kind muss nicht perfekt sprechen.

So langsam nervt es mich,was viele Mütter und besonders Erzieherinnen von den Kindern verlangen.Es reicht schon,dass einige Kinder mit 5 Jahren zur Schule müssen.

Vielleicht fragen einige Eltern mal ihre eigenen Eltern mit wieviel Jahren sie was konnten,die werden überrascht sein.
Kinder sollen Kinder bleiben dürfen und nicht schon kleine Maschinen sein müssen.
Es sind verdammt noch mal kleine Kinder und dann lasst ihnen auch die Zeit,Kinder zu sein. Kinder spielen und haben Spass.Man lässt ihnen Zeit,sich zu entwickeln und je mehr sie die Zeit haben,umso besser entwickeln sie sich.

Ich habe vier Kinder,drei Eigene und eine Stieftochter von meinem Exmann. Und wenn ich zurück schaue,dann durften meine Stieftochter und mein grosser Sohn noch Kinder sein. Sie gingen in den Kiga,um da ihre Kindheit zu geniessen und Spass zu haben und nicht,um irgendwelche Testergebnisse zu erfüllen.

Wo sind diese Zeiten geblieben ? Kein Wunder,dass immer mehr junge Leute unter psychischen Störungen leiden und immer mehr Kinder unter Asthma und Migräne.

Gebe deinem Jungen viel Liebe und Zeit und dann kommt der Rest von ganz alleine.Nur wenn er dein Vertrauen bekommt,dann kann er sich prima entwickeln,denn das ist das Einzige,was sie in den letzten 1000 Jahren nicht geändert hat. Je mehr Vertrauen und Liebe sie bekommen,desto besser entwicklen sie sich.

Bin ich inzwischen die einzige Mutter in Deutschland,die keine kleinen Genies möchte #schock ???

Danni 64 !!

Beitrag von gaeltarra 09.12.09 - 13:44 Uhr

Nein,

wir sind schon mal 2!

Ich finde es gut, wenn wirkliche Defizite beobachtet werden, was früher nicht der Fall war - muss man mal ganz deutlich sagen, aber es wird leider wie bei vielen Dingen mittlerweile übertrieben.

Meine Schwägerin sollte ihren 5jähirgen zur Logopädin schicken. Sie meinte, nein, macht sie nicht, sie lässt ihn noch Zeit. Und siehe da: pünktlich zum Schulanfang war alles o.k. So war es in vielen Dingen. Sie und ihr Mann (und auch mein Mann und ich) sind der Meinung, dass gravierende Mängel garantiert erkannt werden, alles andere braucht oft nur Zeit. Sei es das Trockenwerden, das selbst Essen etc. etc. Ach ja, meine Schwägerin ist Allgemeinmedizinierin, ihr Mann Neurologe/Psychologe... also nicht unbedingt Leute, die "keine Ahnung" haben.

Früher haben die Kinder das Lesen, Schreiben und Rechnen in der SCHULE (!) gelernt. Heutzutage frage ich mich, für was die Kinder noch in die Schule gehen, wenn erwartet wird, dass sie in der 1. Klasse die Buchstaben kenn und leichte Rechenaufgaben lösen könne usw. usf. War doch früher auch nicht??? Trotzdem gabs Leute, die studiert haben....

LG
Gael

... hat auch keine Einsteins.

Beitrag von danni64 09.12.09 - 17:00 Uhr

Hallo Gael,

genauso ist es. Mein Kia hat auch immer gesagt,jedes Kind entwickelt sich anders und man muss ihnen Zeit geben.

Nur mit viel Liebe und Geduld kann aus unseren Kindern was Grosses und Tolles werden.Ich bin auch nicht traurig,wenn meine Kinder nicht studieren.Es gibt sehr tolle Berufe,die man in einer Ausbildung machen kann.Zudem stehen den Kindern heute alle Möglichkeiten offen.

Ich will keine Einsteins,sondern glückliche und gesunde Kinder.

Mein Benjamin hat eine leichte Entwicklungsverzögerung und diese ganzen Teste und Förderungen haben meinen Jungen irgendwann unglücklich und krank gemacht.Als ich dann die Notbremse gezogen habe,wurde er wieder lockerer,wurde wieder gesund und hat dann tolle Fortschritte gemacht.

Er ist in der Sprache noch leicht verzögert und der Sprachunterricht in der Schule setzt ihn unter Stress.So haben wir entschieden,dass er wohl ab nächstes Halbjahr in eine Sprachförderschule gehen soll,damit er da bessere Hilfe bekommt.Da geht es stressfreier zu und die Kinder lernen da ganz anders,wir haben uns die Schule angeschaut.
Wenn ich sehe,mit was für Hausaufgaben mein Junge nach Hause kommt und wie schnell sie lernen müssen,dann tut es mir richtig weh.Viele Kinder sehen richtig gestresst aus,wenn sie von der Schule nach Hause kommen.

Die Kinder werden heute schon in sehr jungen Jahren unter Stress gesetzt und das finde ich fürchterlich,wenn ich ehrlich bin.Sie müssen zuviel,zu schnell lernen,da hatten wir es echt einfacher.

Ich wundere mich oft nicht,dass viele Jugendliche nicht mehr zur Schule wollen.
In diesem Lande verdirbt man unseren Kindern die Kindheit,so sehe ich es und ich finde es erschreckend.

So retten wir eine Pisastudie.
Aber es war ja schon immer so,dass Deutschland sehr Kinderfeindlich ist und unsere Regierung haut da ordentlich mit rein.

Ich hoffe,dass mal irgendwann Jemandem die Augen aufgehen und man unsere Kinder mal wieder die Kindheit geniessen lassen.

LG Danni !!